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    Die Informationen auf dieser Seite sind in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angeordnet; aktuellere Nachrichten findet man oben.

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Textmarke_rot_RBLässig Im Takt zu Lustig Irren Texten

Musical „Mission 2519: LIT am RBG“ begeistert mit Zeitreise
23. Mai 2019, Donnerstag

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit; Bilder: der Webmaster

Wir schreiben das Jahr 2519. Die Menschheit lebt nach einem weiteren Weltkrieg in völlig  veränderten Verhältnissen. Gerlingen ist längst untergegangen. Ganz Gerlingen? Nein, die Ruine des Robert-Bosch-Gymnasiums wird von einer Forschergruppe entdeckt und erkundet. Rätselnd stehen sie zwischen den Funden und machen sich ihr ganz eigenes, sehr skurriles Bild dieser versunkenen Epoche – der „Plastike“ vor 500 Jahren, also 2019...

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Bilder oben und unten: Chöre, Orchester, Musical- und Theater-AG: alle tragen zum Gelingen des Musical-Abends bei.

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Das ist die Rahmenstory des Musicals „Mission 2519“, das am 23.05. 2019 in der Gerlinger Stadthalle aufgeführt wurde. Das Musical ist ein Gemeinschaftswerk der künstlerischen und musischen AGs des Gymnasiums:

  • die Chöre Augmented Reality und SuperBoschis Allstars,
  • die Musical-AG,
  • das Orchester sowie das Junior-Ensemble
  • und natürlich die Theater-AG.

Sie wurde bei der Umsetzung im Rahmen des Projekts 'Schule als Bühne' durch die Theaterpädagogin Lisa Iffert vom Theaterhaus Stuttgart unterstützt.

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Bild oben: Volle Bühne: Die Musiker, Sänger und Schauspieler beim Abschlussstück.

Über 100 Schüler sind beteiligt, zudem rund 30 Eltern und Lehrer sowie im Hintergrund die Technik-AG und die Maske. Ein Mammutprojekt. Das Stück verfasst, komponiert, einstudiert, koordiniert und zur Reife gebracht haben Tatjana Vilz-Beck (Orchester und Juniorensemble), Dirk Wegner (Chöre, Solisten), Johannes Schmid (Musical-AG) sowie Lukas Bilski, der die Theater-AG vertretungsweise übernommen hat von Julia Weizmann, die das Stück mit entwickelt und die Spielszenen gemeinsam mit der Theater-AG geschrieben hat.

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Bild oben: Physik- und Mathematik-Lehrer Lukas Bilski hat kurzfristig die Regieaufgabe von Julia Weizmann übernommen.

Die Grundidee einer Rahmenhandlung mit darin verwobenen Literaturszenen und  Musikstücken sowie die Grundkomposition der meisten Musikstücke stammt von Christine Demmler, Musiklehrerin am Lessing-Gymnasium Winnenden.

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Bild oben: Musiklehrer und Chorleiter Dr. Dirk Wegner dankt Christine Demmler.

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Bild oben: die Musical-AG der Unterstufe zeigt einen Auszug aus die “Räuber”.

Eine anspruchsvolle Kombination, die auf der Bühne ganz ausgefeilt funktioniert: Das  Orchester umrahmt die Spielszenen und begleitet die Solo- und Chorstücke. Die Musical-AG der Unterstufe zeigt einen Auszug aus Schillers „Räuber“ in Gesang und szenischer Darbietung. Die Theater-AG spielt und singt die Rahmenhandlung sowie die eingebetteten Szenen. In der Summe wird daraus ein toller Abend.

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Bild oben: das Forscher-Team ist in den Ruinen des ehemaligen Robert-Bosch-Gymnasiums auf verschiedene Artefakte gestoßen, darunter einen Ordner mit der Aufschrift “LIT 2019”.

Das interdisziplinäre Forscherteam (die jungen Mittelstufenschüler agieren beeindruckend)  tastet sich ausgestattet mit zwei Stunden künstlicher Luft durch die Ruine und stößt auf verschiedenste Relikte: Was ist das? Welche Rückschlüsse lassen sich auf jene ferne Zeit ziehen? Mülleimer werden zu kultischen Abgabeobjekten, Locher zu Schusswaffen, Klassenlisten zu Überwachungsprotokollen, fertig ist die Hypothese vom Terrorstaat, dessen Zentrum die „Räuberhöhle“ (selbstverständlich das Lehrerzimmer) ist.

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Bild oben: die Forschergruppe ist im Zentrum des vermeintlichen Terrorstaates angekommen.

Die „Plastike“ in  Gerlingen – eine düstere Zeit? Bei der Rekonstruktion hilft ihnen ein Hefter mit der Aufschrift „LIT 2019“, der vermeintlich Protokolle des „Landes-Insituts für Totalüberwachung“ enthält, die diese These zu bestätigen scheinen. 

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Bild oben: Rätselhafte Zeichen und andere Hinterlassenschaften - die Forschergruppe in der "Räuberhöhle".

Tatsächlich handelt es sich um Auszüge klassischer Dramen aus verschiedensten Epochen, was die Forscher aber nicht wissen (können). Die Auszüge werden vor der Kulisse der verschiedenen Räume inszeniert und in die Rahmenhandlung eingewoben, wenn die Forscher jeweils zu einem neuen Raum vordringen. Im Kunstraum wird eine Faust-Szene ausgefochten, die Litfaßsäule im Atrium ist die Kulisse für Romeo und Julia, Tells Apfelschuss fällt im Musiksaal.

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Bild oben: Tells Apfelschuss.

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Bild oben: Claire Zachanassian macht den Gerlingern ein unmoralisches (aber verlockendes) Angebot...

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Bilder oben und unten: die “Alte Dame” und ihr Bodyguard.

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Ausnahmslos allen Akteuren ist ihre Spielfreude, die pure Lust an der Sache, abzuspüren. Ein Funke, der auf die über 600 Zuschauer überspringt. Die Szenen sind fantastisch gespielt, mit Witz, Wucht und Verve. Das Publikum hat sein Vergnügen beim „Mieser-Schurke-Song“, fühlt mit, als Romeo Julia im Duett anschmachtet (ein Höhepunkt) und schaudert, wenn die lächelnd eiskalte Claire Zachanassian im Gegenzug für „Gerechtigkeit“ Gerlingen eine Milliarde Euro bietet.

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Bild oben: der “Miese-Schurke”-Song.

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Bilder oben und unten: Romeo und Julia.

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Nur die Forschergruppe bleibt auf dem Holz– oder besser Plastikepfad: Daher stammt also der offenkundigen Reichtum Gerlingens! Immerhin finden sich unschätzbar wertvolle Naturmaterialien wie Papier oder Baumwolltaschen... Die kreativen Einfälle erlauben den bestens unterhaltenen Besuchern einen augenzwinkernd verfremdeten Blick auf die eigene Gegenwart.

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Bild oben: die Forschergruppe in der ehemaligen Bibliothek des Gymnasiums.

Natürlich löst sich ganz am Ende, nach zwei Stunden Zeitreise und einer Art „Best of“  klassischer Schullektüre alles auf – und wo wohl? Im letzten Raum, den die Forscher betreten: der Schulbibliothek. Echte Bücher (!), Nachschlagewerke und die Originalausgaben der auszugsweise gespielten Stücke rücken das Bild der Plastikezeit zurecht. Die Armbrust wird wieder zum Notenständer, das Folterinstrument ein Tageslichtprojektor, die Diktatur entpuppt sich als Demokratie. Und überhaupt: Eine Kultur, die solche Werke besaß, kann so schlecht nicht gewesen sein.

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Bild oben: der Spezialist für die Epoche der “Plastike” ist erschüttert von seinen offensichtlich mehr als abwegigen Interpretationen der damaligen Zeit.

Und so wollen die Forscher nun wissen, was denn aus den Helden der klassischen Dramen wird: Bleibt Gessler an der Macht? Töten die Gerlinger Ill für die Milliarde? Was wird aus Karl Moor? Kriegt Julia ihren Romeo?

Zurück in der Zukunft erfährt man im Epilog, dass das Robert-Bosch-Gymnasium sogar das Jahr 2519 prägen wird: die Funde dienen als Anregungen für die Umstellung der eigenen Lebensweise. Das Schulgebäude wird dank 3-D-Technik rekonstruiert und zu einem Forschungszentrum für die Plastikezeit.

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Bild oben: das Forscher-Team mit dem Ordner, der die geheimnisvolle Aufschrift “LIT 2019” trägt...

Und wofür stand nochmal „LIT“? Am Ende wohl doch am ehesten für die LITeratur, die den Menschen Unterhaltung bietet und fiktive Welten schafft. Selbst Zeitreisen sind möglich. Und deshalb wird ganz am Schluss von den über 100 Akteuren auf der Bühne der Stadthalle der „Time Warp“ getanzt als Einladung, selbst einfach mal in Gedanken auf Zeitreise zu gehen:

„It‘s just a jump to the left“.

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Bild oben: die Akteure auf der Bühnen tanzen den “Time Warp”.

Der minutenlange Applaus bestätigt: der Musicalabend „Mission 2519: LIT am RBG“ war ein fulminanter Abschluss des Jubiläumsjahres (die Schule feiert im Schuljahr 2018/19 ihren 50. Geburtstag!), der zeigt, was eine Schule alles auf die Beine stellen kann. Sogar die eigene Zukunft auf den Arm nehmen.

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Bilder oben und unten: die “Macher” des Musicals beim Schluss-Applaus: vorn am Bühnenrand Musiklehrerin Tatjana Vilz-Back, dahinter (v. l.): Lukas Bilski der aktuelle Regisseur des Stückes, daneben die Musiklehrer Johannes Schmid und Dr. Dirk Wegner.

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Bild oben: ist mächtig stolz auf seine Schule und ihre Leistungen: Schulleiter Eberhard Blanz bei den Dankesworten an die Akteure des Abends.

 

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Textmarke_rot_RBDie Säge-Profis

Maschinenschein_1Erwerb des “Großen Schulmaschinenscheins”
23. Mai 2019, Donnerstag

In den Sicherheitsvorschriften für Schulen ist genau verzeichnet, ab welcher Jahrgangsstufe Schüler/innen im Kunst-, Werk- oder NwT-Unterricht mit welchen Werkzeugen und Geräten arbeiten dürfen. Je höher das Gefahrenpotential, das von einer Maschine ausgeht, umso restriktiver ist die Zulassung für den Umgang mit ihnen. So darf zum Beispiel in Klassenstufe 8 mit einer elektrischen Bohrmaschine nur “teilselbständig” gearbeitet werden, mit einer Dekupiersäge aber “selbständig”.

Mit einer “großen” Säge, also einer Bandsäge oder gar einer Kreissäge dürfen Schüler überhaupt nicht arbeiten.

Bild rechts: und so sieht es in der Bandsäge von innen aus.

Lehrer/innen, die Schüler/innen im Unterricht an Maschinen oder Werkzeugen arbeiten lassen, müssen dafür ausgebildet worden sein. Dazu erwerben die Lehrer/innen den “kleinen Schulmaschinenschein”. Im Rahmen einer ganztägigen Fortbildung werden sie in den sachgerechten Gebrauch und die Gefährdungen dieser  Gerätschaften eingewiesen. Alle Lehrer/innen, die aktuell Kunst oder NwT am Robert-Bosch-Gymnasium unterrichten, haben diesen Schein erworben. Eine Fortbildungsveranstaltung im Ooktober wird auch den bisher noch nicht dazu ausgebildeten Lehrkräften zur Erlangung dieses Scheins verhelfen.

Am vergangenen Donnerstag haben nun 4 Lehrkräfte der Schule den “Großen Maschinenschein” erworben; dazu wurden sie in den Umgang mit unserer Bandsäge eingewiesen. Sie haben gelernt, wie die Maschine aufgebaut ist, wie man sie richtig einstellt, wie man das Sägeband wechselt und wie man sachgerecht mit ihr arbeitet. Damit dürfen diese Lehrer/innen nun an der Bandsäge arbeiten (nicht aber Schüler/innen daran arbeiten lassen).

Bild unten: die Kollegen/innen bei der Fortbildung zum Erwerb des “Großen Maschinenscheins” mit Herrn Mangold an der Bandsäge im Maschinenraum des Robert-Bosch-Gymnasiums.

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Die Bandsäge benutzen wir vor allem zur Bereitstellung von Holzzuschnitt für Schüler/innen, damit diese mit dem so überlassenen “Halbzeug” dann weiterarbeiten können. Beim Thema “Bau eines funktionsfähigen Krans” stellen wir beispielsweise den Schüler/innen die Teile für den Drehfuß und das Drehgestell, den Kranmast und den Kranausleger bereits fertig zugeschnitten zur Verfügung. Kleinere Arbeiten, wie das korrekte Ablängen, das Anbringen von Abschrägungen oder Bohrungen führen die Schüler/innen dann im Unterricht (an der Dekupiersäge / der Tischbohrmaschine) selber aus.

 

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Textmarke_rot_RBWer die Wahl hat...

Infoveranstaltung für Schüler/innen ab 16 Jahren zur Kommunalwahl
16. Mai 2019, Donnerstag

David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Premiere am kommenden Sonntag: Erstmals darf man in Baden-Württemberg schon ab 16 Jahren auf Kommunalebene wählen. Auf Initiative des Jugendgemeinderats (JGR) und in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin Michaela Höhn-Bea fand darum am vergangenen Donnerstagvormittag im Atrium des Robert-Bosch-Gymnasiums eine Informationsveranstaltung für die Klassenstufen 9 bis K 1 statt – also für alle Schüler/innen, die potentiell von der Absenkung des Wahlalters betroffen sind.

Schulleiter Eberhard Blanz begrüßte die Anwesenden. Die Veranstaltung selbst wurde von den Jugendgemeinderats-Vertretern Philipp Arzt und Leon Seyffer, als Abiturienten des Jahrgangs 2018 bekannte Gesichter in der Schule, sehr sympathisch, kompetent und für alle verständlich geleitet.

Das Anliegen: Die Erstwähler zum einen über Ablauf und Bedeutung der Wahl zum Gerlinger Gemeinderat zu informieren. Was ist der Gemeinderat? Wie ist er aufgebaut? Welche Aufgaben hat er? Wie läuft die Wahl ab? Wie sieht der Stimmzettel aus? Was hat es mit „kumulieren“ und „panaschieren“ auf sich? Die zwei hatten Stimmzettel zur Veranschaulichung mitgebracht und empfahlen angesichts der recht umfangreichen Materie: im Vornhinein informieren und Wahlzettel schon daheim ausfüllen. Den Abschluss bildete der Appell, auch tatsächlich wählen zu gehen.

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Bild oben: Philipp Arzt und Leon Seyffer informieren über die Kommunalwahl. Foto: D. Schaebs.

Zum anderen waren von den verschiedenen politischen Gruppierungen und Parteien, die im Gemeinderat sitzen, jeweils ein Fraktionsmitglied anwesend, um in einem Kurzvortrag und anhand einer Stellwand mit Infoplakaten die eigenen politischen Schwerpunkte vorzustellen. Dabei ging es naturgemäß vor allem um Themen, die für junge Leute interessant scheinen oder ihre Lebenswelt berühren: Aufenthaltsräume für Jugendliche, die Zukunft des Jugendhauses, Verkehr.

Im dritten Teil der Veranstaltung konnten sich die Schüler wie auf einem Marktplatz im Gespräch mit den Fraktionsmitgliedern weiter informieren und Fragen stellen, eine Möglichkeit, die von etlichen auch genutzt wurde. In Gesprächen der Schüler untereinander wurde zudem deutlich, dass gerade die älteren Schüler durchaus kritisch Ideen und Forderungen einzelner Parteien und deren Umsetzbarkeit diskutieren. Insofern war die Veranstaltung eine gute Idee, um die Bedeutung der Kommunalpolitik und ihrer Aufgaben vor Augen zu führen, dies mit konkreten Personen zu verbinden und ins Gespräch über politische Themen zu kommen.

Herzlichen Dank daher an den engagierten Jugendgemeinderat, insbesondere Philipp Arzt und Leon Seyffer, sowie die Vertreter der einzelnen Fraktionen, die ihren Vormittag investierten, um für die Schüler zur Verfügung zu stehen.

 

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Textmarke_rot_RBUnsere neue Corporate Identity- neues Logo, neues Dokumentendesign, neues Leitsystem im Schulhaus, neues InfoTerNa ... - und nun:

Neu eingetroffen - die Schul-Kollektion des Robert-Bosch-Gymnasiums
10. Mai 2019, Freitag

Text: Almut Peischl / Sofia Majer

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler, liebe Eltern,

Schulkollektionendlich ist es soweit - die neue Schulkollektion des Robert-Bosch-Gymnasiums ist nun druckreif!

In Abstimmung mit der SMV sind unsere neuen Schul-T-Shirts und Schul-Kapuzenpullis entstanden und können nun direkt online bestellt werden. Alle Artikel sind in vier verschiedenen Farben sowie in unterschiedlichen Größen verfügbar.

Da uns eine nachhaltige Produktion unter fairen Bedingungen sowie Bio-Qualität wichtig ist, haben wir uns für Produkte der Firma Neutral aus 100% Bio-Fairtrade-Baumwolle entschieden.

Gemeinsam mit der Firma Mirafilo in Gerlingen haben wir einen Onlineshop eingerichtet, in dem sich alle Schüler/innen und natürlich auch Lehrer/innen ihre Lieblingsartikel aussuchen und direkt bestellen können. Den Shop erreichen Sie direkt unter folgender Adresse: http://rbg-shop.mirafilo.de oder über den entsprechenden Link auf der Homepage unserer Website. Hier können Sie die Artikel in unterschiedlichen Farben und Größen auswählen.

Die erste Bestellphase endet vor den Pfingstferien am 7. Juni 2019. In dieser Zeit können über den Shop Artikel bestellt werden. Die Bezahlung erfolgt per Überweisung direkt an Mirafilo. Nach dieser Bestellphase werden alle gewünschten und bezahlten Artikel bedruckt, an die Schule geliefert und dann in den jeweiligen Klassen verteilt.

Neugierig wie die Artikel genau aussehen oder unsicher, welche Größe passt? Dann nutzt die Möglichkeit, unsere Musterexemplare anzuprobieren, und zwar zu bis zu den Pfingstferien immer am Mittwoch und am Donnerstag in der 2. Großen Pause im SMV-Raum.

Wir hoffen, dass alle viel Spaß und Freude an unserer neuen Schulkollektion haben.

 

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Textmarke_rot_RBDer etwas ökologischere Abi-Korso
10. Mai 2019, Freitag

Es ist schon Brauchtum in Gerlingen: nach Ende der schriftlichen Abiturprüfungen drücken die angehenden Abiturienten/innen ihre Freude und Erleichterung über die überstandenen Klausuren mit einem Korso durch Gerlingens Hauptstraße aus. Normalerweise reihte sich da Auto an Auto und manchmal ist es dabei auch schon zu kleineren Unfällen gekommen.

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Bild oben: vor der Gerlinger Jahnhalle versammeln sich die Abiturienten/innen nach dem Ende der schriftlichen Prüfungen.

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Bild oben: bereit zum Fahrradkorso: nur zwei Autos dienen als Begleitungfahrzeuge.

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Bild oben: Erleichterung nach überstandenen Prüfungen.

In Zeiten von “Fridays for future”, zu denen Schüler/innen allwöchentlich auf die Straße gehen, um für mehr Anstrengungen zum Klimaschutz zu demonstrieren, ist ein Autokorso natürlich politisch nicht korrekt. Die Gerlinger Abiturienten/innen haben daher beschlossen,vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Die Initiatoren dieser Alternative mussten bei ihren Mitschülern/innen zwar zunächst noch ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten, aber am Freitag Mittag gegen 12:30 h, als die letzten Prüflinge die Gerlinger Jahnhalle nach der geschrieben Französischklausur verließen, versammelte sich doch fast der gesamte Jahrgang mit Fahrrad, um zu einer kleinen Rundfahrt durch die Innenstadt zu starten.

Ihre Lehrer/innen sind währenddessen mit den Erst-, Zweit- und Endkorrekturen beschäftigt, bevor nach Abschluss des dreistufigen Korrekturverfahren am 27. Juni die Ergebnisse der diesjährigen Abiturprüfungen bekanntgegeben werden.

 

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Textmarke_rot_RBBildungspartnerschaft mit Endress+Hauser, dritter Tag
7. Mai 2019, Dienstag

Text und Bilder: Anja Beuchle

Schüler/innen des Robert-Bosch-Gymnasiums zu Besuch in der Kläranlage Leonberg

Am Dienstagvormittag stand für die 17 Schüler/innen der Klassenstufe 10 des Robert-Bosch-Gymnasiums „Teil 3“ des Bildungspartnerschaftsprojektes mit Endress+Hauser und damit der Einsatz der Mess- und Probeentnahmetechnik vor Ort bzw. in der Leonberger Kläranlage auf dem Programm.

Es ist aus mehreren Gründen wichtig, dass Kläranlagen genaue Messgeräte zur Verfügung zu haben: das Wasser, das die Kläranlage verlässt, ist zum einen genauen Richtlinien unterworfen. Zum anderen ist es natürlich für den Betreiber ungemein wichtig, auf bedenkliche ankommende Verunreiniguneng zeitnah reagieren zu können. Darüber hinaus ist es für den Betreiber auch von Interesse, wie viel Wasser mit welchem Aufwand gereinigt werden muss, da sich daraus auch die Abrechnungskosten für die Kommunen ergeben.

Alle Bedürfnisse können durch von Endress+Hauser entwickelten Geräte gedeckt werden. Zum einen messen Probeentnahmegeräte am Anfang, wie viel Abwasser mit welcher Belastung in die Kläranlage gelangt, andere am Ende der Kläranlage, mit welcher Qualität es diese wieder verlässt.  Außerdem werden über die einzelnen Klärstufen hinweg verteilt in regelmäßigen Abständen Proben entnommen und auf die Inhaltstoffe, wie z. B. Nitrat-, Ammonium-, Sauerstoffgehalt und einiges mehr, untersucht.

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Bild oben: angebrachte Messelektroden/Messsysteme  

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Bild oben: Schülergruppe im Bereich der mechanischen Klärung 

In Kläranlagen erfolgt die Reinigung in mehreren Stufen. Die erste Stufe bildet die mechanische Klärung. Rechen halten dabei grobes Material und Abfälle zurück. Im Sandabsatzbecken lagern sich schwere Bestandteile ab. Fette, aber auch Gemische wie Erdöl oder Benzin, die Stoffe mit einer geringeren Dichte als Wasser beinhalten, schwimmen hier an der Wasseroberfläche und können abgeschöpft werden. In einem nachgeschalteten Vorklärbecken sinken schließlich auch noch fein verteilte Schwebstoffe zu Boden und bilden den so genannten Primärschlamm.

An dieser Stelle gabelt sich der weitere Verlauf – der Primärschlamm wird zusammen mit dem anderen Klärschlamm, der anfällt,  in den Faulturm transportiert und mit Hilfe von Bakterien zu Methangas umgesetzt. Das Methangas wird in zwei Blockheizkraftanlagen energetisch weiterverwendet.

Das von allen gröberen und feineren Verunreinigungen gereinigte Abwasser gelangt im 2. Schritt in die biologische Klärung. Hier laufen Vorgänge wie bei der Selbstreinigung von Gewässern ab, nur viel schneller. Im Belüftungsbecken bauen verschiedene Bakterienstämme unter ständiger Sauerstoffzufuhr den größten Teil der im Abwasser enthaltenen Schmutzstoffe ab. Ziel ist es hier u. a., alle Stickstoffverbindungen so umzuwandeln, dass diese keine Wirkung mehr als Düngemittel besitzen.

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Bilder oben und unten: Schülergruppe im Bereich der biologischen Klärung. 

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In der dritten Stufe, der chemischen Klärung, können Schadstoffe die in den vorangegangenen Stufen nicht abgebaut werden konnten, z. T. durch Zusatz von Fällungsmitteln entfernt werden.

Im vorletzten Jahr ging die vierte Reinigungsstufe in Betrieb. Die Leonberger Kläranlage kann nun Verunreinigungen im Abwasser noch weiter bzw. vollständiger abbauen. Man hofft dadurch in Zukunft z.B. stärker Medikamente, Hormone und andere organische Verbinden heraustrennen zu können.

 

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Textmarke_rot_RBFrankreichaustausch: Besuch in Paris
25. - 31. März 2019, Montag bis Sonntag

Ein Bericht der Teilnehmerinnen L. K. (8c), K. L. (8b), K. M. (8a)

Von Montag, den 25.03.19, bis Sonntag, den 31.03.19, fand der erste Teil des Paris-Austauschs mit dem  Collège Alphonse Daudet statt. Insgesamt nahmen jeweils 34 deutsche und französische Schüler der Klassenstufe 8 mit den Lehrern Frau Wunnenburger, Herrn Berger und M. Smets teil.

Eine Woche lang wohnten wir in der französischen Metropole und lernten das Alltagsleben, die Kultur und die Sprache besser kennen.

Am Montag trafen wir uns pünktlich und aufgeregt um 8 Uhr morgens an der Endhaltestelle Gerlingen, um gemeinsam zum Hauptbahnhof und von dort mit dem TGV nach Paris zu fahren. Nach der ca. 3 ½-stündigen Fahrt kamen wir gegen Mittag am Collège an, wo wir herzlich empfangen wurden. Kurze Zeit später sind wir schließlich zur Cité Universitaire aufgebrochen. Dort bekamen wir in kleinen Gruppen eine Führung unserer Austauschschüler. Gegen 17 Uhr ist jeder in seine Gastfamilie gegangen.

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Dienstag standen der Besuch des Eiffelturms (siehe Bild oben), die Bootsfahrt auf der Seine und die Besichtigung des Museums Quai Branly an. Beim Eiffelturm hatten wir die Aufgabe, eine Fotostory zu einem bestimmten Thema  zu entwickeln. Anschließend haben wir eine tolle Fahrt auf der Seine gemacht, wo wir viele berühmte Gebäude von Paris gesehen haben. Schließlich hatten wir  etwas freie Zeit auf der Île aux Cygnes. Nachmittags hatten wir eine Führung im Musée de Quai Branly, wo wir viel über die außereuropäische Kunst erfahren haben. Gegen 17 Uhr sind wir beim Collège angekommen und haben den Abend in unseren Gastfamilien verbracht.

Am Mittwoch waren wir vormittags mit unseren Austauschschülern in der Schule und haben den Unterricht besucht. Der restliche Tag stand zur freien Verfügung: einige haben weitere Sehenswürdigkeiten von Paris besichtigt, andere haben an den Nachmittagsaktivitäten ihrer Austauschschüler teilgenommen.

Donnerstags standen die Besichtigung des Schlosses Vincennes sowie ein Kalligraphie-Workshop auf dem Programm. Bei der Schlossbesichtigung sahen wir eine Kapelle und auch den früheren Wohnbereich des Königs. Beim Kalligraphie-Workshop lernten wir die gotische Schrift und das Schreiben mit Federn. Das Programm endete am Spätnachmittag, den Abend verbrachten wir wieder in unseren Gastfamilien.

Am Freitagvormittag besuchten wir erneut den Schulunterricht. Mittags aßen wir in der Kantine, bevor wir zum bekannten Stadtviertel Montmartre aufbrachen. Während einer Rallye durch das Viertel setzten wir uns genauer mit bekannten Plätzen rund um Sacré-Cœur auseinander.

Nach einer kurzen Pause in den Gastfamilien trafen wir uns erneut, denn es war der Abend der Abschlussfeier. Es gab ein großes Buffet und eine Tanzfläche, für Musik sorgten die französischen Schüler. Die Stimmung war super und nach vielen Stunden gingen wir erschöpft nach Hause.

