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    Die Informationen auf dieser Seite sind in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angeordnet; aktuellere Nachrichten findet man oben.

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Textmarke_rot_RBLehrer/innen des Robert-Bosch-Gymnasiums lassen sich in Erster Hilfe ausbilden.
17. und 18. November 2017, Freitag / Samstag

Erste_Hilfe_Kurs_11_2017_6Ein Schüler hat während des Unterrichtes einen epileptischen Anfall, eine Schülerin bricht sich beim Turnen am Reck ein Bein, beim Wandertag stürzt ein Kind und schürft sich das Knie auf, im Chemieunterricht verbrennt sich ein Schüler an der Bunsenbrennerflamme... usw.

Lehrer/innen sind im Unterricht in der Schule und auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen für viele Kinder/Jugendliche  zuständig und verantwortlich und immer mal kann ein kleineres oder größeres Unglück passieren. Dann ist es gut, wenn man/frau weiß, was zu tun ist.

Bild rechts: Modell-Torso zum Üben der Herzdruckmassage und der Beatmung zur Wiederbelebung.

Am Wochenende haben sich einige Lehrer/innen der Schule von ihrer Kollegin Sabrina Junge in Sachen “Erste Hilfe” auf einen aktuellen Kenntnisstand bringen lassen. Biologie- und Sportlehrerin Sabrina Junge darf nach einer entsprechenden Ausbildung beim Deutschen Roten Kreuz nun selbst Kurse in Erster Hilfe anbieten. Sie hat am Ende des Schuljahres 2016/17 an einer Qualifizierung von Schullehrkräften im Erste-Hilfe-Programm der DRK-Landesschule in Pfalzgrafenweiler teilgenommen. Auf dem einwöchigen Lehrgang hat sie u. a. die Sanitätsausbildung für Schullehrkräfte erfolgreich abgeschlossen.

Ein erster Erste-Hilfe-Kurs für Kollegen/innen fand jetzt am Freitagnachmittag und Samstagvormittag statt.

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Bild oben: Einstieg in den Erste-Hilfe-Kurs mit Motivationskärtchen, auf denen Szenen dargestellt sind, die Erste-Hilfe-Maßnahmen erfordern. Rechts im Bild Fortbildnerin Sabrina Junge.

Auf der Website des DRK heißt es zu diesen Kursen:

(Zitat)

“Themen und Anwendungen sind unter anderem:

  • Eigenschutz und Absichern von Unfällen
  • Helfen bei Unfällen
  • Wundversorgung
  • Umgang mit Gelenkverletzungen und Knochenbrüchen
  • Verbrennungen, Hitze-/Kälteschäden
  • Verätzungen
  • Vergiftungen
  • lebensrettende Sofortmaßnahmen wie stabile Seitenlage und Wiederbelebung
  • zahlreiche praktische Übungsmöglichkeiten”

(Zitat Ende)

Am aktuellen Kurs haben fünf Lehrer/innen teilgenommen; weitere Kursangebote sind geplant. Für den Kurs “Erste Hilfe” sind 9 Unterrichtsstunden á 45 Minuten vorgesehen. Der erste Teil des aktuellen Kurses fand am Freitagnachmittag von 14:15 h bis 17:15 h in der Schule statt; für den zweiten Teil am Samstagvormittag zwischen 9 h und 13 h durften die Teilnehmer/innen und ihre Leiterin die Räumlichkeiten des Gerlinger Ortsvereins des DRK in der Ditzinger Straße benutzen. Hier steht für solche Kurse außer einem großen Schulungsraum mit Multimediaausstattung auch das notwendige Übungsmaterial (und eine Küche) zur Verfügung. Wir bedanken uns beim DRK-Ortsverein Gerlingen bzw. bei ihrem Vorsitzenden ganz herzlich für die Gastfreundschaft (Kaffee und Brezeln standen für uns bereit!).

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Bild oben: Website des DRK-Ortsvereins Gerlingen.

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Bild oben: die Teilnehmer/innen des Erste-Hilfe-Kurses erfuhren nicht nur, was bei einer Verbrennung, einer Verätzung oder einem Sonnenstich zu tun ist, wie man eine kleinere Wunde oder ein stark blutende Wunde versorgt, wie man eine bewußtlose Person stabil lagert, wie man einen Notruf an die Rettungsleitstelle (Tel.: 112) absetzt oder wie man eine Unfallstelle absichert, sondern auch, wie man durch eine Herzdruckmassage und eine Mund-zu-Mund- bzw. Mund-zu-Nase-Beatmung  versuchen kann, einen Patienten wiederzubeleben.

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Bild oben: die Teilnehmer/innen des Erste-Hilfe-Kurses und Kursleiterin Sabrina Junge in einem Schulungsraum des Gerlinger DRK-Ortsvereins.

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Bild oben: bei einigen Teilnehmern/innen lag die letzte Teilnahme an einem erste-Hilfe-Kurs schon etwas länger zurück.

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Bild oben: die theoretischen Ausführungen wurden durch praktische Übungen ergänzt; auch der Einsatz eines Defibrillators wurde gezeigt und geübt.

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Bild oben: zum Abschluss des Kurses spielten die Teilnehmer/innen verschiedene Unfall-/Verletzungsszenarien durch.

 

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Textmarke_rot_RBRobert-Bosch-Gymnasium ist Gastgeber für Fortbildungsveranstaltung zum neuen Bildungsplan für NwT
13. November 2017, Montag

Zu Schuljahresbeginn 2016/17 sind die neuen Bildungspläne für das Allgemeinbildende Gymnasium in Kraft getreten; zunächst wurden also im vergangenen Schuljahr die Klassen 5 nach den neuen Plänen unterrichtet, dieses Schuljahr die Klassenstufen 5 und 6. Im kommenden Schuljahr sind dann zum ersten Mal die Schüler/innen der Klasenstufe 8 betroffen; in dieser Jahrgangsstufe beginnt auch der NwT-Unterricht (NwT = Naturwissenschaft und Technik).

Die neuen Bildungspläne für NwT unterscheiden sich stark von den seit 2004 gültigen: es wird zwischen prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen unterschieden, welche sich die Schüler/innen durch den Unterricht aneignen sollen; alle Kompetenzen sind viel detaillierter beschrieben, als nach den bisherigen Plänen; zudem wird der NwT-Unterricht “technischer” werden. Auch informatische Anteile sind jetzt viel stärker vertreten. So ist durchgängig die Benutzung eines Mikrocontrollers zu Mess-, Steuer- und Regelungsaufgaben vorgesehen. Auch sollen die Unterrichtsinhalte stärker projektartig vermittelt werden und anstatt in “Inseln” zu unterrichten, die untereinander wenig verbunden sind, soll auf einen “spiralcurriculären” Aufbau geachtet werden. Das bedeutet zum Beispiel für den Mikroontroller oder den Umgang mit Werkzeugen und Materialien, dass die in Klassenstufe 8 erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in den Folgejahren auf höherem / fortgeschrittenem Niveau wieder aufgegriffen und weiterentwickelt werden.

Die Einführung der neuen Bildungspläne wird von einer Fortbildungsoffensive begleitet; es gab und gibt für die betroffenen Lehrer/innen Fortbildungsveranstaltungen zu den Grundzügen der neuen Bildungspläne als auch zu den für die verschiedenen Jahrgangsstufen möglichen Inhalte. Hierzu hat die Zentrale Planungsgruppe (ZPG) am Regierungspräsidium einen Umsetzungsvorschlag entwickelt, also ein Curriculum mit vollständig ausgearbeiteten Vorschlägen für die Inhalte in jeder der drei Klassenstufen 8, 9 und 10. Zu den meisten hier genannten Modulen gibt es eigene Fortbildungsveranstaltungen unter dem Schlagwort T-Time (T für Technik).

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz (links) begrüßt die beiden Fortbilder Herrn Wegenast (im Bild rechts) und Frau Michelbach.

Am Montag fand eine ZPG-Veranstaltung am Robert-Bosch-Gymnasium statt; teilgenommen haben Lehrer/innen aus den Gymnasium in Ditzingen, Korntal, Ludwigsburg,... und natürlich auch Lehrer/innen unserer Schule. Während es am Vormittag hauptsächlich um die unterrichtliche Umsetzung des Curriculumsvorschlages der ZPG ging, stellten die Fortbildner am Nachmittag praktische Unterrichtsbausteine vor, mit deren Hilfe die geplanten Inhalte umgesetzt werden können.

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Bild oben: Frau Michelbach und Herr Wegenast im Raum NwT4 unserer Schule bei der ZPG-Fortbildungsveranstaltung.

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Bild oben: ein Projektvorschlag für die Klassenstufe 8 ist der Bau eines Krans.

In einer Fachsitzung der Fachschaft NwT werden alle Lehrer/innen der Schule, die Biologie, Chemie, Physik und Geographie unterrichten, in der kommenden Woche über die Umsetzung des Bildungsplanes für die kommende Klassenstufe 8 an unserer Schule beraten.

 

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Textmarke_rot_RBHalbjahres-Bilanz: Interview mit Silke Scholz, seit sechs Monaten Stellvertretende Schulleiterin
Anfang November 2017

Text: (das Interview führte:) David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Silke Scholz hat im April 2017 ihre Stelle als Stellvertretende Schulleiterin angetreten (Bericht vom 25.4.2017 auf unserer Website). Ganz so schnelllebig wie die Politik, wo nach den sprichwörtlichen ersten 100 Tagen Bilanz gezogen wird, ist der Schulbetrieb nicht. Doch nun, nach dem ersten halben Jahr, ist es Zeit, nachzufragen, wie sich die neue Stellvertreterin im Amt eingelebt hat.

Frau Scholz, was macht Ihnen besonders Freude an Ihrer neuen Tätigkeit?

Die Vielseitigkeit der Aufgaben. Dazu gehört der Kontakt mit Schülern, Eltern, Hausmeistern, der Stadtverwaltung. Nicht zu vergessen die Zusammenarbeit mit Frau Schaible und Herrn Ciapura. Man lernt alle kennen, die etwas mit der Schule zu tun haben. Und die Planungsarbeit, der Kern meiner Tätigkeit, macht mir einfach Spaß, das Erstellen von Stundenplänen, Konferenzplänen usw.

Interessant ist auch, dass man noch einmal einen ganz neuen Blick auf einzelne Schüler bekommt: man kümmert sich um Einzelfälle. So sieht man Schüler individueller und bekommt mehr von ihnen als Persönlichkeiten mit, außerhalb des Klassenverbandes.

Gibt es auch Aspekte, die eher unangenehm sind?

Man muss wie überall in Leitungspositionen auch solche Entscheidungen treffen oder weiterreichen, von denen man weiß, dass sie unangenehm sind, unter Umständen auch heftige Reaktionen auslösen werden.

Es kommt auch vor, dass man ganz viel Überlegung und Arbeit in eine Sache hineinsteckt und versucht, das Verträglichste für alle Beteiligten zu erwirken - und dann kommt das bei Kollegen, Schülern oder Eltern gar nicht an.

Was ist ganz anders als erwartet? Gab es schon Überraschungen?

Was mir jetzt neu bewusst wird: dass ganz viele kleine Schritte notwendig sind, um eine größere Sache zu bewirken oder zu bewegen. Auch für die Schulleitung gilt: es dauert, bis etwas zu Ende geführt, durchgesetzt ist. Man benötigt einen langen Atem.

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Bilder oben und unten: Studiendirektorin Silke Scholz an ihrem Arbeitsplatz.

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Wieviel unterrichten Sie noch?

Ich habe ein Deputat von 80%, somit gebe ich neben den Verwaltungs- und Leitungstätigkeiten noch 13 Unterrichtsstunden.

Bei Ihrem Amtsantritt haben Sie betont: „Lehrerin sein ist mein Traumberuf; hat sich der Kontakt zu den Schülern gewandelt? Fehlt Ihnen etwas?

Nein, gar nicht, das ist immer noch so, bisher hat sich daran nichts geändert. Ich würde nach wie vor sagen, dass ich einen guten Draht zu den Schülern habe. Ich hoffe, sie merken einfach, dass ich gerne bei ihnen bin.

In Ihrem Fall gab es die besondere Situation, dass Sie aus dem Kollegium heraus zur Vorgesetzten wurden; hat sich das Verhältnis zu den Kollegen dadurch geändert?

Da gibt es keine Probleme. Ich fühle mich in meiner Rolle angenommen, will nach wie vor sehr präsent sein im Kollegium und persönliche Kontakte nicht abbrechen.

Als Motivation für Ihre Bewerbung nannten Sie: „Ich möchte mitwirken und mitgestalten.“ Hat sich das erfüllt?

Ja, es ist tatsächlich möglich, mitzugestalten. Ein Beispiel ist der neue Förderunterricht in Klasse 9. Wir haben das Anliegen vor den Ferien gesehen und nun im neuen Schuljahr planerisch vorbereitet und umgesetzt. Auch in der Zusammenarbeit mit den Eltern kann man aus den verschiedenen Standpunkten lernen. Der Kontakt mit den Eltern ist in Gerlingen sehr konstruktiv, so kann man klären, welche Wünsche umgesetzt werden können und ebenso, welche nicht.

Generell geht das nur in Abstimmung mit dem Schulleitungsteam. Wir arbeiten sehr offen und vertrauensvoll zusammen. Hier kann man eigene Konzepte einbringen und muss auch mal Überzeugungsarbeit leisten durch Ausdauer und Argumentation.

Eine weitere Erwartung, die Sie im April äußerten: „Ich hoffe, dass ich die Aufgaben bewältigen kann und trotzdem Zeit bleibt für Ideen und Veränderungen.“

Da gibt es zwei Seiten. Einerseits ist die Wahrnehmung bei mir und dem Schulleiter, Eberhard Blanz, dass die Schulleitung nun endlich wieder komplett ist, und wir beide eine deutliche gegenseitige Entlastung spüren - mein Start war ja etwas unkonventionell. Aufgaben können klar verteilt und dann auch sorgfältig erledigt werden.

Allerdings hat sich meine Präsenzzeit an der Schule – die ja nur einen Teil der Arbeitstätigkeit als Lehrer widerspiegelt – deutlich erhöht. Ich bin nun viel früher an der Schule, etwa ab 6:45h, und bleibe häufig bis halb 17h. Und das in Teilzeit. Die Tage sind definitiv länger. Das war mir aber klar.

Kommt die Tätigkeit Ihren Interessen und Neigungen entgegen?

Ja, sehr, ich bin nicht gestresst von der Rolle. Ich kann mit Kritik umgehen und mich reiben. Beides hilft, glaube ich.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin ein gutes Händchen als Stellvertretende Schulleiterin!

 

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Suedzucker_2007_9Textmarke_rot_RBTraditionelle Besichtigung des Südzucker-Werkes in Offenau
7. November 2017, Dienstag

Text:  A. Beuchle
Fotos: A. Beuchle (2011), der Webmaster (2005 und 2007)

Hinweis: aktuell darf auf dem Firmengelände nicht mehr fotografiert werden; die Genehmigung zur Veröffentlichung der vorhandenen Bilder wurde uns seinerzeit schriftlich erteilt. Die Bilder wurden jetzt aufgrund der Orginalvorlagen neu nachbearbeitet.

Am Dienstagtag war es wieder soweit - die 2- und 4 -stündigen Chemiekurse am Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen brechen mit ihren beiden ChemielehrerInnen R. Müller und A. Beuchle zu ihrer gemeinsamen Exkursion nach Offenau bei Heilbronn auf. Hier steht eine der Zuckerfabriken der Südzucker AG. Dieser Besuch gehört seit Jahren zum festen Programm der Oberstufen-Chemiekurse und wird vom Förderverein PRO finanziell unterstützt.

Bild rechts: durch den Kamin zieht der Wasserdampf ab, der beim Trocknen der Zuckerrübenschnitzel entsteht. Rechts daneben der Schachtofen, in dem Kalkstein (Calciumcarbonat) zu Branntkalk (Calciumoxid) verarbeitet wird.

