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    Die Informationen auf dieser Seite sind in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angeordnet; aktuellere Nachrichten findet man oben.

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Textmarke_rot_RBSzia Budapest!
22. - 28. September 2019, Sonntag bis Sonntag der Folgewoche

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit
Fotos: der Webmaster

Teil 1 des Ungarnaustauschs vom 22.-28.09

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Bild oben: Blick von der St. Stephans Basilika auf das Parlamentsgebäude.

19 Schülerinnen und Schüler der Kursstufe K1 besuchten in der vergangenen Woche die  ungarische Hauptstadt. Dazu gehört eine Portion Neugier: Während die ungarischen  Teilnehmer Deutsch als Schwerpunktfach belegen und natürlich ihre Sprachpraxis verbessern wollten, brachten die Gerlinger Interesse an einem bisher unbekannten Land mit. Sie lernten die ungarische Kultur und die Geschichte des Landes kennen sowie mindestens ein ungarisches Wort: "Szia" bedeutet "Hallo".

Auf dem Programm standen die Besichtigungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Budapest sowie des "Sissi"-Schlosses in Gödöllö. Ungarische Schüler hielten dazu jeweils Kurzvorträge.

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Bild oben:  am Ostbahnhof.

Abends ging es dann in gemischten Gruppen zum Bowlen, Schwimmen oder Spielen im Park. Die Tage waren lang und gut gefüllt, die Woche schnell vorbei. Für die Gerlinger Gäste besonders eindrücklich - neben der Schönheit der Stadt - war die altehrwürdige Schule mit ihren Traditionen, aber auch die Tatsache, dass viele Schüler sehr lange Schulwege hatten.

Der Schüleraustausch mit dem Eötvös-Gymnasium im Zentrum der pulsierenden  Donaumetropole blickt auf eine lange Tradition zurück: In diesem Jahr war eine Schülerin dabei, deren Mutter schon daran teilgenommen hatte, noch in den 1980er Jahren während der Existenz des „Eisernen Vorhangs“ . Seither hat sich vieles geändert. Die Lebensverhältnisse sind ähnlicher geworden, moderne Kommunikationsmittel und Medien lassen die Welten von Jugendlichen zusammenwachsen. Das kann aber den persönlichen Kontakt und das Teilen des Alltags, wenn man in einer Familie wohnt, nicht ersetzen. Darin liegt vielleicht das wichtigste "Lernziel" eines solchen Austauschs.

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Bild oben: Budapester Kaffehaus-Tradition.

Der Gegenbesuch der Ungarn in Gerlingen wird dann kommende Woche stattfinden. Er steht unter dem Motto "Was uns verbindet". Wir sind schon gespannt!

 

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Textmarke_rot_RBEin Abschiedsbrief an die Realschul-Sporthalle
Oktober 2019

Im Zuge der Generalsanierung und des Umbaus / Anbaus der Realschule Gerlingen muss die Realschulturnhalle neuen Gebäudeteilen weichen. Sie wird gerade entkernt und dann abgerissen. Eine Schülerin, die viele Jahre lang sehr aktiv in der Jonglier-AG mitgewirkt hat, schreibt den nachfolgenden (wehmütigen) Abschiedsbrief an diese Halle, die über die ganze Zeit hinweg freitags nachmittags Veranstaltungsort dieser für das Robert-Bosch-Gymnasium wichtigen Arbeitsgemeinschaft war.

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Bild oben: die Realschulturnhalle im Jahr 2002

Text: S. K. , langjähriges früheres Mitglied der Jonglier-AG
Fotos: Simon Schwarz, Eva Gawol, Albert Pfänder

Liebe Halle,

Realschulturnhalle, Regalturnschuhhalle oder einfach die Halle – deine Namen sind fast so vielfältig wie die unseren. Seit 2001 hast du immer auf uns aufgepasst, doch nun ist die Jonglier-AG 18 Jahre alt und damit offiziell erwachsen. Und so wie Eltern ihre Kinder aus Hotel Mama schmeißen, damit sie auf eigenen Füßen stehen lernen, setzt auch du uns jetzt vor die Tür und dankst als Turnhalle ab.