Am Samstag bestimmten die einzelnen Gastfamilien das Programm für den letzten Tag in Paris. Ein paar von uns gingen ins Disneyland, shoppen oder besuchten zum letzten Mal die bekannten Sehenswürdigkeiten in Paris. Nach diesem Tag gingen alle mit einem gemischten Gefühl ins Bett, einerseits freuten wir uns auf zu Hause, andererseits war es schade, Paris nun verlassen zu müssen.

Am nächsten Tag klingelte unserer Wecker wegen der Zeitumstellung früher als gewohnt. Mitgenommen vom kürzeren Schlaf trafen wir uns aber schließlich um 6.10 Uhr am Bahnhof. Dort verabschiedeten wir unsere Gastfamilien und sicherten uns die Plätze für die Heimreise. Als alle dann startbereit waren, fuhr unser Zug um 6.45 Uhr los. Nach einer lustigen und amüsanten Zugfahrt kamen wir gegen 10 Uhr am Stuttgarter Bahnhof an. Dort wurden wir freudig von unseren Eltern empfangen.

Einerseits war der Paris-Austausch so organisiert, dass wir viel mit den Gastfamilien unternahmen und so die Kultur und das französische Schulleben kennenlernten. Andererseits machten wir auch viel Touri-Programm und lernten so die verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel kennen. Daraus kann man schließen, dass der erste Teil des Paris-Austauschs ein voller Erfolg war! Nun freuen wir uns, unsere Austauschschüler vom 20. bis 25. Mai in Gerlingen zu begrüßen.

 

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Textmarke_rot_RBBildungspartnerschaft mit Endress+Hauser, zweiter Tag
30. April 2019, Dienstag

Das Robert-Bosch-Gymnasium zu Besuch bei Endress+Hauser Conducta in Gerlingen

Text und Bilder: Anja Beuchle

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Endress_u_Hauser_2019_Gruppenbild2Das Unternehmen Endress + Hauser Conducta stellt für nahezu alle erdenklichen Messgrößen im Bereich der Flüssigkeitsanalyse Sensoren und Messgeräte sowie Probennehmer her. Zum Einsatz kommen diese Analysegeräte in den vielfältigsten Bereichen unseres täglichen Lebens und überall da, wo Medien beispielsweise Wasser, auf Ihre Inhaltsstoffe hin untersucht werden müssen. So findet man die Messgeräte von Endress und Hauser etwa in Schwimmbädern wie dem Gerlinger Hallenbad, in der Pharmaindustrie, in der Lebensmittelindustrie z. B. in Brauereien, in Kläranlagen u.v.m..

Gemessen werden können zum Beispiel die Temperatur, die Durchflussmenge, der pH-Wert, die Trübung, die Dichte, die Leitfähigkeit, der Gehalt an verschiedenen Inhaltsstoffen (zum Beispiel Chlor, Sauerstoff, Ammonium-, Nitrat- und Phosphat-Ionen, Hydrazin, Eisen, Kupfer, Mangan,...).

Bild rechts: die Schülergruppe, Herr Ragg und Frau Beuchle im Atrium des Firmengebäudes.

Das Robert-Bosch-Gymnasium führt im aktuellen Schuljahr bereits zum siebten Mal sein Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress+Hauser Conducta durch. Daran teilnehmen können Schüler/innen der Klassenstufe 10, die im naturwissenschaftlichen Profil das Fach NWT gewählt haben. Von Unternehmensseite her wird das Programm von Verena Blank (Human Resources) und Thomas Ragg (Component Engineering, Realization G. Logistics) organisiert und durchgeführt.

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Bilder oben und unten: Messelektronik (oben: Sensoren; unten: Probenentnahme).

Endress_u_Hauser_2019_ProbeentnahmeAm Dienstagvormittag stand für die 17 Schüler/innen der Klassenstufe 10 des Robert-Bosch-Gymnasiums die „zweite Runde“ in der Bildungspartnerschaft mit Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG und damit einserseits die Besichtigung der Produktion in Gerlingen auf dem Programm. Andererseits durfte die Schülergruppe an den von Endress+Hauser Conducta gebauten Messumformern selbst Messungen in Flüssigkeiten durchführen. Betreut wurden die Schüler/innen einerseits von Frau Blank und Herrn Ragg (der auch die Führung durch die Produktion vornahm), andererseits von Herrn Gruber, der das Messpraktikum leitete.

Endress+Hauser Conducta ist wohl einer der wenigen deutschen Messtechnikhersteller, der seine Elektronikproduktion nicht ins Ausland verlagert hat. Im Gerlinger Gewerbegebiet produziert die Firma die Messwertumformer und Probeentnahmeautomaten. Die hoch automatisierte Fertigung verteilt sich auf zwei Etagen der Produktionshalle. Da die elektronischen Bauteile heute immer kleiner werden, sind sie auch zunehmend empfindlich, besonders auch gegenüber elektrischen Entladungen. Die Schüler/innen mussten sich daher vor Betreten der Räume erst einmal entsprechend einkleiden: mit einem weißen Labormantel, der zum Ableiten elektrostatischer Ladungen Carbonfasern eingewebt hat und mit einem Erdungsband, das in einen Schuh eingelegt und mit der Schuhsohle verklebt wird.

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Bilder oben und unten: Schülergruppe im Zerspanungsbereich der Produktionshallen.

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Nach der Betriebsführung und einer kurzen Pause, bei der auch für das leibliche Wohl der SchülerInnen gesorgt wurde, ging es in einem großen Kundenlabor mit dem Messpraktikum weiter. An sechs Stationen, an denen Messumformer der Serie Liquiline mit unterschiedlichen Messsonden bereitstanden, konnten die Teilnehmer/innen nach einer theoretischen Einführung in das Messprinzip der jeweiligen Messgröße und in die Messtechnik des jeweiligen Sensors selbst Messungen an Flüssigkeiten durchführen. Der eigentlichen Messung ging jeweils eine Kalibrierung des Gerätes voraus.

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Bild oben: beim Vortrag im Messlabor; Bild unten: bei den Messungen im Labor.

Endress_u_Hauser_2019_im Messlabor

In einem ersten Versuchsdurchlauf wurde der pH-Wert verschiedener Flüssigkeiten untersucht; auch Cola kam zum Einsatz: wegen des hohen Phosphorsäuregehaltes dieser Limonade liegt der pH-Wert bei ca. 2,5 - 3,0.  Der pH-Wert ist eine wichtige Messgröße etwa in der Lebensmittelherstellung; aber auch bei der Trinkwasseraufbereitung, in der pharmazeutischen Produktion und bei vielen sonstigen chemischen Synthesen liegt oft ein saures oder alkalisches Medium vor, dessen pH-Wert bekannt sein muss bzw. das bestimmte  Werte einnehmen muss.

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Endress_u_Hauser_2019_LeitfähigkeitsmessungBild oben: bei der pH-Wertmessung mit Cola.

In einem weiteren Versuch wurde die Leitfähigkeit von demineralisiertem Wasser (geringste Leitfähigkeit, da sehr wenige Ionen), sowie von Trinkwasser (etwas größere Leitfähigkeit) und von einer Salzwasserlösung (höchste Leitfähigkeit) ermittelt. In Lösungen wird der Stromfluss durch frei bewegliche Ionen bewirkt. Die Leitfähigkeit ist also zum einen ein Indiz dafür, dass gelöste Ionen vorliegen, zum anderen kann diese auch als Maß für den Gehalt an Ionen und für die Zuordnung von verschiedenen Flüssigkeiten/Lösungen verwendet werden.

Bild rechts: SchülerInnen bei der Leitfähigkeitsmessung

Im Anschluss an das Praktikum war die Gruppe noch zum Mittagessen in die Firmenkantine im obersten Stockwerk des modernen Firmengebäudes eingeladen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei den Verantwortlichen von Endress und Hauser Conducta für dieses Bildungspartnerschaftsangebot, vor allem aber bei Frau Blank, Herrn Gruber und Herrn Ragg für die – wie gewohnt - tolle und sehr interessante Umsetzung dieses Projektes.

 

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Textmarke_rot_RBSchriftliche Abiturprüfungen beginnen
29. April 2019, Montag

Mit der schriftlichen Prüfung im Fach Deutsch beginnen morgen die Abiturprüfungen. Die Deutschlehrer/innen haben heute nachmittag zusammen mit der Schulleitung den Prüfungsraum vorbereitet. Üblicherweise finden die Abiturprüfungen alle in der Gerlinger Stadthalle statt.

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Bild oben: der Rechtschreibe-Duden und die Pflichtlektüren liegen für das Deutsch-Abitur bereit.

Dieses Jahr ist Prüfungsbeginn für alle Prüfungen um 9 h, weil zuvor in den Fächern Deutsch, Mathematik, Französisch und Englisch die Prüfungsaufgaben am Morgen einer jeden Prüfung zunächst entschlüsselt und anschließend ausgedruckt und geheftet werden müssen.

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Bild oben: In der Stadthalle Gerlingen werden die Arbeitsplätze der Prüflinge auf das Deutsch-Abitur vorbereitet.

Die Kultusministerien der Länder versprechen sich davon eine erhöhte Sicherheit bezüglich der Geheimhaltung der Aufgaben; für die Schule bedeutet es Mehrarbeit. Das sehr aufwändige Verfahren der Datenübermittlung, -kontrolle und -entschlüsselung wurde zu Monatsbeginn schon mal in einem “Trockenlauf” geübt.

 

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Textmarke_rot_RBPädagogischer Tag am ersten Schultag nach den Osterferien
29. April 2019, Montag

Während die Schüler/innen des Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasiums dieses Jahr nach den Osterferein noch einen Tag länger zuhause bleiben durften, traf sich das Lehrerkollegium mit zwei Referenten am Montagmorgen zu einem Pädagogischen Tag. Frau Cordula Schweers und Herr Peter Fischer leiteten und moderierten die einzelnen Phasen der Arbeit in kleineren Gruppen und im Plenum.

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz (rechts im Bild) begrüßt die Referenten/Moderatoren des Pädagogischen Tages: Frau Cordula Schweers und Herrn Peter Fischer-

Thema des diesjährigen Pädagogischen Tages war die Frage nach einer Verbesserung der Organisationsstrukturen, der  Abläufe und der Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb des Kollegiums, bzw. zwischen Kollegium und Schulleitung. Der Tag stand unter dem Motto “Teambildung und Teamentwicklung”.

Nach einführenden Informationen zu den wissenschaftlichen Grundlagen von Teamarbeit setzte sich das Lehrerkollegium zunächst in Kleingruppen mit dem Ist-Zustand der kollegialen Zusammenarbeit auseinander; anschließend wurden dann auch aktuelle und zukünftige Anforderungen an die Arbeit der Lehrer/innen durch Schüler/innen und Eltern betrachtet und überlegt, wie man diesen durch die formellen Kooperationsstrukturen (in den Fachschaften, in der Gesamtlehrerkonferenz, in den Klassenkonferenzen, in Arbeitsgruppen etc.) besser begegnen kann.

Am Nachmittag wurden die am Vormittag gesammelten Anregungen, Wünsche, Entwicklungsalternativen und Kritikpunkte dann thematisch geordnet und wiederum in Neigungsgruppen bearbeitet. Mit der Vorstellung der Ergebnisse dieser verschiedenen Arbeitsgruppen sind der Schulleitung und dem Kollegium nun genügend Material und Handlungsmöglichkeiten an die Hand gegeben, die Teamentwicklung im Kollegium voranzubringen.

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Bild oben: am späten Nachmittag bedankten sich Schulleiter Eberhard Blanz (Bildmitte) und seine Stellvertreterin Silke Scholz mit einem kleinen Präsent von den Moderatoren.

Das Lehrerkollegium und die Schulleitung hoffen, dass nach Umsetzung der heute angedachten Veränderungen die positiven Auswirkungen sich vor allem für jene bemerkbar machen, wegen denen wir hier arbeiten: für unsere Schülerinnen und Schüler!

 

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Textmarke_rot_RB Umgestaltung der Schulhausumgebung  macht Fortschritte
April 2019

Auch während der Osterferien, während der das Schulhaus verwaist ist, gehen die Bauarbeiten am Außenbereich des Schulhauses entlang der Richthofenstraße mit Vehemenz weiter. Der kleine See vor dem Naturwissenschaftstrakt ist wieder angelegt (und zwar allen Normen eines solchen Gewässers entsprechend) und die ersten Lebewesen haben sich schon wieder eingefunden.

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Bild oben: unser kleiner Teich vor den Naturwissenschaftsräumen ist wieder da: mit Sitzgelegenheiten und mit Hangbepflanzung.

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Bild oben: Blick auf den kleinen Teich und den Naturwissenschaftstrakt unseres Schulgebäudes.

Auch der Hang zur Straße hin ist nun fertig gestaltet: Rasen wurde eingesät und Sträucher wurden angepflanzt. Entlang der Straße wurden die Versorgungsleitungen erneuert; jetzt entsteht vor dem Abluftkamin der Heizungsanlage eine weitere Fahrrad-Abstellfläche. Auch der Fußweg wird neu gestaltet.

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Bild oben:  vor dem Abluftkamin entsteht ein weiterer Fahrradabstellplatz.

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Bild oben:  der Gehweg entlang der Richthofenstraße wird von Bäumen und Sträuchern gesäumt.

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Bild oben:  auch der Gehweg entsteht neu.

Momentan sieht es beim Blick aus den Fenstern im Obergeschoss des Gebäudes sehr nach Großbaustelle aus. Bis die Schüler/innen in einer Woche wieder in das Gebäude zurückkehren wird aber vermutlich der Großteil der Arbeit erledigt sein.

 

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Textmarke_rot_RB Von Gravitationswellen, Fusionsreaktoren und biopharmazeutisch produzierten Medikamenten
3. und 4. April  2019, Mittwoch und Donnerstag

NwT-Gruppe der Klassen 10 des Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasiums auf wissenschaftlicher Erkundungstour.

Text und Bilder von Albert Pfänder / Text zu Boehringer Ingelheim: Anja Beuchle

Textmarke_rot_RBVorwort

Bereits zum siebten Mal brachen am Donnerstagmorgen 22 Schüler/innen zu ihrer so genannten „NwT-Erkundungsfahrt“ auf.  In zwei aufeinanderfolgenden Tagen werden dabei regelmäßig Forschungseinrichtungen, Industriebetriebe, Labore oder Rechenzentren besucht. Die Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen haben die beiden Autoren dieses Berichtes: Anja Beuchle, Fachvorsitzende des Faches Chemie und Albert Pfänder, der für die naturwissenschaftlichen Fächer zuständige Abteilungsleiter der Schule.

Teilnehmen können an der Veranstaltung die Schüler/innen der Jahrgangsstufe 10, die sich bei der Profilwahl nicht für die dritte Fremdsprache (an unserer Schule Spanisch), sondern für das Fach NwT (Naturwissenschaft und Technik) entschieden haben. Diese Schüler/innen haben in den Klassenstufen 8  bis 10 dieses vierstündige Kernfach besucht und dabei (nach dem alten Bildungsplan) sich mit Themen wie der Analyse und Synthese von (chemischen) Alltagsprodukten befasst, mit den Techniken der Regenerativen Energiegewinnung, mit der Mikrocontrollerprogrammierung, verschiedenen astronomischen Themen (wie einem Überblick über die Sternentwicklung und den Aufbau unseres Sonnensystems) oder der Herstellung eines Produktes nach einem biotechnologischen Verfahren sowie der Medizintechnik oder dem Brückenbau.

In Klassenstufe 10 sind dann all die behandelten Basiskenntnisse vorhanden, um gewinnbringend an einer solchen wissenschaftlichen Exkursion teilnehmen zu können.

Die beiden Veranstalter dieser Lehrfahrt legen Wert darauf, jedes Jahr ein etwas abgeändertes Programm anzubieten. Für die Fahrt bewerben sich in der Regel immer etwas mehr Schüler/innen, als für die Besichtigung empfindlicher Labore zulässig sind (die Gastgeber beschränken die Gruppengröße meist auf ca. 20 Personen).

In den vergangenen sieben Jahren haben wir dabei bereits die nachfolgend genannten Einrichtungen besucht: Solarzellenfertigung bei der Fa. Würth in Schwäbisch Hall, Netzleitstelle  von Transnet BW in Wendlingen, Zentrum für Solar- und Wasserstoffforschung in Stuttgart-Vaihingen, TEVA / ratiopharm in Ulm-Donautal, Helmholtz-Zentrum für Batterieforschung in Ulm, KuKA (Roboterhersteller) in Augsburg, Deutsches Museum München (Planetarium), Solartestfeld des ZSW in Widderstall bei Ulm und das Höchstleistungsrechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching bei München.

Ein „Klassiker“ bei den Besuchszielen ist stets das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching bei München (IPP). Diese Einrichtung haben wir bei jeder Fahrt besichtigt.

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Bild oben: Plasma-Kugel im Besucherzentrum des Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik in Garching.

Bei der aktuellen Tour, die am Mittwoch, 3. April und Donnerstag, 4. April stattgefunden hat, standen drei Besichtigungen auf dem Programm. Zunächst aber haben wir noch während der ersten  Doppelstunde in der Schule die Kursstufe unterrichtet, bevor wir mit einem 30-Sitzer-Bus mit einem sehr freundlichen, ruhigen und besonnenen Fahrer nach Biberach an der Riß aufgebrochen sind. Dort kamen wir gegen 11 h an und haben uns bei der Fa. Boehringer Ingelheim das Werk zeigen lassen und uns über die Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen Produkten im Bereich der Human- und Tiermedizin informiert sowie über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Biberacher Niederlassung der Firma.

Nachfolgender Textabschnitt: Anja Beuchle

Textmarke_rot_RBBesuch beim Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim in Biberach a.d.R.

Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ist eine der Firmen, die sich noch ausschließlich in Familienbesitz befindet. Das Unternehmen wurde 1885 von A. Boehringer in Ingelheim gegründet und befasst sich mit dem Entwickeln und Herstellen von Arzneimitteln für Tiere und Menschen. Die rezeptfrei zu erhaltenden Medikamente (Generika) Thomapyrin und Buscopan sind wahrscheinlich vielen Menschen ein Begriff. Diesen Zweig hat Boehringer Ingelheim allerdings inzwischen gegen den Sektor „Tierpharmazeutika“ eingetauscht. Bei der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten für Menschen und Tiere  konzentriert sich Böhringer auf die vier Bereiche Immunologie und Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die  Krebsforschung und die Erkrankungen des zentralen Nervensystems.

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Bild oben: der Biberacher Standort von Boehringer Ingelheim; das kühn konstruierte Gebäude hinter dem Pförtnerhaus ist die Werkskantine.

Weltweit arbeiten fast 50 000 Mitarbeiter für Boehringer, in Biberach sind es immerhin mehrere Tausend. Produktionsstätten gibt es unter anderem in den USA, in Italien und Spanien. In Biberach werden vor allem Medikamente auf biotechnologischer Basis, d. h. unter Einsatz von Lebend-Organismen, entwickelt.  Schon 1895 stellte man beispielsweise mit Hilfe von Bakterien größere Mengen an Milchsäure her.

Ein Rundgang führte uns über das Firmengelände und ins Besucherzentrum, wo die Schülergruppe unterschiedliche Ausstellungsgegenstände zum Thema Arzneimittelproduktion und auch Informationen über die Geschichte der Firma erwarteten. Ein Besuch der Produktion war gerade wegen des Einsatzes von Lebend-Organismen leider nicht möglich.

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Bild oben: die Schüler/innen der Klassenstufe 10  mit Frau Beuhle vor einem Gebäude des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim in berach a.d.R.

Durch Butterbrezeln und Getränke gestärkt besuchte die Gruppe anschließend die Ausbildungslabore des Unternehmens. Um viele Informationen zu Ausbildungs-, Praktikums- und duale Studienmöglichkeiten reicher, verließen wir am Mittag das Unternehmen. 

 

Textmarke_rot_RBStadterkundung in München

Am frühen Nachmittag ging die Fahrt dann weiter über Memmingen nach München. Unsere Herberge für die eine Nacht war das „Haus International“ in der Elisabethstraße im Nordosten von München.

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Bild oben: unsere Bleibe in München: das Haus International in der Elisabethstraße.

Nach dem Einchecken und der Verteilung auf die Zimmer fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt. Am Isartor konnten wir aussteigen; ein gemeinsamer kurzer Fußmarsch führte zum Marienplatz; von hier aus durften die Schüler/innen in Gruppen die Stadt alleine erkunden. Einen Straßen- und einen Nahverkehrsplan und genaue Instruktionen zur selbständigen Rückkehr mit dem Öffentlichen Nahverkehr hatten die Schüler/innen von ihren Begleitlehrkräften schon im Hostel erhalten.

Pünktlich um 21:30 h kehrten auch alle wieder dorthin zurück. Das Hostel wird erfreulich straff geführt; insofern kehrte auch bald ausreichende Nachtruhe ein, um zu einem erholsamen Schlaf zu finden.

Nach dem gemeinsamen Frühstück fuhr die Gruppe am Donnerstagmorgen dann zum Universitäts- und Forschungscampus nach Garching im Norden der bayerischen Landeshauptstadt.

 

Textmarke_rot_RBBesuch des Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik in München-Garching.

Erstes Ziel des Tages war das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP). Hier wird seit den 60er-Jahren an der Kernfusion geforscht. Dabei möchten die Physiker das “Feuer der Sonne” auf die Erde holen: in einer Brennkammer, in der die Fusions-Brennstoffe Tritium und Deuterium bei 100 Millionen Grad Kelvin durch entsprechend geformte Magnetfelder eingeschlossen sind, sollen diese zu Helium verschmelzen (fusionieren) und dabei erhebliche Mengen an Energie freisetzen.

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Bild oben: die Gerlinger Schüler/innen vor einem Bild der Fusionstestanlage Tokamak ASDEX upgrade im Besucherzentrum des IPP in Garching.

Über die Grundlagen der Kernfusion und deren mögliche technische Realisierung erhielten die Gerlinger Besucher/innen zunächst einen Vortrag von einem jungen Physiker, der am IPP gerade an seiner Promotion arbeitet:

Um das Fusionsplasma (bei den hohen Temperaturen liegen die Kerne der Atome und die Elektronen separat vor; diesen Zustand nennt man Plasma) am „Brennen“ zu halten, muss der Brennstoff über genügend lange Zeit bei genügend hoher Teilchendichte auf den geforderten hohen Temperaturen gehalten werden. Das stellt hohe Anforderungen an die Materialien der Brennkammer, an die räumliche (und zeitliche) Struktur und Stärke der Magnetfelder, an die verschiedenen Heizungsmethoden (ohmsche Heizung, Neutralteilcheninjektion, Mikrowellenheizung) für das Plasma und an die Steuerung aller Prozesse.

An unserem Besuchstag wurde am dort aufgebauten Großexperiment ASDEX upgrade gerade experimentell gearbeitet. Wenn die Anlage in Betrieb ist (jährlich werden etwa 1000 Experimente durchgeführt), kann die Experimentierhalle wegen der dort auftretenden Strahlung nicht betreten werden. Daher erhielten wir im Besucherzentrum eine Einführung in den Aufbau der Anlage und deren Arbeitsweise. Hier gibt es ein wandgroßes Foto von ASDEX und Exponate früherer Anlagen sowie Modelle der beiden aktuellen Fusionsreaktortypen (Tokamak und Stellarator).

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Bild oben: Kontrollraum des ASDEX-Experimentes.

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Bild oben: die Besuchergruppe im Kontrollraum des ASDEX-Experimentes.

Die Garchinger Kernfusions-Forschungsanlage arbeitet nach dem Prinzip eines Tokamak-Reaktors (an der Außenstelle in Greifswald wird an einem Stellarator geforscht). Bei dieser speziellen Form eines Fusionsreaktors werden zwei Magnetfelder erzeugt, die sich zum gewünschten Gesamtmagnetfeld überlagern; das eine Feld entsteht mit Hilfe großer Spulen, durch die beträchtliche Ströme fließen; das zweite entsteht dadurch, dass man im (elektrisch gut leitenden) Plasma selbst einen Strom induziert. Hier wirken äußere (Primär-)Spulen und die eine „Windung“ des Plasmas selbst (Sekundärspule) zusammen wie ein Transformator. Bekanntlich wird in der Sekundärspule nur dann ein Strom induziert, wenn sich das durch die Primärspule erzeugte Magnetfeld ändert. Das wird durch einen kontinuierlich ansteigenden Strom gewährleistet.

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Bild oben: auf einem großen Monitor über dem Leitstand im Kontrollraum werden aufgezeichnete Daten dargestellt.

Da die Stromstärke aber nicht auf beliebige Werte anwachsen kann, ist ein Tokamak grundsätzlich immer nur gepulst betreibbar, d. h. wenn die Maximalstromstärke erreicht ist, endet das Experiment.

Ein solcher Vorgang dauert in Garching ca. 10 Sekunden. Der für die Spulen benötigte Strom stammt von einem Schwungradgenerator. Nach einem solchen Vorgang („Schuss“ genannt), muss der Rotationskörper des Schwungradgenerators erst wieder auf die Ausgangsdrehzahl (ca. 1600 mal pro Minute) gebracht werden. Würden die Garchinger Physiker den Strom für einen „Schuss“ dem normalen Stromnetz entnehmen, würden wohl im halben Stadtgebiet Münchens die Lichter ausgehen; es werden nämlich kurzfristig ca. 450 MW Leistung benötigt.

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Bild oben: die Energiezentrale für das ASDEX-Experiment (Schwungradgenaretor).

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Bild oben: die Schüler/innen mit Doktorand Oliver vor der Energiezentrale auf dem Gelände des IPP.

Der Garchinger Schwungradgenerator besteht hauptsächlich aus einem Metallzylinder mit 220 Tonnen Masse  und ca. 3 Meter Durchmesser. Dieser wird von einem starken Elektromotor (im Megawatt-Bereich) auf die Nenndrehzahl gebracht. Der äußere Umfang des Zylinders  bewegt sich dann mit annähernder Schallgeschwindigkeit.  Der rotierende Zylinder treibt dann einen Generator, der die für die Experimente nötige elektrische Leistung abgibt. Dabei wird das Schwungrad auf ca. 1200 Umdrehungen pro Minute abgebremst. Der Schwungradgenerator ist eine Sonderanfertigung, die es so nur einmal gibt. Und da er die Grundlage für die Energieversorgung des ASDEX darstellt, wird er sorgsam gehegt und gepflegt und in regelmäßigen Abständen vollständig auseinandergenommen und gewartet.

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Bild oben: während der Führung in der Besucherzentrale des Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik.

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Bild oben: Modell eines Fusionsreaktors nach dem Stellarator-Prinzip (Wendelstein 7).

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Bild oben: Modell eines Fusionsreaktors nach dem Tokamak-Prinzip.

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Bild oben: im Besucherzentrum sind auch Originalsegnmente der alten Stellaratoranlage Wendelstein 7 ausgestellt.

Nach dem Besuch am IPP hatten die Gerlinger Schüler/innen alle Hunger bekommen. Den konnte die Mensa am nahe gelegenen Institut für Mathematik und Informatik der Technischen Universität München stillen.

 

Textmarke_rot_RBBesuch des Max-Planck-Institutes für Astrophysik / Institut für extraterrestrische Physik

Nach der Mittagspause, die durch sportliche Betätigung an den Parabelrutschen im Atrium des Institutsgebäudes aufgelockert wurde, machten sich die Schüler/innen auf einen kurzen Fußmarsch zum benachbarten Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA).