Es gibt wenig Besuchsziele, bei denen man so intensiv den Weg eines Produktes verfolgen kann wie bei der Zuckergewinnung aus der Zuckerrübe. Dabei erfährt man sehr schnell, dass die Zucker -”Fabrik” eigentlich keine Fabrik im Sinne von “Zucker herstellen” ist. Der Zucker ist schließlich schon fix und fertig in der Rübe enthalten, sondern eher eine “Zuckergewinnungsanlage”.

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Suedzucker_2017_RuebeBild oben: von der Rübe bis zum fertigen Produkt in der Küche (die Weihnachtsbäckerei steht an...) - beim Besuch in der Zuckerfabrik kann man den gesamten Weg der Zuckergewinnung verfolgen.

In dem Südzuckerbetrieb in Offenau werden während der ca. dreimonatigen Kampagne im Minutentakt (außer am Sonntag) rund um die Uhr Zuckerrüben angeliefert. Mit einem Hochdruck-Wasserstrahl werden die Rüben von den Anhängern in den Transportkanal gespült. Die Rüben werden vom Fremdmaterial über einen Steinabscheider getrennt Zuckerrüben, gewaschen und in den Schneidmaschinen zerkleinert. Bei größerer Anlieferungs- als Verarbeitungsgeschwindigkeit – werden Zuckerrüben auch zwischengelagert.

Bild rechts: eine Zuckerrübe, die uns ein freundlicher Landwirt aus dem benachbarten Ditzingen zur Verfügung gestellt hat; sie wurde im Rahmen des Chemieunterrichtes von den Kursstufenschülern/innen weitgehend verspeist.

Die Zuckerrübe ist eine Kulturform der Gemeinen Rübe (Beta vulgaris); eine Zuckerrübe wiegt - wenn sie im Herbst geerntet wird - zwischen ca. 0,70 und 1,20 Kilogramm. Die Zuckerrübe wurde aus der Gemeinen Rübe hinsichtlich eines möglichst hohen Zuckergehaltes gezüchtet und optimiert; dieser beträgt ca. 15-16 % der gesamten Rübenmasse. Insofern ist der Genuss durchaus zu empfehlen...!

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Bild oben: Anlieferung der Rüben per LKW direkt vom Acker.

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Bild oben links: die Rüben werden mit einem starken Wasserstrahl von den Ladenflächen der LKW und Anhänger gespritzt. Bild oben rechts: Wenn mehr Rüben angeliefert werden, als verarbeitet werden können, werden sie  zwischengelagert.

Die Rübenschnitzel gelangen in große Extraktionstürme in denen mithilfe von warmem Wasser der Zucker herausgelöst wird. Da neben dem Zucker auch noch „unerwünschte“ Stoffe extrahiert werden, muss das Gemisch anschließend noch mehrere Klärungs- und Reinigungsschritten durchlaufen. Dabei erhält man den so genannten Dünnsaft und dann mit zunehmender Konzentrierung durch Eindampfen unter Vakuum Dicksaft, aus dem dann die Zuckerkristalle auskristallisieren. Der Zucker wird nochmals abgeschleudert und mit Wassern abgespritzt und geht als so genannte “Grundsorte” vor allem an Großabnehmer wie Schokoladen- und Gebäckfabriken sowie Getränkehersteller. Die Raffinade, die als Haushaltszucker verwendet wird, entsteht nach nochmaligem Lösen und erneutem Auskristallisieren und ist ein hochreines Produkt.

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Bild oben: durch beleuchtete Sichtfenster kann man in den Kristallisator sehen, wie im Dicksaft sich allmählich Zuckerkristalle bilden. Der Prozess kann durch “Impfen” mit Puderzucker -Kriställchen eingeleitet und beschleunigt werden.

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Suedzucker_2007_2Bild oben: hier stehen die zum Teil kontinuierlich, zum Teil in Chargen arbeitenden Zentrifugen, die den Sirup von den Zuckerkristallen trennen.

Alle Schritte der Zuckergewinnung - von der noch verschmutzten Rübe bis zum abgepackten Puderzucker oder der Raffinade - kann man in einer Zuckerfabrik hautnah und mit allen Sinnen erleben. Es riecht und duftet, es ist draußen kalt und drinnen schwülwarm und laut. Und wenn man will, kann man die Zwischenprodukte auch noch mit dem Geschmackssinn erforschen.

Bild rechts: die Produktpalette reicht von der Raffinade über den Hagelzucker, den Kandiszucker, den Braunen Zucker, den Zuckerhut, den Gelierzucker, die Zuckerwürfel bis zum Puderzucker...

Alle Abläufe sind hocheffizient, was den Einsatz von Wasser, Energie, oder Kalk anbelangt: Die Wärme, die bei der Extraktion oder dem Eindicken des Dünnsaftes benötigt wird, ist streng genommen nur die Abwärme aus den Dampfturbinen, welche die Generatoren treiben , die den Strom für die Zuckerfabrik herstellen.

Die extrahierten und ausgepressten Zuckerschnitzel und die am Ende des Auskristallisationsprozesses anfallende Melasse werden - als Futtermittel - dem landwirtschaftlichen Stoffkreislauf zugeführt.

Wir möchten uns auch in diesem Jahr für die vierstündige Führung bedanken, bei der die Teilnehmer/innen wieder einen intensiven und informativen Einblick in die Herstellung des Zuckers erhalten haben. Wir hoffen, dass diese Besichtigung auch für die nachfolgenden Chemiekurse angeboten werden kann. Darüber hinaus möchten wir uns nochmals beim Förderverein PRO für die finanzielle Unterstützung bedanken. Ohne diese wäre es nicht möglich, die Exkursion zu den gegebenen Konditionen anzubieten.

 

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Textmarke_rot_RBDeutsch-deutscher Schüleraustausch auf den Spuren Europas
18. - 27. Oktober 2017, Mittwoch - Freitag der Folgewoche

Europäisches_Parlament_3Zum 18. DD-Austausch zwischen Halle und Gerlingen

Für die begleitenden Lehrer/innen A. Beuchle und  M. Ciapura

Der deutsch-deutsche Austausch findet seit nunmehr 17 Jahren zwischen dem Elisabeth-Gymnasium in Halle und dem Robert-Bosch-Gymnasium in Gerlingen statt. Jeweils etwa 15 Schüler/innen der Klassenstufe 10 beider Schulen treffen sich, um gemeinsam verschiedene Aspekte der deutschen Geschichte zu beleuchten und die gemeinsame Vergangenheit lebendig zu halten und zu bewahren.

Ursprünglich wurde der Austausch eingeführt, um Kontakte zwischen Schulen im ehemaligen östlichen und westlichen Teil Deutschlands zu knüpfen und gegebenenfalls auch Vorurteile abzubauen.

Die Intention des Austausches hat sich insofern etwas gewandelt, als dass die Schüler/innen inzwischen alle nach der „Wende“ geboren wurden und durch die Zeit zusammengewachsen sind. Nach wie vor ist es aber wichtig, die Deutsche Geschichte zu kennen. Der DD-Austausch bietet den Schülern/innen die Möglichkeit, an jährlich wechselnden Themen einen mit Sicherheit spannenden Einblick in die Geschichte Deutschlands und in diesem Jahr in die Geschichte Europas zu erhalten.
 

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Bild oben: Gruppenbild im EU-Parlament mit Rainer Wieland, Mitglied des europäischen Parlamentes und einer dessen  Vizepräsidenten..

„Ich hoffe, dass in nicht zu ferner Zukunft die Vereinigten Staaten von Europa, zu denen Deutschland gehören würde, geschaffen werden, und dass dann Europa, dieser so oft von Kriegen durchtobte Erdteil, die Segnungen eines dauernden Friedens genießen wird.“ (Konrad Adenauer, Rede über den NWDR am 6.3.1946. Druck: Balduin Pick, Köln, o. J., 0. S).

Noch nie war die Friedensperiode in Deutschland länger, als seit der Gründung Europas. Der Begriff “Europa” bezieht sich nicht nur auf einen Erdteil, der historisch und kulturell begründet meist als eigenständiger Kontinent betrachtet wird, sondern beinhaltet auch historische, kulturelle, politische, wirtschaftliche, rechtliche und ideelle Aspekte. Der diesjährige Austausch bewegte sich auf den Spuren der Entwicklungsprozesse, die zur Gründung Europas geführt haben, der Entwicklung des europäischen Raums, beleuchtete die Grundgedanken und Werte Europas und setzte sich mit verschiedenen Problematiken auseinander, mit denen  sich die EU konfrontiert sieht. Dazu besichtigten wir auf Hallenser und Gerlinger Seite verschiedene bedeutsame historische Örtlichkeiten.

Nach dem offiziellen Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 eröffneten die Hauptalliierten (USA, Großbritannien und Russland) die Gespräche, die über die Zukunft Deutschland entscheiden sollten.  Der Ort dieser historischen Zusammenkunft  der 3 Regierungschefs Winston Churchill, Harry Truman und Josef Stalin – Schloss Cecilienhof in Potsdam - stand zum Beispiel als erstes auf unserem Programm.

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Bilder oben und unten: Schloss Cecilienhof; hier fand 1945 die Potsdamer Konferenz statt.

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Bild oben: die Schülergruppe vor Schloss Cecilienhof.

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3D_2017_Magino2_2_kBild oben: die Glienicker Bücke über die Havel; sie verbindet Berlin und Potsdam und ist bekannt als Schauplatz mehrerer spektakulärer Agenten-Austauschaktionen zwischen den während des Kalten Krieges verfeindeten Blöcken.

Unter der Maginot-Linie versteht man eine Linie aus Bunkersystemen entlang der französischen Grenze zu Belgien, Luxemburg, Italien und Deutschland, die zwischen 1930 und 1940 zur Abwehr und Verhinderung von Angriffen aus den Nachbarländern, gebaut wurde. Benannt ist diese nach dem französischen Verteidigungsminister A. Maginot. Dazu ein Bericht der Schülerinnen M. und L:

„Am Montag sind wir mit dem Bus nach Frankreich gefahren, um das Europaparlament in Straßburg zu besichtigen. Zwischendurch haben wir einen Stopp bei einer der alten Bunkeranlagen der Maginot-Linie gemacht.

Zu Beginn waren viele noch nicht sehr begeistert von der Vorstellung, in einen Bunker zu gehen, zumal er von oben sehr unspektakulär und langweilig wirkte. Doch als die Führung begann und wir die Stufen, die uns dreißig Meter unter die Erde führten, hinunter stiegen, änderte sich diese Meinung (siehe Bild rechts).

 

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Bild oben: Vorratslager im Bunker.

Wir haben erfahren, dass die Soldaten hier völlig abgeschottet gelebt haben und sogar eine eigene Stromversorgung hatten. Der Bunker war wie eine kleine Stadt, mit Küche, Kaserne, Krankenzimmer und Kommandozentrale, die sich einige Kilometer unter der Erde erstreckte. Die Vorstellung, hier unten für eine unbestimmte Zeit leben zu müssen, bereitete vielen Unbehagen. Einige waren froh, als wir wieder ans Tageslicht kamen und keine Erdmassen mehr über den Köpfen hatten. Andere waren enttäuscht, dass es schon vorbei war, da die Informationen zur Bunkeranlage sehr interessant und spannend waren.“

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Bild oben: Bunker der Maginot-Linie.

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Bild oben: Geschützturm.

„Der wirtschaftliche Zusammenschluss wird, so hoffen wir, auch politische Folgen nach sich ziehen. Das Ziel muss sein, die Schaffung eines europäischen Parlaments durch direkte geheime Wahlen. Ich bin mir klar, dass diese Entwicklung Zeit braucht. Das Ziel selbst aber müssen wir, auch wenn Jahre dahingehen sollten, bis wir es erreicht haben, unverrückt im Auge behalten.“ (Konrad Adenauer, Rundfunkansprache am 15.1.1958, Bulletin Nr. 11/58, S. 86).

Diese Zielsetzung Konrad Adenauers ist seit 1979 Wirklichkeit geworden. Alle fünf Jahre werden die Mitglieder des Europäischen Parlamentes mit Sitz in Straßburg gewählt. Die Vertreter treffen sich, um über z. B. wirtschaftliche, soziale und außenpolitischen Fragen zu beraten, Übereinkünfte zu treffen und die Zusammenarbeit gemeinsam zu regeln. Wir hatten das Glück, dass wir Rainer Wieland, den Vizepräsident des EU-Parlamentes, treffen durften. Dieser hatte sich extra Zeit genommen, um uns auf viele verschiedene Fragen rund um Europa Antworten zu geben. Rainer Wieland ist seit 1997 Mitglied des Europäischen Parlamentes und weist Gerlinger Wurzeln auf.

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Bild oben: vor dem Europaparlament in Straßburg.

Nach dem Gespräch wohnten wir noch einer Plenarsitzung bei. Dazu die Schülerin E.:

„Kurz nach dem Gespräch mit Herrn Wieland durften wir für ca. eine Stunde an einer Plenarsitzung im Europaparlament teilnehmen. Wir saßen oben, sodass wir alle Abgeordneten sehen konnten. Da wir mitten in einer Plenarsitzung ankamen, war es für viele am Anfang sehr schwierig, die Ausführungen der Abgeordneten nachzuvollziehen. Nach einer Weile hat man aber immer mehr verstanden, trotz der verzögerten Übersetzung. Nach dieser Sitzung, bei der nicht sehr viele Abgeordnete anwesend waren, gab es eine kurze Pause, in der sich der Raum innerhalb von Minuten stark gefüllt hat.

Der Präsident des EU-Parlamentes leitete dann das neue Thema ein – den Tod von Daphne Caruana Galizia. Das ist eine maltesische Journalisten, die durch eine Autobombe ermordet wurde. Für sie und ihre Angehörigen gab es eine Schweigeminute und der Presseraum im Europaparlament wurde nach ihr benannt. Alle Abgeordneten haben für sie geklatscht und sind aufgestanden. So etwas passiert sehr selten im Europaparlament und deswegen war es beeindruckend, dabei gewesen zu sein.  Danach begannen die Abstimmungen. Wir waren alle sehr erstaunt wie diese abliefen, denn als Außenstehender ging es sehr schnell. Wir waren uns einig, dass die Plenarsitzung sehr interessant war und sich auf jeden Fall gelohnt hat.“

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Wir hoffen, dass in diesem Jahr alle einen interessanten und unvergesslichen Einblick in die Geschichte Europas erhalten haben und sich die neuen Freundschaften noch lange halten werden. Auch wir Lehrer/innen blicken auf einen tollen Austausch mit euch zurück. Wir möchten uns an dieser Stelle auch nochmals ganz herzlich bei Herrn Wieland und beim Förderverein PRO für die großzügige finanzielle Unterstützung bedanken!

 

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Textmarke_rot_RBDie perfekte Welle - Bericht über die Exkursion des Sport-Neigungskurses nach Moliets Plage
Oktober 2017

Fotos: Teilnehmer / der Surfcamp-Veranstalter

Einführender Text: Oliver Mayer, Kursleiter

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Bilder oben und unten: Atlantikküste bei  Moliets Plage, Frankreich.

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Eine Motivationsspritze der ganz besonderen Art wartete gleich zu Beginn des Schuljahrs auf die Schülerinnen und Schülern des Sport-Neigungskurses. Für neun Tage ging es in ein Surfcamp an die französische Atlantikküste, um sich in einer für fast alle Teilnehmer gänzlich unbekannten Sportart fernab des üblichen Schulkanons zu versuchen. Im G9 noch fest im Lehrplan verankert, wollten wir auch den Schülern des G8 der Einblick in den Bereich der Wahlsportarten, wie z. B. Klettern, Mountainbiken, Skifahren oder eben Surfen, nicht vorenthalten. Und so stellten sich 15 unerschrockene Wasserratten dem Kampf mit den Elementen.

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Bilder oben und unten: die Teilnehmer/innen der außerschulischen Sportveranstaltung.