Aber keine Sorge, wir sind dir deswegen nicht böse. Schließlich hast du uns alles was wir brauchen mit auf den Weg gegeben.

Du bist uns immer Freund und Helfer gewesen. Schon die Kleinsten hast du mit einem Dach über dem Kopf vor Wetter und vor allem Wind geschützt (wer mit Tüchern und Ringen jonglieren wollte, hat es dir besonders gedankt). Deine Wände haben uns die benötigte Unterstützung gegeben, um bei den ersten Anläufen auf dem Einrad oder Rola-Bola nicht direkt auf die Nase zu fliegen. Den Großen hast du darüber hinaus noch bei der Vorbereitung auf Auftritte geholfen, indem sich die Mädels vor deinen Spiegeln schminken konnten und alle in den Umkleidekabinen Raum zum umziehen, besprechen und Panik schieben hatten. Und dabei ist es nicht geblieben:

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Bild oben: Blick in die Realschul-Turngalle im Herbst 2007 während der Proben der Jonglier-AG.

Wer sich bei der Feuerjonglage mal die Haare am Unterarm versengt hatte, kühlte ihn bei dir im Waschbecken. Dein Klettergerüst und deine Weichbodenmatte waren ausgefallene (und ausgezeichnete!) Sitzgelegenheiten und deine große Fensterwand warf immer wieder die Frage auf, ob es denn möglich sei, daran heraufzuklettern. (Für die Neugierigen: Ja, es ist möglich aber nicht empfehlenswert – die scharfen Kanten schneiden in die Handflächen.)

Ganze zwei Generationen von Schülern, von der fünften bis zur zwölften Klasse, hast du aufwachsen sehen und konntest beobachten, wie wir nicht nur älter, sondern auch besser wurden. Wie die Bälle jedes Mal ein kleines bisschen länger in der Luft geblieben sind, sich das Diabolo seltener verheddert hat und die von Poi verschuldeten blauen Flecken immer weniger wurden. Dabei hast auch du uns gerne vor Herausforderungen gestellt: Zwar hast du dich bereitwillig von viel herunterfallendem Jongliermaterial bewerfen lassen, aber ab und zu taten dir die armen Bälle und Keulen dann doch Leid. Mit den Netzen deiner Basketballkörbe und anderen, merkwürdigen Nischen konntest du so manchem bis unter die Decke geworfenem Gerät den harten Aufprall auf dem Boden ersparen. Da waren wir auch erstmal mindestens die nächsten fünf Minuten damit beschäftigt, das da wieder herunterzubekommen. Wenn es um das Aufpassen auf unsere (nicht nur) Jongliersachen ging, war auf dich wirklich immer Verlass. In einer deiner Garagen hatte unser gesamtes Equipment zusammen mit unseren Musikboxen einen sicheren Rückzugsort, um sich vom ständigen Herunterfallen und Herumwirbeln zu erholen und sich auf die nächste Trainingseinheit vorzubereiten (wobei den Musikboxen jedoch in der Regel eine gewisse Bodenständigkeit gewährt wurde). Zudem war deine Garage eine sehr gastfreundliche Gemeinschaft, die auch vergessene Pullis, Taschen und was sonst noch so alles liegen blieb gern für ein paar Tage aufgenommen hat, bis dem eigentlichen Besitzer deren Fehlen auffiel.

Du warst noch so viel mehr als bloß Mittel zum dubiosen Zweck des Jonglierens. Für uns warst du ein Treffpunkt, ein Ort der Begegnung über die Klassenstufen hinaus. Du warst die Basis-Station der Jonglier-AG. Egal ob unter der Woche oder am Sonntagabend, du warst immer da.

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Bild oben: die Jonglier-AG-Mitgllieder machen vor der Realschul-Turnhalle ein kleines Päuschen; (Herbst 2007).

Jetzt müssen wir uns neu aufstellen, doch das kriegen wir hin. Schließlich sind wir jetzt volljährig und damit selber groß!