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Bild oben: im Institut für Mathematik und Informatik der Technischen Universität München (TUM) auf dem Campous in Garching,

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Bild oben: die Parabel-Rutschen im Informatik-Institut.

Hier erhielten sie von einem Doktoranden im „aufblasbaren“ Planetarium einen Vortrag über die Sternentwicklung sowie über die Entwicklung des Universums insgesamt ab dem Urknall. Das Mini-Planetarium ist in einem Zelt mit halbkugelförmigem Dach untergebracht. Durch Einblasen von Luft wird das Gebilde stabilisiert; die Schüler/innen sitzen gemütlich auf dem Boden auf Kissen entlang der Außenwand des kreisförmigen Zeltes und können so bequem die Projektion an die Kugelkalotte des Zeltdaches beobachten (Spaßfaktor: hoch!).

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Bild oben: das Gebäude des Max-Planck-Institutes für Astrophysik / Institut für Extraterrestrische Physik (MPA) in Garching.

Auf ihrer Website schreibt das MPA dazu (Zitat):

In unserem Planetariumszelt nehmen wir Sie mit auf eine Reise vom Himmel über München bis zurück an den Anfang des Universums. Besuchen Sie virtuell unsere Nachbarplaneten und beobachten Sie unsere Sonne, als stünden Sie direkt davor. Erfahren Sie spannende Details aus dem Leben eines Sterns, von seiner Geburt bis zu seinem Tod in einer hellen und explosiven Supernova. Reisen Sie mit uns noch viel weiter – hinaus aus unserer Milchstraße zu fernen Galaxien und zu den Ursprüngen des Universums.

Die Vorstellung wurde von unseren Wissenschaftlern selbst erstellt, um die Forschung am Institut auf eine einzigartige Weise darzustellen und wird laufend aktualisiert. Unsere Wissenschaftler präsentieren die Show live, so dass Sie direkt während der Vorstellung und interaktiv Fragen stellen können. Außerdem kann Länge und Niveau an die Altergruppe und das Vorwissen der Besuchergruppe angepasst werden (besonders Schulklassen). 

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Bild oben: im Gebäude des Max-Planck-Institutes für Astrophysik.

Unser „Reiseführer“ durch das Leben des Universums berichtete auch von seiner eigenen Arbeit. Dabei geht es um Strukturbildungsprozesse im All. Wie man aus Messungen der so genannten Mikrowellen-Hintergrundstrahlung des Weltalls  schließen kann, ist die Verteilung dieser Strahlung nicht homogen, sondern weist Fluktuationen auf. Daraus kann man Rückschlüsse auf die Vorgänge kurz nach dem Urknall ziehen. Mit Hilfe von Computersimulationen an Höchstleistungsrechnern haben die Garchinger Forscher netzartige Strukturen in der Galaxienanordnung errechnet, wie man sie tatsächlich im Universum beobachten kann.

Auf der Website des Institutes kann man dazu lesen (Zitat):

Die Wissenschaftler am MPA sind in allen Aspekten solcher Simulationen aktiv, sie entwickeln numerische Algorithmen, wenden diese auf den größten verfügbaren Hochleistungsrechnern an und benutzen die Ergebnisse, um Beobachtungsdaten von Galaxien, Galaxienhaufen und großräumigen Strukturen auszuwerten. Sie versuchen zu verstehen, wie sich die Eigenschaften der dunklen Materie und dunklen Energie in der nicht-linearen Struktur von Galaxien und deren dunkler Materie widerspiegelt. Außerdem entwickeln sie Modelle astrophysikalischer Prozesse für Strahlung, Chemie und Dynamik, die die Galaxien formen und deren Wechselwirkungen mit dem intergalaktischem Material, das sie umgibt, steuern.

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Bild oben: vom obersten Stockwerk des Gebäudes hat man einen schönen Ausblick auf den zentralen Innenhof und (im Bildhintergrund) das Gebäude für den Höchstleistungsrechner Super-MUC des Leibniz-Rechenzentrums der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Nach dieser kurzweiligen und technisch gut gemachten Planetariums-Show durften die Gerlinger Schüler/innen noch einen Vortrag von Dr. Ewald Müller, einem (mittlerweile pensionierten) Mitarbeiter des Institutes zu den Gravitationswellen hören.

Die Präsentation war ein brilliant gemachter Überblick über die Theorie, den Nachweis und die Anwendungen der Messung von Gravitationswellen. Obwohl das Niveau des Vortrages populärwissenschaftliche Grenzen deutlich in Richtung Fachvortrag überschritt, konnten die Schüler/innen die Inhalte aufgrund des didaktischen Geschickes des Vortragenden und der Begeisterung für die Thematik, die man aus seiner Rede hervorsprühen sah, gut nachvollziehen. Mehr als eine Stunde lang folgten die Zehntklässler/innen mucksmäuschenstill und konzentriert den Ausführungen.

Ausgangspunkt der Präsentation war die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein 1915/1916, in welcher dieser die Existenz von Gravitationswellen theoretisch vorhergesagt hatte. Einstein ging davon aus, dass es eine „instantane Fernwirkung“ der Gravitatationskräfte, wie sie in Newton’s Theorie enthalten ist, nicht geben kann. Einstein ersetzte die Kraftwirkung der Gravitation durch die Deformation der vierdimensionalen Raum-Zeit, wie sie sich mit Hilfe der Riemannschen Geometrie beschreiben lässt.

So, wie die Schwingung eines elektrischen Dipols zur Entstehung elektromagnetischer Wellen führt (das geschieht in jeder Sendeantenne, etwa im Smartphone), entstehen Gravitationswellen durch Schwingungen der Raumzeit. Damit die Wellen aber messbare Amplituden erhalten, müssen gewaltige Massen gewaltige Beschleunigungen erfahren, um Gravitationswellen zu produzieren. Auch genügt es nicht, wenn die Schwingungen linear sind wie beim elektromagnetischen Dipol: hier muss eine Quadrupol-Geometrie vorliegen. Das ist z. B. der Fall, wenn zwei Neutronensterne um den gemeinsamen Schwerpunkt kreisen. Wenn diese sich durch ihre Anziehung (die Deformation der Raumzeit) immer näher kommen, wächst die Frequenz der Kreisbewegung und wenn sie schließlich aufeinander stürzen, entsteht ein Gravitationswellenmuster mit einer charakteristischen Form (Zunahme der Frequenz und der Amplitude).

Ein solches Signal konnte 2014 mit entsprechenden Messapparaturen erstmals gemessen werden; 2016 wurden die Messergebnisse (nach zweijähriger Prüfung!) schließlich veröffentlicht und bildeten eine wissenschaftliche Sensation, was nicht nur in der Fachwelt, sondern auch den populären Medien große (Aufmerksamkeits-)Wellen schlug…

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Bild oben: die Schülergruppe lauscht gebannt dem brillianten Votrag von Dr. Ewald Müller zur Theorie, der Messung und der Anwendung von Gravitationswellen.

Die Nachweisgeräte für Gravitationswellen sind große Interferometer nach dem Prinzip des Michelson-Interferometers. Dabei erzeugt ein starker (!!) LASER Licht, welches an einem halbdurchlässigen Spiegel in zwei Teilstrahlen aufgespalten wird. Diese beiden Teilstrahlen bewegen sind in jeweils bis zu 3 km langen evakuierten Röhren orthogonal zueinander auf Spiegel zu. Dort werden sie zurückgeworfen; wenn sie wieder nahe des Ausgangspunktes zusammentreffen, kommt es zur Überlagerung (Interferenz). Trifft dabei ein „Wellenberg“ der einen Welle auf einen eben solchen der anderen, erhält man eine Verstärkung der Welle (konstruktive Interferenz), im Fall, dass sich Wellenberg der einen mit Wellental der anderen welle überlagern zu einer Auslöschung (destruktive Interferenz). Man kann nun die beiden Teilwege der Teilstrahlen so justieren, dass gerade Letzteres der Fall ist; wäre der eine Weg nur eine halbe Wellenlänge (bei dem benutzten Licht etwa 300 Milliardstel Meter) länger, so kommt es nicht mehr zur Auslöschung, sondern zur Verstärkung: Man kann also die Weglängen der Lichtsignale in den beiden Interferometer-Armen sehr genau vermessen.

Erzeugt nun die Verschmelzung zweier Neutronensterne (oder auch eine Supernova-Explosion) ein Gravitationswellensignal, so schwingt die Raumzeit und damit verlängern und verkürzen sich auch die Interferometerarme ein bisschen. Allerdings nicht sehr: auf die Entfernung Erde-Sonne bezogen macht die Längenänderung gerade mal den Durchmesser des kleinsten Atomes (eines Wasserstoffatomes) aus. Die Empfindlichkeit eines Gravitationswellen-Interferometers liegt also im Bereich 10-21.

Die in den USA, in Italien, Japan und Russland aufgebauten Interferometer können aber solche Längenänderungen aus dem Rauschen durch Umgebungseinflüsse herausfiltern. Wenn zwei Interferometer zur selben Zeit dasselbe Gravitationswellensignal erhalten (Koinzidenzmessung), kann man davon ausgehen, dass es keine Störung war, sondern tatsächlich ein aus dem Universum stammendes Signal.

Die Interferometer in den USA (LIGO in Hanford und Livingston) sind so empfindlich, dass die Massenverschiebungen durch die an die Atlantikküste brandenden Wellen oder den in der Wüste vom Winde verwehten Busch ein Signal erzeugen.

Mit dem Nachweis / der Messung von Gravitationswellen kann man Ereignisse nachweisen, die mit keiner anderen astronomischen Beobachtungsmethode zugänglich sind. Die Gravitationswellendetektoren erschließen also eine ganz neue Astronomie.

Die Teilnehmer/innen der NwT-Erkundungsfahrt hatten Herrn Müllers Vortrag so gut zugehört, dass es im Anschluss daran sogar einige sehr tiefgehende Fragen aus dem Publikum gab und im Anschluss an unseren Besuch bei der Fahrt im Bus nach Gerlingen noch über das Gehörte diskutiert wurde.

Die Heimfahrt am späten Donnerstagnachmittag gestaltete sich staulos und damit schmerzlos und so kehrten die NwT-Schüler/innen gegen 19 h wohlbehalten und um einige Eindrücke und Kenntnisse reicher nach Gerlingen zurück.

 

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Textmarke_rot_RB Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress+Hauser Condukta
2. April  2019, Dienstag

Das Robert-Bosch-Gymnasium unterhält seit 2006 eine so genannte Bildungspartnerschaft mit der Robert Bosch GmbH. Im Rahmen dieser Kooperation besuchen stets im Frühjahr Studenten/innen, die bei Bosch ein Duales Studium absolvieren, die Schule. Sie berichten vom Unternehmen Bosch und informieren die Schüler/innen über das Duale Studium. An zwei Nachmittagen sind die Schüler/innen, die in der Kursstufe K1 die Physikkurse besuchen, dann in Stuttgart Feuerbach im Bosch-Ausbildungszentrum. Dort führen sie unter Anleitung der Studenten ein technisches Projekt durch: in der Regel bauen wir eine elektronische Schaltung auf, die mikrocontrollergesteuert ist; am zweiten Tag wird der Controller dann programmiert.

Analog zu dieser eher im Bereich Physik/Technik angesiedelten Bildungspartnerschaft pflegen wir seit 2012 eine Kooperation mit dem Gerlinger Unternehmen Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG, welches Teil der weltweit agierenden Unternehmensgruppe Endress+Hauser mit Sitz im schweizerischen Reinach ist. Die Firma ist spezialisiert auf Messtechnik im Bereich vor allem der Flüssigkeitsanlayse und Anbieter für Branchen wie die Pharma-und allgemein die chemische Industrie, die Lebensmittelhersteller und Getränkeproduzenten und auch die petrochemische Industrie. Eine große Rolle spielt ihre Messtechnik auch im Bereich der Umwelttechnik und -analytik.

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz (links im Bild) begrüßt im NwT-Raum 1 unsere Partner von Endress und Hauser Condukta: Herrn Thomas Ragg und Frau Verena Blank.

Es handelt sich um ein Familienunternehmen, das mittlerweile in über 120 Ländern tätig ist und ca. 13000 Mitarbeiter beschäftigt. Am Standort Gerlingen befindet sich auch eine Produktionsstätte für Flüssigkeitsmesstechnik, Messumformer und Probeentnahmeautomaten.

Auf seiner Website schreibt das Unternehmen über sich (Zitat):

Endress+Hauser ist ein weltweit führender Anbieter von Messgeräten, Dienstleistungen und Lösungen für die industrielle Verfahrenstechnik. Wir bieten Prozesslösungen für Durchfluss-, Füllstand-, Druck- und Temperaturmessung, für analytische Messungen sowie Messwertregistrierung und digitale Kommunikation und optimieren so Prozesse hinsichtlich wirtschaftlicher Effizienz, Sicherheit und Auswirkungen auf die Umwelt. Unsere Kunden arbeiten in den unterschiedlichsten Branchen, wie Chemie, Energie und Kraftwerke, Grundstoffe und Metall, Lebensmittel, Life Sciences, Öl und Gas sowie Wasser/Abwasser.

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Das Unternehmen stellt für nahezu alle erdenklichen Messgrößen im Bereich der Flüssigkeitsanalyse Sensoren und Messgeräte sowie Probennehmer her. Gemessen werden können zum Beispiel die Temperatur, die Durchflussmenge, der pH-Wert, die Trübung, die Dichte, die Leitfähigkeit, der Gehalt an verschiedenen Inhaltsstoffen (zum Beispiel Chlor, Sauerstoff, Ammonium-, Nitrat- und Phosphat-Ionen, Hydrazin, Eisen, Kupfer, Mangan,...) etc.

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Bild oben: auf einer Seite der mitgebrachten Präsentation konnten sich die Schüler/innen über die Vielfalt der Parameter informieren, die mit der Messtechnik von Endress+Hauser erfasst werden kann.

Das Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress+Hauser Condukta verläuft nach einem zwischen den Partnern ausgearbeiten Schema: am ersten Tag besuchen Verena Blank (Human Resources) und Thomas Ragg (Component Engineering, Realization G. Logistics) das Robert-Bosch-Gymnasium. Schulischerseits beteiligt sind die Schüler/innen der Klassenstufe 10, die im naturwissenschaftlichen Profil das Fach NwT gewählt haben.

Dieses Jahr war auch noch eine Praktikantin bei Condukta mit von der Partie. Die drei Mitarbeiter von Endress+Hauser stellten bei der heutigen Auftaktveranstaltung die Geschichte, die Struktur sowie das Produktspektrum und die Entwicklungs-, Produktions- und Verkaufsstandorte des Unternehemens vor. Auch über die Branchen, in denen die Produkte von Endress+Hauser eingesetzt werden, erfuhren die Schüler/innen Näheres sowie über die Anstrenungen, die das Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung (in Zusammenarbeit mit vielen externen Partnern, z. B. Hochschulen und Unternehmen aus der Chemie- und Pharmaindustrie unternimmt.

Ingenieur Thomas Ragg erläuterte anhand mitgebrachter Produktbestandteile (Sensoren, Arrmaturen etc.) anschaulich die Funktionsweise verschiedener Messverfahren. Unterstützt von Produktvideos erklärte er z. B. die Durchflussmengenmessung mit einem Messgerät, das den Corioliseffekt ausnutzt sowie die pH-Messung mit der Glaselektrode und - eine Weiterentwicklung auch von Endress+Hauser Condukta - mit Hilfe ionen-sensitiver Feldeffekttransistoren.

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Bild oben: Entwicklungsingenieur Thomas Ragg erläutert Messverfahren mit ausgewählten Sensoren.

Auch über Ausbildungsmöglichkeiten bei Conducta wurden die Schüler/innen informiert.

Am zweiten Tag der Bildungspartnerschaftsaktivitäten (30. April 2019) besuchen die Schüler/innen dann die Gerlinger Niederlassung von Endress+Hauser, besichtigen dort die Produktion und führen selbst Experimente im Kundenlabor an den in Gerlingen produzierten Messgeräten und Messwertumformern durch. Am letzten, dritten Tag (7. Mai 2019) fahren sie dann zur kommunalen Kläranlage in Leonberg, in der auch Messgeräte von Endress+Hauser Conducta im Einsatz sind.

 

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Textmarke_rot_RB Das Känguru ist wieder los
21. März 2019, Donnerstag

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Am 21. März war es wieder so weit – und zwar schon zum dreizehnten Mal. Das "Känguru" hüpfte durch die Flure des Robert-Bosch-Gymnasiums. Gesehen wurde es 75 Minuten lang von 137 Schülern der Klassenstufen 5 bis 12, wobei sich das Känguru offensichtlich auf die Stufen 5 bis 8 konzentrierte und kaum jemandem aus der Kursstufe (ganze 4 Schüler) begegnete...

Das Seltsame: Zeitgleich sahen es 911.000 Schulkindern in ganz Deutschland und Millionen in aller Welt!?

Ein Beuteltier in Gerlingen? Nicht direkt. Die Rede ist vom internationalen Wettbewerb "Känguru der Mathematik", der - man ahnt es - ursprünglich aus Australien stammt. Ralf Müller, Fachschaftsvorsitzender der Mathematikfachschaft organisiert diesen Wettbewerb jährlich an unserer Schule.

Weltweit boomt der Wettbewerb, was sicher auch daran liegt, dass er im Multiple-Choice-Stil nicht nur Wissen abfragt, sondern auch Pfiffigkeit und gesunden Menschenverstand. Zu gewinnen gibt es neben Knobelspaß unter anderem eine Teilnahmeurkunde für jeden und ein T-Shirt für den Schulbesten. Die Allerbesten werden zu einem internationalen Mathematikwettbewerb eingeladen.

Wir sind gespannt auf die diesjährigen Ergebnisse unserer Schüler.

 

Die Website zum Känguru-Wettbewerb gibt Auskunft über die Modalitäten: (Zitat):

Der Känguru-Wettbewerb ist:

  • ein mathematischer Multiple-Choice-Wettbewerb für über 6 Millionen Teilnehmer in mehr als 50 Ländern
  • ein Wettbewerb, der einmal jährlich – am 3. Donnerstag im März – in allen Teilnehmerländern gleichzeitig stattfindet und als freiwilliger Klausurwettbewerb an den Schulen unter Aufsicht geschrieben wird
  • eine Veranstaltung, deren Ziel die Unterstützung der mathematischen Bildung an den Schulen ist, die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken und festigen und durch das Angebot an interessanten Aufgaben die selbstständige Arbeit und die Arbeit im Unterricht fördern soll
  • ein Wettbewerb, bei dem in 75 Minuten je 24 Aufgaben in den Klassenstufen 3/4 und 5/6 bzw. je 30 Aufgaben in den Klassenstufen 7/8, 9/10 und 11-13 zu lösen sind
  • ein Wettbewerb mit großen Teilnehmerzahlen: in Deutschland sind sie von 184 im Jahr 1995 auf über 850.000 im Jahre 2013 gestiegen

Zitat Ende

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Bild oben: die Homepage des Webauftritts des Känguru-Wettbewerbs.

 

Aufgaben zum heimischen Nachrechnen.

Übrigens: Falls Sie den Text oben aufmerksam gelesen haben, werden Sie leicht in der Lage sein, auszurechnen, wieviel Prozent der deutschen Teilnehmer am

Wettbewerb vom Robert-Bosch-Gymnasium stammen. Richtige Antworten werden belohnt, bitte an den Autor des Textes wenden!

 

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Textmarke_rot_RB Austausch der Versorgungsleitungen/ Umgestaltung der Außenanlagen - das Schulumfeld ist mal wieder Baustelle
März 2019

Das sind wir hier gewöhnt: irgendwo auf dem Schulgelände ist wieder Baustelle. Nach der Totalsanierung des Schulgebäudes in den Jahren 2010 bis 2013 kann uns nichts mehr erschüttern. In dieser Zeit des Schulhausumbaus haben wir das Gebäude mit den Handwerkern und den Bauarbeitern geteilt und trotzdem waren Unterricht und Prüfungen möglich. Da nehmen sich die jetzigen Baumaßnahmen an den Außenanlagen relativ bescheiden aus...

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Bild oben: Blick auf die Umbaumaßnahmen am Naturwissenschaftstrakt der Schule.

Grundsätzlich gehört der Umbau der Außenanlagen noch zum Gesamtsanierungskonzept für das Robert-Bosch-Gymnasium. So wurde 2015/2016 der Innenhof zwischen NwT-Bereich und Pestalozzischule neu gestaltet, 2018 wurden die Fluchttreppe von den Naturwissenschaften zur Richthofenstraße saniert und der Fahrradabstellbereich im Pausenhof neu eingerichtet. Ebenfalls vergangenes Jahr wurde auch der Pausenbereich auf dem Dach der Naturwissenschaften neu gestaltet und im Herbst hat die Telekom ein Glasfaserkabel zum Gebäude verlegt.

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Bild oben: der Teich vor dem NwT-Bereich wird neu angelegt; der Hang wird befestigt und am Biotop entsteht auch eine Sitzgelegenheit.

Jetzt im Frühjahr wird der restliche Bereich vor dem Naturwissenschaftstrakt umgebaut: der Teich wird neu angelegt und befestigt, vor dem Abluftkamin der Wärmekraftanlage entstehen weitere Fahrradstellplätze und im Zuge dieser Baumaßnahmen werden auch die Stromkabel, die Wasserleitung und die Gasleitung zum Gebäude ausgetauscht.

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Bild oben: Baustelle vor dem Schulgebäude: Versorgungsleitungen werden ausgetauscht.

 

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Textmarke_rot_RB Das BOGy-Praktikum in Klassenstufe 10”
März 2019

Text: David Schaebs, Schul-Öffentlichkeitsarbeit

"Wenn Sie ihn nicht wieder brauchen, behalten wir ihn gleich da!"

In der Woche vor den Faschingsferien findet für unsere zehnten Klassen die "Berufsorientierung am Gymnasium" (BOGy) statt. Die Schüler suchen sich Praktikumsplätze für einen einwöchigen Einblick in einen konkretes Beruf.

Eva Kimmel, Lehrerin für Deutsch und Gemeinschaftskunde, organisiert das BOGy-Praktikum. In diesem Jahr tauschten die Zehner das Klassenzimmer unter anderem mit einem Arbeitsplatz in der Wilhelma, bei Automobilherstellern, einem Heidelberger Universitätsinstitut, einem Gerichtssaal, einem Modehaus, einer Baustelle, einer Bank, einem Krankenhaus, einem Architekturbüro...

Es ist immer wieder beeindruckend, bei den Gesprächen mit den Einrichtungen zu hören, wie sich die einzelnen Schüler/innen dabei bewähren. Die Rückmeldungen reichen von "absolut zuverlässig" über "sehr gut durchdachte Organisation der Schule" bis hin zu "Wenn Sie ihn nicht wieder brauchen, behalten wir ihn gleich da!" Als Schule freuen wir uns natürlich darüber und sind den Betrieben dankbar, die den Zehntklässlern hilfreiche Erfahrungen ermöglichen. Aber unsere Schüler "brauchen" wir noch zwei Jahre und "geben" sie hoffentlich erst nach dem Abitur "her".

 

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Textmarke_rot_RB Das Robert-Bosch-Gymnasium und der “Digitalpakt Schule”
März 2019

Text und Bilder: Albert Pfänder, Abteilungsleiter für den Bereich Naturwissenschaften und Systemadministrator am Robert-Bosch-Gymnasium

In der “Stuttgarter Zeitung” konnte man neulich (Freitag, 15.3.2019) eine graphisch gut aufgemachte Übersicht über die Ausstattung der bundesdeutschen Schulen mit digitalen Medien bewundern. Danach gibt es an 87 % der Schulen PCs, aber nur an 2 % aller Schulen in allen Klassenzimmern. Beamer gibt es an 28 % der Schulen in speziellen Fachräumen, aber zu (etwa) 0% der Schulen in allen Klassenzimmern. Bei den Notebooks gibt es an 12 % der Schulen Geräte für den mobilen Einsatz in Klassenzimmern, an 10 % der Schulen in speziellen Fachräumen und nur an 2 % der Schulen in allen Klassenzimmern.

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Bild oben: Blick in einen unserer beiden (klimatisierten) Multimediaräume.

Bei uns am Robert-Bosch-Gymnasium sind wir bereits jetzt so weit, wie sich die Bundesregierung die Ausstattung der Schulen nach Wirksamwerden des so genannten “Digitalpaktes” (1 Mrd. € pro Jahr können an Bundesmitteln von den Bundesländern für die Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien eingesetzt werden) im besten Falle vorstellen kann:

  • IT_2019_9Alle Klassenzimmer und alle Fachräume (Kunstsäle, Musiksäle, Fachräume für die Naturwissenschaften) und ALLE Klassenzimmer sind mit Beamern ausgestattet.
  • In ALLEN Klassenzimmern gibt es seit Februar 2019 einen Medienwagen mit einem Notebook, einem Soundsystem und einer Dokumentenkamera.
  • In den beiden Kunsträumen gibt es jeweils 8 PCs. Die Schule verfügt über 2 voll ausgestattete Multimediaräume; die Schüler/innen der Unter- und Mittelstufe und die Schüler/innen der Oberstufe haben jeweils einen eigenen Schüler-PC-Raum; die Lehrer/innen haben einen mit 8 PCs bzw. Notebooks ausgestatteten Arbeitsraum.
  • Zum mobilen Einsatz in den Klassenzimmern gibt es 8 Notebooks. Für den Einsatz in den Naturwissenschaften gibt es zwei Klassensätze an Notebooks (jeweils 16 Geräte), z. T. in einem Notebookwagen mobil untergebracht.
  • Alle Fachräume sind mit PCs bzw. Notebooks ausgestattet.
  • Insgesamt stehen an der Schule ca. 170 PCs und Notebooks für die 600 Schüler/innen und ca. 65 Lehrer/innen zur Verfügung.
  • Das gesamte Schulhaus ist kabelvernetzt (1 GB LAN, der Backbone mit 10 GB), zusätzlich ist das gesamte Schulgebäude mit WLAN ausgestattet: 12 Accesspoints sorgen für gute “Ausleuchtung” mit den Signalen.

Bild oben rechts: Netzwerkschrank im Serverraum des Robert-Bosch-Gymnasiums. Der Raum ist klimatisiert und alarmgesichert. Eine große unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) befindet sich in einem etwas entfernten, separaten Raum. Die Unterverteilungen im Haus werden über Glasfaserkabel (Geschwindigkeit: bis 10 GB/s) angefahren; die Kupferverkabelung der Räume ist in 1 GB/s-Technik ausgeführt.

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Bild oben: Patchfeld im Serverraum.

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Bild oben: im Sommer 2015 wurden 75 PCs im Hause durch Neugeräte ersetzt. Im Multimediraum 2 wurden sie mit den Festplattenimages versehen, ins Netz aufgenommen und beschriftet.

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Bild oben: in jedem der zwei Multimediaräume stehen 17 PCs.

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Bild oben: der Unter- und Mittelstufen-Schüler-PC-Raum.

IT_2019_1Das Arbeiten mit digitalen Medien gehört für Lehrer/innen und Schüler/innen also zum Schulalltag ganz selbstverständlich dazu. Mobile Endgeräte in der Hand jedes Schülers / jeder Schülerin gibt es allerdings (noch) nicht. Da wird auch in den nächsten Monaten bzw. Jahren noch zwischen Lehrerschaft, Elternschaft und Schülern/innen eine ausführliche Diskussion über deren Sinn und Zweck, über Kosten, technische Machbarkeit, Administration, Datenschutz etc. stattfinden.