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Bild unten: das Surf-Camp.

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Nachfolgender Bericht schildert die Eindrücke dieser, für alle Beteiligte unvergesslichen, Veranstaltung aus Sicht eines Schülers:

Text: L. A.

Nach einer sehr langen und ermüdenden Busfahrt, die am Ende wortwörtlich im Sand endete, begann für den Neigungskurs Sport der Jahrgangsstufe K2 von Herrn Mayer das Surfcamp in Moliets Plage an der französischen Südatlantikküste.

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Surf_Camp_2017_25Bild oben: vielleicht sollte man mit de Bus doch nicht ganz bis an die Dünen heranfahren...

Bei strömendem Regen räumten wir unsere Sachen aus dem Bus, der nun für die nächsten drei Tage hoffnungslos tief im Sand steckte. Nach der Anmeldung bezogen wir komplett durchnässt unsere Zelte. Das Wetter sollte in den nächsten drei Tagen genauso weitermachen, zumal es dort die letzten zwei Wochen die ganze Zeit durchgeregnet hatte.

Bild rechts” beim “Trockenlegen” der Zelte.

Unser Kurs wurde in zwei Gruppen aufgeteilt, die dann immer abwechselnd eine 90-minütige „Surf Session“ hatte. Unsere Surfzeiten variierten täglich. Je nachdem, wie die Gezeiten waren, konnte man entweder schön ausschlafen und gemütlich frühstücken oder das Aufstehen war schlimmer als in der Schulzeit.

Gleich am Sonntagmorgen um 7:30 Uhr war die erste Gruppe an der Reihe. Unser Surflehrer Pete brachte uns nach dem gemeinsamen Aufwärmen zuerst bei, wie wir die Balance auf dem Brett halten können. Zuerst liegend und am zweiten Tag die ersten Aufstehversuche. Der Surfer spricht vom Take-off.

Bild unten: Trockenübungen...

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Bild unten: zum Trocknen an der Leine - die Neopren-Anzüge.

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All das bei endlosem Regen. Kalt war uns nicht. Unsere Neoprenanzüge wärmten uns und meistens war es außerhalb kälter als im Wasser. Nach einem ersten anstrengenden, aber sehr spannenden Tag, der uns trotz des Wetters fürs Surfen begeisterte, freuten wir uns auf eine warme Dusche, ein leckeres Abendessen und einen lustigen Abend mit vielen Pokerrunden.

Nachdem am nächsten Tag die Zelte gründlich entwässert wurden, was daran lag, dass es die ganze Nacht durchregnete, erwartete uns am zweiten Tag ein ähnliches Wetter, das sich jedoch zum Nachmittag hin immer mehr besserte. Bis uns schließlich der Dienstag mit strahlend blauem Himmel auf genialen Wellen willkommen hieß! Nach den Sessions konnte man sich entspannt in die Sonne legen, Musik hören und sein selbst bereitetes Lunchpaket verputzen. Man vergaß dann kurzzeitig, dass die anderen in Gerlingen die Schulbank drücken durften. Wir sahen es wie eine siebte Woche Sommerferien.

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Bild oben: kleine Jungs bauen Sandburgen, die etwas größeren einen Formel-I-Wagen...

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Mittwochs hatten alle Mitarbeiter und Surflehrer des Camps ihren freien Tag, deshalb fand auch kein Surfunterricht statt und es bestand die Möglichkeit, einen Tagesausflug nach San Sebastian in Spanien zu machen. Die meisten gingen jedoch auf eigene Faust Surfen, da es auch an diesem Tag geniale „Offshore-Wellen“ und schönes Wetter gab.

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Bilder oben und unten: die Fertigkeiten bessern sich von Tag zu Tag.

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Unsere Surf-Skills verbesserten sich jeden Tag und wir wurden immer sicherer auf dem Board. Nach dem für uns der Take-Off keine Schwierigkeit mehr darstellte und die ersten Versuche, Kurven zu fahren ebenfalls gelangen, kamen wir uns manchmal trotzdem noch etwas dumm vor, wenn Herr Mayer mal wieder ganz locker und entspannt jede Welle perfekt bekam und sie lässig entlangsurfte.

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Bild oben: Sportlehrer und Leiter des Surfcamps: Oliver Mayer auf der “perfekten Welle”.

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Bilder oben und unten: Sportunterricht, der Spaß macht.

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Nachmittags nach dem Surfen hielten die Surflehrer abwechselnd eine Theoriestunde ab. Uns wurde erklärt, wie Wellen entstehen, wo es gefährlich werden kann und wie wir beim Kauf eines Surfboard verhindern können, über den Tisch gezogen zu werden.

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Bilder oben und unten: in puncto Spaßfaktor kann ein Physik- oder Französisch-Kurs da nicht ganz mithalten.

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Aber auch diese schöne und interessante Woche musste irgendwann einmal enden, damit der Ernst des Lebens weitergehen konnte. So kamen wir müde und erschöpft, aber trotzdem mit neuer Energie und Spaß am Sport pünktlich zur Bundestagswahl 2017 wieder in Gerlingen an. HANG LOOSE!

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Bild oben: Abends am Strand.

 

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Textmarke_rot_RBSiebte Benefitz-Veranstaltung zugunsten des Karakara-Projektes im Stuttgarter Züblin-Haus
23. September 2017, Samstag

Robert-Bosch-Gymnasium gehört seit 2008 zu den größten Unterstützern

Textmarke_rot_RBZur Vorgeschichte des Projektes

(Text: nach der Projektbeschreibung von M. Neumann)

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Bild oben: im gläsernen Mittelbau des Verwaltungsgebäudes der Züblin AG in Stuttgart-Möhringen.

Karakara_Benefiz_2017_0Bereits zum siebten Mal fand am heutigen Samstag im glasüberdachten Innenhof des Verwaltungsgebäudes der Ed. Züblin AG (in Stuttgart-Möhringen) nach bewährtem 2-Jahres-Rhythmus ein Benefiz-Abend zu Gunsten des im Jahr 2008 von Lamin Ousman Daouda gegründeten Vereins “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger” e. V. statt. Zur Veranstaltung gekommen waren nicht nur Freunde und Förderer des Projektes sowie Paten der Kinder in Karakara, sondern auch der Botschafter des Landes Niger in Deutschland, Boubacar Boureima. Moderiert wurde die Veranstaltung wie immer von Christoph Engelbrecht, dem Zweiten Vorsitzenden des Vereins. Die Initiative zu dem Projekt hatte Lamin Ousman-Daouda 2005 ergriffen, als in seinem Heimatland Niger eine schwere Hungersnot herrschte.

Bild rechts: Lamin Ousman Daouda, der Initiator des Projektes, Erster Vorsitzender des Vereins und mittlerweile auch Namensgeber für die Schule in Karakara bei der diesjährigen Benefiz-Veranstaltung

Vom gemeinnützigen Verein gefördert wird zunächst  eine sechsjährige Grundschulausbildung von Kindern im ärmsten Stadtteil Karakara der Provinzhauptstadt Zinder im Südosten des afrikanischen Staates Niger. Es schließt sich mittlerweile die Förderung des Besuchs eines vierjährigen Collèges an. Vor Ort wird das Projekt von der Nichtregierungsorganisation ONG Mungane betreut, die auch die Lehrkräfte stellt.

Pro Kind und Jahr werden 240,- € benötigt. Damit wird nicht nur der Unterricht abgedeckt (Lehrkräfte, Lernmittel); die Kinder erhalten auch eine Gesundheitsfürsorge, zwei Mahlzeiten pro Tag in der Mensa auf dem Schulgelände, die Betreuung durch eine Tagesmutter und die Schulkleidung. Die Benefizveranstaltung dient außer der Information stets auch der Gewinnung neuer Paten für die neuen Schüler/innen in Karkara.

Seit 2008 unterstützt das Robert-Bosch-Gymnasium auf Initiative der früheren Kunstlehrerin M. Neumann mit dem Erlös des traditionellen Adventsbasars das Schulprojekt in Karakara. Mit dem Erlös des Basars 2009 hat das Robert-Bosch-Gymnasium die Patenschaft für eine ganze Klasse von 50 Kindern übernommen. Diese Kinder haben zum Schuljahresende in 2016 auf das College gewechselt, um dort weitere vier Jahre bis zur Mittleren Reife in die Schule zu gehen.

Dem Verein „Karakara-Hilfe für Kinder in Niger“ e.V. ist es in den auf 2009 folgenden Jahren - auch mit solchen Benefiz-Veranstaltungen - gelungen, immer genügend Paten zu finden, so dass kontinuierlich jedes Schuljahr eine weitere Klasse mit dem Unterricht beginnen konnte. Die Schule in Karakara ist jetzt zwölf Jahre alt und hat sich nach Aussage des stellvertretenden Gouverneurs von Zinder zur modernsten Grund- und Realschule in ganz Niger entwickelt.

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Wenn man die Situation auf dem Schulgelände zu Beginn des Projektes mit dem heutigen Zustand vergleicht, kann man sehen, welch enormen Aufschwung die Schule und auch das Dorf Karakara in den zehn Jahren seit der Gründung der Schule genommen haben (siehe Bild oben: der Schulcampus im Frühjahr 2017). Schließlich ist die Schule inzwischen auch ein wichtiger Arbeitsgeber für die unmittelbare Umgebung.

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Bild oben: Blick vom Schulcampus mit den Unterrichtsgebäuden und der Akazienbepflanzung auf den an die Schule mittlerweile heranwachsenden Stadtteil Karakara (das bedeutet in der Haussa-Sprache “StrohStroh”), in dem seit Schulgründung viele ehemalige Strohhütten nun durch feste traditionelle Lehmziegelbauten ersetzt werden konnten.

Im Jahr 2015 hat der Verein "Karakara - Hilfe für Kinder in Niger e.V." einen Antrag auf Förderung des Projekts beim Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) gestellt und Anfang 2016 eine Zusage erhalten. Damit war die Finanzierung für neu geplante Gebäude auf dem Gelände der Schule in Karakara gesichert.

Folgende Räume sind  bis Ende 2016 neu entstanden: eine neue größere Kantine und eine neue Küche, neue WC-Blöcke, eine Schreinerei, eine Näherei und ein Computerraum mit etwa 50 Arbeitsplätzen; außerdem wurde eine Gärtnerei angelegt. Mit diesen Gebäuden wird gleichzeitig das Ausbildungsangebot deutlich erweitert, mit dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern den Weg in eine berufliche Zukunft zu ebnen und ihnen mit der Gärtnerei Kenntnisse im Gemüseanbau zu vermitteln, die sie auch in den privaten Feldern anwenden und sich so in Eigeninitiative die Grundlage für eine bessere Ernährung schaffen können. Anfang 2017 kam in einem großen Container auch die komplette Ausstattung der neuen Gebäude (Nähmaschinen, Computer, Werkzeuge,...) in Karakara an.

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Bild oben: Schüler/innen im neuen Computerraum beim Unterricht an den Geräten.

 

Textmarke_rot_RBBericht vom Benefiz-Abend

Text und Bilder: der Webmaster

Die diesjährige Benefiz-Veranstaltung bot gleichermaßen Unterhaltung und Information und war auch hinsichtlich der Gewinnung von Patenschaften für Schüler/innen der jüngsten Klasse in Karakara sehr erfolgreich. Um 17 h am Samstagnachmittag war Einlass-Beginn und die Gäste wurden im sonnendurchfluteten Mittelbau des Züblin-Hauses von einer afrikanischen Trommlergruppe musikalisch begrüßt.

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Bild oben: eine afrikanische Trommlergruppe sorgte für die musikalische Gestaltung bei der Begrüßung der Gäste.

In der großen Glashalle waren auch verschiedene Stände aufgebaut, an denen man afrikanische Kleidung, Stoffe, Schmuck und Kunsthandwerkliches kaufen konnte; zudem gab es eine große Auswahl an von Freunden und Mitgliedern des Vereins selbst gebackenen Kuchen, es gab einen Getränkestand, eine Kaffee-Theke, einen Informationsstand und vor der Bühne waren die Tische für die Gäste bereits schön dekoriert.

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Bilder oben und unten: ein großes Angebot an afrikanischen Stoffen, Tüchern, Kleidern, Taschen, Schmuck und Kunstandwerklichem sorgte für Basar-Atmosphäre im Züblin-Haus. Ein Teil der Waren wird jeweils aus Niger importiert, andere Gegenstände werden von Freunden und Förderern bzw. eher von Freundinnen und Förderinnen des Vereins und Projektes genäht, hergestellt und gestaltet.

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Das eigentliche Programm startete um 17:30 Uhr zunächst mit einer afrikanischen Modenschau; die jungen Leute auf dem improvisierten “Laufsteg” erhielten für ihre Vorführung viel Beifall.

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Karakara_Benefiz_2017_9Bild oben: die afrikanische Modenschau erhielt viel Beifall.

Danach begrüßte der Initiator des Projektes und Erste Vorsitzende des Vereins, Lamin Ousman Daouda die Anwesenden (siehe Bild rechts), darunter auch den Botschafter der Republik Niger in Deutschland, Boubacar Boureima.

Er wies auf den weiteren Verlauf der Veranstaltung hin und bedankte sich beim Hausherrn, dem Vorstand der Ed. Züblin AG,  Klaus Pöllath für die Zurverfügungstellung des Hauses und die sonstige Unterstützung der Firma für das Projekt in Niger. Unter anderem kochen stets die Kantinenköche von Züblin für die Gäste der Benefizveranstaltung ein leckeres (afrikanisches) Abendessen.

Bild unten: Website des des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland mit Informationen zur Vertretung der Republik Niger.
 

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Danach begaben sich alle Gäste des Abends an die Tische und Stühle vor der Bühne, auf der nun die “Elite-Gruppe” der Jonglier-AGs des Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasiums, “Los Ballos Special” ihren Auftritt hatte.

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Karakara_Benefiz_2017_7Bilder oben, rechts und unten: die Jonglier-AG-Gruppe “Los Ballos Special” bei ihrem Auftritt im Züblin-Haus.

Knapp zwei Dutzend Mitglieder der Gruppe “Los Ballos Special” waren mit der Stadtbahn von Gerlingen nach Möhringen gefahren; AG-Leiter Michael Volz und der Trainer der AGs, Profi-Jongleur Alex Bopp sorgten für den Antransport der benötigten Requisiten.

Den Auftritt bezeichnete die Gruppe mit “Die vier Hochwürden”; vor den staunenden Zuschauern/innen präsentierten sie ein Feuerwerk an akrobatischen, tänzerischen und Jonglage-Kunststücken in perfekter Choreographie und mit großer Musik-Untermalung.

Das stets im Juli stattfindende “Zirkus-Wochenende”, das die knapp 70 Jongleure des Robert-Bosch-Gymnasiums nutzen, um ihre Fertigkeiten zu professionalisieren und als Truppe zusammen zu wachsen, hat offensichtlich gut gefruchtet!

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Nach dem Auftritt der Gerlinger Schüler/innen führte der Zweite Vorsitzende des Vereins “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger”, Christoph Engelbrecht, durch das weitere Programm: Dipl. Ing. Klaus Pöllath vom Vorstand der Züblin AG hob in seiner kurzen Ansprache insbesondere die Bedeutung der Bildung bei Entwicklungsprojekten hervor; durch die Bildung, die unsere Patenkinder in Karakara erhalten, bekommen sie eine berufliche und damit eine Lebensperspektive.

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Bild oben: Dipl. Ing. Klaus Pöllath vom Vorstand der Züblin AG bei seinem Redebeitrag.

Bildung sei zudem ansteckend, meinte Klaus Pöllath - sie verlaufe in Wellen und ziehe immer weitere Kreise: mittlerweile wollten auch die Eltern der Schüler/innen in Karakara lesen und schreiben lernen - schon allein, um eventuell vorhandene Smartphones bedienen zu können.