Auch wenn kein Neubau in deine Fundamentstapfen treten kann, liebe Realschulturnhalle, wünschen wir trotz der neuen Mensa alles Gute. Auf dass die Schüler hier viele schöne Momente erleben und das Gebäude mit Leben füllen!

Mit einer Menge schöner, und vor allem witziger Erinnerungen an dich im Herzen, deine Lieblingsjongleure, die Jonglier- AG des Robert-Bosch-Gymnasiums Gerlingen

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Bild oben: die Realschulturnhalle vor dem Abriss (Herbst 2019).

Hinweis: Seit September 2019 trainieren wir donnerstags und freitags in der Brückentorhalle. Wir freuen uns über Nachwuchs! Weiter Infos unter www.losballos.de.

 

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Textmarke_rot_RBGroßer Hörsaal ist nun vollwertiger naturwissenschaftlicher Unterrichts- und Praktikumsraum

6. Oktober 2019, Sonntag

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Bild oben: in 4 ansteigenden Reihen haben nun 60 Personen im Raum Platz.

Nach mehrwöchigen Umbauarbeiten ist der “Große Hörsaal” nun (fast) fertig: ein sehr leistungsstarker Beamer wurde an der Decke montiert und eine Soundanlage mit vier Lautsprechern (in Deckenmontage) eingebaut. Ein Medienwagen ist mit einem Notebook, einer Dokumentenkamera und einem Videosignal-Umschalter ausgestattet. Und seitdem die Decke mit Schallschutzelementen versehen ist, hat sich die Akustik von Kathedralen- zu Wohnzimmer-Atmosphäre gewandelt.

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Bild oben: moderne und leistungsstarke Video- und Audiotechnik an der Saal-decke.

Das ansteigende Gestühl umfasst jetzt 4 Stufen; die Tische werden noch mit einer elektrischen Stromversorgung ausgestattet. Im Raum stehen 60 Drehstühle. Im Unterricht (der Klassenteiler liegt bei 30 Schüler/innen) kann nun beispielsweise in den vorderen Reihen geschrieben werden, während in den hinteren Reihen Schülerexperimente aufgebaut und durchgeführt werden können.

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Bild oben: Blick auf die Saalfrontwand; das Beamerbild wird in den Bereich zwischen den Tafel-Pylonen projeziert.

Wird der Saal für Vorträge oder ähnliche Veranstaltungen genutzt, kann die Zahl der Sitzplätze durch zusätzliche Stühle noch erweitert werden.

In den nächsten drei Jahren ist der Große Hörsaal, während des Umbaus der Gerlinger Realschule, vor allem Unterrichtsraum für den naturwissenschaftlichen Unterricht der Realschüler/innen.

 

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Textmarke_rot_RBGroße Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Schulprojektes “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger”
28. September 2019, Samstag

Robert-Bosch-Gymnasium unterstützt dieses Projekt mit dem Erlös des jährlichen Adventsbasars

Das Robert-Bosch-Gymnasium unterstützt seit 10 Jahren das Schulprojekt “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger e.V.” mit dem Erlös des stets vor dem 1. Advent veranstalteten Adventsbasars. Mit den erwirtschafteten Mitteln übernimmt die Schule Patenschaften für Schulkinder in der Stadt Zinder (Stadtteil Karakara) im südöstlichen Bereich der Republik Niger.

Die Vorbereitung und gemeinsame Durchführung dieses Basars (seit 2018 unterstützt auch die Pestalozzi-Schule, die den Basar zusammen mit dem Gymnasium durchführt, die Schulkinder in Karakara) bilden das Sozialprojekt unserer Schule, mit dem wir einerseits in die Fußstapfen des sozial engagierten Schul-Namensgebers Robert Bosch treten und andererseits wichtige Ziele unseres schulischen Leitbildes (Stärkung der Schulgemeinschaft) umsetzen: in den Wochen vor dem Basar und am Veranstaltungstag selbst arbeiten Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen gemeinsam an dieser Aufgabe.