Jedenfalls kann an unserer Schule der Unterricht in Medienkunde in Klassenstufe 5, der Informatikunterricht in Klassenstufe 7 und der Informatikunterricht in den Wahlkursen der Oberstufe problemlos in den Multimediaräumen stattfinden. Auch die Robotik-AG hat jederzeit (auch mobil) Rechner (Notebooks) zur Verfügung.

Bild rechts: im Naturwissenschaftsbereich stehen zwei Klassensätze (je 16 Notebooks) zum mobilen Einsatz zur Verfügung.

In den Klassenzimmern können Filme von DVD oder aus dem Internet über die dort platzierten Medienwagen und die Beamer gezeigt werden, die Lehrer/innen können Präsentationen zeigen oder Simulationen (etwa im Physikunterricht), mit GeoGebra arbeiten (im Mathematikunterricht) oder die digitalen Unterrichtsassistenen nutzen (im Englisch-Unterricht). In Geografie kann man mal rasch bei Google Earth die Lage überblicken, in Geschichte bei YouTube eine Politikerrede abspielen oder im Kunstunterricht einen Stop-Motion-Film drehen. Im Fach NwT arbeiten die Schüler/innen mit den Notebook-Klassensätzen an der Programmierung der Mikrocontroller Basic Stamp oder Arduino Uno oder sie werten im Physikpraktikum mit Excel Messungen aus. Im Chemieunterricht kann man über das CASSY-System pH-Wert-Messungen durchführen und sogleich mit der dazugehörenden Software eine  Titrationskurve aufzeichnen.

Und sehr stark eingesetzt werden auch die Dokumentenkameras. Jetzt muss man nicht zuerst eine Folie drucken und auf den OH-Projektor legen: jede Vorlage oder jeder Gegenstand kann mit dem “Visualizer” als Film oder als Standbild erfasst und über den Beamer an der Wand groß wiedergegeben werden.

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Bild oben: Medienwagen mit Notebook (auf Docking-Station) mit Video-Umschalter und Dokumentenkamera.

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Bild oben: für die Klassenräume haben wir gebrauchte Notebooks angeschafft (HP Elitebook 8570P).

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Bild oben: die Medienwagen sind auch mit einem Soundsystem ausgestattet; und an zwei freien Buchsen des Videoumschalters können Schüler/innen oder Lehrer/innen ihr privates Notebook anschließen, um Zugang zum Beamer zu bekommen.

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Bild oben: im Sommer 2018 standen die Medienwagen zur Verteilung auf die (23) Klassenzimmer bereit.

Auch die Schulverwaltung ist gut mit Computern und Netzen ausgestattet. So kommt auch der Vertretungsplan über das Netz an die Monitore im Lehrerzimmer und im Atrium und über einen entsprechenden Web-UNTIS®-Zugang können die Schüler/innen (oder ihre Eltern) den Vertretungsplan auch von zuhause einsehen. Die Lehrer/innen buchen über diese Plattform Räume oder Ressourcen (z. B. den Mulimediaraum oder einen Notebooksatz) oder sie planen ihre Klassenarbeiten im Kalender von UNTIS®.

IT_2019_10Bild rechts: dieser Notebookwagen mit Stromversorgung steht im Lehrer-PC-Raum. Von hier aus kann man Notebooks zum mobilen Einsatz ins Klassenzimmer mitnehmen (wenn ein Gerät nicht ausreicht).

Auch die Ausstattung mit Software ist gut; so haben wir uns - als dies noch möglich war - die Kaufversion der Adobe Creative Suite (CS6) gesichert und im vergangenen Herbst sind wir auf das neue Microsoft Office 2016 umgestiegen. Insgesamt sind auf den PCs und Notebooks bis zu 120 verschiedene Programme und Tools installiert, oft Freeware, wie etwa der VLC-Player, der pdf-Reader und der pdf-Creator, GreenFoot und BlueJ, eine Concurrent Lizenz der OCR-Software Abbyy Fine Reader, ChemSketch (zur Erstellung chemischer Formeln) und der Klett Formelmaker (Schul-Lizenz), der Image Viewer von FastStone, Open Office und Libre Office, das Bildbearbeitungsprogramm PhotoFiltre, SketchUp zur Konstruktion von 3D-Modellen, das JAVA Development Kit zum Programmieren in der Kursstufe, Physiksimulationen zur Quantenphysik (Doppelspalt-Versuch, Mach-Zehnder-Interferometer), der MusikMaker von MAGIX, das Simulationsprogramm Scratch, das Mathematik- und Geometrieprogramm GeoGebra, die Arduino-IDE, VeraCrypt (zum Verschlüsseln von Datenträgern), der VideoAnalyzer für den Physikunterricht, Audacity zur Soundbearbeitung oder Capella (Schullizenz) und Finale Allegro (Notensatzprogramm / Klassenraum-Lizenz) für die Musiker/innen.

Die “Schule 2.0” hat bei uns also in gewisser Weise schon begonnen. Ein bisschen hatten wir letzten Sommer auch auf die Fertigstellung der baden-württembergischen Bildungsplattform “Ella” gewartet. Denn eine datenschutzrechtlich einwandfreie Austauschplattform für Schüler/innen und Lehrer/innen würde die Digitalisierung von Unterricht, Vor- und Nachbereitung sowie Hausaufgaben und die allgemeine Kommunikation durchaus voranbringen. Aber das hat ja leider nicht geklappt...

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Bild oben: im Serverraum stehen zwei HyperV-Server, die ein Failover-Cluster bilden. Auf diesen Servern sind virtuelle Server für die verschiedenen Zwecke installiert: Domänencontroller, Exchange-Server, Fileserver, Datenbankserver etc. Zur Datenspeicherung werden zwei (gespiegelte) DSS (Data Storage Server) eingesetzt. Den Internetzugang bzw. die Firewall bildet eine Internet-Appliance (Web Application Firewall) von Rhode&Schwarz (früher: gateprotect).

Die Stuttgarter Zeitung hat ausgerechnet, dass vom Digitalpakt (5 Mrd. € über 5 Jahre, also 1 Mrd. € pro Jahr für alle Schulen in Deutschland) etwa 25.000,- € pro Jahr (über den Schulträger - bei uns die Stadt Gerlingen) an eine Schule kommen könnten. Auch wenn wir jetzt schon sehr gut dastehen: wir hätten für die Finanzmittel durchaus noch Verwendung. Denn die Digitalisierung der Schulen ist ja nicht ein einmaliger Vorgang, sondern ein permanenter Prozess - schon allein weil die Halbwertszeit der Hardware bei etwa 5-6 Jahren liegt. Ein Teil unserer Notebooks hat bald dieses Alter erreicht. Und ausprobieren wollten wir schon mal, ob das Tablet in der Hand jedes Schülers / jeder Schülerin wirklich einen pädagogischen Mehrwert hat...

 

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Textmarke_rot_RB Souveräne Leistungen bei “Jugend trainiert für Olympia” / Geräteturnen
Februar 2019

Text: Claudia Hellriegel
Fotos: Laura M.

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Bild oben: die Turnerinnen und ihre Trainerin.

Jugend_trainiert_fuer_Olympia_2019_4Fünf Schülerinnen der 6c des Robert-Bosch-Gymnasiums nahmen im Februar am Kreis- und Rregierungspräsidiums-Finale im Gerätturnen teil. In einem im Wettkampf IV mit 33 Mannschaften dicht besetzten Feld sahen die Zuschauer viele schöne Übungen und spannende Entscheidungen.

Unter der Leitung ihrer Trainerin turnten die fünf souverän ihre Übungen an den vier Geräten und belegten am Ende eines langen Wettkampftages Platz 4 im Kreisfinale und Platz 23 im Finale für das Regierungspräsidium Stuttgart.

Morgens um 6.30 Uhr hatte der Tag mit einer Hiobsbotschaft begonnen: Die Stadtbahn U6 fiel aus, sodass die geplante Verbindung nach Esslingen-Berkheim nicht mehr erreicht werden konnte und das Einturnen in der proppenvollen Halle auf 20 Minuten zusammenschrumpfte.

Die fünf Turn-Mädels ließen sich davon aber nicht beirren, turnten kurz die wichtigsten Elemente ein und los ging’s mit dem Wettkampf. Als etwas unglücklich für die Turnerinnen stellte sich heraus, dass am Sprung für die Pflichtübung P5 weder ein Sprungtisch noch ein Mattenberg zur Verfügung standen. Aber ganz nach dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles!“ ließen sie sich nicht die Laune verderben, sondern feierten beim Megges den gelungenen Wettkampf.
 

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Bilder oben und unten: Übungen am Schwebebalken.

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Bild unten: am Schwebebalken.

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Textmarke_rot_RB Einstiegsveranstaltung zum “Seminar Technik” für die Physiker/innen der Kursstufe 1
21. Februar 2019, Donnerstag

Seit dem Schuljahr 2006/07 pflegen wir mit der Robert Bosch GmbH eine so genannte Bildungspartnerschaft, die damals im Rahmen der Aktion “Wissensfabrik” abgeschlossen wurde.

Zu den Bildungspartnerschaften zwischen Unternehmen und Schulen kann man auf Wikipedia Folgendes nachlesen (Zitat):

Grundlage ist die „Vereinbarung über den Ausbau von Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen in Baden-Württemberg“, die am 4. November 2008 zwischen der Landesregierung und Vertretern von Unternehmen und ihrer Verbände geschlossen wurde. Jede weiterführende allgemeinbildende Schule in Baden-Württemberg soll eine betriebliche Partnerschaft aufbauen und pflegen. Die Kooperationen können auch mit einem Verbund mehrerer Unternehmen und mit berufsbildenden Institutionen eingegangen werden.

Ziel der Partnerschaften ist, die ökonomische sowie naturwissenschaftlich-technische Bildung zu stärken, den Schülerinnen und Schülern die Vielfalt der Berufswelt darzustellen, Orientierung bei der Berufsfindung zu geben und den Übergang in Ausbildung, Studium und Beruf zu erleichtern.

Jeder Bildungspartnerschaft liegt eine schriftliche Vereinbarung zu Grunde, in welcher die Partner bestimmte Kooperationsaktivitäten festlegen. Die Maßnahmen müssen praxisnah passend zum Gegenstand des Partnerunternehmens sowie mit dem Lehrplan der jeweiligen Klassenstufen kompatibel sein. So könnten beispielsweise in der achten Hauptschulklasse im Fach Deutsch Bewerbungstrainings angeboten werden. Auch Praktika in den Betrieben sind denkbar.

Die Kooperationen werden auf mehrere Jahre abgeschlossen. Die Projekte werden hierfür in den Lehrplan integriert. Über die schülerbezogenen Projekte hinausgehende Abmachungen sind möglich.

Zitat Ende

Für die Aktivitäten, die im Rahmen dieser Partnerschaft durchgeführt werden, hat sich im Lauf der Jahre der Begriff “Seminar Technik” eingebürgert. Konkrete Partnereinrichtung ist im vorliegenden Fall das Bosch-Ausbildungszentrum in der Borsigstraße in Stuttgart-Feuerbach und die Durchführenden sind jeweils Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), deren ausbildender Betrieb die Robert Bosch GmbH ist.

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz begrüßt im Großen Hörsaal des Robert-Bosch-Gymnasiums die beiden DHBW-Studenten, die am ersten Tag in das “Seminar Technik” einführen.

Am ersten Tag des Seminars besuchen uns Studenten oder auch Studentinnen an der Schule; sie informieren über die Robert Bosch GmbH, über deren Organisationsstruktur und Arbeitsfelder, über den Ablauf einer Bewerbung bei Bosch und schließlich über Inhalte, Organisation und Besonderheiten des Dualen Studiums mit Bosch als Ausbildungsbetrieb.

An dieser Informationsveranstaltung nehmen schulischersets stets die Schüler/innen der beiden Physikkurse (2-stündig und 4-stündig) der Kursstufe 1 teil. Der zweite Teil des Seminars führt die Schüler/innen schließlich an zwei Nachmittagen nach Feuerbach. Hier haben die DHBW-Studenten jedes Jahr ein anderes neues Projekt entwickelt, das die Schüler/innen unserer Schule dann durchführen. Da es sich bei den Studenten/innen meist um solche der Fachrichtungen Elektrotechnik oder Mechatronik sowie Informatik handelt, stammt auch das Projekt aus diesem Bereich: am ersten Nachmittag bauen die Schüler/innen unter Anleitung der Partner bei Bosch eine elektronische Schaltung mit einem Mikrocontroller auf; am zweiten Nachmittag wird dieser dann programmiert. So haben wir in den vergangenen Jahren schon einen elektronischen Würfel aufgebaut oder ein elektronisches Ping-Pong-Spiel aufgebaut und zum Laufen gebracht. Dieses Jahr wird an den Seminar-Nachmittagen ein elektronisches Roulette entstehen.

 

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Textmarke_rot_RB Robert-Bosch-Gymnasium ist Gastgeber für Lehrer-Fortbildungsveranstaltung
20. Februar 2019, Mittwoch

Bildungsplanfortbildung zum Fach NwT in Klassenstufe 9

NwT_FoBi_ZPG_2_2019Bereits zum vierten Mal war unsere Schule am vergangenen Mittwoch Gastgeber für eine Lehrer-Fortbildungsveranstaltung für das Fach NwT (Naturwissenschaft und Technik). Solche Veranstaltungen finden regional statt, d. h. die Fortbildner kommen an eine bestimmte Schule und die sich fortbildenden Lehrer/innen stammen aus den Nachbarschulen der regionalen Umgebung. Die Gerlinger Lehrer/innen, die NwT unterrichten hatten am Mittwoch zu dem Fortbildungsangebot keinen langen Anreiseweg... Leiter der ZPG-Veranstaltung waren J. Wegenast vom Schönbuch-Gymnasium in Holzgerlingen und seine Kollegin N. Michaelbach (siehe Bild rechts).

Bild unten: Schulleiter Eberhard Blanz begrüßte im Unterrichtsraum NwT die beiden Fortbildner und die angereisten Kollegen/innen.

 

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Thema der aktuellen Veranstaltung war die Umsetzung des neuen Bildungsplans (von 2016) im Fach NwT für die Klassenstufe 9. Eine ZPG (Zentrale Projektgruppe) hat dazu Unterrichtsvorschläge (Module) ausgearbeitet. Diese wurden am Mittwoch vorgestellt und Umsetzungsbeispiele gezeigt.

 

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Textmarke_rot_RB DELF: Schüler/in des Robert-Bosch-Gymnasiums unter den 26 besten im Land!
18. Februar 2019, Montag

Schulleiter Eberhard Blanz überreicht französisches Sprachzertifikat

Unter den besten 2% eines gesamten Jahrganges zu sein ist etwas ganz Besonderes und scheint zuweilen unerreichbar – und dann auch noch in Französisch! Dass das allerdings doch geht, bewiesen Svenja Lohse und Max Schönborn (beide aus der Kursstufe K1), denn beide gehören zu den besten 26 von knapp 1300 DELF-Diplomanden aus ganz Baden-Württemberg. Zur Belohnung erhielten sie neben dem auf Lebenszeit gültigen Zertifikat sogar noch eine von der aktuellen baden-württembergischen Bildungsministerin und von Catherine Veber vom französischen Generalkonsulat in Stuttgart persönlich unterschriebene Gratulations-Urkunde.

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz (rechts im Bild) überreicht mit Französisch-Lehrer Matthias Meier(links im Bild)  die Urkunden an Max Schönborn und Svenja Lohse).

Für unsere Schule ist das selbstverständlich auch ein großer Erfolg. Seit Beginn der Pilotphase gehören wir nämlich zu den wenigen auserwählten Schulen, die das DELF-Diplom in Klasse 10 anbieten können und dürfen – denn unter anderem mussten sich die beteiligten Lehrkräfte vom französischen Staat nach einer Prüfung international akkreditieren und zertifizieren lassen.

Wir hoffen, dass bald wieder Gerlinger Schüler/innen zu den besten in ganz Baden-Württemberg gehören und gratulieren erneut herzlichst unseren Schülern Svenja Lohse und Max Schönborn zu dieser herausragenden Leistung!

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Bild oben: der Kopf der Gratulationsurkunde macht schon etwas her...

 

Textmarke_rot_RBHintergrundinformationen zum DELF-Zertifikat:

Zum Erwerb des DELF-Zertifikates / Matthias Meier (dieser Text war auch in unserem Jahrbuch zum 50. Schuljubiläum im Herbst 2018 abgedruckt).

In einer Welt, die immer mehr zusammenwächst und auf die man dank Internet und anderer Medien immer besser zugreifen kann, sind Sprachen wichtiger denn je. Dennoch ist für viele Schülerinnen und Schüler Französisch, ähnlich wie für den einen oder anderen Leser Mathematik, nicht unbedingt das Lieblingsfach – obwohl Französisch zu lernen, auch aus wirtschaftlicher Sicht, durchaus seine Existenzberechtigung hat. Um den Schülerinnen und Schülern einen ganz praktischen Zugang zur französischen Sprache zu ermöglichen, bieten wir als Robert-Bosch-Gymnasium das „DELF“ als Zertifizierungsoption an.

Das Diplôme d’Etudes en langue française ist ein international anerkanntes und auf Lebenszeit verliehenes Sprachdiplom, welches die Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schülern auf europaweit festgelegten Niveaustufen attestiert. Sprachliche Fehler fallen dabei deutlich weniger ins Gewicht als bei einer normalen Klassenarbeit.

Seit einigen Jahren bietet unsere Schule sowohl den Acht- als auch den Zehntklässlern die Möglichkeit an, das DELF-Diplom abzulegen. Während das Diplom in Klasse 8 (A2) eher den Sinn einer Begabtenförderung im Fach Französisch hat, ist es für die Klasse 10 (B1) durchaus eine sinnvolle Investition – vor allem, wenn man mit dem Gedanken spielt, Französisch in der Kursstufe nicht zu belegen.

Aber wie sieht so eine Prüfung aus? Zunächst wird im Rahmen einer schriftlichen Prüfung Lesen, Hören und Schreiben geprüft. Später kommt als letzter Bestandteil eine mündliche Prüfung hinzu, die meistens von muttersprachlichen Lehrkräften des Institut Français durchgeführt wird. Seit dem Schuljahr 2018/19 gehört unser Robert-Bosch-Gymnasium aber zu einer von knapp 70 Pilotschulen in ganz Baden-Württemberg, an der die unterrichtenden Lehrkräfte (nach Fortbildung und Eignungsfeststellung) vom französischen Kultusministerium international als DELF-Prüfer anerkannt sind (siehe Bild: die zertifizierten Lehrer/innen mit ihren Urkunden vor der großen Beton-Skulptur vor unserem Schulgebäude). Folglich dürfen wir die Prüfungen eigenständig vorbereiten, durchführen und bewerten.

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Und was ist jetzt so toll an diesem Diplom? Wie bereits erwähnt verfällt das Diplom nicht und kann bei jeder Bewerbung beigelegt werden. Gute Englisch-Kenntnisse werden mittlerweile genauso vorausgesetzt wie ein Führerschein Klasse B, sodass man vielleicht sogar mit dem Zertifikat aus der grauen Masse von Bewerbern hervorsticht.

Außerdem ist es für viele Schülerinnen und Schüler ein tolles Gefühl, wenn sie merken, dass sie fünfzehn Minuten am Stück auf Französisch sinnvoll kommunizieren können – denn oftmals hat man als Schüler den Eindruck, dass man, egal was man auf Französisch sagt, mehr Fehler als Worte in die Sätze einbaut. Vielleicht hilft also das Ablegen des Diploms dabei, dass man etwas umdenkt, die Angst vor der französischen Sprache verliert und Selbstbewusstsein für kommende mündliche Prüfungen oder Präsentationen aufbaut.

 

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TdOT_2019_0Textmarke_rot_RB Die Robbe “Robi” weist den Schülern/innen der 4. Grundschulklassen den Weg durch das Robert-Bosch-Gymnasium
15. Februar 2019, Freitag

“Tag der Offenen Tür” in neuer Organisationsform

Wenn man bei Wikipedia nachschaut, was ein „Tag der Offenen Tür ist“, liest man folgende Definition (Zitat):

Der Tag der offenen Tür ist ein Tag, an dem Institutionen, öffentliche Einrichtungen, Unternehmen, technische Anlagen oder ähnliche Betriebe für Besucher geöffnet sind, die dort normalerweise keinen Zutritt haben.

Ziel eines solchen Tages ist es, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit Besucher über die Einrichtung oder deren in der Regel nicht öffentlich zugänglichen Bereiche zu informieren.  (Zitat Ende)

So besehen, erfüllt die Veranstaltung, die wir regelmäßig im Frühjahr vor dem Termin der Anmeldung der neuen Fünftklässler an der weiterführenden Schule durchführen, nur bedingt die Kriterien eines „Tages der Offenen Tür“.

Es ist eher ein Informations-Nachmittag und die Gäste werden alle persönlich brieflich eingeladen: dieses Jahr begann er um 15 h und die Besucher/innen hatten zwei Stunden Zeit, unsere Schule kennenzulernen.

Bild rechts: hier sind Sie richtig! - Wegweiser im Atrium unserer Schule.

TdOT_2019_11_klDer Info-Nachmittag soll den Schülern/innen, die im kommenden Schuljahr nach dem Verlassen der Grundschule an das Robert-Bosch-Gymnasium wechseln möchten sowie deren Eltern aufzeigen, was uns ausmacht und was uns vielleicht von anderen Gymnasien unterscheidet.

Da präsentieren wir uns natürlich nur von unserer besten Seite; wobei das gar nicht so einfach ist: wir haben fast nur gute Seiten…

Bild rechts: die Stv. Schulleiterin Silke Scholz (links im Bild) und Abteilungsleiterin Almut Peischl im Atrium des Schulgebäudes am Schulleitungs-Stand.

 

Abteilungsleiterin Almut Peischl, die den Infonachmittag organisiert, hat dieses Jahr, Anregungen aus dem Kollegium aufgreifend, die Struktur der Präsentation unserer Schule verändert und – so meinen wir – schülernäher und spannender gestaltet.

TdOT_2019_14Den Auf-Takt zur Veranstaltung machte wie immer die Musik: Musiklehrerin und Orchesterleiterin Tatjana Vilz-Beck hatte mit dem Junior-Ensemble ein passendes Stück einstudiert. Danach zeigten die Jonglier-AG-Gruppen „Los Ballinos“ und „Los Ballistos“ unter professioneller Leitung von Alexander Bopp (die schulische Organisation der AGs hat seit diesem Schuljahr Eva Gawol übernommen) allerlei akrobatische und Jonglage-Kunststücke mit Musikuntermalung in perfekter Choreografie. Die Teilnehmer/innen dieser Gruppen stammen aus den Klassenstufen 5 und 6.

Danach begrüßte Schulleiter Eberhard Blanz (siehe Bild rechts)  die Besucher/innen und erläuterte den weiteren Ablauf der Informationsveranstaltung; für die potentiell neuen Schüler/innen hatte Almut Peischl mit Unterstützung weiterer Kollegen/innen eine Schulhaus-Rallye ausgearbeitet. Die Viertklässler mussten sich am Ziel- und Endpunkt der Rallye zunächst einen Aufgabenbogen abholen; auf dem war verzeichnet, welche Stationen sie im Schulhaus anlaufen und was sie an den verschiedenen Ständen und in den verschiedenen Räumen in Erfahrung bringen mussten, um einen Stempel bei dieser Station zu erhalten. Wer alle Stationen durchlaufen hatte, wurde mit einer Urkunde und einem kleinen süßen Präsent beschenkt.

TdOT_2019_19Bild rechts: Start- und Zielpunkt der Schulhaus-Rallye war dieser Stand im Atrium.

Während sich die Kinder also mehr oder weniger auf eigene Faust – meist aber in kleineren Gruppen – auf den Weg durch die verschiedenen Informations- und Mitmach-Angebote im Haus machten, konnten ihre Eltern bei zwei identischen Präsentationen (um 15:30 h und 16:30 h), die Schulleiter Eberhard Blanz im „Großen Hörsaal“ anbot, sich einen Überblick über die „normalen“ und besonderen Unterrichtsangebote, Arbeitsgemeinschaften, unser neues „Lernband“, das Sozialcurriculum, das Methodencurriculum, die sehr gute räumliche und sächliche/technische  Ausstattung der Schule (auch im Bereich der digitalen Medien: Notebooks, WLAN, Internetzugang, Beamer und Dokumentenkameras in allen Räumen, 170 PCs und Notebooks im Haus, Arbeitsgemeinschaft in „Robotik“ und Informatikunterricht in der Kursstufe) und die vielseitigen Beziehungen nach außen, etwa zu den Partnerschulen in Frankreich, Ungarn, Spanien und Israel oder den Kooperationspartnern Bosch und Endress+Hauser Condukta (Bildungspartnerschaften) sowie zum Theaterhaus Stuttgart verschaffen.

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Bilder oben und unten: im Zeichensaal 1 zeigte die Fachschaft Bildende Kunst einen Querschnitt aus Schülerarbeiten aus den verschiedenen Klassenstufen zu verschiedenen Aufgaben im Bereich Zeichnen/Malen, plastisches Gestalten, Architektur, Druck, Design,...

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Alle Fachschaften und AGs präsentierten sich im Haus mit Informationen und Mitmach-Aktivitäten: bei den Mathematikern konnte man mit „Kapla“-Steinen dreidimensionale Bauten erschaffen, die Fachschaft Französisch bot auch Kostproben aus der französischen Küche / Backstube an, bei den Biologen traten Mehlwürmer zum Rennen an, in der Chemieabteilung konnte man selbst einen Frucht-Lolly herstellen, bei den Physiker konnte man kleine physikalische Experimente durchführen, die Erste Hilfe-AG zeigte den neuen Schülern/innen, wie man Wunden schminkt, die Robotik-AG präsentierte verschiedene Mikrocontrollerschaltungen, bei der Fachschaft NwT konnte man von Schülern gebaute Kräne bedienen und die Sportler hatten einen großen Parcours in der Brückentorhalle aufgebaut…

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Bild oebn: bei Bauen mit Kapla-Steinen kann man auch das räumliche Vorstellungsvermögen schulen.

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Bild oben: unser “Ö-Mann” (der Beauftragte für die Schul-Öffentlichkeitsarbeit) ist David Schaebs; er sorgt für die regelmäßige Berichterstattung über das Schulgeschehen im “Gerlinger Anzeiger” und arbeitet mit dem Webmaster zusammen, er schreibt eigene Artikel (etwa Rezensionen zu Konzerten oder Theateraufführungen) und war federführend bei der Erstellung des Jahrbuches zum 50-jährigen Schuljubiläum tätig (Restbestände konnte man am Info-Nachmittag noch erwerben).

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Bild oben: die erste Station der Schulhaus-Rallye war die Brückentorhalle (im Bild: bei herrlichem Vorfrühlingswetter am Freitagnachmittag): hier hatte die Fachschaft Sport einen Parcours aufgebaut.

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Bild oben: Leben wie Gott in Frankreich! Am Stand der Fachschaft Französisch gab es außer französischem Käse auch Eclairs, Madeleines und Macarons - und natürlich Informationen zum Unterrichtsfach Französisch...

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Bild oben: im Raum NwT5 konnten die jungen Besucher/innen physikalische und technische Experimente durchführen.

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Bild oben: diese Kräne haben Schüler/innen der aktuellen Klassenstufe 8 gebaut; sie sind voll funktionsfähig: die Last kann gehoben und gesenkt werden; wenn die Laufkatze sich bewegt, bleibt die Position der Last von der Höhe her unverändert.

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Bild oben: die Fachschaft Deutsch präsentierte sich auf der Galerie im ersten Obergeschoss im Atrium.