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Bild oben: Christoph Engelbrecht (Zweiter Vorsitzender des Vereins) moderierte die Vorträge von Klaus Pöllath (Züblin AG, rechts im Bild) und des Botschafters von Niger (Zweiter von links).

Ähnlich äußerte sich auch der Botschafter von Niger in Deutschland, Boubacar Boureima; er bedankte sich zudem für die Hilfe aus Deutschland. Das Projekt in Karkara sei geradezu beispielhaft dafür, wie internationale Zusammenarbeit und Entwicklung aussehen sollte.

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Bild oben: der Botschafter der Republik Niger in Deutschland,  Boubacar Boureima (Bildmitte) bei seiner Ansprache (seine französisch gehaltene Rede wurde von einem Dolmetscher - rechts im Bild - übersetzt).

Nach dem Abendessen trat die New York City Dance School auf und zeigte ihr Können im Stepptanz und Hip Hop(siehe Bild unten).

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Karakara_Benefiz_2017_16Danach berichtete Lamin Ousman Daouda anhand einer Bildpräsentation (siehe Bild oben; rechts im Bild Christoph Engelbrecht) über den aktuellen Stand des Projektes. Auch Fragen aus dem Publikum wurden von ihm beantwortet, so etwa nach der beruflichen Zukunft der Kinder nach Anschluss des Collèges oder danach, ob zur Umsetzung der Ziele des Vereins in Karakara auch Schmiergelder gezahlt werden müssten (Nein!). Allerdings konnten die Ausstattungsgegenstände für den Computerraum, die Näherei und die Schreinerei nicht ohne Zollabgaben nach Niger eingeführt werden.

Bild rechts: Lamin Ousman Daouda bei der Beantwortung von Fragen aus dem Publikum.

Auch nach den Kriterien zur Auswahl der Kinder, welche die Schule in Karakara besuchen dürfen, wurde gefragt sowie nach dem Niveau des Unterrichtes. Die Auswahl der Schüler/innen geschieht durch ONG Mungane vor Ort aufgrund der Bedürftigkeit (die Ärmsten werden ausgesucht) und des Alters; Mädchen sind in allen Klassen etwa hälftig vertreten. Bezüglich der Unterrichtsinhalte orientiert sich das Bildungssystem in Niger an der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich.

Der Abend schloss mit einem Auftritt der Sängerin Linda Kyei und ihrer Band (siehe Bild unten).

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Textmarke_rot_RBVerbesserung der individuellen Förderung bei gestiegener Heterogenität
September 2017

Das neue “Lernband” für die Klassenstufe 5-7

Text: Albert Pfänder, Abteilungsleiter

“An unseren Schulen soll jedes Kind und jede/r Jugendliche optimal gefördert werden und soziale Benachteiligungen dadurch abgebaut werden. Wie kann das gelingen angesichts einer zunehmenden Heterogenität in unseren Klassen? ...”

Diese Zeilen konnte man in der Ausschreibung für eine Fortbildungsveranstaltung der “Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen” für Schulleitungsteams an allgemein bildenden Gymnasien und beruflichen Schulen lesen; sie fand Ende November 2016 unter der Leitung von Johannes Baumann (Schulleiter am Gymnasium Wilhelmsdorf) und Markus Autenrieth (Schulleiter der Gemeinschaftsschule in Kupferzell) in der Landesakademie in Ochsenhausen (ehemalige Benediktiner-Abtei) statt.

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Bild oben: wenn die Schulleitung im Kloster in Klausur geht und sich auf das Wichtige und Wesentliche konzentriert ... muss für die Schule natürlich auch etwas Positives resultieren!

In der ehemaligen Reichsabtei der Benediktiner, einer monumentalen barocken Klosteranlage (siehe Bilder), ist seit 1989 die Landesakademie für die musizierende Jugend untergebracht. Wenn für Fortbildungen der “Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung” auf der Comburg bei Schwäbisch Hall nicht genügend Platz ist, wird gelegentlich nach Ochsenhausen ausgewichen.

Das Schulleitungsteam (die so genannte “Erweiterte Schulleitung”) des Robert-Bosch-Gymnasiums hat daran teilgenommen. Gegenstand der Veranstaltung waren “Individualisierte Lernarrangements”, wie sie etwa beim “Kooperativen Lernen” umgesetzt werden. Das Gerlinger Schulleitungsteam ließ sich aber insbesondere von einem der beiden Referenten, Oberstudiendirektor Johannes Baumann und dessen Unterrichtsmodell G8+ am Wilhelmsdorfer Gymnasium (im Landkreis Ravensburg) inspirieren. Was dort “Freies Kursangebot” heißt und die Klassenstufen 5-10 umfasst, setzen wir seit diesem Schuljahr in den Klassenstufen 5-7 (in diesen Stufen gelten bereits die neuen Bildungspläne) in abgewandelter Form unter der Bezeichnung “Lernband” um.

In unserer so genannten Kontingentstundentafel (die auflistet, wieviele Unterrichtsstunden pro Woche in welchem Fach in welcher Klassenstufe unterrichtet werden) nutzen wir die vom Ministerium eingeräumten Freiheiten, jeweils eine Unterrichtsstunde in den Klassenstufen 5, 6 und 7 für ein “Zusatzangebot” zu verwenden.

Das Schulleitungsteam hatte in den letzten Jahren bereits häufiger über die Thematik Individualisierung / Heterogenität diskutiert und nach Wegen gesucht, wie man einerseits unterschiedlichsten Schülerwünschen und -fähigkeiten gerecht werden und andererseits auch unsere pädagogischen Zielsetzungen, die wir mit unserem schulischen Leitbild  formuliert haben, in praktisch umsetzbares Wirken verwandeln könnte.

In unserem Leitbild steht nämlich unter anderem:

Lernen steht im Mittelpunkt der Schule. Jeder leistet seinen Beitrag zu einer guten und respektvollen Lernatmosphäre in der gesamten Schulgemeinschaft. Wir fördern und fordern Schüler so, dass sie ihre Begabungen und Fähigkeiten entdecken, einschätzen und entwickeln können.

Für Schüler/innen, bei denen sich in den Klassenstufe 5-7 beim Unterricht in Mathematik, Deutsch und Englisch sowie Französisch (vorübergehende) Defizite zeigen, ist der Förderunterricht vorgesehen. Dreimal im Schuljahr schauen die entsprechenden Lehrkräfte, ob (noch) Förderbedarf besteht. Schüler/innen können so unterschiedlich lange und auch in unterschiedlichen Fächern (nacheinander oder auch parallel) eine zusätzliche Förderung erhalten, um so den Anschluss an die Klasse wieder zu gewinnen.

Entsprechend der oben zitierten Aussage unseres Leitbildes wollen wir aber auch Schüler/innen (heraus-)fordern, die noch zeitliche und intellektuelle sowie kreative oder handwerkliche Spielräume haben, sich zu entfalten oder erst einmal eigene Fähigkeiten und Talente zu entdecken. Dazu dienen die Angebote im neuen “Lernband”.

Diese Angebote erstrecken  sich auf einen Zeitraum von einem Vierteljahr, einem halben Jahr oder auch einem ganzen Jahr; der Zeitraum, für den man sich zu etwas verpflichtet, ist also sehr überschaubar. Das macht die Schwelle, sich für eine der Lernbandaktivitäten zu entscheiden, für Schüler/innen niedrig; man geht kein großes Risiko ein. Und viele Lehrer/innen, die schon immer ein AG-ähnliches Angebot in einem etwas schulfachferneren Bereich anbieten wollten, können nun aktiv werden.

So gab es dann auch ein sehr breites Spektrum an Lernband-Angeboten, aus denen die Schüler/innen eines oder mehrere auswählen konnten. Nicht alle konnten bei der Zuteilung dann für die erste Wahl der ausgesuchten Aktivitäten zugelassen werden.

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Bild oben: die im “Lernband” tatsächlich durchgeführten Projekte/Aktionen.

Alle Veranstaltungen im Lernband finden (daher auch der Name) zeitlich parallel statt und auch parallel zum Förderunterricht. Das macht die Suche nach einem Termin im Wochenplan überflüssig; andererseits war die stundenplantechnische Verankerung der Lernbandangebote auch eine Herausforderung für die Stundenplanmacher (das sind die Stv. Schulleiterin Silke Scholz und der Rektoratsassistent Markus Ciapura).

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Bild oben: im Flur vor dem Sekretariatsbereich konnten sich die Teilnehmer/innen der verschiedenen Lernbandangebote über ihre Gruppenzugehörigkeit an einer großen Stellwand informieren.

Stundenplan

Bild oben: Arbeitsplatz des Rektoratsassistenten Markus Ciapura; in Zusammenarbeit mit der Stv. Schulleiterin Silke Scholz entstand hier der Stundenplan, der die Kopplung so vieler verschiedener Unterrichts-Aktivitäten und damit auch so vieler beteiligter Kollegen/innen berücksichtigt. Für die Klassenstufen 8 bis zur Kursstufe 2 findet zur Zeit der Lernbandaktivitäten natürlich noch der “ganz normale” Unterricht statt.

In der zweiten Unterrichtswoche des Schuljahres startet das neue “Lernband” und am Ende des Jahres werden wir unsere Erfahrungen damit evaluieren. Es ist schon jetzt abzusehen, dass die neue Idee am Robert-Bosch-Gymnasium “gezündet” hat und wohl zu einem dauerhaften Zusatzangebot für Schüler/innen, die sich noch (heraus-)fordern lassen möchten, werden kann.

In einem Elternbrief hat Schulleiter Eberhard Blanz das neue Lernangebot wie folgt beschrieben:

Liebe Eltern ...

wir haben im Rahmen der Einführung der neuen Bildungspläne ab dem neuen Schuljahr in den Klassen 5 bis 7 am Mittwochnachmittag die 7. und 8. Stunden für das neue Lernband reserviert.

Im Folgenden möchte ich erklären, was unter diesem neuen Angebot zu verstehen ist:

Jede Schule hat die Möglichkeit, pro Klasse jährlich über die Zuordnung zweier Stunden frei zu entscheiden. Bisher haben wir diese Stunden gezielt einzelnen Klassen und Fächern zugeordnet (Französisch, Informatik, Biologie, Musik, Bildende Kunst und die Klassenlehrerstunde in den Klassen 5-9). Im neuen Lernband möchten wir diese zusätzlichen Stunden nicht mehr durch erweiterten Pflichtunterricht, sondern als Ganzes für die individuelle Förderung und Forderung der Schülerinnen und Schüler einsetzen.

... Zusätzlich wird in dieser Zeit (nur für die Klassenstufe 7) der Förderunterricht in Französisch und der verpflichtende Kurs „Drogen und Gesundheit“ stattfinden.

Wir starten das neue Angebot in den Klassen 5 bis 7, da die Klassen 8 bis 10 noch nach den alten Bildungsplänen unterrichtet werden. Durch die zeitliche Kopplung am Mittwochnachmittag können wir neben der bewährten Klassenlehrerstunde viele klassenübergreifende freiwillige Zusatzangebote anbieten. Ihr Kind sucht in der beiliegenden Liste nach interessanten Kursen und wählt ... mindestens ein halbjähriges oder zwei vierteljährige Angebote aus.

Ich bin zusammen mit meinem Kollegium sicher, dass dieses neue Lernband unsere Schule besser macht und ihr Kind mit Freude davon profitieren wird.”

 

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Textmarke_rot_RBLehrerkollegium unterwegs auf steilen Pfaden
15. September 2017, Freitag

Betriebsausflug des Robert-Bosch-Gymnasiums führt dieses Jahr zu den Bad Uracher Wasserfällen und zur Burgruine Hohenurach.

Jedes Schuljahr bereitet eine andere Fachschaft den Betriebsausflug des Lehrerkollegiums vor; dieses Jahr hatte die Fachschaft Geografie die Planungen übernommen; unter Leitung der Fachleute wurden alle Ausflugsziele ohne Umwege und ohne Verirrungen teils auf dem kürzesten, teils  auf dem landschaftlich attraktivsten Weg erreicht.

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Bild oben: diese Tafel am Wanderparkplatz Maisental zu den Bad Uracher Wasserfällen zeigt die Orte, die das Lehrerkollegium beim Betriebsausflug ansteuerte  (Parkplatz am Bühlbach (orangefarbener Kreis) - Uracher Wasserfälle - Ruine Hohenurach - Stadtmitte Bad Urach).

Zwar äußerte unser Omnibus-Chauffeur scherzend ein gewisses Unverständnis, weshalb die Lehrerschaft nach 6 Wochen Sommerferien schon wieder verreisen muss; der Kollegiumsausflug hat aber für die Kooperation im Lehrerkollegium und für unsere pädagogische Arbeit eine wichtige Funktion: bei den Wanderungen durch Stadt und Flur wird natürlich viel über schulische Themen gesprochen, Erfahrungen zur ersten Unterrichtswoche werden ausgetauscht, es wird über Schüler/innen, über organisatorische Fragen, Planungen für das kommende Schuljahr und über inhaltliche Aspekte unserer Unterrichts- und Erziehungsaufgaben gesprochen; zudem lernen sich die “alten” und die “neuen” Kollegen/innen schon mal auf einer eher privaten Schiene (besser) kennen.

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Bild oben: der Bühlbach.

Der diesjährige Kollegiumsausflug führte die Teilnehmer/innen zunächst zum Wanderparkplatz Maisental  in der Nähe von Bad Urach; von hier aus führt ein landschaftlich sehr ansprechender Fußweg am Bühlbach entlang zu den bekannten Uracher Wasserfällen; nach dem Regen der letzten Tage stürzten hier zwar keine Fluten, aber doch ansehnliche Wasserströme zu Tal (ins Maisental). In wilden Serpentinen führt der Weg am Wasserfall entlang nach oben zu dessen (kanalisiertem) Ursprung. Dort lädt auch ein Kiosk mit Biergarten zum Ausruhen, Verweilen und zu eine Stärkung ein.

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Bild oben: der Wasserfall speist sich aus einer Karstquelle; das Wasser mündet schließlich in den Bühlbach.

Zitat “Bad Urach / Tourismus

Der Uracher Wasserfall ist wohl der bekannteste der Schwäbischen Alb und zählt zu den besonderen Sehenswürdigkeiten des "UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb" und des UNESCO anerkannten "Biosphärengebiet Schwäbische Alb". Somit ist der Besuch des Wasserfalls ein absolutes "Muss" für jeden Besucher Bad Urachs.

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Bild oben: das Gerlinger Lehrerkollegium beim Aufstieg am Bad Uracher Wasserfall.

Knapp 40 Meter stürzt das Wasser von der Wasserfall Hochweise über die Albtruffkante in die Tiefe. Was den Uracher Wasserfall so einzigartig macht, sind die unterschiedlichen Perspekitven, aus denen man das Naturschauspiel beobachten kann. Von unten können Sie bestaunen, wie der Wasserstrahl in die Tiefe stürtzt und sich dann über moosbedeckete Steine in vielen kleinen Rinnsalen weiter ins Tal hinab schlängelt. Wenn Sie die steilen Stufen an der Seite des Falls hinauf steigen, bekommen Sie immer wieder neue Eindrücke dieses Naturschauspiels. Oben auf der Hochwiese angekommen, können Sie schließlich von der Brücke über dem Wasserfall beobachten, wie das Wasser über die Tuffsteinkante fällt.

Zitat Ende

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Bild oben: Nicht gerade die Niagara-Fälle, aber doch auch ein beeindruckendes Naturschauspiel.

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Bild oben: dem Ausgangspunkt des Wasserfalls hat man ein befestigtes Bett geschaffen; von hier aus sürzt das Wasser 37 Meter in die Tiefe.

Auf dem weiteren Weg zur Burgruine Hohenurach muss man nochmals ca. 200 Höhenmeter überwinden; auf zum Teil sehr steilen Wegabschnitten erreicht man die Burgruine und hat einen fantastischen Ausblick auf Bad Urach und andere Orte im Tal sowie zu den Hügeln und Bergen am Albtrauf.