Auch alle anderen Gremien und Einrichtungen, die das Schulleben ermöglichen / erleichtern waren präsent: der Elternbeirat, die Schülermitverantwortung und der Förderverein PRO boten an einem jeweils eigenen Stand Informationen zu ihrer Arbeit, die Schulbibliothek hatte ihre Tore geöffnet und die Schulleitung informierte an einem eigenen Stand zu allgemeinen Fragen der Eltern.

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Bild oben: Vertreterinnen des Fördervereins PRO und die beiden Elternbeiratsvorsitzenden vor ihren Info-Ständen im Atrium.

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Bild oben: ein einladender und gemütlicher Bildungs-Ort: unsere Schulbibliothek.

Zwei Kursstufenschüler präsentierten unser Sozialprojekt in Niger, bei dem wir mit den Einnahmen des Adventsbasars Patenschaften für eine komplette Schulklasse in der Provizhauptstadt Zinder (Stadtteil Karakara) übernommen haben, der Beauftragte für die Schulöffentlichkeitsarbeit bot noch die Jubiläumsjahrbücher zum Kauf an (die Schule ist dieses Jahr 50 geworden!) und Schüler/innen der Kursstufe K1 sorgten im Schul-Cafè „Glaspalast“ mit selbst gebackenen Kuchen und Kaffee für das leibliche Wohl.

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Bild oben: seit sie die 7. Klassen besuchen, betreuen diese beiden Schüler aus der Kursstufe K2 den Karakara-Stand: mit unserem großen Sozialprojekt ermöglichen wir über 40 Kindern im Vorort Karakara der Provinzhauptstadt Zinder in der Republik Niger den Schulbesuch. Zusammen mit der Pestalozzi-Grundschule erwirtschaften wir mit dem großen Adventsbasar die notwendigen finanziellen Mittel.

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Bild oben: die “WeltFAIRänderer-AG” betreibt auch den FairTrade-Point: zweimal pro Woche werden im Atrium in der Großen Pause fair gehandelte Waren verkauft.

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Bild oben: Schüler/innen der Kursstufe K1 backten Kuchen und öffneten damit am Info-Nachmittag für die Gäste das Schüler-Café.

Wir hoffen, dass es unseren Gästen bei uns gefallen hat und wir Schüler/innen und Eltern überzeugen konnten, dass sie am Robert-Bosch-Gymnasium in Gerlingen „richtig sind“.

 

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Textmarke_rot_RB Schüler/innen des 4-stündigen Sportkurses am Notschrei (Hochschwarzwald)
24. Januar 2019, Donnerstag

Sportunterricht einmal anders...

Text und Fotos: Andreas Berger

Vom 11.-14. Februar erlebten die Schülerinnen und Schüler des Neigungsfaches Sport (4-stündiger Sportkurs) mit ihrem Sportlehrer (siehe Bild unten!) Schule einmal ganz anders als gewohnt: Vier Tage Trainingslager auf 1120 m über dem Meeresspiegel. Wintersport nordisch total im Hochschwarzwald! Das hieß zum Einstieg am ersten Tag „klassische Technik“. Mit Diagonalschritt konnten bei bestem Neuschnee die Loipen nahezu mühelos und mit großer Eleganz bergauf gelaufen werden.

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Ab Tag 2 ging es mit „Skating-Technik“ weiter. Mit kraftvollem Arm- und Beineinsatz in 2:1 oder 1:1-Technik in der Skatingspur, bei maximaler Geschwindigkeit die Natur genießen, das ist Unterricht vom Feinsten, auch wenn es sich gar nicht nach Schule anfühlt. Außer vielleicht abends, denn nach dem Abendessen ging es noch mit Theorie weiter: Materialkunde und –pflege, Videoanalyse und Trainingslehre. Doch wer in nur vier Tagen vom Anfänger zum Halbprofi mutieren möchte, der muss schon auch an seine Grenzen gehen.

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Bild oben: die Gerlinger Schüler/innen am Notschrei.

Am dritten Tag stand bei herrlichem Sonnenschein die Stuibenwasenrunde, eine fast 20 km lange Tour mit steilen Anstiegen, herrlichen Aussichten bis in die Schweizer Alpen und rasanten Abfahrten auf dem Programm. Eigentlich nichts für Anfänger (Loipenfarbe: schwarz, also schwierig!), aber wir sind ja Neigungsfach und keine Daumenlutscher! Und so ließen es sich einige nach der Tour nicht nehmen, noch wie jeden Abend die eine oder andere Stadionrunde mit je 1,7 km dran zu hängen.

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Bild oben: Abfahrt.

Am letzten Tag gab es zum Abschluss als Highlight noch eine Einheit Biathlon in der „Nordic Arena Notschrei“, einem DSV Bundestützpunkt. In zwei Stunden wurde uns hier noch das Schießen im Liegen und Stehen beigebracht und alles mit einem Staffelrennen gekrönt.

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Da einige Schüler das Gelände auch noch zum Skispringen nutzten, wurde wirklich die ganze Palette des nordischen Skilaufs abgedeckt.

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Bild oben: im Schnelldurchlauf zum Biathlon.

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Bild oben: Sportunterricht bei schönstem Winterwetter.

Ziemlich platt, aber frisch geduscht, ging es dann am Abend wieder zurück nach Gerlingen, wo am nächsten Tag nur noch die neidischen Blicke der Mitschüler/innen zu ertragen waren.

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Textmarke_rot_RB Schule als Bühne - die Kooperation mit dem Theaterhaus Stuttgart geht weiter
24. Januar 2019, Donnerstag

Text und Foto: Claudia Hellriegel, Leiterin des Kurses “Literatur und Theater”

Lisa Iffert, Theaterpädagogin im Theaterhaus Stuttgart, kommt rein – strahlt – begrüßt alle – beginnt – Raumlauf oder Stuhlkreis oder Stehkreis – whatever! „Ich mach euch mal ´nen Vorschlag … Wie findet ihr das?“ Sie strahlt in die Runde der offenen Gesichter – Spannung – Nicken. Der graue Teppich der Bedenken, der Unsicherheit, der Selbstzweifel lüftet sich und fliegt davon für die nächsten 90 Minuten. „Ja“, heißt das Nicken, „das wollen wir ausprobieren!“ „Dann los, ihr wisst was zu tun ist. Um 12.05 Uhr treffen wir uns wieder.“ Geschäftigkeit bricht aus. Die Gruppen finden sich, planen, schreiben, proben. „Können Sie uns ein Zimmer aufschließen?“, denn zusätzliche freie Probenräume sind das A und O der Theaterarbeit.

Die Zusammenarbeit mit dem Theaterhaus Stuttgart geht in das vierte Jahr. Nachdem TUSCH (Theater und Schule) drei Jahre lang die Kooperation finanziert hatte, ergriff Jakob Dambacher-Walesch (Leitung Theaterpädagogik/ Kulturvermittlung im Theaterhaus) die Initiative für eine weitere Förderung. Denn er setzt auf Kontinuität und möchte funktionierende Partnerschaften weiterentwickeln. Welch ein Glück für uns! Zwei weitere Jahre professionelle Unterstützung, die die 18 Schülerinnen und Schüler des Wahlfaches “Literatur und Theater” der Kursstufe 2 nutzten:

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Bild oben: die Kursteilnehmer/innen nach der Aufführung im Raum 202/203 unseres Schulhauses.

„Das Aufregerthema 2018“ -  eine temporeiche Spielshow, im Laufe derer das Publikum darüber abstimmen soll, welches Thema die Menschen im letzten Jahr am meisten zu Tränen gerührt, bis zur Weißglut gereizt oder auf die Palme gebracht hat. Doch die Wahl des Themas gestaltet sich schwieriger, als sich das die beiden Moderatorinnen gedacht haben. Die Kandidaten reden sich immer mehr in Rage, laufen kreuz und quer durch die Studiobühne, stoßen und rempeln sich an, schneiden sich rüde das Wort ab, solange bis der Streit in einem markerschütternden Urschrei ein vorläufiges Ende findet. „Machen Sie doch mal ein Beispiel“, lautet der Vorschlag zur Güte. Das lassen sich Befürworter der vier Teams, deren Thema sich bis dahin durchsetzen konnte, nicht zweimal sagen. Im Zeitlupentempo erkämpft sich das Thema „Oberflächlichkeit“ den Weg zum Buzzer, und damit das Recht zuerst zu spielen. Schlag auf Schlag folgen die Szenen zu „Armut und Reichtum“, „Fremdenhass“ und „Häusliche Gewalt“.

„So, liebes Publikum“, leiten die Moderatorinnen zur Abstimmung über. Dann werden alle vier Themen nochmals mit Standbild und schlagkräftiger Zusammenfassung in Erinnerung gerufen. Doch kaum ist das Ergebnis ermittelt und der Pokal überreicht, mehren sich die kritischen Stimmen. Schließlich wird der Pokal mit der Begründung, alle vier Themen würden der heutigen Gesellschaft unter den Nägeln brennen, den verdutzten, vergeblich protestierenden Moderatorinnen in die Hände gedrückt. Einmütig verlassen die zu Anfang der Show heillos zerstrittenen Kandidaten das Studio. Was die Moderatorinnen richtig nervt, gefällt dem Publikum umso mehr: Am Ende werden die Spielerinnen und Spieler mit großem Applaus belohnt.

Die neu gegründete Technik-AG tauchte die Klassenräume 202/203 in ein professionelles Bühnenlicht. Die Scheinwerfer wurden mit den Einnahmen der Theater-AG und dem technischen Wissen von Herrn Schwarz angeschafft, dem wir auch eine tolle Videoaufzeichnung verdanken. Die beiden Mikrofone waren eine Leihgabe der Musikfachschaft. Die Musiksequenzen für den Einmarsch der Kandidaten, den Run auf den Buzzer oder den Umbau wurden von der Technik-AG punktgenau eingespielt. Herzlichen Dank an alle, denn Theater ist eben ein Zusammenspiel aus Ton, Licht und darstellendem Spiel!

Und das Gute ist: Es geht weiter! Am 23. Mai 2019 führt die Theater-AG gemeinsam mit den Orchestern, den Chören, der Musical-AG und zahlreichen Solosängern ein Musical auf, in dem Forscherinnen und Forscher des Jahres 2519 das Gebäude des RBGs erkunden und daraus Rückschlüsse auf unsere heutige Zeit ziehen – tatkräftig unterstützt von Lisa Iffert.

 

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BK_2019_Kinetische_Objekte_2Textmarke_rot_RB Da bewegt sich ‘was
Januar 2019

Schüler/innen der Klassenstufe 9 gestalten im Kunstunterricht kinetische Objekt

Beachtliche Kreativität haben Schüler/innen der Klassenstufe 9 im Unterricht für Bildende Kunst an den Tag gelegt. Die Aufgabe bestand darin, aus einem begrenzten Materialspektrum kinetische Objekte zu fertigen. Für den theoretischen Unterbau lernten die Schüler/innen im Unterricht, wie man eine Kreisbewegung in eine lineare Bewegung umsetzt oder wie im Prinzip ein Getriebe funktioniert.

Bild rechts: ob hier ein Trauma aus dem Sportunterricht verarbeitet werden soll? Jedenfalls übt der Athlet hier am Reck...

Herausgekommen sind ganz unterschiedliche Lösungen, die aber alle vom Erfindungsreichtum und der spielerischen Kreativität der Schöpfer dieser kleinen Maschinen zeugen.

Bild unten: Micky-Maus gewinnt die Bewunderung von Minnie-Maus durch seine Jonglage-Künste (mit vier Bällen!).

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Bild unten: ... der Künstler am Klavier: die Mechanik bewegt nicht nur die Hände des Virtuosen, sondern setzt auch noch eine kleine Spieluhr in Gang.

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 Hofbraeu_2018_2Textmarke_rot_RB Exkursion zu “Stuttgarter Hofbräu”
Ende Januar 2019

Bericht und Fotos: A. Beuchle

Chemieunterricht anschaulich – alkoholische Gärung am Beispiel der Bierherstellung

SchülerInnen der Klassenstufe 10 des Robert-Bosch-Gymnasiums Gerlingen besichtigten im Rahmen des Chemieunterrichts auch in diesem Jahr schon traditionsgemäß die Betriebsanlagen von „Stuttgarter Hofbräu“. Hier kann das Thema „alkoholische Gärung“ ausgezeichnet an der Bierherstellung veranschaulicht und die einzelnen Produktionsschritte in einem ausführlichen Rundgang durch den Betrieb nachvollzogen werden.

Die Bierherstellung verläuft in mehreren Schritten. Am Anfang steht die Malzherstellung. Hier werden vor allem Gerstenkörner mit Wasser zum Keimen gebracht. Bei der Keimung wird die im Gerstenkorn enthaltene Stärke in den für die Gärung wichtigen Malzzucker umgewandelt. Im Anschluss an den Keimprozess wird das Malz getrocknet. Diesen Schritt nennt man Darren. Die Temperatur während des Darrens bestimmt die Farbe des späteren Bieres. Das Malz wird von „Stuttgarter Hofbräu“ zugekauft und in Silos gelagert.

Im nächsten Schritt wird das Malz zusammen mit Wasser und Hopfen erwärmt und die so genannte Würze gewonnen. Der Hopfen sorgt dabei für die leicht bittere Note des Bieres. Der eigentliche Gärvorgang setzt ein sobald die Bierhefe zugesetzt wird. Diese erzeugt aus dem Zucker als „Abfallprodukt“ Alkohol. Aus Gründen der Haltbarkeit wird das Bier zum Abschluss noch gefiltert. Die Überreste der Bierherstellung, z.B. Malz oder Hefereste werden u.a. als Viehfutter verwendet.

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Bilder oben: links: Treberabfüllung; rechts: Lagerkeller.

Nach einer Lagerzeit wird das Bier in Flaschen bzw. Fässern abgefüllt. Neben den vielen Gängen, Kesseln und Rohren, war dieser Bereich besonders beeindruckend.

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Bild oben: Flaschenabfüllung.

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Bild oben: Transportband.

Nach dem eineinhalbstündigen Rundgang konnten sich die Teilnehmer im alten Sudhaus bei Brezeln und Getränken stärken. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Frau Leonhardt für die Organisation der Führung und bei Herrn Schwarz für deren Durchführung bedanken.

 

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Textmarke_rot_RB US-amerikanische Muttersprachler/innen zum “Conversation Day” an unserer Schule
29. Januar 2019, Dienstag

Conversation Day 2019 am Robert-Bosch-Gymnasium

(Text überarbeitet von Annette Steinbach, nach: https://daz.org/america-explained/conversation-days/)

Mündliche Sprachfertigkeit spielt eine wichtige Rolle im Englischunterricht, besonders im Hinblick auf die Kommunikationsprüfung oder andere mündliche Abschlussprüfungen.

Wie auch im letzten Jahr, besuchten uns im Rahmen des Conversation Day, vom Deutsch-Amerikanischen Zentrum in Stuttgart organisiert, am 29. Januar 2019 drei US-amerikanische Muttersprachler/innen.

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Bilder oben und unten: Schüler/innen der Kursstufe K1 und K2 im Gespräch mit den amerikanischen Besuchern/innen.

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In Einzelgesprächen erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was es heißt, die eigenen Englischkenntnisse in spontanen Kommunikationssituationen einzusetzen.

Die persönliche Begegnung mit jungen Amerikanern/innen eröffnet zudem die Möglichkeit, mehr über Land, Leute und einen amerikanischen Blickwinkel zu erfahren. Ziel ist es, dass die Jugendlichen mehr Selbstsicherheit beim Sprechen erhalten und von der interkulturellen Erfahrung profitieren

 

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CI_neu_24_1_2019_4Textmarke_rot_RB Aus Gelb und Blau wird Rot und Grau
24. Januar 2019, Donnerstag

Das RBG hat ein neues Schuldesign

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit / Fotos: der Webmaster

Seit dem großen Festakt zum Schuljubiläum im Oktober 2018 hing es von der Galerie im Atrium: das Plakat „Work in Progress“, das ein neues Schullogo ankündigte. Jetzt war es endlich soweit: Die Arbeit ist beendet, die „Baustelle“ fertig. Das Robert-Bosch-Gymnasium erhält ein neues Gesicht – ein neues „Schuldesign“.

Bild rechts: Schulleiter Eberhard Blanz im Atrium des Schulhauses anlässlich der Vorstellung der neuen Corporate Identity des Robert-Bosch-Gymnasiums.

Erstellt haben es Sonja Bauernfeind, Viktoria Berg, Sophie Kerner und Vincenzo Bumbalo, vier Auszubildende der Fachschule für Farbe und Gestaltung in Stuttgart-Feuerbach im Rahmen des Projekts „Schulen helfen Schulen“ als Abschlussarbeit (siehe Bild unten).

 

 

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Koordiniert wurde die Arbeit, die seit Juni 2018 lief, von einem „CI-Team“ (CI für Corporate Identity) der Schule, in dem Vertreter der Schulleitung, Elternvertreter und für die Öffentlichkeitsarbeit sowie Dokumenten-Administration zuständige Kollegen mitarbeiteten.

Am vergangenen Donnerstag wurde nun in einer Vollversammlung das neue Logo der gesamten Schülerschaft, Lehrern und der Ersten Beigeordneten der Stadt Gerlingen, Martina Koch-Haßdenteufel, vorgestellt.

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Bilder oben und unten: Präsentation auf der Riesenleinwand im Atrium der Schule.

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Die vier zukünftigen Werbegestalter zeigten sehr professionell und anschaulich anhand Bildern und  Visualisierungen den Entstehungsprozess, sodass für die Zuhörer nachvollziehbar wurde, wie die Farben und die Formgestalt des neuen Designs zustande gekommen sind. Die Farben wurden von der Gebäudefassade übernommen, als Form die Gebäudesilhouette stilisiert nachempfunden. Die unterschiedliche Breite der Farbfelder entspricht der Strukturierung der Farbbalken an der Gebäudefassade. Mit starkem Applaus wurde das neue Design begrüßt.

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Bild oben: ein weiter Entwicklungsweg... bei der Präsentation zeigten die vier Studenten/innen einige der Logo-Vorschläge

Die Umsetzung für die verschiedenen Printmedien der Schule (Briefbögen, Visitenkarten, Flyer, Infomappen, Umschläge, Plakate usw.) fand ebenfalls großen Beifall. Spontan entstehende Diskussionen unter den Schülern zeigten, dass das Design angenommen wurde als „frisch“, „stylish“ und „zur Schule passend“.

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Bild oben: links das Logo der Schule von 2008 bis 2019: entworfen hat es die frühere Kunstlehrerin M. Neumann; dieses Logo wurde aus dem damals vorhandenen Logo anlässlich der Umbenennung unserer Schule von “Gymnasium Gerlingen” in “Robert-Bosch-Gymnasium neu gestaltet. Grundlage des Logos war die markante Silhouette unseres Schulgebäudes (vom Schulhof aus gesehen); als Farben wurden die Farben des Schulträgers, der Stadt Gerlingen, verwendet: gelb und schwarz. Einen frischen Akzent setzte das blaue Farbfeld. Der Hintergrund des Logos beinhaltete - um einen Bezug zu der technischen Ausrichtung des Namensgebers herzustellen - physikalische Formeln.

CI_neu_24_1_2019_2Rechts im Bild das neue Logo.

Für die Schule ist neben der besseren und zeitgemäßen Außenwahrnehmung besonders wichtig, dass das neue Design die Schulgemeinschaft stärkt und zum erkennbaren Ausdruck der  Zugehörigkeit als „RBGler“ wird.

Bild rechts: Schulleiter Eberhard Blanz und das neue “Outfit” für die Schule; u. a. soll es auch Schul-Pullover und T-Shirts geben, Umhängetaschen, Trinkflaschen, USB-Sticks - alles im neuen Design der Schule.

Darüber hinaus wurden weitere Anwendungsbeispiele gezeigt:

  • Die neu zu gestaltende Schulhomepage.
  • Eine Vereinheitlichung der Schilder und eine klare Beschilderung im Gebäude (Infotafeln, Schwarzes Brett, Zimmerschilder, Wegweiser im Haus, Übersichtsplan).
  • Ein Schwerpunkt ist die Verbesserung der Wegfindung zu den Schulen innerhalb Gerlingens. Ein neues Wegeleitsystem, dessen Umsetzung in den Händen der Stadt liegt, wurde gleich mit entworfen. Bei den Umfragen und der Erkundung des Schulumfelds in der Vorbereitungsphase war nämlich aufgefallen, dass der Weg zur Schule sowie die Wegführung innerhalb der Schule für nicht Ortskundige schwierig sind.
  • Beispielhaft wurden Produkte mit dem Schullogo Schul-T-Shirts, -pullover, Kugelschreiber, Trinkflaschen, USB-Sticks usw. gezeigt, die den Schülern besonders gefielen.

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Bild oben: bei der Präsentation der neuen CI.

Schulleiter Eberhard Blanz dankte am Schluss, begleitet von Applaus, dem Projektteam. Er wies darauf hin, dass die Realisierung mancher Vorschläge noch Zeit in Anspruch nehmen wird und lud die Schüler ein, mitzumachen bei der Umsetzung bpsw. von Produkten mit dem Schullogo.

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Bild oben: Die vier kreativen Köpfe, die das Design entwickelten, und die Vertreter der Schulleitung: Schulleiter Eberhard Blanz, Abteilungsleiterin Almut Peischl, Stellvertretende Schulleiterin Silke Scholz (v.l.n.r.).

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Bild oben: geschafft! Die Studenten/innen verlassen das Gerlinger Gymnasium.

 

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Textmarke_rot_RB ”Fridays for Future”
18. Januar 2019, Freitag

Auch Schüler/innen des Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasiums gehen für mehr Klimaschutz auf die Straße

Bericht und Fotos: H. Buchenau

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Bild oben: der Demonstrationszug vor dem Stuttgarter Kunstmuseum am Schlossplatz.

Vergangenen Freitag, den 18. Januar berichteten die Medien über ein bewegendes Ereignis: In Deutschland demonstrierten an diesem Tag mehr als 30 000 junge Menschen in über 50 Städten der Nation. Sie fordern nichts Geringeres, als die Sicherung ihrer eigenen Zukunft. Denn diese sehen sie gefährdet - durch die Klimakrise. Dabei folgen sie dem Vorbild der 16-jährigen schwedischen Schülerin Greta Thunberg. Seit dem 20. August 2018 streikt sie jeden Freitag vor dem schwedischen Reichstag, statt in die Schule zu gehen. Sie fordert ein verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Handeln der Politik hinsichtlich der Klimakrise. Gretas Streik wurde unter dem Namen „Fridays for future“ bekannt.

Im Dezember 2018 wurde sie sogar auf die UN-Klimakonferenz nach Katowice eingeladen und hielt dort eine kritische Rede, bei der sie kein Blatt vor den Mund nahm und weltweit Aufmerksamkeit erregte.

Seit neun Wochen ist Fridays for Future auch in Stuttgart angekommen. Am Anfang nur zu fünft, erlebte die Jugendbewegung in Stuttgart und ganz Deutschland schnell Aufwind, bis am 18. Januar 400 SchülerInnen und StudentInnen allein in Stuttgart und sogar 4000 in Freiburg demonstrierten.

Auch ca. 50 SchülerInnen des Robert Bosch Gymnasiums schlossen sich der Demonstration um 11 Uhr vor dem Stuttgarter Rathaus an. Später bewegte sich die Menge sogar friedlich in das Rathaus und suchte das Gespräch mit Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Um 1 Uhr begann der Demozug durch Stuttgart mit einer Kundgebung auf dem Schlossplatz.

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Bild oben: Kundgebung vor dem Stuttgarter Rathaus.

In Absprache mit unserem Schulleiter Herrn Blanz, durften wir uns für die Demonstration beurlauben, denn Schüler besitzen kein Streikrecht.

Aber warum findet denn die Demonstration überhaupt während der Schulzeit statt?

Dies soll ein Zeichnen dafür sein, dass mit Bildung allein nicht für unsere Zukunft gesorgt ist. Dass willentlich nicht in die Schule zu gehen sehr kontrovers gesehen wird, vergrößert natürlich auch die mediale Aufmerksamkeit, der es bedarf, um PolitikerInnen zum Handeln zu bewegen.

Und was soll denn das Demonstrieren bringen?

Als Teil einer demokratischen Gesellschaft hat jedes Individuum das Recht, seine Meinung zu äußern und trägt Verantwortung für gesellschaftliche Handlungen. Es ist bekannt, was hinsichtlich der voranschreitenden Klimakrise getan werden muss, nur die Umsetzung fehlt. Fordert ein großer Teil der Bevölkerung eine konsequentere Klimapolitik, sollte sich dies auch in politischen Entscheidungen widerspiegeln.

Und warum nicht erst mal bei sich selbst anfangen?

Natürlich ist es wichtig, sich Gedanken über das Ausmaß des eigenen Handelns zu machen. Entscheidungen beispielsweise gegen einen Flug oder für eine vegetarische Ernährung inspirieren sicherlich auch das persönliche Umfeld. An den Tatsachen, dass in Deutschland Kohle verbrannt wird um Strom zu generieren, dass viele Menschen auch dann Auto fahren wenn sie öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzen könnten, dass biologische und fair produzierte Waren weniger erschwinglich als konventionelle sind, ändert sich damit jedoch nichts. Hier greifen nur politische Entscheidungen.

Über diese und weitere Fragen gesellschaftlich ins Gespräch zu kommen, ist schon einmal ein Anfang. Erst wenn Menschen sich Gedanken machen und Position beziehen, kann ein Wandel möglich sein. Hierzu will die Jugendbewegung Fridays For Future beitragen - zu einem Wandel hin zu einer Zukunft, in der auch nachfolgende Generationen noch gut leben können.

Die Initiative „Fridays for Future Deutschland“ ist von Parteien und Organisationen unabhängig und in öffentlich zugänglichen WhatsApp Gruppen organisiert. Die verschiedenen Ortsgruppen stehen in Absprache miteinander, um Demonstrationen zu planen und politische Forderungen auszuarbeiten. Grundsätzlich wird jeden Freitag demonstriert.

Die nächste große Demonstration in Stuttgart findet voraussichtlich am 8. Februar statt. Deutschlandweit und international sind für den 15. März große Demos geplant.

 

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Textmarke_rot_RB Förderverein PRO und Weltladen Gerlingen organisieren Vortrag zum Thema “Konsum auf Kosten anderer - Wege zu mehr globaler Gerechtigkeit”
18. Januar 2019, Freitag

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Gerlingen auf dem Weg zu globaler Gerechtigkeit

PRO_Vortrag_Anil_Shah_PlakatBericht: Shanna Savidfoluschi-Weeh

Vergangenen Freitag, den 18.01.2019 erfreute sich der Vortrag mit dem Titel‚ Konsum auf Kosten anderer‘ von Anil Shah zahlreicher Zuhörerschaft.

Der ehemalige Gerlinger referierte, zu seiner eigenen Überraschung, vor vollen Rängen des großen Hörsaals des Robert-Bosch-Gymnasiums. Zum Einstieg stellten sich die Mitglieder  der WeltFAIRänderer-AG des Gymnasiums selbst und vor allem Ihre Motivation vor. Die Schüler wollen für das Thema „Fairer Handel“ sensibilisieren und werben, aber auch einfach selbst mehr darüber erfahren und lernen.

Nach diesem engagierten Einstieg und begrüßenden Worten von Frau Orschiedt (PRO) und Frau Käde (Weltladen Gerlingen), schenkten die Zuhörer Ihre volle Aufmerksamkeit dem Vortrag von Anil Shah. Die Fragestellungen, wie wir ethisch konsumieren sollten und wie wir dies denn umsetzen könnten, wer eigentlich die globale Gerechtigkeit verhindere und welche Ursachen es für Ungerechtigkeit gäbe, trafen das volle Interesse der Zuhörerschaft. Denn wir alle leben tagtäglich Globalisierung durch unseren Konsum - die Produkte haben meist schon einen langen Weg hinter sich gebracht bis sie bei uns landen.

Unter welchen Bedingungen die Produkte zu uns kommen, ist uns dabei oft nicht klar. Um  unsere Einkaufsentscheidungen in Zukunft zu erleichtern, stellt Anil Shah an verschiedenen Beispielen den Wegweiser durch das Label-Labyrinth vor – denn es ist bei Weitem nicht alles Gold, was auf den ersten Blick glänzt.

Als Konsument können wir dadurch leichter gerechtere Kaufentscheidungen treffen, aber unsere Handlungsmöglichkeiten sind leider begrenzt. Außerdem sollte sich vielleicht jeder an der eigenen Nase fassen und überlegen, was man wirklich (!) braucht.

So schont man nicht nur die Ressourcen, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Die Politik ist gefragt, Wirtschaft und Menschenrechte global in besseren Einklang zu bringen und die Unternehmen müssen anfangen, umfängliche Verantwortung für die ganze Produktionskette ihrer Produkte zu tragen.

Es ist deshalb notwendig, eine gesellschaftliche Transformation und ein Ende der imperialen Lebensweise anzustreben. Dies bedeutet nicht das Ende der Welt, sondern Geschichten einer neuen Welt zu erzählen, die inspirieren und Hoffnung geben und zum Handeln ermutigen.

Mit diesem positiven Ausblick startete eine angeregte Diskussion. Bei einer Tasse Apfel-Mango-Punsch fand der Abend schließlich seinen Ausklang. Wer mehr über das Thema erfahren möchte und sich auf den Weg zu globaler Gerechtigkeit aufmachen möchte, hier noch einige Buchtipps:

  • Wegweiser durch das Label-Labyrinth (CIR)
  • Die grüne Lüge (Kathrin Hartmann)
  • Auf Kosten anderer / Das gute Leben (I.L.A. Kollektiv)
  • Imperiale Lebensweise (Ulrich Brand, Markus Wissen)
  • Neben uns die Sintflut (Stephan Lessenich)

 

Nachfolgender Bericht zum Vortrag von Anil Shah von Patrick Walz für die FairTrade-AG

Textmarke_rot_RBVortrag Anil Shah – Konsum auf Kosten anderer?

Am Abend des 18.1.2019 versammelten sich etliche Schüler/innen, Lehrkräfte, Eltern und andere Interessierte im großen Hörsaal, um dem Vortrag des ehemaligen Schülers des Robert-Bosch-Gymnasiums, Anil Shah, zu lauschen. Sein Abitur absolvierte er im Jahr 2008, anschließend studierte er Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, sowie Globale Politische Ökonomie. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet „Globalisierung und Politik“ der Universität Kassel und forscht am „International Center for Developement and Decent Work“ (ICDD). Organisiert war diese Veranstaltung durch den Schulförderverein PRO in Kooperation mit dem Gerlinger Weltladen. Auch wir als Fair-Trade-AG hatten die Chance, uns und unsere Ziele vorzustellen.

Anschließend referierte Shah über das Thema Fair-Trade, der Titel seines Vortrags lautete: “Konsum auf Kosten anderer? Wege zu mehr globaler Gerechtigkeit”. Er gliederte seinen Vortrag dabei in drei Teile und beleuchtete die Ursachen und Folgen eines übermäßigen Konsums, insbesondere auf der Nordhalbkugel sowohl auf ökologischer, politischer als auch auf sozialer Ebene.

FairTrade-LogoIm Zuge dessen wurde deutlich, dass verschiedene Fair-Trade-Siegel unterschiedliche Standards aufweisen. So können Arbeiter/innen, die an der Ernte der Kakaobohnen für Schokolade beteiligt sind, unter Umständen aufgrund von Überstunden sowie einem fehlenden oder zu niedrig angelegen Mindestlohn im jeweiligen Land keine existenzsichernden Löhne erhalten. Trotzdem könnte dieses Fair-Trade-Siegel auf solch erzeugten Produkten angebracht sein.

Bild rechts: Siegel der Fairtrade Labelling Organizations International (Quelle: wikipedia.org)

 

FairTrade_plus_GEPAAndere Siegel, beispielsweise das „fair+“-Siegel der Marke „GEPA – The Fair Trade Company“,(siehe Bild rechts; Quelle: fairer-handel-aktuell.de) weisen bessere Sozial- und Umweltstandards sowie eine höhere Transparenz auf, als andere Fair-Trade-Siegel. Zudem merkte der Referent darüber hinaus an, dass das EU-Biosiegel keine Kriterien für Soziales in ihrem Kriterienkatalog beinhaltet.

 

Bild rechts: EU-Biosiegel (Quelle: Wikipedia.org)

BiosiegelAnil Shah lieferte auch eine Antwort auf die Frage, welche Akteure globale Gerechtigkeit verhindern. Fair-Trade sei lediglich eine Richtlinie und deshalb könne diese nicht einklagbar sein. Shah kritisierte im Rahmen dessen Staaten des globalen Nordens, unter anderem auch die Bundesrepublik Deutschland, die in der UN-Versammlung gegen die Bildung einer Arbeitsgruppe zum Thema „Wirtschaft und Menschenrechte“ stimmten. Dennoch wurde die Bildung einer solchen Gruppe mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen. Diese arbeitet fortan am Entwurf einer UN-Treaty, in deren Namen die Ausbeutung und damit Verletzung von Menschenrechten aufgrund von wirtschaftlichen Interessen geahndet werden könnte. Folglich eine rechtliche Grundlage zum Schutz der Menschenrechte gegenüber ökonomischer Interessen.

Neben solch politischen Maßnahmen betonte Shah aber auch, dass jeder bei sich selbst ansetzen kann. So gilt es, durch sein eigenes Konsumverhalten und die eigene Lebensweise gegebene Handelsstrukturen zu verändern, indem beispielsweise fair oder aber schlicht weniger konsumiert wird. Er schloss mit einigen Anregungen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Es müsse Druck auf die Politik ausgeübt werden, um gerechtes und nachhaltigeres politisches Handeln zu erzwingen, ob nun angesichts gerechterer globaler Handelsstrukturen oder eben auch im Kampf gegen die voranschreitende globale Erwärmung – frei nach dem Motto „More power to the people“.

So nannte er unter anderem die „FridaysForFuture“-Bewegung, die durch Greta Thunberg angestoßen wurde und zeigte ihre Rede bei der UN-Klimakonferenz. Er schloss die Präsentation mit dem Appell: „Wir müssen lernen, uns nicht das Ende der Welt vor Augen zu halten, sondern das Ende unserer imperialen Lebensweise“ und meint damit die ausbeuterischen Strukturen unseres Handelns, die wir uns im postkolonialen Zeitalter im Rahmen der Globalisierung geschaffen haben.

Unsere massige Produktion aufgrund unseres Konsums erfordert einen übermäßigen Zugriff auf Ressourcen sowie die Arbeitskraft von Menschen als Ware auf der restlichen Welt. Im Zuge dessen wurde die Frage aufgeworfen, warum die Menschen im globalen Norden diese Konsequenzen ihrer Lebensweise zulassen. Weil wir per se böse sind? Nein, es liegt vielmehr daran, dass die Menschen im globalen Norden strukturell dazu in die Lage versetzt werden, auf diese imperiale Weise zu leben und zu konsumieren.

Nach diesem Denkanstoß wurde den Anwesenden die Möglichkeit geboten, Fragen zu stellen und mit dem Referenten in eine Diskussion zu treten. Im Laufe der Diskussion stellte sich heraus, dass es vor allem neue Narrative im Bereich Fairtrade und im Umweltschutz braucht: So gibt es bereits eine Vielzahl positiver Beispiele, die angeführt und nachgeahmt werden können, anstatt Probleme und Herausforderungen immer wieder und wieder als Mantra von Neuem zu erzählen.  Auf der offiziellen Homepage zum Buch »Auf Kosten Anderer? Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert«, können weitere Informationen dazu in Erfahrung gebracht werden (https://aufkostenanderer.org/, I.L.A.-Kollektiv).

Die Diskussion wurde anschließend mit einem Punschausschank am Fairtradepoint abgerundet, bei dem es noch die Gelegenheit gab, sich über den Vortrag auszutauschen, ehe die Zuhörer/innen die Informationen und Ideen mit nach Hause nahmen.

 

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Textmarke_rot_RB Vollversammlung aller Schüler/innen am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien
21. Dezember 2018, Freitag

Vollversammlung_12_2018Im Schuljahr 2015/16 wurde unser schulisches Leitbild entwickelt. Eine Arbeitsgruppe befasste sich auch mit der Frage, wie das Leitbild am besten im Schulalltag umgesetzt werden kann. Ein Ergebnis dieser Arbeitsgruppe war die Empfehlung, regelmäßig Vollversammlungen aller Schüler/innen abzuhalten, etwa zu Schuljahresbeginn oder zu besonderen Anlässen. Seitdem haben schon viele solcher Versammlungen im großen Atrium unseres Schulhauses stattgefunden.

Bild links: Schulleiter Eberhard Blanz bei der Vollversammlung am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien im weihnachtlich geschmückten Atrium der Schule.

So auch am letzten Schultag vor den aktuellen Weihnachtsferien; Schulleiter Eberhard Blanz begrüßte die versammelte Schüler- und Lehrerschaft in der ersten Großen Pause im weihnachtlich geschmückten Atrium. Zuerst gab er einige Neuigkeiten bekannt (Projekttage am Schuljahresende im Juli 2019) und sprach u. a. die Änderungen in der Schulordnung an oder informierte über geänderte Bus-Abfahrtszeiten der SSB.

Dann kündigte er die für 24. Januar 2019 geplante Vorstellung unserer neuen Schul-CI an (CI = Corporate Identity); Studenten/innen der Fachschule für Farbe und Gestaltung in Stuttgart-Feuerbach haben dieses neue “Outfit” für unsere Schule während des Herbst-Winter-Halbjahres 2018 entwickelt.  Es umfasst ein neues Schul-Logo, eine einheitliche Beschilderung der Schule in der Stadt und auf dem Gelände des Gerlinger Schulzentrums, ein einheitliches Leitsystem im Schulhaus, eine neue und einheitliche Gestaltung von Briefen und Informationsschreiben, der Schulbroschüre und des Mitteilungsblattes InfoTerNa sowie von Visitenkarten, verschiedene Vorschläge für die Verbesserung der Aufenhaltsqualität im Schulhaus bis hin zu einem neuen Layout für die Schul-Website und der Gestaltung von Accessoires wie Schul-T-Shirts, Vesperdosen oder USB-Sticks.

Zum Schluss der Versammlung stellten sich noch die neu gewählten Schüler-Sprecher/innen der SMV ihren Mitschülern/innen vor.

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Bild oben: die Schülersprecher/innen stellen sich ihren Mitschülern/innen vor.

Nach der Klassenlehrerstunde (in der 3. Unterrichtsstunde) und dem optionalen Schulgottesdienst (in der 4. Stunde) konnten die Schüler/innen dann in die Weihnachtsferien aufbrechen.

 

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Textmarke_rot_RB Interne Studie: die “Große Pause” ist sinnvoll und erfüllt ihren Zweck
20. Dezember 2018, Donnerstag

Schüler/innen der Klasse 8c (NwT-Gruppe) untersuchen Leistungsfähigkeit von Mitschülern/innen vor und nach der Pause

Schüler/innen der NwT-Gruppe der Klasse 8c haben sich im NwT-Unterricht (NwT = Naturwissenschaft und Technik; Kernfach im naturwissenschaftlichen Profil der Schule) die Frage gestellt, ob man nach der Großen Pause „fitter“ ist als zuvor, ob man sich also in der Pause wirklich erholt und nachher wieder leistungsfähiger ist.

Doch wie soll man das „Fit-Sein“ messen? Und dabei die Messung auch noch möglichst objektiv und vergleichbar gestalten?

NwT_Arduino_Sketch_ReaktionstesterDa im ersten Drittel des Schuljahres der Umgang mit Mikrocontrollern und deren Programmierung erlernt werden sollte, lag es nahe, ein mikrocontroller-gesteuertes Messwerkzeug zu bauen: ein Messgerät zur Erfassung der Reaktionsdauer. Dabei ging man von der Annahme aus, dass die Reaktionsgeschwindigkeit ein Indikator für das „Fit-Sein“ ist.

Bild rechts: Ausschnitt aus einem Arduino-Programm (Sketch).

Von September bis Ende November arbeiteten sich die Schüler/innen dann in die Technik des Mikrocontrollers „Arduino Uno“ ein; sie lernten das Dualsystem kennen, mit dem jeder Computer letztlich rechnet und das Hexadezimalsystem, in dem die Maschinensprache eines Controllers / Prozessors codiert ist.

Sie lernten auch die IDE (die Integrierte Entwicklungsumgebung) für die Programmierung des Arduino am Notebook kennen sowie eine Vielzahl von Befehlen, die man kennen muss, um in einer C-ähnlichen Programmiersprache Programme (so genannte Sketches) für den Arduino zu schreiben. Auch wichtige elektrische und elektronische Bauteile lernten die Schüler/innen kennen: Widerstände, Schalter, Taster, Leuchtdioden, Lautsprecher, Potentiometer und LCD-Displays.

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Bild oben: der Arduino-Mikrocontroller (links im Bild das Arduino-Board) in einer Schaltung zur Programmierung eines digitalen Würfels; rechts im Bild ein so genanntes “Breadboard”, ein Steckbrett, auf dem elektronische Bauelemente plaziert und mit elektrischen Verbindungsleitungen versehen werden können.

Ende November beherrschten die Schüler/innen dann alle nötigen Befehle und Programmier-Strategien, die man benötigt, um einen Reaktionstester zu bauen und zu programmieren – Befehle, mit denen man Variablen deklariert, die Anschluss-Pins auf dem Arduino-Board zu Eingängen oder Ausgängen macht, an die Ausgänge eine Spannung legt oder wieder wegnimmt, Eingänge abfragt oder Schleifen im Programm erzeugt oder Bedingungen formuliert, unter denen bestimmte Aktionen eintreten sollen.

Nach einigen Doppelstunden hatten die meisten Teams einen Reaktionstester konstruiert und programmiert. Um Messungen aber möglichst einheitlich machen zu können, wurden schließlich 8 identische Schaltungen aufgebaut und mit jeweils demselben Programm versehen.

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Bild oben: ein Team der Klasse 8c hat diese Variante des Reaktionstesters  gebaut; sie wurde die Vorlage für 7 weitere identische Geräte, die dann zur Messung eingesetzt wurden.

Auf dem Geräte-LCD-Display erscheint zunächst ein einleitender Test mit Informationen zur Durchführung der Messung. Der Test beginnt mit dem Hinweis, dass bei Erscheinen des Wortes “Jetzt” möglichst schnell die blaue Taste gedrückt werden muss. Wie lange es zwischen dem Hinweis und dem Aufleuchten des Wortes “Jetzt” dauert, ist eine vom Mikrocontroller zufällig erzeugte Pause von Bruchteilen einer Sekunde; sobald “Jetzt” am Display erscheint, wird die aktuelle Zeit gemessen; sobald der Taster gedrückt wurde, wird nochmals die Zeit gemessen; die Differenz dieser beiden Zeiten wird dann errechnet; das ist die benötigte Reaktionszeit. Das Drücken des Schalters wird durch kurzes Aufleuchten einer grünen Leuchtdode bestätigt. Die errechnete Reaktionszeit wird in Millisekunden am Display angezeigt.

Nun begannen die Planungen für die eigentlichen Messungen: bei welchen Schülern/innen sollte gemessen werden? Welche Klassenstufen sollten einbezogen werden? Wie viele Schüler/innen pro Klasse sollten getestet werden? Wie oft sollten die Messungen wiederholt werden?... usw.

Die Gruppe einigte sich schließlich darauf (ein bisschen spielten auch äußere Umstände eine Rolle – ob zum Beispiel am vorgesehenen Tag der Messung nicht gerade eine Klassenarbeit geplant war…) jeweils 6 Schüler/innen (jeweils 3 Mädchen und 3 Jungen) aus den Klassen 6a, 7a, 9b und aus der Kursstufe K1 zu testen. Jede Messung sollte pro Proband dreimal wiederholt und daraus dann der Mittelwert gebildet werden, der für die weitere Auswertung verwendet wird.

Nun wurden die betroffenen Lehrer/innen um ihre Bereitschaft gebeten, das Projekt zu unterstützen. Mit einem eigens entworfenen Schreiben wurden auch die Schüler/innen der ausgewählten Klassen informiert.

Am Donnerstag, 20.12.2018 war es dann so weit: jeweils 2 Teams aus der NwT-Gruppe (bestehend aus 2 Schülern/innen pro Team) waren für jeweils eine Klasse eingeteilt; gegen Ende der 2. Unterrichtsstunde wurden die Schüler/innen dann aus dem jeweiligen Unterricht geholt und zum Großen Hörsaal gebracht, wo die 8 Mess-Stationen aufgebaut waren.  Jeder der 6 Probanden pro Klasse führte 3 Messungen vor der ersten Großen Pause aus. Nach der Großen Pause, zu Beginn der 3.  Stunde wurden die Messungen dann in identischer Weise wiederholt. Die Messwerte wurden auf ausgedruckten Tabellen erfasst.

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Bild oben: am Morgen vor der Messung stehen die Messgeräte an den Testplätzen bereit.

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Bild oben: pro untersuchte Klasse stehen jeweils zwei Reaktionstester zur Verfügung. So kann die Messung rasch durchgeführt werden.

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Bild oben: eine Schülerin bei der Durchführung des Reaktionstests. Im Hintergrund ein Schüler der Klasse 8c mit der vorbereiteten Messwerte-Tabelle.

In der 4. Stunde machten sich die beteiligten Schüler/innen der Klasse 8c dann gleich an die Auswertung und Interpretation der Daten.

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Bild oben: mit Hilfe des Tabellen-Kalkulationsprogramms Excel  errechneten die Schüler/innen zunächst die Mittelwerte der drei Einzelmessungen jedes Probanden. Daraus wurden dann Mittelwerte für die getesteten Mädchen (w) und die getesteten Jungs (m) ermittelt sowie für die Gesamtheit der Probanden einer Klasse.

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Bild oben: die Ergebnisse der Studie: es wurden 24 Schüler/innen vor und nach der Pause getestet; außer bei 5 Probanden waren die Reaktionszeiten nach der Pause stets kürzer als zuvor. Am stärksten waren die Unterschiede in den Reaktionszeiten bei der Klasse 9b; hier waren die Reaktionszeiten nach der Pause nur noch 0,6 mal so groß wie zuvor; bei der Klasse 7a ist der Bruchzteil 0,74, bei den Schülern/innen der Kursstufe 0,76. Die Klasse 6a hat die Reaktionszeit nur spärlich verringert, nämlich um den Faktor 0,97.

 

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Textmarke_rot_RB Bundesweiter Vorlese-Wettbewerb 2018/19
11. Dezember 2018, Dienstag

Text: Katia Türk, Bibliothekarin

Beim diesjährigen Vorlesewettbewerb für die 6. Klassen des Robert-Bosch-Gymnasiums konnte sich Wiebke Seehofer aus der Klasse 6a den Sieg holen. Sie vertritt nun das Robert-Bosch-Gymnasium beim Kreisentscheid in Ludwigsburg im kommenden Jahr.

Beim Vorlesewettbewerb des Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der in ganz Deutschland stattfindet und bei dem sich im Laufe des Schuljahres Stufe um Stufe entscheidet, wer die beste Vorleserin oder der beste Vorleser in ganz Deutschland ist, nahmen auch dieses Jahr wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler der drei 6. Klassen teil. In einem ersten Schritt ermittelten die Deutschlehrerinnen mit ihren jeweiligen Klassen die Klassensieger. Diese mussten sich dann im Schulentscheid am 11. Dezember der Jury stellen, die sich zusammensetzte aus den Deutschlehrerinnen Frau Hecht, Frau Schäfer, und Frau Hellriegel - gleichzeitig Fachschaftsvorsitzende, der Schulbibliothekarin Frau Türk und traditionell komplettiert durch die Siegerin des Vorjahres N. W.

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Bild oben: die Jury im Großen Hörsaal des Gymnasiums: links Bibliothekarin Katia Türk, die drei Deutschlehrerinnen und (rechts im Bild) die Vorjahressiegerin Nele Weber.

Spannend war es, als Simon Köhler (Klasse 6b), Bona Lee (Klasse 6c) und Wiebke Seehofer (Klasse 6a) in der ersten Runde Ausschnitte aus den von ihnen selbst gewählten Romanen vortrugen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer kamen in den Genuss dreier unterschiedlicher Texte, die auf insgesamt hohem Niveau gelesen wurden.

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Bild oben: die drei Bewerber/innen aus den Klassen 6a, 6b und 6c. nach der Überreichung der Urkunden; von links nach rechts: Simon Köhler Wiebke Seehofer (die Siegerin des schulinternen Wettbewerbs-Schrittes) und Bona Lee.

Nahtlos ging es in die zweite Runde des Wettbewerbs, bei dem alle 6. Klassen als Zuschauer im großen Hörsaal zugegen waren und deshalb die Nervosität der drei Vorleser und -leserinnen sicherlich noch einmal anstieg. Mit Bravour meisterten jedoch alle den Vortrag der Textstellen aus dem Fremdtext, der den Schülern vorher nicht bekannt war.

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Bild oben: die Jury-Mitglieder stecken zur Bewertung die Köpfe zusammen...

Bewertet wurden von der Jury die Lesetechnik und die Textinterpretation, bei der es darauf ankam die Stimmung des Textes beim Lesen zu vermitteln, sowie beim Wahltext zusätzlich die Auswahl des Textabschnittes.

Am Ende konnte sich Wiebke Seehofer vor den beiden anderen als Siegerin durchsetzen.

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Bild oben: die Siegerin erhält ihre Urkunde überreicht.

Die Teilnehmer erhielten abschließend nicht nur den wohlverdienten Beifall ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, sondern auch die offizielle Urkunde des Vorlesewettbewerbs und zusätzlich einen Buchgutschein (gespendet von der Buchhandlung ONE) für neuen Lesestoff.

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Bild oben: die drei Vorleser/innen mit der von ihnen ausgewählten Lektüre.

Aus folgenden Büchern wurde vorgelesen. Vielleicht ist dies auch eine Anregung für die kommenden Weihnachtsferien:

  • Wiebke Seehofer (rechts im Bild oben) las aus „Sophie auf den Dächern“ von Katherine Rundell
  • Simon Köhler (Bild oben, Mitte) las aus „Der Blackthorn Code Bd. 1 – Das Vermächtnis des Alchimisten“ von Kevin Sands
  • Bona Lee (im Bild oben links) las aus „Harry Potter und der Feuerkelch“ von Joanne K. Rowling

Der unbekannte Text war aus „Sommer mit Opa“ von Sarah Welk.

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Bild oben: die drei Kandidaten/innen beim Vorlesen des unbekannten Textes.

 

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Textmarke_rot_RB Rüttel’ die Freude wach - es ist Weihnachtszeit
13. Dezember 2018, Donnerstag

Musik macht Spaß - und Vorfreude auf Weihnachten beim Adventskonzert in der Petruskirche

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit
Fotos: Simon Schwarz

Draußen ist es kalt geworden. Es schneit. Der äußere Rahmen stimmt also beim Adventskonzert der Musikgruppen des Gymnasiums am Donnerstag, 13.12., in der Petruskirche.

Vikar Malte Jericke begrüßt das Publikum und weist auf die beiden Seiten der Adventszeit hin: sie soll auf Weihnachten vorbereiten und ist doch meistens hektisch. Da soll dieses Konzert die Zuhörer einstimmen auf das, was an Weihnachten geschehen ist: „Schaut hin, dort liegt im finstern Stall“, wie es im zum Konzertschluss gemeinsam gesungenen Choral aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium heißt.
 
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Bild oben: das Junior-Ensemble unter Leitung von Tatjana Vilz-Beck.

Und um die Weihnachtsbotschaft drehen sich dann auch die musikalischen Beiträge. Tatjana Vilz-Beck und das Juniorensemble nehmen das Publikum mit  „Im Stall an der Krippe“ ,Variationen über ein Weihnachtslied, gefolgt von fröhlichen Tänzen (auch im Stall?), die durch die prägenden Bläser eine festliche Note erhalten.

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Bild oben: die Musical-AG unter Leitung von Johannes Schmid.

Und schon sind wir mittendrin im „Weihnachtsabend“, von dem die Musical-AG (Schüler der Klassen 5 und 6) berichtet, unter der Leitung und am Klavier begleitet von Johannes Schmid. Er hat Texte aus „Nussknacker und Mausekönig“ von E.T.A. Hoffmann mit vier Liedern zu einer kleinen Heilig-Abend-Revue verbunden. Die jungen Stimmen lassen in den auswendig vorgetragenen Texten und Liedern eine mal geheimnisvolle, mal freudige und mal lustige Stimmung entstehen.

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Bild oben: der Mittelstufenchor “Augmented Reality” unter Leitung von Dr. Dirk Wegner.

Adventskonzert_2018__P_LDirk Wegner singt, begleitet von Johannes Schmid am Klavier, mit seinem Mittel- und Oberstufenchor „Augmented Reality“ drei Lieder: zunächst wird das Publikum sanft eingelullt mit dem melancholischen Evergreen „Hallelujah“ von Leonard Cohen, zu einem Weihnachtslied umgeschrieben.

Bild rechts. Patricia L. singt den Solo-Part.

Chor und Band rütteln anschließend jeden wieder wach beim  rockigen „Shake Up Christmas“  der Popgruppe „Train“. „Freut euch! Leute, steht auf und singt“, heißt es dann in „Singin‘ on Christmas Morn“. Chor und Patricia L. mit souliger Solo-Stimme ergänzen sich hervorragend. Die Zuhörer bleiben zwar sitzen, schnipsen aber bei dem schwungvollen Stück begeistert mit.

„He’s got all in Control“ – auch das ist eine Botschaft von Weihnachten. Patricia Lufuandika singt das Stück großartig und füllt die ganze Kirche mit Stimme, Kraft und Zuversicht.

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Bild oben: die “SuperBoschis Allstars”, der Eltern-Lehrer-Schüler-Chor unter Leitung von Dr. Dirk Wegner.

Der Eltern-Lehrer-Chor „SuperBoschis Allstars“, dirigiert von Dirk Wegner, blickt in „Bring us Hope“ sehnsüchtig-hoffnungsvoll auf die Weihnachtszeit. Anne-Marie B. begleitet am Cello, Musiklehrer Johannes Schmid am Klavier. Das ruhige, versonnene „Steal away“, auch hier wieder mit Patricia L. in den Solopassagen, betont die persönliche Besinnung, der abschließende „Angel song – Glory to the Newborn king“ wieder Triumph und Freude: der stimmlich sehr präsente Chor singt „Come and join!“ – „Komm, feier‘ den neugeborenen König“ so zupackend, dass man spürt: Weihnachten bedeutet wirklich Freude. Und gemeinsames Singen ist schön.

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Bild oben: Tatjana Vilz-Beck dirigiert das Orchester des Robert-Bosch-Gymnasiums.

Das Abschlussstück des Orchesters unter der Leitung Tatjana Volz-Beck könnte angesichts der Winterkälte nicht passender gewählt sein: Auszüge aus der Filmmusik „Frozen“ – gefroren.