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Bild oben: nicht mehr viel übrig geblieben ist von der ehemaligen Landesfestung.

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Bild oben: von der Burgruine bieten sich spektakuläre Ausblicke auf den Albtrauf und die Täler; im Bild oben rechts: Blick auf Bad Urach in Richtungen Dettingen (an der Erms).

Die Burg entstand im 11. Jahrhundert unter den Grafen von Urach. Später wurde sie zur Landesfestung ausgebaut. Eine wechselvolle Geschichte durch den 30-jährigen Krieg hindurch ist mit dem Bauwerk verbunden.

Im 17. Jahrhundert zerstörte ein Blitzschlag Teile des Gebäudes; die Burg wurde für ihre ursprünglichen Zwecke nicht mehr benötigt, diente teilweise als Gefängnis und verfiel zusehends; im 18. Jahrhundert wurden Steine der Burg zum Bau des Schlosses Grafeneck verwendet. Insgesamt diente die Anlage dann eher als Steinbruch und verlor damit Großteile ihrer Substanz. (Quelle: Wikipedia)

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Bild oben: westlicher Teil von Bad Urach; Blick von der Burgruine Hohenurach aus.

Zitat aus https://www.badurach-tourismus.de

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Burg Hohenurach im Jahr 1235. Graf Ludwig I. von Württemberg ließ die Burg 1427 modernisieren und baute auf den Grundmauern eine neue Burganlage auf. Nachdem die Burg durch den Schmalkaldischen Krieg 1547 stark zerstört worden war, ließ Herzog Christoph von Württemberg die Burg 1551 wieder aufbauen. Ab dem 16. Jahrhundert diente die Burganlage auch als Staatsgefängnis. Inhaftiert waren dort beispielsweise der Tübinger Professor Nikodemus Frischlin (1547-1590).

Eine militärische Anlage wie die Landesfestung Hohenurach stellte auch für die Bürger der naheliegenden Stadt eine ständige Bedrohung dar. Allerdings entschloss sich erst Herzog Carl Eugen von Württemberg 1765 seine Soldaten in die Stadt zu verlegen und die Landesfestung Hohenurach abbrechen zu lassen. Von der Burganlage blieb nur eine gewaltige Ruine übrig, eine der größten, wuchtigsten und bedeutsamsten im süddeutschen Raum.

Zitat Ende

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Bild oben: das historische Rathaus in Bad Urach.

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Bild oben: der Marktplatz von Bad Urach.

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Bild oben: das Wetter hatte es gut gemeint mit den Wanderern aus Gerlingen; am Bad Uracher Marktplatz lässt sich gut verweilen in einem der Cafés.

Nach einer längeren Ruhepause machte sich das Lehrerkollegium dann wieder an den Abstieg nach Bad Urach. Bis zum gemeinsamen Abendessen blieb noch eine knappe Stunde Zeit, die Stadt ein bisschen näher kennen zu lernen. Das Abendessen nahmen die Gerlinger Lehrer/innen im ehemaligen Kesselhaus einer Brauerei ein, das mit vielen Design-Ideen zu einem Restaurant mit ganz eigenem Flair umgebaut wurde.

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Bild oben: Hotel Bischof / altes Kesselhaus (Restaurant).

 

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Textmarke_rot_RBDie neuen Lehrer/innen nehmen ihre Arbeit auf
8. September 2017, Freitag

In der letzten Ferienwoche vor dem Wiederbeginn des Unterrichts herrscht im Rektorats- und Sekretariats-Bereich der Schule schon Hochbetrieb, um alles für den Schulstart vorzubereiten. Traditionell ist das so genannte “Schulleiter-Frühstück”, zu dem sich die Schulleitungen des Gerlinger Schulzentrums (Pestalozzi-Grundschule, Realschule und Robert-Bosch-Gymnasium) treffen, um gemeinsame Anliegen abzusprechen. Außerdem trifft sich die Erweiterte Schulleitung des Gymnasiums (Schulleiter, Stellvertreterin und Abteilungsleiter/innen), um Termine und Vorhaben für das kommende Schuljahr zu planen und zu diskutieren.

Im Zimmer der Stellvertretenden Schulleiterin gibt der Reaktoratsassistent (Markus Ciapura) dem Stundenplan den letzten Feinschliff, im Bücherzimmer werden die neuen Schulbücher ausgepackt, etikettiert und mit Hilfe von freiwilligen Schüler/innen in den Klassenräumen für den ersten Schultag bereitgestellt.

Ein wichtiger Punkt ist auch stets die Einführung der neu an die Schule kommenden Kollegen/innen in die Abläufe des Unterrichtsbetriebs und die Besonderheiten des Robert-Bosch-Gymnasiums. Dazu treffen sich die der Schule neu zugeteilten Lehrer/innen stets am Freitag in der letzten Ferienwoche mit der Erweiterten Schulleitung und Vertretern des Personalrates. Auch die Oberreferendare (die im zweiten Jahr ihrer Ausbildung nun selbständigen Unterricht erteilen) sind zu dem Treffen eingeladen.

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz, unterstützt von seiner Stellvertreterin Silke Scholz, bespricht mit den neuen Kollegen/innen die so genannte “Info-Mappe”.

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Bild oben: die Erweiterte Schulleitung und zwei Vertreter/innen des Personalrates treffen sich mit den Oberreferendaren/innen und den neu an die Schule kommenden Lehrerinnen in der Bibliothek der Schule.

Anhand der stets aktuell gepflegten so genannten “Info-Mappe” bespricht der Schulleiter mit ihnen zunächst Regelungen und Gepflogenheiten unserer Schule; dabei geht es um die Stundentafel der Klassen, um Grundsätze der Notenbildung, den organisatorischen und pädagogischen Rahmen zur Durchführung der so genannten “GFS”, um den Förderunterricht für Schüler/innen, um die Curricula für die verschiedenen Unterrichtsfächer, das Sozial- und das Methodencurriculum der Schule, um BOGY und unser Sozialprojekt (den KaraKara-Basar), um Verfahrensgrundsätze für Arbeitsgemeinschaften, um den aktuellen Stand der Schulentwicklung, um Maßnahmen zur Qualitätssicherung, um die Aufgaben von Klassenlehrer und Stellvertreter, um die Handhabung von Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen, um die Führung der Tagebücher und Kurstagebücher, um die Organisation und Durchführung von Elternabenden und Elterngespächen, um den Geschäftsverteilungsplan der Schule, um außerunterrichtliche Veranstaltungen, um die Benutzungsordnungen für die Multimediaräume, die Haus- und Alarm-Ordnung und vieles andere mehr.

Danach schließt sich stets ein Hausrundgang an, damit die neuen Lehrer/innen sich am Montag bei Unterrichtsbeginn auch räumlich zurechtfinden und schließlich erhalten alle Neuen noch eine Einführung in die Benutzung der PCs und Notebooks im schulischen Multimedianetzwerk.

 

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Textmarke_rot_RBArbeiten in den Sommerferien
5. September 2017, Dienstag

In den Sommerferien wirkt das Schulgebäude ein bisschen leblos und verlassen: kein Schulbäcker verkauft Brötchen in den Pausen, keine Schüler/innen bevölkern das Atrium und den Schulhof, niemand holt sich Lektüre aus der Schulbibliothek, keine Lehrer/innen hasten mit dicken Aktentaschen in den Unterricht...

Doch an einigen Stellen wird weiter gearbeitet: die “Bücherwürmer” (die Lehrmittelbeauftragten) stellen ihre Buchbestellungen für das kommende Schuljahr zusammen, eine Abteilungsleiterin aktualisiert noch das Schulportfolio, die Schulsekretärin bringt Ordnung in die Schülerdatenbank und bereitet alles für das neue Schuljahr vor (die neue “Infomappe” für neue Lehrer/innen, die Klassenlehrermappe für die neuen Klassenlehrer/innen, die Postfächer des Lehrerkollegiums im Lehrerzimmer, usw.), die Stellvertretende Schulleiterin und der Rektoratsassistent arbeiten am neuen Stundenplan, der Schulleiter arbeitet noch einige Aktenstapel auf seinem Schreibtisch vom vergangenen Schuljahr ab, die Hausmeister bringen die neuen Türschilder an und kümmern sich um die nötige Anzahl von Stühlen und Tischen in den neu vergebenen Klassenzimmern, Reinigungskräfte säubern die Klassenräume, das Lehrerzimmer und alle Fensterscheiben im Gebäude, die städtischen Gärtner pflegen das Schulgelände, einige Lehrer/innen bereiten sich gemeinsam auf den BNT-Unterricht des neuen Schuljahres vor, Handwerker reparieren, was einer Reparatur bedarf und der Verwalter des schulischen Computernetzwerks verteilt aktuelle Updates auf die ca. 150 PCs und Notebooks im Hause.

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Bild oben: im Zimmer der Stellvertretenden Schulleiterin: der Stundenplan ist weitgehend erstellt; ein Mitglied des Personalrates und die Gleichstellungsbeauftragte prüfen, ob die Wünsche der Lehrer/innen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt wurden. Von links nach rechts: Rektoratsassisten M. Ciapura, (stehend:) die Stv. Schulleiterin Silke Scholz, Personalratsmitglied F. Kellner und eine der beiden Gleichstellungsbeauftragten, J. Niklaus.

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Bild oben: auf den Treppenstufen haben sich Teile des bisher verlegten Teppichbodens gelöst; Handwerker ersetzen den  bisherigen Belag durch einen Gummi-Boden.

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Bilder oben und unten: die beauftragte Buchhandlung hat die neuen Schulbücher angeliefert; durch die Einführung der neuen Bildungspläne (die jetzt im laufenden Schuljahr in den Klassenstufen 5, 6 und 7 gültig sind) ändern sich auch die Inhalte vieler Lehrwerke. Bei der Verteilung der Bücher auf die Klassenzimmer kommen am Wochenende freiwillige Schüler/innen zu Hilfe...

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Bild oben: nein! Es hat nicht gebrannt in der Schule. Vielmehr hat sich im zweiten Obergeschoss im vergangenen Schuljahr eine Undichtigkeit im Flachdach gezeigt. In den Sommerferien wurde daher die komplette Substratschüttung inklusive Begrünung vom Dach abgeräumt; die darunterliegende Stahlblechwanne wurde auf Undichtigkeiten untersucht und “verdächtige” Stellen wurden ausgebessert. Um zu prüfen, ob das Dach nun auch wirklich dicht ist, hat die Freiwillige Feuerwehr Gerlingen heute früh das Dach geflutet. Nun wird man sehen, ob es noch irgendwo tropft...

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Bild oben: beim “Wässern” des Flachdaches kam auch der neue Drehleiterwagen der Feuerwehr zum Einsatz.

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Bild oben: etwa 60 - 70 Stunden Arbeit braucht es, bis alle ca. 150 PCs und Notebooks im Hause mit den neuesten Updates versehen sind. Bereits im Vorfeld (Faschingsferien, Osterferien, Pfingstferien) wurden nach Installation von System- und Sicherheitsupdates sowie nach Installation neuer Software (zum Beispiel viele Freeware-Programme für den neuen Informatikunterricht in Klassenstufe 7 und in der Kursstufe sowie von Videoschnittsoftware und Software für den NwT-Unterricht (Sketchup, Sculptris)) Festplatten-Images von allen unterschiedlichen Rechnertypen erstellt.

In den Sommerferien wurden dann alle Geräte, Monitore, Mäuse und Tastaturen zunächst gesäubert und dann die Images verteilt. Auch die Benutzerdatenbank und die Home-Ordner der ca. 700 User müssen aktualisiert werden.

Zudem wurden defekte Bauteile ersetzt (zwei Mäuse, drei Monitore, zwei CD-Laufwerke, eine Festplatte...)

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Bild oben: PCs im Multimediaraum I werden mit den neuen Festplatten-Images “betankt”.

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Bild oben: die Übertragung der Festplattenimages von externen Festplatten auf die Systemfestplatte dauert zwischen 20 Minuten und einer halben Stunde (siehe Bild unten).

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Textmarke_rot_RBSommersporttag der SMV
24. Juli 2017, Montag

Text: David Schaebs; Schulöffentlichkeitsarbeit

Zweimal jährlich findet an unserer Schule ein Sporttag statt: Alle Schüler treiben einen Tag lang statt regulären Unterrichts einen Sport ihrer Wahl. Der Wintersporttag wird von den Kollegen der Sportfachschaft organisiert. Für den Sommersporttag ist die SMV verantwortlich. Er findet immer am Montag in der letzten Woche des Schuljahres statt. Eine kluge Regelung, die am Robert-Bosch-Gymnasium seit langem praktiziert wird. Denn auf diese Weise wird Leerlauf im Unterricht zwei Tage vor der Zeugnisausgabe vermieden und die Schüler können sinnvoll angeleitet aktiv sein bzw. auch Neues lernen.

In diesem Jahr hat den Sporttag das Verbindungslehrerteam Ines Gütig und Matthias Meier mit einigen Schülern aufwändig organisiert, sodass am Montagmorgen jeder der über 600 Schüler wusste, wann er wo mit welcher Ausrüstung zu sein hat – eine kleine organisatorische Meisterleistung! Denn die Schüler konnten im Vorfeld aus mehr als einem Dutzend verschiedener Angebote wählen.

Neben “Dauerbrennern” wie einer Fahrradtour, Tennis oder Fußball, typischen Sommersportarten wie Beachvolleyball und Schwimmen, standen in diesem Jahr unter anderem Bogenschießen, Klettern im DAV-Kletterzentrum auf der Waldau, Squash und Badminton zur Auswahl. Für Neugierige oder Mutige bot sich also die Möglichkeit, einmal in eine neue Sportart hineinzuschnuppern oder etwas auszuprobieren, zu dem man sonst keine Gelegenheit hätte.

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Bilder oben und unten: Schüler/innen beim Badminton-Spiel im Gerlinger “Point”.

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Das Wetter war ausreichend stabil, sodass auch die Fußballer und Radler weitestgehend trocken blieben. Und das Wichtigste: die Schüler waren mit Freude dabei und es gab keine Verletzungen.

Übrigens: Wer sich gar nicht bzw. zu spät entschied, durfte an einem ganz besonders exotischen Programm teilnehmen: dem Schulhausputz… Den hat das Gebäude nach einem Jahr Schulbetrieb natürlich nötig und die Hausmeister konnten sich tatsächlich über viele helfende Hände freuen.

 

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Textmarke_rot_RBGroßes Sommer-Schulfest der SMV zum Schuljahresausklang
21. Juli 2017, Freitag; 17 h bis 21 h.

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Bild oben: das Einladungsplakat (links; gestaltet von Kunstlehrerin Almut Peischl) und ein freundlicher Roboter, der die Gäste des Festes im Atrium des Schulhauses begrüßt.

Das war ein gelungener Abschluss des Schuljahres für Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern! Gute Stimmung, gute Musik (es sang der Eltern-Lehrer-Schüler-Chor), gutes Wetter (lauer Sommerabend mit 29°C), beste Speisen (Burger! Currywurst! Waffeln! Zuckerwatte! Popcorn! Bier vom Fass! ...) Spiele zum Zeitvertreib (für die Kinder), gute Gespräche, lauter nette Leute und - zum Abschluss noch ein Feuerwerk (na ja, nicht ganz, aber fast... - immerhin ein Auftritt der Jonglier-AG mit einer Feuer-Jonglage-Show): die während des Schulhaus-Umbaus etwas darniederliegende Tradition ist seit letztem Schuljahr wieder lebendig - wir feiern den Schuljahresausklang stets mit einem großen Sommer-Schulfest, das die SMV und die Verbindungslehrer organisieren und alle Klassen mit ihren Klassenlehrern/innen umsetzen.

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Bilder oben und unten: Dekoration des Atriums.

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Bild unten: Plakat im Atrium.

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Bild oben: Videospiele machen auch in der Schule Spaß...