Auftauen kann man im Anschluss: An einem rollenden Stand des Weltladens wird heißer Punsch ausgeschenkt. Zumindest innerlich ist aber nach diesem Konzert ohnehin allen warm.

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Bild oben: die Schlussworte spricht Schulleiter Eberhard Blanz (vorn links im Bild); die Musiklehrer/in erhalten Weihnachtssterne als kleines Dankeschön.

Ein herzliches Dankeschön daher an die drei Kollegen der Musikfachschaft, Tatjana Vilz-Beck, Johannes Schmid und Dirk Wegner, für die Mühen des Einstudierens und Organisierens, sowie an alle Mitmusizierenden – über einhundert (vorwiegend) Schüler, Eltern und Lehrer. Beeindruckend!

Die Schulgemeinschaft bedankt sich bei der Petruskirchengemeinde, dass sie wieder zu Gast sein durfte in der schön geschmückten Kirche.

 

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Textmarke_rot_RB Nikolaus-Aktion der SMV
6. Dezember 2018, Donnerstag

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Bild oben: die Nikoläuse und die den “Schlitten” ziehenden Rentiere der SMV stehen mit einem Wagen voller Schokoladen-Nikoläuse bereit zur Verteilung in den Klassen.

Am Nikolaustag kommt der Nikolaus; so ist es auch am Robert-Bosch-Gymnasium: die Nikolaustag-AG der SMV (Schülermitverantwortung) führt dieses Projekt jedes Jahr durch: in den Wochen vor dem Ereignis (auch am Tag des Adventsbasars) kann man im Atrium Grußkarten erwerben. Diese werden beschrieben und an entsprechend adressiert. Schüler/innen grüßen Mitschüler/innen; Lehrer/innen grüßen Schüler/innen... und umgekehrt; auch die Schulsekretärin und die Schulbibliothekarin bekommen Post.

Am Nikolaustag ziehen dann die SMV-Nikoläuse durch die Flure und verteilen die Grüße in den Klassen und im Lehrerzimmer. Verbunden mit dem Gruß ist ein Schokoladen-Nikolaus. Falls einmal ein Schüler / eine Schülerin von niemandem eine Grußkarte zugeschickt bekommt, geht es aber auch nicht leer aus; dann gibt es einen kleinen “Trost-Nikolaus”.

 

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Textmarke_rot_RB Alljährlicher Adventsbasar zugunsten unserer Patenkinder an der Schule in Karakara/Niger
Ende November / 1. Dezember 2018, Samstag

Die Vorarbeiten zum diesjährigen Adventsbasar haben wie immer schon Wochen vor dem eigentlichen Basartag begonnen; Schüler/innen, Eltern und Klassenlehrer/innen haben sich in der Schule getroffen, um gemeinsam zu basteln, kleben, Türkränze oder Adventskränze zu binden oder was auch immer an Vorarbeiten nötig war. Viel Arbeit wird auch in den Elternhäusern geleistet.

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Bild oben: im Werkbereich der Schule werden jedes Jahr die Adventskränze gebunden und dekoriert.

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Bild oben: das Werk vieler kreativer Hände: die Rohlinge, das Tannenreisig, die Kerzen und die Dekoration sind zu Adventskränzen verarbeitet.

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Bild oben: morgens um 7 h am Basartag herrscht noch Stille im Atrium.

Nachfolgender Text: David Schaebs, Schul-Öffentlichkeitsarbeit.

 

Textmarke_rot_RBStrohsterne gegen Strohhütten – Ein Rückblick auf den Adventsbasar - Karakara

Karakara_Bazar_2018_VortragEins vorab: Strohsterne gab es in diesem Jahr nicht zu kaufen, als am Samstag, 1. Dezember, der Adventsbasar im Atrium des Gymnasiums stattfand. Dafür aber beispielsweise bei einer Grundschulklasse eine Art Weihnachtsbaum aus Holzstücken oder bei einer 7. Klasse "Mini-Adventskalender" in Streichholzschachteln sowie optisch sehr ansprechende selbst hergestellte Seifen.

Der Basar hat eine zentrale Bedeutung im „Sozialen Lernen“ unserer Schule: Als gemeinschaftliches soziales Engagement von Schülern, Eltern und Lehrern dient der Basar einem guten Zweck. Seit 10 Jahren werden die Einnahmen zugunsten des Projekts “Hilfe für Kinder in Niger” in Karakara / Zinder verwendet.

Bild rechts: Aushang zur Informationsveranstaltung.

In einem Vortrag im Großen Hörsaal informierte Albert Pfänder als langjähriger Kollege am Robert-Bosch-Gymnasium, dem das Schulprojekt am Herzen liegt, über dessen aktuelle Lage.

Lamin Ousman-Daouda, Gründer des Trägervereins „Karakara – Hilfe für Kinder in Niger e. V.“ und gebürtig aus Zinder /Niger, zeigte im Anschluss einen 25-minütigen Film, den er bei seinem letzten Besuch vor Ort im Oktober 2018 gedreht hat und in dem er über das Gelände und die einzelnen Einrichtungen führt. 

Albert Pfänder nahm die Besucher anhand von Satellitenaufnahmen (Google Earth) mit in den Niger. Das Land ist im Vergleich zu Deutschland viermal so groß, hat aber nur 25 % der Einwohner, dafür mit die höchste Geburtenrate weltweit. Dementsprechend sind Schule und Bildung absolute Zukunftsthemen. Zugleich ist der Niger politisch ruhig, obwohl er umgeben ist von Staaten, in denen gewaltvolle Konflikte herrschen, und er an einer der Hauptmigrationsrouten durch die Sahara Richtung Mittelmeer/Europa liegt.

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Bild oben: Lamin Ousman-Daouda bei der Kommentierung seines in Niger aufgenommenen Filmes (Foto: Ralf Müller).

Karakara ist ein Vorort der Stadt Zinder, die ca. 350.000 Einwohner hat. Der Ortsname, zu Deutsch „Stroh Stroh“, weist auf die ärmliche Situation und das vorherrschende Baumaterial hin. Doch da die Schule auch ein lokaler Wirtschaftsfaktor ist, indem sie eine Nachfrage nach Köchinnen, Lehrern, Handwerkern usw. schafft, konnte der ganze Ort profitieren, sodass mittlerweile zahlreiche Gebäude in der traditionellen Lehmbauweise errichtet sind. „Stroh Stroh“ – der  Ortsname könnte bald der Vergangenheit angehören, wenn auch dank des Projekts die Strohhütten verschwunden sein werden.

Die Schule selbst wird ebenfalls weiter ausgebaut, wie Albert Pfänder anhand der Aufnahmen erklärte: Vor einigen Jahren wurde eine Möbelschreinerei eingerichtet, es gibt Nähunterricht im Nähraum und seit 2016 dank gespendeter Computer und öffentlicher Stromversorgung auch Informatikunterricht. Im Schulgarten werden Nutzpflanzen angebaut, etwa ein Heilpflanze gegen Malaria. Mittlerweile ist das Gelände zudem an die örtliche Wasserversorgung angeschlossen.

Das Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen ermöglicht einer ganzen Klasse (40 Schüler/innen) den Besuch eines Collèges, indem das Schulgeld, 240 € je Schüler,  übernommen wird. Darin enthalten sind neben dem Unterricht die Schulmaterialien, Schulkleidung, zwei warme Mahlzeiten am Tag und die Gesundheitsversorgung. Die Schüler werden im Erfolgsfall bis zum Eintritt in die Oberstufe / Lycée (vergleichbar unserem Abiturabschluss) geführt. Insgesamt besuchen die Schule derzeit 373 Schüler, die meisten werden durch private Patenschaften finanziert.

Lamin Ousman-Daouda erläuterte die Kriterien für die Auswahl der Schüler: die Partnerorganisation vor Ort (ONG Mungane) wähle nach dem Armutsgrad der Eltern aus, das heißt, besonders bedürftige Kinder werden bevorzugt, zudem sei das Alter ein Kriterium. 50 Kinder je Jahr werden aufgenommen. Es werden immer etwa gleich viele Mädchen und Jungen aufgenommen.

Er betonte besonders die Bedeutung des Französischunterrichts: als Amtssprache neben den vielen lokalen Stammessprachen sei Französisch die entscheidende Voraussetzung, um am öffentlichen Leben teilzunehmen und eine weiterführende Bildung oder eine qualifizierte Tätigkeit anzustreben.

Da unsere Patenschaft bis Ende dieses Schuljahres lief und daher eine Entscheidung gefällt werden musste, waren die ausführlichen Informationen eine große Hilfe, um einzuschätzen, wie bedeutend und nützlich die mit dem Geld geleistete Arbeit vor Ort ist.

Im Anschluss des diesjährigen Basars  hat sich das Lehrerkollegium des Gymnasiums für eine Fortführung der Partnerschaft mit dem Verein „Karakara“ und damit für ein weiteres finanzielles Engagement zur Unterstützung von Kindern im Niger ausgesprochen. Und vielleicht werden irgendwann auch mal wieder Strohsterne gebastelt, um aus Strohhütten Lehmhäuser werden zu lassen.

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Bild oben: immer wieder lassen sich die Schüler/innen und Eltern der Klassen etwas Neues einfallen....

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Bilder oben und unten: der Basar öffnet stets um 9 h; schon wenig später herrscht reges Treiben im Atrium der Schule.

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Bild oben: an zentraler Stelle im Atrium öffnet stets der Afrikastand sein Angebot; hier kann man sich nicht nur über unser Schulprojekt in Niger informieren, dem Trägerverein beitreten oder eine Patenschaft für ein Kind in Karakara übernehmen, sondern auch allerlei Schmuck, Stoffe und Kunsthandwerkliches aus Niger erwerben.

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Bild oben: Kleidung, Taschen, Kissen, ... aus landestypischen Stoffen.

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Bild oben: Schmuck und Stoffe aus Niger.

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Bild oben: Informieren am Karakara-Stand über das Projekt: der Initiator und erste Vorsitzende des Vereins “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger”, Lamin Ousman-Daouda und Schriftführer Manfred Lehr (Foto: Eberhard Blanz).

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Bild oben: das Projekt an unsere Schule gebracht hat die ehemalige Kunstlehrerin M. Neumann (links im Bild).

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Bild oben: viele Besucher/innen des Adventsbasars schätzen auch das reichhaltige Angebot des modernen Antiquariats, das Bibliothekarin Katia Türk stets aufwändig sortiert und bereitstellt.

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Bild oben: im Schülercafé “Glaspalast” übernimmt stets die Klassenstufe 4 der Pestalozzi-Schule den Verkauf von Kuchen und Kaffee.

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Bild oben: die Mütter der Viertklässler haben ein reichhaltiges Kuchensortiment zusammengestellt.

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Bild oben: nicht wenige Besucher/innen des Adventsbasars erwerben am Stand der Kursstufen K1 und K2 ihren Adventskranz.

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Bild oben: Mitglieder der SMV verkauften am Nikolaus-Aktions-Stand Grußkarten; sie werden am Nikolaustag zusammen mit einem Schokoladen-Nikolaus an die Adressaten verteilt.

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Bild oben: von der Feier des 50-jährigen Jubiläums der Schulgründung sind noch Exemplare des Jubiläums-Jahrbuches übrig; diese wurden ebenfalls an einem Stand im Atrium noch angeboten.

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Bild oben: Adventsgestecke an einem Stand.

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Bild oben: aufwändig gestaltete Weihnachtssterne.

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Bild oben: hier kommen Schleckermäuler nicht zu kurz...

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Bild oben: der wahrscheinlich kleinste Adventskalender der Welt.

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Bild oben: auch der Förderverein PRO beteiligt sich jedes Jahr am Karakara-Basar und bietet nicht nur Mitgliedschaften an, sondern auch spezielle Schul-Schokolade.

 

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Suedzucker_2007_9Textmarke_rot_RBTraditionelle Besichtigung des Südzucker-Werkes in Offenau
8. November 2018, Donnerstag

Text:  A. Beuchle
Fotos: A. Beuchle (2011), der Webmaster (2005 und 2007)

Hinweis: aktuell darf auf dem Firmengelände nicht mehr fotografiert werden; die Genehmigung zur Veröffentlichung der vorhandenen Bilder wurde uns seinerzeit schriftlich erteilt.

Am Donnerstag war es wieder soweit - die 2- und 4 -stündigen Chemiekurse am Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen brechen mit ihren beiden Chemielehrerinnen K. Stark und A. Beuchle zu ihrer gemeinsamen Exkursion nach Offenau bei Heilbronn auf. Hier steht eine der Zuckerfabriken der Südzucker AG. Dieser Besuch gehört seit Jahren zum festen Programm der Oberstufen- Chemiekurse.

Bild rechts: durch den Kamin zieht der Wasserdampf ab, der beim Trocknen der Zuckerrübenschnitzel entsteht. Rechts daneben der Schachtofen, in dem Kalkstein (Calciumcarbonat) zu Branntkalk (Calciumoxid) verarbeitet wird.

 

Es gibt wenig Besuchsziele, bei denen man so intensiv den Weg eines Produktes verfolgen kann wie bei der Zuckergewinnung aus der Zuckerrübe. Dabei erfährt man sehr schnell, dass die Zucker -”Fabrik” eigentlich keine Fabrik im Sinne von “Zucker herstellen” ist. Der Zucker ist schließlich schon fix und fertig in der Rübe enthalten, sondern eher eine “Zuckergewinnungsanlage”.

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Suedzucker_2017_RuebeBild oben: von der Rübe bis zum fertigen Produkt in der Küche (die Weihnachtsbäckerei steht an...) - beim Besuch in der Zuckerfabrik kann man den gesamten Weg der Zuckergewinnung verfolgen.

In dem Südzuckerbetrieb in Offenau werden während der ca. dreimonatigen Kampagne im Minutentakt (außer am Sonntag) rund um die Uhr Zuckerrüben angeliefert. Mit einem Hochdruck-Wasserstrahl werden die Rüben von den Anhängern in den Transportkanal gespült. Die Rüben werden vom Fremdmaterial über einen Steinabscheider getrennt Zuckerrüben, gewaschen und in den Schneidmaschinen zerkleinert. Bei größerer Anlieferungs- als Verarbeitungsgeschwindigkeit – werden Zuckerrüben auch zwischengelagert.

Bild rechts: eine Zuckerrübe, die uns ein freundlicher Landwirt aus dem benachbarten Ditzingen zur Verfügung gestellt hat.

Die Zuckerrübe ist eine Kulturform der Gemeinen Rübe (Beta vulgaris); eine Zuckerrübe wiegt - wenn sie im Herbst geerntet wird - zwischen ca. 0,70 und 1,20 Kilogramm. Die Zuckerrübe wurde aus der Gemeinen Rübe hinsichtlich eines möglichst hohen Zuckergehaltes gezüchtet und optimiert; dieser beträgt ca. 15-16 % der gesamten Rübenmasse.

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Bild oben: Anlieferung der Rüben per LKW direkt vom Acker.

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Bild oben links: die Rüben werden mit einem starken Wasserstrahl von den Ladenflächen der LKW und Anhänger gespritzt. Bild oben rechts: Wenn mehr Rüben angeliefert werden, als verarbeitet werden können, werden sie  zwischengelagert.

Die Rübenschnitzel gelangen in einen großen Extraktionsurm, in dem mit Hilfe von warmem Wasser der Zucker herausgelöst wird. Da neben dem Zucker auch noch „unerwünschte“ Stoffe extrahiert werden, muss das Gemisch anschließend noch mehrere Klärungs- und Reinigungsschritten durchlaufen. Dabei erhält man den so genannten Dünnsaft und dann mit zunehmender Konzentrierung durch Eindampfen unter Vakuum Dicksaft, aus dem dann die Zuckerkristalle auskristallisieren. Der Zucker wird nochmals abgeschleudert und mit Wasser abgespritzt und geht als so genannte “Grundsorte” vor allem an Großabnehmer wie Schokoladen- und Gebäckfabriken sowie Getränkehersteller. Die Raffinade, die als Haushaltszucker verwendet wird, entsteht nach nochmaligem Lösen und erneutem Auskristallisieren und ist ein hochreines Produkt.

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Bild oben: durch beleuchtete Sichtfenster kann man in den Kristallisator sehen, wie im Dicksaft sich allmählich Zuckerkristalle bilden. Der Prozess kann durch “Impfen” mit Puderzucker -Kriställchen eingeleitet und beschleunigt werden.

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Suedzucker_2007_2Bild oben: hier stehen die zum Teil kontinuierlich, zum Teil in Chargen arbeitenden Zentrifugen, die den Sirup von den Zuckerkristallen trennen.

Alle Schritte der Zuckergewinnung - von der noch verschmutzten Rübe bis zum abgepackten Puderzucker oder der Raffinade - kann man in einer Zuckerfabrik hautnah und mit allen Sinnen erleben. Es riecht und duftet, es ist draußen kalt und drinnen schwülwarm und laut. Und wenn man will, kann man die Zwischenprodukte auch noch mit dem Geschmackssinn erforschen.

Bild rechts: die Produktpalette reicht von der Raffinade über den Hagelzucker, den Kandiszucker, den Braunen Zucker, den Zuckerhut, den Gelierzucker, die Zuckerwürfel bis zum Puderzucker...

Alle Abläufe sind hocheffizient, was den Einsatz von Wasser, Energie, oder Kalk anbelangt: Die Wärme, die bei der Extraktion oder dem Eindicken des Dünnsaftes benötigt wird, ist streng genommen nur die Abwärme aus den Dampfturbinen, welche die Generatoren treiben, die den Strom für die Zuckerfabrik liefern.

Die extrahierten und ausgepressten Zuckerschnitzel und die am Ende des Auskristallisationsprozesses anfallende Melasse werden - als Futtermittel - dem landwirtschaftlichen Stoffkreislauf zugeführt.

Wir möchten uns auch in diesem Jahr für die vierstündige Führung bedanken, bei der die Teilnehmer/innen wieder einen intensiven und informativen Einblick in die Herstellung des Zuckers erhalten haben. Wir hoffen, dass diese Besichtigung auch für die nachfolgenden Chemiekurse angeboten werden kann.

 

 

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Textmarke_rot_RBDas schüttelt man nicht aus den Kleidern
17. - 26. Oktober 2018, Mittwoch bis Freitag der Folgewoche

Zum Besuch von Schülern/innen in Israel im Rahmen unserer Schulpartnerschaft mit der Har VaGai Regional High School im Kibbuz Dafna in Nordgaliläa

Text: E. Kleinmann
Bilder: eine Teilnehmerin

„Ich glaube, so nass war ich noch nie.“ – Wir stehen unter dem Vordach eines Schulgebäudes auf dem Campus der Har VaGai Schule und schauen uns gegenseitig in die triefnassen Gesichter. Gerade sind wir auf einem kurzen Spaziergang so richtig eingeseift worden, und mit dem Wasser, das uns aus den Schuhen quillt, zerrinnt uns eine weitere vermeintliche Gewissheit über das Land, in dem wir uns befinden: Nein, auch in Israel ist es nicht immer heiß und scheint nicht immer die Sonne.

Neun Tage befinden wir uns nun schon in diesem Land, in dem immer wieder überraschende Erfahrungen auf uns warten:

Wir haben eine Schule erlebt, die verstörend anders war, als wir – Schüler und Lehrer - dies gewohnt sind: Wo es möglich zu sein scheint, während des Unterrichts in aller Seelengemütsruhe Handy-Telefonate zu führen oder vor die Türe zu gehen oder sich lautstark privat zu unterhalten.

Wir waren zu Gast bei einem Landrat, der sich mitten im Wahlkampf Zeit für ein ausführliches Gespräch mit uns nimmt: Über die Geschichte seines Vaters in der Zeit des Holocaust, über seine eigenen Überzeugungen, die mit dieser Geschichte zu tun haben, und über sein Anliegen, Schüler aus Israel und Deutschland in immer intensiveren Kontakt zueinander zu bringen.

Wir haben in den Familien, in denen wir zu Gast waren, eine überwältigende, herzliche, unkomplizierte Gastfreundschaft erlebt und zugleich oftmals erfahren, wie auch diese Familien von der Zeit des Holocausts geprägt sind.

Wir haben Grenzbefestigungen gesehen, wie wir sie in Europa nicht mehr kennen. Wir haben aus der Ferne Stellungen der Hisbollah in Augenschein genommen und sind schwerbewaffneten israelischen Soldaten begegnet. Und wir haben Akko besucht, wo jüdische und arabische Israelis seit Jahrzehnten friedlich zusammenleben.

Wir haben uns von der Vielfalt der Religionen und Kulturen in diesem Land wenigstens einen flüchtigen Eindruck verschafft: Juden, Christen, Muslime, Bahai...

Wir haben gehört, gefragt, diskutiert. Wir waren ernsthaft und wir waren albern. Wir haben uns im Toten Meer gesuhlt, sind durch den Hatsbani-Fluss gewatet und sind gemeinsam über mitgebrachte Picknicks hergefallen.

Und jetzt stehen wir, beinahe am Ende dieser Zeit angelangt, unter diesem Vordach, und während ich vor mich hin tropfe, weiß ich, dass ich die Eindrücke dieser Reise nicht so schnell von mir abschütteln werde.

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Bild oben: Bazargasse in der Jerusalemer Altstadt

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Bild oben: Illuminierte Stadtmauer von Jerusalem

 

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Textmarke_rot_RBEin gelber Band mit dem eigenen Namen drin: Schülerwettbewerb führt zu einer Sonderausgabe des Reclam-Verlages
Oktober 2018

Text: David Schaebs, Schul-Öffentlichkeitsarbeit

Vor den Sommerferien veranstaltete unsere Schule einen Literaturwettbewerb unter dem Motto „2068. Das Robert-Bosh-Gymnasium in 50 Jahren“.

Anlässlich des 50-jährigen Schuljubiläums wollten die Initiatoren, die Deutschlehrer Claudia Hellriegel, David Schaebs, Dirk Wegner und Hubert Würger, nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch vorausblicken. Fast ein Viertel der Schüler beteiligten sich mit Kurzgeschichten, Comics, Essays und Gedichten. Die Sieger jeder Stufe erhielten jeweils einen Gutschein im Wert von 50 €, gestiftet von einzelnen Deutschlehrern und dem Etat der Fachschaft Deutsch.

Und noch ein ganz besonderes Highlight kam für 27 der Schüler dazu: ihre Texte wurden veröffentlicht. Dirk Wegner stellte den Kontakt zum Reclam-Verlag in Ditzingen her und so erschien im September eine streng limitierte Auflage unseres schuleigenen Reclam-Heftes.

Die Stuttgarter Zeitung / Leonberger Kreiszeitung berichtet über den ungewöhnlichen gelben Band.

Hier findet sich der Artikel: Link zum Bericht

Übrigens: Das Reclam-Heft kann im Sekretariat der Schule für 1 € erworben werden – solange der Vorrat reicht.

Bild unten: David Schaebs, an der Schule für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und Mitherausgeber des Reclam-Heftes, am Verkaufsstand beim Jubiläums-Schulfest im Oktober.

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Textmarke_rot_RBDeutsch-deutscher Austausch Gerlingen/Halle mit dem Thema “Der Diktatur auf der Spur”
18. - 26. Oktober 2018, Donnerstag - Freitag der Folgewoche

Zum 19. DD-Austausch zwischen Halle und Gerlingen

Text / Bilder: A. Beuchle und M. Ciapura

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Bild oben: die Gruppe bei der Abreise.

Sie sind in einem geeinten Deutschland ohne Mauer aufgewachsen. Beim innerdeutschen Schüleraustausch: von Kulturschock keine Spur.“ Zitat aus: Spreewild, Jugendredaktion der Berliner Zeitung 2. Okt., Julia Sauer

Seit mittlerweile 18 Jahren findet nun schon traditionsgemäß der deutsch-deutsche Austausch zwischen dem Elisabeth-Gymnasium in Halle und dem Robert-Bosch-Gymnasium in Gerlingen statt. Jeweils ca. 15 SchülerInnen der Klassenstufe 10 beider Schulen treffen sich, um gemeinsam verschiedene Aspekte der deutschen Geschichte zu beleuchten und die gemeinsame Vergangenheit lebendig zu halten und zu bewahren. Ursprünglich wurde der Austausch eingeführt, um Kontakte zwischen Schulen im ehemaligen östlichen und westlichen Teil Deutschlands zu knüpfen und gegebenenfalls auch Vorurteile abzubauen.

Die Intention des Austausches hat sich insofern etwas gewandelt, als dass die SchülerInnen inzwischen alle nach der „Wende“ geboren wurden und durch die Zeit zusammengewachsen sind. Nach wie vor ist es aber wichtig, die Geschichte Deutschlands zu kennen. Der DD-Austausch bietet den SchülerInnen die Möglichkeit, an jährlich wechselnden Themen einen mit Sicherheit spannenden Einblick in die Geschichte Deutschlands zu erhalten.

Dass unser Austausch etwas Besonderes ist, wird u. a. durch das vielfältige Interesse seitens der Medien bekundet. Im Vorfeld des diesjährigen Austausches führte die Jugendredaktion Spreewild der Berliner Zeitung schon Interviews mit TeilnehmerInnen des letztjährigen Austausches und kam zum Schluss „Sie sind in einem geeinten Deutschland ohne Mauer aufgewachsen. Beim innerdeutschen Schüleraustausch: von Kulturschock keine Spur“. Während des diesjährigen Austausches wurden die TeilnehmerInnen in Stuttgart und Halle sogar von einem Fernsehteam des SWR begleitet.

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Bilder: Fernsehteams des SWR bei Ihrer Arbeit in Gerlingen (oben) und in Halle (unten).

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Unter dem Motto „Der Diktatur auf der Spur“ untersuchten die Schüler/innen in diesem Jahr, welche gemeinsamen Aspekte Diktaturen aufweisen und welche möglichen Gründe Auslöser vergangener Diktaturen gewesen sind. Auch aktuellen Diktaturen wurden betrachtet und politische Entwicklungen der heutigen Zeit beleuchtet und zur Diskussion gestellt. Vom 18. bis 26. Oktober erwarteten die Teilnehmer dazu eine Fülle von Veranstaltungen und Arbeitsphasen, in denen sie sich mit der Thematik auseinandersetzen konnten. Im Folgenden ein paar Beispiele.

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Bilder oben und unten: auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.

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Zum Start des Austausches trafen die beiden Gruppenhälften am 18. Oktober in Nürnberg zusammen, um u.a. das ehemalige Reichsparteitagsgelände zu besichtigen und Hintergründe zur nationalsozialistischen Diktatur des Dritten Reiches zu erfahren.

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Bilder oben und unten: auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.

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Nach einer Übernachtung in der Jugendherberge Nürnberg schaute sich die Gruppe unter pädagogischer Betreuung und anschließender Diskussion am Freitag noch den Propagandafilm „Triumph des Willens“ von Leni Riefenstahl an, bevor es am Nachmittag nach Gerlingen ging.

Das Filmteam des SWR begleitete die Gruppe am Samstag während der thematischen Einführung in der Schule und SchülerInnen während Ihres „freien Nachmittags“ in Stuttgart. Am Tag darauf machte sich die gesamte Gruppe nach Halle auf.

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DD_Austausch_10_2018_RoterOchseBilder oben und rechts: “Gedenkstätte Roter Ochsen in Halle“

Im „Roten Ochsen“, einem ehemaligen Gefängnis und späterer Hinrichtungsstätte des nationalsozialistischen Herrschaftsregimes, sowie Staatssicherheitsgefängnis der DDR, das nun für Besucher als Gedenkstätte zugänglich ist, wurde am Dienstag u. a. das Regime der DDR näher untersucht.