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Bild oben: hier konnte man sich vor einem grünen Hintergrund fotografieren lassen; nach Freistellen der Personen können diese dann leicht in ein anderes Bild einkopiert werden.Schulfest_2017__12

Dieses Jahr stand das Schulfest unter dem Motto “Kindheitsträume”. Die Schüler/innen aller Klassen ließen diese aufleben: in der Dekoration des Schulhauses und in den vielen Spiel- und Spaßangeboten in den Klassenräumen und auf den Fluren rund um das Atrium des Schulgebäudes.

Die Besucher/innen wurden schon an der Haupteingangstür von lustigen Robotern begrüßt und in den Räumen entführt in eine Welt der Piraten, Zauberer und Schlümpfe... Überall gab es etwas zu sehen und mitzumachen: ob beim Bobby-Car-Rennen im Flur der Naturwissenschaftsräume, beim Wasserpistolen-Spritzen, beim Kegeln, beim Torwandschießen, beim Papierflieger-Basteln, im Spiderman-Raum, beim Dosenwerfen, beim virtuellen Spiel mit der Spielkonsole, beim Autorennen mit der Carrera-Bahn, beim Kinderschminken oder beim Fotografieren vor dem Green-Screen...

Bild rechts: hier wurden die jüngeren Gäste professionell geschminkt.

Für den kleinen und den großen Hunger (und Durst!) war ebenfalls ausgiebig gesorgt; an Herzhaftem und Süßem angeboten wurden: Burger, Currywurst vom Grill, Süßigkeiten-Stand, Popcorn, Zuckerwatte, Waffeln, Eistee, Crèpes, Hot Dogs, Schinkenhörnchen, Mini-Pizza, Salate, Kaffee und Kuchen, usw.

Unter der Leitung der Verbindungslehrer Ines Gütig und Matthias Meier hatten alle Klassen des Robert-Bosch-Gymnasiums mit ihren Klassenlehrern/innen ein Spielangebot oder eine sonstige Aktivität vorbereitet; die SMV selbst sorgte für die Dekoration und die Eltern betrieben den Getränkestand.

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Bild oben: Verbindungslehrerin Ines Gütig (links im Bild) und Verbindungslehrer Matthias Meier (rechts im Bild) wurde von zwei Schülerinnen der SMV (Schüler-Mitverantwortung) für ihre Engagement für die Schüler/innen während des Schuljahres gedankt.

Verbindunglehrer/in zu sein ist kein unerheblicher Job: es finden unzählige SMV-Sitzungen während eines Schuljahres statt, das herbstliche SMV-Wochenende ist vorzubereiten und durchzuführen; hier werden die Aktivitäten der SMV für das laufende Schuljahr geplant: die Niklaus-Aktion, die Oster-Aktion, die Valentintags-Aktion, die Schulhausübernachtung, die so genannten “Motto-Tage” ... und natürlich das SMV-Schulfest und der Sporttag am Montag vor den Sommerferien... ganz zu schweigen von den Sorgen und Nöten, um die sich die Verbindungslehrer im Einzelfall noch  kümmern: daher werden sie oft auch “Vertrauenslehrer/in” genannt.

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Bild oben: gute Laune, gute Würstchen, leckere Curry-Sauce (nach geheimer Rezeptur der Kursstufe K1...).

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Bild oben: Sommerfest-Gäste im Pausenhof des Robert-Bosch-Gymnasiums.

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Bild oben: großer Andrang auch an den Kassen.

Auf dem Schulhof an der Gebäudefassade entlang waren Sitzgelegenheiten aufgestellt (Biertische und -bänke) und im überdachten Bereich des Hofes hatten die Klassenstufe 10 und die Kursstufe jeweils ihren Grill aufgebaut. Würstchen und Burger gehören eben zu einem solchen Fest - hier bildeten sich auch die längsten Schlangen.

Für die Unterhaltung der Erwachsenen war auch gesorgt: der Eltern-Lehrer-Schüler-Chor führte unter der Leitung von Musiklehrer Dr. Dirk Wegner (und mit Flügel-Begleitung durch Musiklehrer Johannes Schmid) nochmals die Lieder auf, die Bestandteil des diesjährigen Sommerkonzertes gewesen waren. Und kurz bevor der Himmel seine Schleusen zu einem sommerlichen Gewitterschauer öffnete, beschloss die Jonglier-AG das Sommerfest mit einer beeindruckenden Feuer-Jonglage-Show.

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Textmarke_rot_RB90 neue Schüler/innen für das Robert-Bosch-Gymnasium
18. Juli 2017, Dienstag

Fuenfer_neu_2017_10Der Übertritt von der Grundschule in eine weiterführende Schule ist für jeden Schüler / jede Schülerin ein einschneidendes und bedeutsames Ereignis in der Ausbildungsbiographie.

Um den Wechsel etwas “weicher” zu gestalten, hat sich das Robert-Bosch-Gymnasium viele Maßnahmen ausgedacht; so gibt es im Vorfeld Treffen zwischen den in der Grundschule unterrichtenden Lehrern/innen und ihren Kollegen/innen vom Gymnasium, die Schüler/innen der vierten Klassen können schon mal eine “Schnupper-Unterrichtsstunde” in der neuen Schulart verbringen und - ganz wichtig!: die neuen Fünftklässler lernen ihre neue Schule nicht erst zu Schuljahresbeginn im Herbst, sondern bereits in der letzten Unterrichtswoche vor den Sommerferien kennen.

Bild rechts: sagt allen, wo’s langgeht: Schulleiter Eberhard Blanz erläutert den neuen Fünftklässlern und ihren Eltern den Ablauf des Begrüßungsnachmittags.

Dazu sind die “Neuen” und ihre Eltern zu einem so genannten “Begrüßungsnachmittag” eingeladen. Auch am heutigen Dienstagnachmittag versammelten sich aus diesem Anlass die etwas mehr als 90 Schüler/innen, die im September in die 5. Klasse des Robert-Bosch-Gymnasiums eintreten werden und ihre Eltern im Atrium unseres Schulgebäudes.

Schulleiter Eberhard Blanz begrüßte nach einer kleinen musikalischen Eröffnung (Schüler/innen der Klassenstufen 5 und 6, die an der Musical-AG von Musiklehrer Johannes Schmid teilgenommen hatten, führten nochmals ein Lied aus dem Kinder-Musical “Leben im All” auf)  die Gäste und erläuterte den weiteren Ablauf des Nachmittags.

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Bild oben: Almut Peischl (im Atrium unseres Schulgebäudes) ist als Abteilungsleiterin unter anderem auch für den Übergang der Schüler/innen von der Grundschule zum Gymnasium zuständig und damit auch für die Organisation des heutigen Begrüßungsnachmittags.

Bild unten: die Tische sind für die Eltern der neuen Fünfer schön dekoriert.

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Zuerst stellte er verschiedene Personen vor, die für die neuen Schüler/innen und ihre Eltern relevant werden: die Schulsekretärin Heike Schaible, Hausmeister Toni Luttenberger, die Schulbibliothekarin, die Stellvertretende Schuleiterin Silke Scholz, die Abteilungsleiter/innen (die mit dem Schulleiter und seiner Stellvertreterin die so genannte “Erweiterte Schulleitung”, das Schulleitungs-Team, bilden), die Elternbeiratsvorsitzenden und den neuen 1. Vorsitzenden des Fördervereins PRO.

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Fuenfer_neu_2017_11Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz (links), die Elternbeiratsvorsitzende Angelika Steinfeldt (Mitte) und der 1. Vorsitzende des Fördervereins PRO, Dr. Frank Straile (rechts) bei ihren Worten an die neuen  Schüler/innen bzw. an ihre Eltern.

 

Bild rechts: Abteilungsleiterin Almut Peischl (links) und die Stellvertretende Schulleiterin Silke Scholz.

Danach wurden die Klassenlisten verlesen: darauf hatten die neuen Schüler/innen natürlich am meisten gewartet; jetzt erfuhren sie, wer ihr Klassenlehrer / ihre Klassenlehrerin sein wird und mit wem sie die nächsten Jahre in der Schule zubringen werden.

Die Zusammenstellung der Klassen wird von der Schulleitung, insbesondere von Abteilungsleiterin Almut Peischl, die für die Unterstufe zuständig ist, sowie dem Schuleiter, seiner Stellvertreterin und mit Unterstützung durch die Schulsekretärin vorgenommen. Dabei darf z. B. jeder Schüler / jede Schülerin einen Freund / eine Freundin aussuchen, der / die unbedingt auch in der Klasse sein sollte. Ist die Zusammensetzung der Klasse bekanntgegeben, marschieren die Schüler/innen zusammen mit ihren Klassenlehrern/innen in ihr neues Klassenzimmer. Dort erfahren sie alles Nötige für den Einstieg in der Schule im Herbst. Dazu gehörte auch eine Führung durch das Schulgebäude.

Es ist auch schon Tradition, dass sich den neuen Schülern/innen so genannte “Paten” aus der jetzigen Jahrgangsstufe 9 zur Seite stellen. Sie fungieren in den ersten Tagen und Wochen des neuen Schuljahres als weitere Helfer und  Ansprechpartner.

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Bilder oben und unten: auch schon gute Tradition: die Eltern der Schüler/innen der jetzigen fünften Klassen dekorieren die Tische und bringen die Kuchen mit, die den Eltern der neuen Fünftklässler beim Begrüßungsnachmittag bereitgestellt werden.

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In der Zwischenzeit konnten sich die Eltern der neuen Schüler/innen im Atrium bei Kuchen und Kaffee und kalten Getränken schon mal ein bisschen gegenseitig kennenlernen; schließlich stammen ihre Kinder aus verschiedenen Grundschulen und dabei wiederum aus verschiedenen Klassen.

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Bild oben: die Paten haben die neuen Klassenzimmer schon mal für die Neuankömmlinge vorbereitet.

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Textmarke_rot_RBEinfach genial - Schüler-Team des Robert-Bosch-Gymnasiums gewinnt im Finale des MiNe-MINT Science Quiz den zweiten Platz!
18. Juli 2017, Dienstag

Text: A. Beuchle

Jedes Jahr im Sommer findet im Stuttgarter Rathaus das große MiNe-MINT Science Quiz statt.  MiNe steht für Mittlererer Neckar und MINT für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Bei diesem Wettbewerb treten Teams unterschiedlicher Schulen gegeneinander an und stellen sich naturwissenschaftlichen Fragen und Problemen. Der Wettbewerb ist unterteilt in zwei Durchgänge mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für die Sekundarstufe I - Realschüler und Gymnasiasten der Mittelstufe - und die Sekundarstufe II - Schüler der Oberstufe. Jede Schule kann jeweils ein Team aus beiden Altersstufen anmelden. Jede Mannschaft besteht aus 4 Mitgliedern (3 Spieler/innen und einem/einer Ersatzspieler/in). In den Vorrunden am Vormittag können sich jeweils 4 Teams aus jeder Altersstufe für das Finale am Nachmittag qualifizieren.

Auch in diesem Jahr schickte das Robert-Bosch-Gymnasium am Dienstag, 18.7.2017, wieder zwei starke Teams ins Rennen um die vorderen Plätzen (siehe Bild unten).

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In der Vorrunde am Vormittag sicherte sich die Mannschaft aus der Sekundarstufe, II bestehend die Teilnahme am Finale. Die Mannschaft aus der Sekundarstufe verpasste nur ganz knapp das Finale am Nachmittag.

Frau Isabel Fezer, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Stuttgart und Dr. Alexander Urban vom MiNe-MINT e.V., begrüßten die Teams am Nachmittag zur Finalrunde. Malte Arkona, u. a. bekannt aus dem „Tigerenten-Club“, führte durch den Nachmittag. Die Band FRIDAY NIGHT der Stuttgarter Musikschule begleitete das Programm musikalisch. Die Bundessieger bei Jugend forscht 2017 vervollständigten das Programm durch die Vorstellung ihrer jeweiligen Forschungsergebnisse.

Zuerst traten die Teams der Sekundarstufe I, die das Finale erreicht hatten, dann die Teams der Sekundarstufe II in jeweils sehr spannenden Wettbewerben gegeneinander an . Die Teams mussten auf 19 schwierige Fragen aus den oben genannten Themengebieten antworten. Richtig beantwortete Fragen ergaben einen Punkt, die schnellste Mannschaft erhielt sogar 2 Punkte bei Richtigkeit der Antwort.

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Bild oben: die Mannschaften aus der Sekundarstufe II beim Wettbewerb im Stuttgarter Rathaus.

In der Finalrunde erkämpfte sich die Mannschaft aus der Sekundarstufe II, in einem Kopf-an-Kopf Rennen, einen fantastischen zweiten Platz (siehe Bild unten).

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Beiden Mannschaften einen herzlichen Glückwunsch für die tollen Leistungen und vielen Dank, dass Ihr für unser Gymnasium gestartet seid!

 

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Textmarke_rot_RBSchüler helfen Schülern
Juli 2017

Schüler/innen in Ghana erhalten Unterstützung von Gerlinger Schülern/innen

Text: L. H und S. M. (beide Klasse 7c)
Fotos: Dankwah Foster.

Der evangelische Religionskurs der Klasse 7c von Herrn Walz hat Anfang des Jahres 2017 eine Spendenaktion für eine Schule in Ghana gestartet. Durch gute Zusammenarbeit und tolle Organisation haben die Schülerinnen und Schüler genügend Geld gesammelt, um den Schülerinnen und Schülern in Ghana ein besseres Schuljahr zu ermöglichen. Das Paket ist nach ein paar Verzögerungen durch die ghanaische Post endlich an der St. John's Catholic D/A Model School in Ofoase/Ghana angekommen und die Schüler haben sich sehr über die beiden großen Pakete gefreut.

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Bilder oben und unten: die Schüler/innen in Ofoase freuen sich über die Unterstützung aus Gerlingen.

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Wir danken nochmals allen Spendern, den Schülerinnen und Schülern unserer Schule sowie unserem Religionslehrer, der dieses Projekt erst ermöglicht hat.

 

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Textmarke_rot_RBGanz unser Fall - Musical-AG singt vom “Leben im All”
11. Juli 2017, Dienstag

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Am Dienstag, 11.07.2017, wurde das Atrium unseres Schulgebäudes Schauplatz einer „galaktischen“ Show. Musiklehrer Johannes Schmid führte mit seiner neu aufgebauten Musical-AG das Schulmusical „Leben im All“ auf. In 14 Liedern und etlichen Sprechrollen ging es auf eine Zeitreise durch das Universum. Begleitet von Dirk Wegner am Klavier und dem Oberstufenschüler J. T. am Schlagzeug erzählten die Fünft- und Sechstklässler in Lichtgeschwindigkeit und äußerst unterhaltsam die witzige Story: sechs golden glitzernde, übermütige Sternschnuppen werden vom „Schwarzen Loch“ bedroht. Das ist immer hungrig und außerdem vom Erbe, das der erlöschende „Opa Galaxus“ verteilt hat, ausgeschlossen.

Also plant das Schwarze Loch, alle Planeten und Sternschnuppen anzusaugen und zu verschlucken – es liebt „das Universum eben dunkel“. Angesichts dieser wahrhaft universalen Bedrohung machen die Sternschnuppen gemeinsame Sache mit den seriöseren Gestirnen Sonne, Erde, Saturn, Venus, Mars und dem kleinen Pluto. Venus (wer sonst?) soll dabei als Lockvogel für den Universums-Unhold dienen. Das gelingt auch unter Mithilfe des Kometen XXL („er ist wirklich rasend schnell!“).