Dort erfuhren die Schüler, in welcher Art und Weise die Staatssicherheit der DDR das System überwachte und wie politisch Andersdenkende dem Ministerium für Staatsicherheit ausgeliefert waren. Besonders beeindruckend war auch der Besuch der noch in Betrieb befindlichen Justizvollzugsanstalt im selben Gebäudetrakt.

Weitere Einblicke in die Herrschaft des DDR-Regimes erhielten die SchülerInnen bei einem Besuch in Leipzig und hier im Zeitgeschichtlichen Forum und der „runden Ecke“, dem ehemaligen Sitz der Bezirksverwaltung der Saatsicherheit in Leipzig und heutige Gedenkstätte und Museum.

Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr alle einen interessanten und unvergesslichen Einblick in die deutsche Vergangenheit erhalten haben und sich die neuen Freundschaften noch lange halten werden. Auch wir LehrerInnen blicken auf einen tollen Austausch mit Euch zurück.

Bild unten: SchülerInnen im zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig

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Textmarke_rot_RBLink zum Fernsehbeitrag im “Morgenmagazin” von ARD und ZDF

(Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit)

Beim diesjährigen 2-D-Austausch zwischen unserer Schule und einem Gymnasium in Halle, Sachsen-Anhalt, wurde die Gruppe von einem Team des ARD-Morgenmagazins begleitet. Wir berichteten über die Dreharbeiten (s. oben).

Daraus ist ein sehr sehenswerter 5-minütiger Filmbeitrag für das ARD-Morgenmagazin (Moma) entstanden. Gesendet wurde er am 30.10.  2018 und kann noch in der Mediathek unter folgendem Link abgerufen werden:

Link zum Beitrag im Morgenmagazin

 

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Textmarke_rot_RBBreitbandausbau erreicht das Schulgebäude
26. Oktober 2018, Freitag

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Bild oben: die Baustelle vor dem Schulgelände.

Das Hochbauamt der Stadt Gerlingen hat ein bisschen nachgeholfen... Heute nun hat ein kleiner Bagger vor dem Schulgelände den Gehweg aufgegraben: die Deutsche Telekom schließt das Schulgebäude über einen Schaltkasten an der Richthofenstraße in den nächsten Tagen am Glasfasernetz an, das bereits in der Straße verlegt wurde. Damit kann die Internetanbindung des Robert-Bosch-Gymnasiums auf deutliche höhere Übertragungsgeschwindigkeiten hoffen als bisher. Der aktuelle genutzte T@School-Anschluss erreicht eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von maximal 16 MBit/s.

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Bild oben: der Gehweg und das leine Wegstück bis zum Schaltkasten auf dem Schulgelände sind für die Verlegung des Glasfaserkabels geöffnet.

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Glasfaseranschluss_10_2018_5Bild oben: das Glasfaserkabel wird in Leer-Rohren verlegt.

Bild rechts: Stunden später: der Anschlusskasten ist aufgebaut; rechte Bildhälfte: im Keller des Schulgebäudes kommt das Glasfasterkabel an und wird nun über einen Switch mit dem Multimedianetz der Schule verbunden.

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Textmarke_rot_RBInformationsveranstaltung zu unserem Sozialprojekt in Karakara / Niger
20. Oktober 2018, Samstag

Alle zwei Jahre findet im Firmen-Gebäude der Züblin AG in Stuttgart-Möhringen eine Informationsveranstaltung zum Schulprojekt “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger” statt. Zum heutigen Treffen fanden sich wieder viele Unterstützer des Projektes in der Kantine des Unternehmens ein. Zwischen 16 und 17 h war zunächst Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen und sich an Stellwänden über den aktuellen Stand des Projektes und der Patenschaften zu informieren.

Das Robert-Bosch-Gymnasium unterstützt mit dem Erlös des Adventsbasars das Schulprojekt im zentralafrikanischen Staat Niger mit jährlich ca. 12.000,- €. Damit ermöglichen wir einer Schulklasse den Besuch der Grundschule bzw. des Collège im Stadtteil Karakara der Provinzhauptstadt Zinder im Osten von Niger. Mit der Förderung haben wir 2008 begonnen; mittlerweile sind die Schüler/innen “unserer” Klasse im vorletzten Collège-Jahr angekommen. Im nächsten Jahr muss die Schule über die Fortsetzung der Unterstützung dieses Schulprojektes oder eine eventuelle Neuausrichtung unseres sozialen Engagements entscheiden. Näheres zum Projekt auf unserer Seite  Karakara!

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Bild oben: Lamin Ousman-Daouda, der Begründer des Schulprojektes in seiner Heimatstadt Zinder, arbeitet als Bauingenieur beim Stuttgarter Baukonzern Züblin; die Firma unterstützt das Projekt seit der Gründung 2005. Unter anderem stellt der Konzern ein Verwaltungsgebäude in Stuttgart-Möhringen für die Information-  und die Benefiz-Veranstaltungen zur Verfügung (Bild: das große Atrium des Züblin-Verwaltungsgebäudes).

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Bilder oben und unten:  Lamin Ousman-Daouda bei seinem informativen Vortrag zur Situation an der Schule in Zinder; er war erst im Laufe der Woche von einer Reise nach Zinder in Niger zurückgekehrt und hatte einen Film vom aktuellen Zustand des Schulcampus in Karakara mitgebracht.

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Bild unten: Christoph Engelbrecht, der 2. Vorsitzende des Unterstützer-Vereins “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger e. V. hatte sowohl eine Aufstellung über die Geschichte des Vereins als auch über den aktuellen Stand des Schulprojektes mitgebracht.

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2005 entstand auf dem Schulgelände das erste Unterrichtsgebäude für eine Schulklasse; später entstanden: ein Gebäude für die Lehrer, eine Kantine, Toiletten und das Gebäude für die Schulleitung. Mittlerweile befinden sich auf dem Schulcampus sechs Unterrichtsgebäude für die Grundschulklassen und (in ca. 400 m Entfernung) drei Räume für das Collège. Dazu gibt es Gebäude für die Toiletten, 3 Kantinen, ein Lehrerzimmer, das Schulleitergebäude, eine Schreinerei, eine Näherei, einen Informatikraum, einen Schulgarten und ein Gebäude für den Hausmeister und Bewacher des Geländes. Die Schule ist inzwischen an die Wasser- und die Stromversorgung angeschlossen. Ein Teil der elektrischen Energie stammt aus eigenen Solarzellen.

Seit der Vereinsgründung haben 872 Kinder die Schule besucht; momentan besuchen dort 373 Schüler/innen den Unterricht. 344 Paten unterstützen zur Zeit mit einem Jahresbeitrag von 240,- € pro Schüler die Ausbildung der Kinder. In unserem Fall hat die Institution Robert-Bosch-Gymnasium Patenschaften für eine ganze Schulklasse übernommen; in der Regel sind es aber Privatleute, die Patenschaften für ein Kind oder mehrere Kinder tragen.

Der Staat Niger wollte ursprünglich ein staatliches Collège in der Nähe unserer Grundschule in Karakara betreiben; aber das Geld reicht nicht aus, um feste Gebäude dafür zu errichten (die staatlichen Gebäude sind Strohhütten) und auch nicht, um die Lehrer regelmäßig zu bezahlen. Der Verein “Karakara” plant daher den Bau eigener (weiterer) Gebäude für das vierjährige Collège und möchte auch den Betrieb dieser Schule sicherstellen. Das macht aber umfangreiche finanzielle Investitionen nötig.

Desweiteren ist geplant, einen Getreidespeicher (“Getreidebank”) zu errichten und dort das Getreide (Hirse, Mais) für den Jahresbedarf der  Familien der Schüler/innen zu lagern. Damit könnte direkt nach der Ernte das Getreide relativ günstig aufgekauft werden. Schon 3 Monate nach der Ernte ziehen die Preise für diese Grundnahrungsmittel erfahrungsgemäß an. Würde der Gesamtbedarf aber frühzeitig eingelagert, könnten die Familien zu günstigeren Konditionen versorgt werden, als dies auf dem freien Markt möglich ist.

Im Schulgarten werden momentan zwei interessante Pflanzenarten angebaut; einerseits Moringa; dieses Gewächs kann Wasser keimfrei machen und enthält große Mengen von Vitaminen und Mineralstoffen und ist dazu sehr kohlenhydrat- und proteinreich, wirkt also stark sättigend. Die zweite äußerst positiv wirkende Pflanze ist Artemisia. Sie kann der Malaria-Prophylaxe dienen.

Geplant ist auch der Bau einer Metallwerkstatt; dazu wurde bei Daimler ein Förderantrag im Rahmen von Daimler ProCent eingereicht.

Zitat von der Daimler-WebSite zur Thematik “Nachhaltigkeit”:

Daimler-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter spenden freiwillig die Cent-Beträge der monatlichen Netto-Entgeltabrechnung. Für jeden gespendeten Cent legt das Unternehmen einen weiteren Cent oben darauf und verdoppelt somit die Summe. Der Erlös kommt gemeinnützigen Projekten im In- und Ausland zu Gute, die ausschließlich von der Belegschaft vorgeschlagen werden. Die Schwerpunkte der Projektförderungen liegen in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, karitative Themen, Behindertenhilfe sowie im Umwelt- und Naturschutz.

Zitat Ende

Im Verlauf des Nachmittages konnten für 23 Kinder in Karakara Paten gewonnen werden.

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Bild oben: Christoph Engelbrecht zeigte auch eine Satellitenaufnahme des Schulgeländes (Google Earth): links im roten Rahmen der Grundschul-Campus, im rechts oben stehenden Rahmen das Gelände des Collège.

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Bild oben: bei der Info-Veranstaltung gab es auch Schmuck und andere kunstgewerblichen Gegenstände aus Niger zu kaufen.

 

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SMV_Wochenende_10_2018_image1Textmarke_rot_RBBericht über die diesjährige SMV-Tagung
18. und 19. Oktober 2018, Donnerstag / Freitag

Vom Donnerstag, den 18. Oktober 2018 bis Freitag den 19. Oktober 2018 fand die alljährliche SMV-Tagung statt. Wie bereits im letzten Jahr tagte die SMV in der Jugendherberge Stuttgart Neckarpark. Zweck der SMV-Tage ist es, sich kennenzulernen, zusammenzuwachsen und insbesondere die SMV-Arbeit für das Schuljahr 2018/2019 intensiv zu planen und zu gestalten.

Bild rechts: die SMV-Vertreter/innen auf dem Weg von der Schule zur Stadtbahn-Haltestelle.

Die Schülerinnen und Schüler wurden dazu am 18. Oktober nach der 6. Stunde bis einschließlich Freitag vom Unterricht befreit. Am Donnerstag haben die Schülerinnen und Schüler der SMV sich nach der 6. Stunde im Atrium eingefunden, um gemeinsam den Weg in die Herberge anzutreten. Herr Meier, Frau Majer und Herr Müller, haben die SMV an diesen Tagen unterstützt und beaufsichtigt.

An der Jugendherberge angekommen, erfolgte die Einteilung der Zimmer. Anschließend konnten sich die Schülerinnen und Schüler in ihren Zimmern einrichten.

 

SMV_Wochenende_10_2018_image4Um 14.00 Uhr begannen dann im Seminarzimmer Diskussionen über die Notwendigkeit von Arbeitsgemeinschaften. Dabei konnten die Arbeitsgemeinschaften in die drei Kategorien, “Ja”, “Nein” und “Prüfstand” eingeteilt werden. Viele Ansichten und Meinungen wurden hierbei ausgetauscht und verglichen. Anschließend bildeten sich kleine Gruppen, welche untereinander Verbesserungsvorschläge, Erfahrungen und Ideen ausgetauschten.

Bild rechts: die SMV bei der Arbeit.

Die einzelnen Gruppen der SMV wurden dieses Jahr unter dem Motto „kleine SMV“ gebildet. So sollten innerhalb einer Gruppe alle Klassenstufen vertreten sein. Denn die jungen Schüler sollen von den älteren, erfahreneren Schülern lernen, da sie später einmal in ihre Fußstapfen treten werden. Unter der Leitung der Schulersprecher/innen Amanda, Alexia und Jost wurden diese Ideen gesammelt und besprochen. Es wurde ein Zeitplan erstellt, in den die Arbeitsgemeinschaften ihre Aktionen eintragen konnten.

Gegen 17.00 Uhr hatten die Schülerinnen und Schüler dann die Möglichkeit, sich für eine Arbeitsgemeinschaft (AG) zu entscheiden und erste Planungen zu machen. Mit viel Spaß und Elan haben sich sowohl die jüngeren als auch die älteren Schülerinnen und Schüler an den Planungen beteiligt.

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SMV_Wochenende_10_2018_image6Um 18.00 Uhr fand ein gemeinsames Abendessen im Restaurant der Jugendherberge statt. Auch hier wurde herzhaft gelacht und man hat sich ausgetauscht. Nach dem Abendessen fanden die Schüler sich wieder im Seminarraum ein, um letzte organisatorische Fragen zu klären. Um 20.30 Uhr hatten die Schüler Feierabend und konnten den Abend mit diversen Spielen in den Gemeinschaftsräumen ausklingen lassen. Nach einer kurzen Nacht wurde gemeinsam gefrühstückt und es fand eine letzte Besprechung der Ergebnisse statt.

Bild rechts: die SMV beim gemeinsamen Abendessen.

Danach packten alle Beteiligten ihr Sachen und der gemeinsame Rückweg wurde angetreten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die SMV-Tage allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht haben und gute Resultate erzielt wurden.

Bild unten: bei der Rückfahrt an der Haltestelle Neckarpark.

 

 

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Textmarke_rot_RBFernsehteam des SWR berichtet über unseren deutsch-deutschen Austausch
22D_2018_Besuch_SWR_10. Oktober 2018, Samstag

Wie jedes Jahr im Herbst findet seit Donnerstag gerade wieder das Austausch-Programm zu unserer deutsch-deutschen Partnerschaft mit unserer Partnerschule, dem Elisabeth-Gymnasium in Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt), statt. Auf Seiten des Robert-Bosch-Gymnasiums betreuen Markus Ciapura und Anja Beuchle die Schülergruppe, auf Seiten unserer Partnerschule Andrea Richardt und Martin Scheibe. Dieses Jahr nehmen etwas mehr als 20 Schüler/innen am Austausch teil (etwa hälftig aus Gerlingen und aus Halle).

Bild rechts: das Fernsehen ist zu Besuch; und auch das Auto-Kennzeichen passt...

Jedes Jahr werden bei dem Austausch Aspekte der (deutsch-)deutschen Geschichte beleuchtet. Dieses Jahr befassen sich die Schüler/innen mit “Diktaturen”.

2D_2018_Besuch_SWR_6Die Schüler/innen und die betreuenden Lehrkräfte waren heute aber nicht allein: ein Fernsehteam der ARD (vom SWR in Stuttgart) war zu Besuch, um diesen besonderen Schüleraustausch zu dokumentieren. Austausche zwischen Schulen im Osten und Westen Deutschlands, also zwischen den so genannten “neuen” und den “alten” Bundesländern gibt es nur sehr wenige; insofern ist unsere Schulpartnerschaft mit Halle durchaus ein berichtenswertes Eerignis.

Bild rechts: Markus Ciapura (rechts) begrüßt Martin Schmitt vom SWR Stuttgart.

Kurz nach 9 h begrüßte Markus Ciapura im Schulhof Martin Schmidt von “ARD aktuell” und sein Technik-Team, den Kameramann und den Tontechniker. Martin Schmidt stellte sich im Multimediaraum dann den Schülern/innen kurz vor und erläuterte, was sich das Fernseh-Team heute Vormittag vorgenommen hat und bat sie, sich so zu verhalten, als sei die Kamera gar nicht da. Schüler/innen sind es heutzutage ja gewohnt, sich zu filmen und gefilmt zu werden; die Situation war als gar nicht so außergewöhnlich für sie, wenn auch das Aufnahmegerät etwas andere Dimensionen hat als ein Handy...

Dazu haben sich die Schüler/innen aus Halle und Gerlingen am Donnerstag in Nürnberg getroffen und haben sich dort auf die Spurensuche nach der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands begeben. Seit Freitagabend sind die Hallenser Gäste in Gerlingen und heute morgen trafen sich alle in einem der Multimediaräume des Robert-Bosch-Gymnasiums, um zum Thema “Dikaturen” zu recherchieren; in Gruppenarbeit sollten die faschistische italienische Diktatur untersucht werden, das DDR-Regime, die Diktatur in Nordkorea, der Deutsche Nationalsozialismus und andere Diktaturen in der heutigen Zeit.

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Bild oben: Die betreuenden Lehrkräfte und das Fernsehteam (v. l. n . r.): Martin Scheibe, Anja Beuchle, Martin Schmidt vom SWR, Markus Ciapura, der Tontechniker, der Kameramann und Andrea Richardt.

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Bild oben: Martin Schmidt von der ARD erläutert den Schülern/innen sein Dreh-Vorhaben.

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Bild oben: Schüler/innen aus Halle und Gerlingen werden interviewt.

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Bild oben: Markus Ciapura und Andrea Richardt erläutern den Schülern/innen die Aufgabenstellung für die heutige Recherche.

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Bild oben: bei den Kameraaufnahmen.

Martin Schmidt erläuterte auch, dass stets viel mehr Filmmaterial erstellt wird, als nachher dann tatsächlich im Fernsehen zu sehen ist. Allerdings soll der Bericht, der demnächst beim “Morgenmagazin” ausgestrahlt werden wird, immerhin ca. 4 Minuten dauern.

Martin Schmidt wird die Schüler/innen in der kommenden Woche, wenn sich die Gruppe in Halle aufhält, auch dort noch einmal mit einem Technik-Team vom MDR besuchen.

Jetzt sind wir natürlich alle sehr gespannt auf die Sendung!

 

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Textmarke_rot_RBZeitreisen zurück zu 1968 und in die Zukunft - das Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasium ist 50!
12. Oktober 2018, Freitag

Text: Albert Pfänder / Webmaster; Bilder: der Webmaster, Schulleiter Eberhard Blanz und Simon Schwarz.

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Bild oben: das Gebäude des Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasiums.

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Bild oben: Willkommen zur Feier des 50. Schuljubiläums am Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasium!

Textmarke_rot_RBVorgeschichte

Mit einer Zeitmaschine (von einer tatsächlichen technischen Realisierung jetzt mal abgesehen...) kann man in der Zeit in die Vergangenheit zurück oder in die Zukunft vorausreisen. Eine “Zeitmaschine” war auch das Motto für die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der Gründung unserer Schule im Jahr 1968. Mit einer fiktiven Zeitmaschine reisten die Redner bei der offiziellen Jubiläumsfeier zurück zu den Anfängen der Schule und erlaubten sich auch Ausblicke auf die (nähere) Zukunft; mit den technischen Elementen einer solchen Zeitmaschine war auch das Atrium des Schulhauses anlässlich der Feierlichkeiten geschmückt.

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Bild oben: die Schulhausdekoration zum Jubiläumsschulfest hat Kunst-Referendarin Miriam Buchgraber übernommen; die Zahnräder und die Kugelbehälter sind eigentlich aus Styropor; das antike Aussehen ist der künstlerischen Gestaltung zu verdanken. Die Klasse 7a hat die entsprechende Bemalung der Zahnräder übernommen und die “Justierschrauben” an den Maschinenteilen angebracht. Auch das Befestigen der Einzelteile der Zeitmaschine an den Aufhängeschnüren hat diese Klasse besorgt.

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Bild oben: wie bei einer “Explosions-Zeichnung” konnte man im Atrium unseres Schulhauses die einzelnen Innen-Bestandteile der Zeitmaschine im Raum verteilt sehen.

 
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Bild oben: die große Uhr der Zeitmaschine und Zahnräder, mit deren Hilfe man aufgrund ihrer Übersetzung beim Ineinandergreifen in die verschiedenen Jahre der Schulgeschichte “zurückschalten” kann...

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Bild oben (Foto: Eberhard Blanz): die große Uhr von der Rückseite her.

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Bild oben: die historische Zeitmaschine hat keinen Warp-Antrieb, sondern bezieht ihre Energie aus diesem Druckwasserspeicher; mit den Einstellschrauben kann man die Maschine exakt justieren.

Mit einer Zeitmaschine konnte man im Schulhaus bei dem sich dem Festakt anschließenden großen Jubiläumsschulfest auch Reisen in die letzten Jahrzehnte seit 1968 unternehmen und dem “Feeling” dieser Jahre nachspüren: in dem von einer achten Klasse gestalteten “Zeittunnel”, bei Computer- und sonstigen Spielen, die in der Vergangenheit “Hits” waren und beim Erspüren von “Discofieber” in drei zu kleinen Discotheken umgestalteten Klassenzimmern, in denen man die Disco-Hits der 70er, 80er oder 90er Jahre hören konnte.

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Bilder oben und unten:  “Discofieber” konnte man in drei Klassenzimmern erleben; hier wurde die Musik der 70er-, 80er- und 90er-Jahre aufgelegt. Die entsprechenden Wiedergabegeräte - Plattenspieler (oben) und Cassettenrecorder (unten) - sowie Cover von LPs (Langspielplatten) und weitere Accessoires aus der jeweiligen Zeit ließen ein Gefühl für die jeweilige Epoche entstehen.

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Textmarke_rot_RBDas Jubiläums-Jahrbuch

Eine Zeitreise kann man auch mithilfe des am Tag der Jubiläumsfeier erschienen neuen Jahrbuches 2018 unternehmen, welches sich in mehreren Kapiteln der Schulgeschichte seit Schulgründung und der (aktuellen) Schulentwicklung widmet. Das Cover des neuen Jahrbuches stellt eine historische Zeitmaschine dar; mit einem großen Hebel kann man sich durch die Jahrzehnte schalten; die Jahresanzeige lässt Reisen im Zeitraum zwischen 1968 und 2018 zu ...

Buchcover_1_innenBild rechts: Innencover des neuen Jubiläumsjahrbuches anlässlich des 50-jährigen Bestehens unserer Schule. Die Anzeige der “Zeitmaschine” erlaubt es, zwischen den Jahren 1968 (Schulgründung) und heute (2018) “hin- und her zu schalten”.

Das Jahrbuch wurde erstellt von einem Redaktionsteam; darin gearbeitet haben Johannes Liebenwein, David Schaebs und Albert Pfänder; bei vielen Redaktionssitzungen war auch die SMV vertreten, vor allem durch die Schülersprecherin (im Schuljahr 2017-18) Antonia Doberitzsch und Anne-Marie Beike.

Layout & Satz: tebitron GmbH Gerlingen; Gesamtherstellung: Oliver Arzt, DRUCKtuell GmbH, Gerlingen. Exemplare des Jahrbuches gibt es für 10,- € noch im Sekretariat der Schule zu erwerben.

Bild unten: das Cover wurde gestaltet von Kunstlehrer Johannes Liebenwein; von ihm stammt auch die Idee mit der Zeitmaschine als Motto für unser Schuljubiläum.

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Textmarke_rot_RBPlanung und Vorbereitung

Die Vorbereitungen für den Festakt und das Jubiläumsschulfest haben bereits 2017 begonnen, mehr als 550 Tage vor dem tatsächlichen Ereignis; etliche Sitzungen im Format der “LEGO”-Abende (LEGO = Lehrer-Eltern-Gesprächskreis offline), bei denen sich die Schulleitung, Lehrer/innen, Elternvertreter/innen und Vertreter/innen der SMV getroffen haben, waren zur Vorbereitung nötig, Diskussionen und Beratungen im Rahmen der Gesamtlehrerkonferenzen, viele Stunden der Planung im Gremium der Erweiterten Schulleitung, Sitzungen der SMV, Gespräche bei Elternabenden usw. - ganz zu schweigen von den vielen konkreten Vorbereitungsarbeiten wie Planung der Klassenaktionen, Planung des Festablaufes, Vorbereitung der Festdekoration, Erstellung von Einladungsschreiben und Festprogrammen, Einüben der Musikstücke, der Tanzeinlagen und der Auftritte der Jonglier-AG, Planung der Versorgung mit Speisen und Getränken, Einteilung der Klassen für die verschiedenen Schichtdienste, Erstellung der Kassenbons und Organisation der Abendkassen, und, und, und....

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Bilder oben und unten: den Zeit-Tunnel der Klasse 8b betreute Mathematik- und Physiklehrer Lukas Bilski mit. Hier waren auch Fotos von Lehrern/innen zu sehen: aus ihrer Kindheit und aktuell.

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Bild unten: Schulleiter Eberhard Blanz am Jahrbuch-Stand. Rechts im Bild: David Schaebs, der Mitglied des Redaktionsteams des Jubiläumsjahrbuches war und der an der Schule für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

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Am Stand verkauft wurde auch ein ganz besonderes Reclam-Heft aus dem Ditzinger Reclam-Verlag; unter Leitung von Claudia Hellriegel, David Schaebs, Dirk Wegner und Hubert Würger (alle: Fachschaft Deutsch)  hatten Schüler/innen der Unter- Mittel- und Oberstufe Beiträge für dieses besondere Werk verfasst. Die Aufgabenstellung war, sich die Schule in 50 Jahren, also 2068, vorzustellen: Wie wird das Robert-Bosch-Gymnasium dann aussehen? Wie werden wir dann leben?, Wie werden wir lernen? Wie wird sich die Technik entwickelt haben? Ist in 50 Jahren alles vorbei oder alles beim Alten?

Die Phantasie der Autoren/innen war überwältigend; entstanden sind Aufsätze, die man als Prognosen, als Utopien oder (in größerer Zahl) als Dystopien betrachten kann.

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Bild oben: den finanztechnischen Überlegungen zum Schulfest hatte sich Mathematik- und Chemielehrer Ralf Müller gewidmet; er erstellte auch die Wertbons, sorgte für das nötige Wechselgeld und organisierte den Aufbau und die Betreuung der Kassen.

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Bild oben: an diesen Ständen gab es während des Festes Saitenwürstchen und Gemüsemaultaschen.

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Bild oben (Foto: Eberhard Blanz): die große Kuchentheke im Schülercafé “Glaspalast”.

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Bild oben: am Fair-Trade-Stand der Weltverbesserer-AG wurde auch die Jubiläums-Schokolade (in Zusammenarbeit mit dem Weltladen Gerlingen) verkauft. Dazu wurde eine besondere Tafel Schokolade mit dem Schulbild produziert (Layout der Umschlag-Gestaltung: der Webmaster).

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Bild oben: im Pausenhof bei der Hausmeisterbox war der Grillstand untergebracht; vor ihm stauten sich am Abend die Gäste in langen Schlangen.

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Bild oben (Foto: Eberhard Blanz): am Morgen stellten die Schüler/innen der beiden Kursstufen die Tisch-/Bank-Garnituren auf.

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Bild oben: der Pausenhof bot Sitzgelegenheiten zum Essen und zum Miteinander-Reden.

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Bild oben: im so genannten “Chill-Hof” zwischen dem Naturwissenschaftstrakt und der Pestalozzi-Schule waren Festzelte aufgebaut.

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Bild oben: im Schülercafé “Glaspalast” wurden das Salat-Buffet und die Kuchentheke aufgebaut.

Was man leider nicht bestellen konnte, war geeignetes Wetter; aber das hat es am Freitagnachmittag und -abend mit dem Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasium fast schon zu gut gemeint: bei geradezu sommerlichen Temperaturen, strahlend blauem Himmel und eitel Sonnenschein konnten der Festakt im Atrium, der Sektempfang im so genannten “Chillhof” für die geladenen Gäste der offiziellen Feierstunde und natürlich das sich anschließende Schulfest im Gebäude sowie in den angrenzenden Außenbereichen (Chillhof, Schulhof) unter geradezu idealen Bedingungen stattfinden.

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