Nachdem das All so noch einmal gerettet wurde, findet ein Szenenwechsel statt: zwei Menschen, ein Opa und seine Enkelin, betrachten den Himmel. Das Mädchen wünscht sich, dass das Schwarze Loch wieder glücklich wird. Und tatsächlich: es wandelt sich und trägt nun weiß. Daraufhin räumen die Planeten das All auf und gestalten es nett, indem sie Sternbilder malen. Der kleine Pluto möchte, als er von den Menschen hört, zu gerne einmal runter zu ihnen auf die Erde, traut sich aber nicht. Doch da lädt der Opas auf Wunsch der Enkelin großzügig alle Himmelskörper ein und gemeinsam wird das Schlusslied angestimmt: „Leben im All ist heftig und prall – Leben im All, ganz unser Fall!“

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Bild oben: die beiden Musiklehrer Johannes Schmid, der die Musical-AG leitet (rechts) und Dirk Wegner, der am Klavier begleitete.

 

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Textmarke_rot_RBEin Abi-Jahrgang wird feierlich verabschiedet
10. Juli 2017, Montag

59 Abiturienten erhalten ihre Abiturzeugnisse; viele Preise - Jahrgangsbeste mit einem Notenschnitt von 1,0!

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit
Fotos: der Webmaster

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Bild oben: für die musikalische Umrahmung der Feier sorgten die Abiturienten/innen selbst.

Mit einer festlichen Zeugnisverleihung in der Geringer Stadthalle endete am  Montag, 10.07.2017, die Schulzeit für 59 Abiturientinnen und Abiturienten des Robert-Bosch-Gymnasiums.

Der Gesamtnotendurchschnitt des Jahrgangs betrug 2,2 (in dieser Größenordnung bewegt sich meist auch der Notendurchschnitt beim Abitur im Land Baden-Württemberg allgemein); 19 Schülern/innen gelang ein Notenschnitt mit einer „1“ vor dem Komma, eine Abiturientin erreichte die Traumnote 1.0. Vier Schüler bestanden das Abitur nicht.

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Bild oben: die Jahrgangsbeste erhielt gleich mehrere Preise, unter anderem den Scheffelpreis der Deutschen Literarischen Gesellschaft; die Stellvertretende Schulleiterin Silke Scholz (links im Bild) und der Schulleiter (Bildmitte) freuen sich über den erfolgreichen Abiturjahrgang.

Schulleiter Eberhard Blanz gratulierte den Absolventen und dankte in der Eingangsrede den Eltern, dem Lehrerkollegium, dem Oberstufenberater Albert Pfänder, der Sekretärin Heike Schaible, der „guten Seele“ der Schule, sowie dem Hausmeisterteam für ihren Beitrag zum Erfolg der Abiturienten. 

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz bei seiner Rede für die Abiturienten/innen.

Abi_2017_Website_8Die Elternbeiratsvorsitzende Angelika Steinfeldt bezog sich im Anschluss auf das Abimotto des Jahrgangs „InABIlity“ (engl. „Unfähigkeit“) und betonte dabei, dass dies nur auf den ersten Blick ein Widerspruch sei.

Sie ermutigte die Abiturienten, gerade auch ihre Unvollkommenheiten zu akzeptieren, in einer Welt voll Leistungsdruck und Konkurrenzdenken das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren und dem Leben offen zu begegnen. Besonders geehrt wurden die für den Jahrgang besonders engagierten Schüler sowie die langjährigen Elternvertreter.

Bild rechts: die Elternbeiratsvorsitzende Angelika Steinfeldt bei ihrer Botschaft an die Abiturienten/innen.

 

 

Der Verbindungslehrer Matthias Meier hob hervor, dass mit diesem Jahrgang zahlreiche in der SMV äußerst engagierte Schüler die Schule verließen und würdigte ihren Einsatz.

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Abi_2017_Website_13Bild oben: die Abschiedsrede der Abiturienten/innen.

Als Stufensprecher blickten Nele Aulbert und Steffen Laicher in einer witzigen, liebevollen Rede mit einem lachenden und einem wehmütigen Auge zurück.

Der scheidende Schülersprecher Marcel Kammerer nahm am Beispiel der am eigenen Leib erfahrenen Reformen die Bildungspolitik der vergangenen Jahre aufs Korn und resümierte: „Die Schultür zu, doch Bildungsfragen offen.“ Sein Dank galt den Lehrern, die dennoch mit großem Engagement „traditionelle Bildung“ vermittelt hätten, sowie den Eltern und Großeltern, die manches Loch zu stopfen hatten.

Bild rechts: bezog zu bildungspolitischen Entwicklungen Stellung: Schülersprecher Marcel Kammerer.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von sehr gelungenen und vielfältigen musikalischen Beiträgen der Abiturienten. Ein fröhlicher Umtrunk beschloss den Abend.

Wir freuen uns über die guten Ergebnisse und gratulieren zum bestandenen Abitur!
 

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Bilder oben und unten: musikalisches Talent ist im aktuellen Abiturjahrgang breit gestreut.

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Textmarke_rot_RBExkursion der Schüler/innen der Kursstufe K1 zum KZ Natzweiler-Struthof
7. Juli 2017, Freitag

Text und Bilder: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Jedes Jahr organisiert die Fachschaft Geschichte eine Exkursion für die Kursstufe K1 ins Konzentrationslager Natzweiler-Struthof (im Elsass). Dazu ein Bericht der Schüler L. A. und M. H.:

„Im Kontext der im Geschichtsunterricht behandelten Geschichte des “Dritten Reiches” besuchte die Kursstufe K1 am 7. Juli das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsass. Getrennt nach den jeweiligen Geschichtskursen und geführt von den Fachlehrern der Kurse wurde das Arbeits- und Straflager besichtigt. Zitate von Zeitzeugen und andere Arbeitsmaterialien, vor allem aber die authentischen Restaurationen der Gefangenenbaracken und eine detailreiche Museumsausstellung ermöglichten uns Schülern einen umfassenden Überblick über den damaligen Alltag und die herrschenden Verhältnisse im Konzentrationslager.

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Bild oben: Blick über das Lagergelände; Bild unten: Lagerzugang.

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Textmarke_rot_RBÜber beide Ohren verliebt: beste Unterhaltung beim Sommerkonzert
28. Juni 2017, Mittwoch

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Schon die „Setlist“ versprühte gute Laune und einen Schuss Übermut: da las das rätselnde Publikum auf dem Programm „Music Mamma“, „MC Cool Ass Daddy“ und „DJ Daniel reloaded 4.0“. War das die richtige Veranstaltung? Ja, sie war es!

Charmant führten die beiden Conférencieusen S. H. und P. V. (beide Kursstufe K2) ihr Publikum durch den Abend zum Thema „Love is all around“ und die „unendlich vielen Facetten der Liebe“.  

Es begann das Juniorensemble (Unterstufenorchester), dirigiert von „Music Mamma AKA Conducting Demon“ Tatjana Vilz-Beck, und leitete mit der wohlvertrauten Pippi-Langstrumpf-Titelmelodie über zum Auftritt von „DJ Daniel 4.0“. Der ist im bürgerlichen Leben als Jörg Weber, Religions- und Englischlehrer, bekannt. Er gestand atriumfüllend mit feinem Bariton in der Arie „Ombra mai fu“ aus der Händel-Oper Xerxes die Liebe zu einer Platane – dargestellt von einer wenig begehrenswert wirkenden Zierpflanze (siehe Bild unten). Dazu passte die sanfte Begleitung von der nun schon bekannten „Music Mamma“ an der Bratsche und „MC Cool Ass Daddy“ am Klavier.

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„MC Cool Ass Daddy“ wechselte vom Klavier ans Dirigentenpult, war nun als Dirk Wegner, Musiklehrer, erkennbar und dachte mit den „SuperBoschis AllStars“ – dem neu gegründeten Schüler-Eltern-Lehrer-Chor - über verschiedene Seiten der Liebe nach: von der Begeisterung („Barbara Ann“, Wonderful world, „Sunny“) bis hin zur Sehnsucht nach jemandem, den man lieben kann: „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück … wenn ich wüsste, wo das ist!“.

Für „It´s raining men“ wurde Pianist Johannes Schmid von Bass (A. K., K2) und Schlagzeug (L. S., K2) unterstützt. Das Lied braucht Rhythmus, und den bekam es: animiert von Dirigent Wegner sprang der Funke über und das Publikum klatschte den Takt mit.

Die „Music Mamma“ und ihre „Kinder“ vom Schulorchester boten zweimal eine Art Best-Of: ein Medley aus Leonard Bernsteins Musical „West Side Story“ mit den bekanntesten Melodien des Evergreens und Stücke zur „Liebe im Lauf der Zeiten“ aus Schönbergs Oper „Les Misérables“, hier begleitet von P. D. N. (8c) am Klavier.

Dazwischen sang die Oberstufenschülerin Y. K. mit strahlender Stimme ein Solo, „Se tu m’ami“ von Giovanni Pergolesi.

Dann wurde es voll auf der Bühne: „Augmented Reality“ – der Mittel- und Oberstufenchor mit fast 60 Schülern - sang unter der Leitung von Dirk Wegner bekannte Popsongs in vierstimmiger Fassung. Dabei erlebten die Zuhörer die Gefühlsachterbahn, die mit der Liebe einhergeht.  Das weiche Klangbett dazu bereiteten ein Streicherensemble des Orchesters, Schlagzeug, Bass, sowie S. O. (K2) an der Akustikgitarre, R. H. (K1) an der Westerngitarre und Musiklehrer Johannes Schmid am Klavier.

Beide Chöre zusammen erzählten augenzwinkernd von dem großen unerfüllten Verlangen ihrer Schulzeit: „Meine Deutschlehrerin“, der Titel war wörtlich zu nehmen.

Die schönste Liebeserklärung aber gab es ganz zum Schluss: im umgedichteten Youtube-Hit „Ich und mein Blanz“ wurden Schulalltag und Lehrer besungen. Spätestens jetzt war das Publikum über beide Ohren verliebt und stimmte stehend mit ein: „Ich und mein RBG“ (siehe Bild unten).

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"Mir fehlen die Worte", gestand Schulleiter Eberhard Blanz anschließend. Wie hieß es doch zu Beginn des Konzerts? "Was sich nicht in Worte fassen lässt - da lässt man am besten Musik sprechen."
 

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Textmarke_rot_RBSchüler erfolgreich beim Alb-Extrem-Radmarathon 2017
25. Juni 2017, Sonntag

Text: Andreas Berger (Sportlehrer) / David Schaebs (Schulöffentlichkeitsarbeit)
Fotos: die Teilnehmer

Am 25. Juni war es wieder soweit: Über 3000 Radsportler trafen sich zum 35. Radmarathon in Ottenbach (Landkreis Göppingen) um der rauen schwäbischen Alb zu trotzen, darunter auch vier Schüler des Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasiums und ihr Sportlehrer.

Alb-Extrem, das hieß für die „Classic-Runde“: 177 km, über 3000 Höhenmeter, Aufstehen um 3:00 Uhr, Start um 5:30 Uhr, Steigungen bis 18%, Höchstgeschwindigkeiten von über 65 km/h, Gesamtdurchschnitt über 22 km/h, Gesamtfahrzeit (ohne Pausen) knapp 8 Stunden. Zum Glück war es an diesem Tag nicht zu heiß und der für die Alb typische Wind konnte durch geschicktes Windschattenfahren ausgetrickst werden.

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Bild oben: das Gerlinger Team unterwegs.

Wie ist solch eine Leistung möglich (ohne Doping und E-Bike)? Die Vorbereitung begann im Herbst, wurde im Winter individuell fortgeführt, im Frühjahr intensiviert und mit einem gemeinsamen Trainingslager in den Allgäuer Alpen gekrönt.

Wer macht denn sowas? Die vier Schüler wollten es ihrem Lehrer, der immer wieder einmal Alb-Extrem-Shirts trägt und damit den Nachwuchs köderte, gleichtun und zeigen, was in ihnen steckt. Und so lag eine gemeinsame Teilnahme nahe. Diese wurde über eine Radsportgruppe der Firma Bosch abgewickelt (Zufall?) was der Gruppe ein zusätzliches exklusives Trikot bescherte.

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Warum fährt ein Lehrer mit seinen Schülern Fahrrad? Der Reiz lag u.a. darin, den Schülern zu zeigen, was mit (sauberem) Training alles möglich ist, dass die Sporttheorie in der Praxis funktioniert und nachhaltig umgesetzt werden kann.

Und so konnten die Schüler am Tag X erfahren, was sie zuvor in Theorie und Praxis gelernt hatten.

Ohne Sturz (mit nur einem Platten) kamen alle sichtlich zufrieden im Ziel an.

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Was sie tatsächlich geleistet hatten, wurde manchem erst am nächsten Tag bewusst. Und dass sie richtig gut vorbereitet und austrainiert waren, wurde ihnen klar, als sie ohne Muskelkater oder ähnliche Wehwehchen am nächsten Morgen (deutlich nach 5:30 Uhr) erneut am Start (in der Schule) waren.

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Und warum machen Schüler mit? Ein Teilnehmer berichtet: „Ein Radmarathon - das ist eine Herausforderung, auf die man hinarbeiten muss. Das hat mich gereizt. Während des Rennens selbst war nur die Göppinger Steige in der prallen Sonne eine Qual. Das Gefühl im Ziel war schön, erleichternd. Es war eine Belohnung für das Training Samstag für Samstag. Die wichtigste Lehre für mich ist: man muss sich ein realistisches Ziel setzen, und wenn man dranbleibt und sich durchkämpft, erreicht man es auch – diese Erfahrung kann ich jedem weiterempfehlen.“

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Übung macht den Finisher: Das Team des Robert-Bosch-Gymnasiums: von links nach rechts: Robert Lucius, Valerian Sickinger, Simon Schad, Konstantin Frenzel mit ihrem Sportlehrer Andreas Berger.

 

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Einbruch_2015_2Textmarke_rot_RBTolle Leistung der Polizei
21. Juni 2017, Mittwoch

Einbruch von Winter 2015 aufgeklärt - gestohlener Beamer zurück

Da haben wir nicht schlecht gestaunt: neulich erhielt das Sekretariat einen Anruf von der Kriminalpolizei in P. (Norddeutschland). Ein Beamter wollte eine genauere Beschreibung des bei einem Einbuch im Schulhaus 2015 gestohlenen Beamers haben. Heute nun gab ein Kriminalbeamter aus Ludwigsburg das gestohlene Gerät an uns zurück. Genauere Informationen über die Hintergründe durften wir aus ermittlungstaktischen Gründen leider nicht erfahren; nur so viel: der Beamer war zu einem verdächtig günstigen Preis über ein Internetportal verkauft worden...

Bild rechts: von einem solchen Medienwagen wurde der Beamer entwendet.

Im November 2015 sah es in einem der Kunsträume schlimm aus: Diebe hatten sich mit brachialer Gewalt Zugang zum Schulhaus verschafft und im Zeichensaal II bei mehreren PCs die Prozessoren, Festplatten und Speicherbausteine ausgebaut und von einem mobilen Medienwagen den Beamer abgeschraubt und mitgenommen. Insgesamt ein recht ungewöhnliches Vorgehen. Der Schaden für die Schule belief sich auf über 2000,- €.

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Bild oben: so sah es im November 2015 im Kunstsaal II aus; die rötliche Färbung der Geräte stammt von dem Pulver, das die Beamten der Spurensicherung zur Gewinnung von Fingerabdrücken aufgebracht haben.

Nun ist, dank der bewundernswerten Ermittlungsarbeit der Polizei, zumindest der Beamer wieder zurückgekehrt; wir danken den beteiligten Beamten für ihre Bemühungen!

 

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Textmarke_rot_RBSchulleiter hat seine Dienstgeschäfte wieder aufgenommen.
19. Juni 2017, Montag

Am ersten Schultag nach den Pfingstferien hat Schulleiter Eberhard Blanz seine Dienstgeschäfte im Rektorat der Schule wieder aufgenommen; nach einer Verletzung mit anschließend notwendiger Operation (die gerissenen Bänder wachsen wieder zusammen...) ist er nun wieder soweit hergestellt, dass er zumindest stundenweise seinen Aufgaben nachgehen kann.

Bei der Schülerschaft meldete er sich im Rahmen einer Vollversammlung im Atrium der Schule zurück und bedankte sich dabei für die gute Zusammenarbeit aller, die ein Weiterfunktionieren der Schule in seiner Abwesenheit ermöglicht hat.

An jedem Montag tagt stets auch die so genannte Erweiterte Schulleitung; heute waren seit langer Zeit einmal alle Posten wieder besetzt und alle Mitglieder zugegen; die Erweiterte Schulleitung besteht aus dem Schulleiter, der Stellvertretenden Schulleiterin und den Abteilungsleitern/innen. In er wöchentlichen Sitzung werden Informationen aus den verschiedenen schulischen Gremien ausgetauscht, alle wichtigen Angelegenheiten im Bereich Organisation, Personal, Verwaltung,  Schulentwicklung, Qualitätssicherung und Evaluation besprochen, Konferenzen vorbereitet, Pläne für Neuerungen entwickelt und deren Umsetzung diskutiert und gesteuert.

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Bild oben: die Erweiterte Schulleitung im Besprechungsbereich des Rektorats; von links nach rechts: Schulleiter Eberhard Blanz, Abteilungsleiterin Cladia Hellriegel, Abteilungsleiter Albert Pfänder, Abteilungsleiterin Almut Peischl und die Stellvertretende Schulleiterin Silke Scholz.

 

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Textmarke_rot_RBNaturbeobachtung auf dem Schulgelände
18. Juni 2017, Sonntag

Seit ein paar Jahren haben die Mitglieder der Fachschaft Biologie den Schulteich wieder aktiviert, der lange Zeit im “Dornröschenschlaf” lag. Zusammen mit dem Städtischen Bauhof des Schulträgers, der Stadt Gerlingen, wurde das Teichumfeld  von wucherndem Grün befreit, die Teichmulde erweitert und vertieft und eine neue Teichfolie eingelegt; Pflanzen wurden eingesetzt und dann das Ganze der natürlichen Entwicklung überlassen; Mittlerweile ist vielfältiges Leben an den Schulteich zurückgekehrt; sichtbares Zeichen des Gedeihens sind die leuchtenden Seerosen und die Schwärme von Libellen, die die Blüten umgaukeln.

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Bilder oben und unten: Flora und Fauna am Schulteich.

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Textmarke_rot_RBSommer-update
Pfingstferien 2017

Das pädagogische Netzwerk des Robert-Bosch-Gymnasiums (Multimedianetz) umfasst mittlerweile ca. 160 PCs und Notebooks, einen Servercluster aus zwei HyperV-Servern und einem Data Storage Server (DSS), ca. 20 Druckern, Beamern in allen Fach- und Klassenräumen und einem Netzwerk (LAN) in Gigabit-Technik.

Jeden Sommer wird die Softwareinstallation aller Rechner durch aktuelle updates ergänzt und aktualisiert und neue Software wird installiert; in diesem Jahr besteht ein erhöhter Bedarf an Applikationen für den neu gestalteten Informatikunterricht (Grundkurs Medienbildung in Klassenstufe 5 und das 1-stündige Fach Informatik in Klassenstufe 7), sowie für die Robotik-AG und den NwT-Unterricht.

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Bilder oben und unten: PCs und Notebooks beim Sommer-update und dem Klonen der Festplatten mit Hilfe von Festplatten-Images.

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Der Netzwerkadministrator arbeitet mit Festplattenimages; d. h. für einen Rechnertyp werden auf einer Maschine alle updates und neuen Programme installiert; davon wird dann ein Festplattenimage erstellt und dieses wird dann auf alle Maschinen des gleichen Hardware-Typs verteilt. Die Vorarbeiten für das Sommerupdate beginnen bereits in den Weihnachtsferien; in den Pfingstferien sollten die Images dann weitgehend fertig sein; in den Sommerferein werden sie dann auf die Rechner im Hause verteilt.

In den gerade zu Ende gegangenen Pfingstferien wurden auch neue Lehrer-Notebooks für die Verwendung in den Klassenzimmern angeschafft und installiert.

 

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Textmarke_rot_RBDeutsch-ungarisches Wochenende
25. -28. Mai 2017, Donnerstag - Sonntag

Gesprächsprotokoll: Michael Volz,
Fotos: deutsch-ungarisches Fotografen-Kollektiv

Am verlängerten Himmelfahrts-Wochenende fahren die Gerlinger Jongleure traditionell auf die Burg Rothenfels am Main, um intensiv zu trainieren und eine schöne Freizeit zu verbringen. In diesem Jahr kamen zum ersten Mal 30 junge Artisten und Graphiker der Talentum Iskola aus unserer ungarischen Partnerstadt Tata hinzu. Lesen Sie hier die Einschätzung der begleitenden Lehrerinnen und Lehrer.

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Bild oben: Blick vom Burgfried auf alle 120 Jongleure/innen.

Der Direktor der ungarischen Talentum Iskola heißt Zsolt Fogel: Haben Sie sich unter „LOS BALLOS“ vorher genau das vorgestellt, was jetzt passiert ist?

Wir haben mehr bekommen als wir erwartet haben. Die vielen Interaktionen zwischen den deutschen und den ungarischen Jugendlichen haben mir besonders gut gefallen. Es hat zwar etwa zwei Tage gedauert, bis es zu einem wirklich guten Kontakt gekommen ist, aber die deutschen und ungarischen Jugendlichen haben in den Workshops sehr viel und selbstständig zusammen gearbeitet.

Für uns Ungarn gibt es eine große Sprachbarriere und die Jugendlichen sind auf einem sehr unterschiedlichen Sprachniveau. Aber gerade heute habe ich auch gesehen, dass man ja gar keine Sprache braucht, um wirklich fröhlich miteinander zu kommunizieren, sondern nur Wasser für eine Wasserschlacht in der Mittagshitze.

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Bild oben: Wasserschlacht.

Éva Festóry ist an diesem Wochenende als Deutschlehrerin die Chefdolmetscherin: Wie ist Ihre Erfahrung mit den beiden Sprachgruppen?

Die Begegnung gefällt mir sehr gut. Die Jugendlichen waren freundlich und haben wirklich alle mitgeholfen, sich kennen zu lernen und zu verstehen. Ja, viele haben es auch ohne mich probiert, selbst wenn es nicht immer einfach war – gerade heute Vormittag am Vertikaltuch haben sie sich mit Händen und Füßen Dinge erklärt. Dabei habe ich mich auch gut amüsiert und nebenher viele schöne Erfahrungen gesammelt.

Die ehemalige Zirkusartistin Ancsa Picard bereitet die ungarischen Jugendlichen auf das Fachabitur in Artistik vor: Die Ungarn sind gestern abwechselnd mit den Gerlinger Jongliergruppen aufgetreten, das ergab ein Abendprogramm von mehr als drei Stunden. Wie war die Qualität dieser Präsentationen?

Mir haben besonders die Produktionen der Jonglier-AG-Kleingruppen zum Motto unserer Begegnung „Juggle around the world“ gefallen, die sehr ideenreich waren. Einige waren jongliertechnisch noch nicht so weit, aber es war toll, dass alle auftreten durften. Obwohl unsere Schulen unterschiedlich sind, finde ich die Partnerschaft sehr gut, weil die Schülerinnen und Schüler nicht nur fachlich voneinander lernen können, sondern auch menschlich und sprachlich. Wir bedanken uns herzlich für die Möglichkeit, dabei zu sein!

Éva Fesztóry: Unsere Schülerinnen und Schüler wollen übrigens morgen gar nicht nach Hause fahren.

Jonglier-Wochenende_20175Zwei Tage hat die Graphikdesign-Lehrerin Krisztina Szigetvári bei schönstem Wetter mit ihren Schülerinnen und Schülern im äußeren Burghof gezeichnet. Am Auftrittsabend hat diese Gruppe ihre Kunstwerke im Hof ausgestellt sowie einige ungarische Lieder vorgetragen. Wie kam dieses Jonglier-Wochenende bei den jungen Künstlerinnen und Künstlern an?

Für uns war es eine Zeitreise, denn das Dorf und die Burg sind eine inspirierende Umgebung. Die Schülerinnen und Schüler haben sehr viele schöne Bilder erstellt und bringen lauter schöne Erinnerungen in ihren Herzen mit nach Hause. Am Anfang hatten wir die Sorge, dass sich unsere Graphiker eventuell beim Zirkuswochenende nicht so gut einfügen werden. Aber viele von ihnen haben sich neue Jonglierbälle gekauft und mit großer Begeisterung angefangen, jonglieren zu üben.

Bild rechts: eine Graphikerin im äußeren Burghof.

Alexander Bopp trainiert als Profijongleur die Gerlinger Jongliergruppen:

Es war sehr gut sichtbar für mich, dass sich viele Ungarn dabei richtig Mühe gegeben und sogar in ihrer Freizeit weitergemacht haben!

Ancsa Picard:

Zu Hause sind die beiden verschiedenen Gruppen in unserer Schule räumlich getrennt und sehen die Trainings- oder Arbeitsergebnisse nur auf den Festen am Ende des Schuljahrs. Aber hier sind sie die ganze Zeit beieinander und können auch miteinander trainieren und voneinander lernen.

Michael Volz hat die Jonglier-AGs am Robert-Bosch-Gymnasium gegründet und organisiert die LOS BALLOS – Wochenenden gemeinsam mit der KSJ (Katholische Studierende Jugend am Robert-Bosch-Gymnasium):

Jonglier-Wochenende_2017_4Insbesondere in den Workshops, die die Jugendlichen spontan angeboten haben, fand sehr viel Begegnung und Wertschätzung der unterschiedlichen Talente statt. Es gab nicht nur Jonglieren mit wenigen und vielen Gegenständen, nicht nur Rope-skipping oder artistische Übungen, sondern z. B. auch ungarische Volkslieder, Sprachunterricht oder Tanz-Choreographien.

Alexander Bopp:

Inspirierend für uns waren die große Professionalität und Athletik der ungarischen Artisten, die schönen Hände und die eleganten Posen auf der Bühne. Es gab unglaubliche Dinge, die wir sonst nur aus dem Fernsehen kennen, z. B. die Kunstrad-Aufführung auf Weltmeisterschaftsniveau oder die artistischen Leistungen am Vertikaltuch und am Ring.

Bild rechts: ungarische Artistin und ungarische Sängergruppe.

Zsolt Fogel:

Man muss festhalten, dass dieses Wochenende sowohl auf menschlicher Ebene als auch trainingstechnisch sehr, sehr wertvoll ist!

Michael Volz:

Da war plötzlich so etwas wie die „Sprache der Kunst“, in der wir uns auch mal ganz rasch ohne Worte verständigen, eben auf einer anderen Ebene. Ein echter Gänsehaut-Moment war, als die Ungarn während des Vertikaltuch-Auftritts ein Lied zur Gitarre angestimmt haben, dessen Refrain die Deutschen mehrstimmig mitsingen konnten.

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Bild oben: Das Feuerherz läutete die Feuer-Jonglage ein.

Zsolt Fogel:

Wir sind unserer Stadtverwaltung dankbar, dass sie ausgerechnet die Talentum Iskola für diesen besonderen Austausch ausgewählt und finanziell unterstützt hat. So konnten wir letztes Jahr die Gruppe Los Ballos Special in Tata empfangen und nun diese schöne Reise nach Deutschland unternehmen.

Michael Volz:

Das Wochenende wurde auch von unserem Schulförderverein PRO, der Gerlinger Stadtverwaltung sowie der Bürgerstiftung großzügig finanziell bezuschusst. Dafür vielen Dank! Bild oben:

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Alex Bopp und Michael Volz erhalten Geschenke aus Tata.

Zsolt Fogel:

Nun freuen wir uns auf den nächsten Besuch der Gerlinger Jugendlichen in Tata beim Wasser-, Blumen- und Seefestival 2018!

 

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Textmarke_rot_RBChemieschüler/innen zu Besuch an der Universität Stuttgart
24. Mai 2017, Mittwoch

Text: A. Beuchle
Foto vom Labor: L. S.

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Bild oben: das Gebäude mit den Chemielabors und -Hörsälen spiegelt sich im Neubau des Institutes für Informatik (Herbst 2014)

Im Rahmen des Chemieunterrichtes besuchten SchülerInnen der vierstündigen Kurse der Kursstufe K1 das Chemie-Institut der Universität Stuttgart auf dem Campus in Stuttgart-Vaihingen. Die ehemalige Schülerin M.-S. M., die uns auf die Idee dieser Exkursion gebracht hat, begleitete uns zunächst in die Vorlesung „Chemie der Metalle“ für Studierende im 2. Semester von Dr. I. Hartenbach. Hier erfuhren wir zum Beispiel einiges über die Strukturen von Antimon- und Bismuthalogeniden, sowie von Oxiden des Galliums, Indiums, Thalliums, Aluminiums, Bleis, Antimons und Bismuts. Die Einlagerungen von Eisen-Kationen oder Titan-Kationen in die Struktur des Korunds (Aluminiumoxids) führen beispielsweise zu einer Grün- bzw. Rotfärbung. Die Produkte sind im Alltag besser bekannt als Saphire und Rubine. Auch die Farben, die man früher durch Beimengung von Bleioxiden (Menninge) erhalten und verwendet hat, hat jeder von uns schon einmal gesehen -  diese lieferten z. B. das „typische Rot“ der Golden Gate Bridge.

Ebenso spannend waren die Demonstrationsexperimente. Nun wissen wir, dass „Woodsches Metall“ schon in heißem Wasser schmilzt und haben den aus der Schule bekannten Versuch zum Thermit-Verfahren in einem etwas größerem und noch spektakulärerem Maßstab gesehen. Beim Thermit-Verfahren lässt man Aluminium mit Eisenoxid reagieren. Bei der Reaktion wird so viel Energie frei, dass das dabei entstehende Eisen flüssig und rot glühend in einen Auffangbehälter fließt. Das Verfahren findet beispielsweise Verwendung beim Verschweißen von Eisenbahnschienen. Aluminiumplättchen sind auch für den Metallic-Effekt in Lacken verantwortlich, es wird im Flugzeugbau und zu vielem mehr eingesetzt.

Gallium und Indium sind wichtige Halbleitermetalle. Thallium ist giftig, da es eine ähnliche Größe wie Kalium-Kationen besitzt, diese verdrängt und dadurch Prozesse im Körper stört. Kalium-Kationen sind im Körper an unterschiedlichen Vorgängen, z. B. an der Informationsleitung im Nervensystem beteiligt.

Herr Dr. Hartenbach nahm sich nach der Vorlesung noch Zeit für uns, führte uns durch die Praktikumsräumlichkeiten und stand für Fragen zu Verfügung. Nachdem wir in der letzten Woche den Ammoniaksynthesereaktor im Riesenmaßstab bei der BASFin Ludwigshafen gesehen hatten, wurden wir beim Rundgang durch die Praktikumsräumlichkeiten gleich hellhörig, als wir zum Aufbau eines Experiments dieses berühmten Haber-Bosch-Verfahrens im Kleinmaßstab geführt wurden (siehe Bild unten).

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Bild oben: Versuch zum Haber-Bosch-Verfahren zur Ammoniaksynthese aus den Elementen Wasserstoff und Stickstoff.

Ebenso beantworteten Vertreter/innen der Fachschaft Chemie im Anschluss noch viele Fragen rund ums Chemiestudium und gaben wertvolle Ratschläge bzw. machten sich  als künftige „Anlaufstelle“ bekannt.

Ich möchte mich hier im Namen von uns allen nochmals ganz herzlich bei Herrn Dr. Hartenbach dafür bedanken, dass wir seine Vorlesung besuchen durften und er sich Zeit für uns genommen hat. Darüber hinaus auch ein herzliches Dankeschön an unsere frühere Schülerin, die uns auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht hat und uns mit ihren Fachschaftskollegen vermitteln konnte, dass das Chemiestudium ein sehr spannendes, lohnendes, abwechslungsreiches, aber auch anspruchsvolles Studium ist - ein Leben ohne Chemie ist einfach unvorstellbar.

 

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