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Bild oben: Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Niger (Züblin-Haus, Stuttgart-Möhringen)

Näheres über das Projekt erfährt man auf unserer Seite Karakara / Das Projekt. Grundsätzlich geht es darum, den Patenkindern in dem armen Stadtteil Karakara in Zinder die 10-jährige Schulausbildung (Grundschule und Collège) in der vom Verein “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger” initiierten, gebauten und stetig erweiterten Schule zu ermöglichen.

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Bild oben: die Ed. Züblin AG stellt für die Veranstaltung stets den glasüberdachten Mittelbau ihrer Firmenzentrale zur Verfügung.

Alle zwei Jahre veranstaltet dieser Verein im Herbst einen großen Benefiz-Abend im Züblin-Haus, der Unternehmenszentrale der Ed. Züblin AG in Stuttgart-Möhringen. Ziel der Veranstaltung ist einerseits die Information der Vereinsmitglieder, der Paten und der am Projekt interessierten Öffentlichkeit über die aktuelle Situation im Schulcampus in Karakara und andererseits die Gewinnung neuer Paten für die Schulkinder in Niger. Mit einem informativen, aber auch vielfältigen und unterhaltsamen Programm will sich der Verein darüber hinaus auch bei den Gönnern für ihre Hilfe bedanken. Die Besucher/innen der Benefiz-Veranstaltung erleben stets einen bunten afrikanischen Abend mit Redebeiträgen, mit Musik und Tanz und dieses Mal auch mit einer Modenschau.

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Bild oben: schon vor dem Haus wurden die Besucher/innen mit afrikanischen Trommelklängen begrüßt.

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Bild oben: unsere frühere Kollegin, Kunsterzieherin M. Neumann und die Frau des Projekt-Gründers, Andrea Ousman, betreiben bei der Benefiz-Veranstaltung den Afrika-Stand.

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Bild oben: Lamin Ousman Daouda begrüßt die versammelten Gäste.

Der Initiator des Projektes in Niger ist Lamin Ousman Daouda, der selbst in Zinder aufgewachsen ist und in Niger und Deutschland studiert hat und der seit vielen Jahren bei der Ed. Züblin AG als Bauingenieur arbeitet. Sein Arbeitgeber hat das Projekt von Beginn an intensiv gefördert und unterstützt und die Firmenzentrale für diese Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Im großen glasbedachten Atriums-Mittelbau herrscht eine offene, großzügige und doch auch behagliche Atmosphäre unter mittlerweile großen Bäumen, sozusagen wie in einem überdimensionierten Wintergarten.

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Bild oben: der Gründer der Schule in Zinder bedankte sich in seiner Ansprache ausdrücklich bei seiner Frau, die im Hause die treibende Kraft für die Weiterentwicklung des Projektes sei.

Bei der 8. Benefiz-Veranstaltung am Samstag wurden zu Beginn noch Paten für 27 Kinder in Karakara gesucht; teilweise für die 4-jährige Collège-Ausbildung, teilweise für die gesamte 10-jährige Schulausbildung und in einigen weniger Fällen auch für einen kürzeren Zeitraum. Um den Unterricht, zwei Mahlzeiten am Tag, eine medizinische Grundversorgung sowie Lernmittel und die Schulkleidung sowie eine Tagesbetreuung zu gewährleisten, sind für ein Schulkind 20,- € im Monat nötig, also 240,- € im Jahr.

Am späteren Samstagabend waren alle offenen Patenschaften vergeben.

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Bild oben: Aushang mit den Schülern/innen in Karakara, die noch einen Paten / eine Patin brauchen.

Unsere Schule verfährt ab diesem Jahr bezüglich der Projektförderung so, dass die Einnahmen beim Basar einfach durch 2400,- € dividiert werden; die sich ergebende Zahl entspricht dann der Anzahl der Patenschaften, die wir für die komplette 10-jährige Schulausbildung übernehmen können.

Zu Beginn der Veranstaltung am Samstagnachmittag begrüßte zunächst Lamin Ousman Daouda die versammelten Besucher im oberen Bereich des Atriums. Auch Harald Supper sprach als Schirmherr für die Ed. Züblin AG ein Grußwort. Der deutsche Botschafter in Niger, Hermann Nicolai hatte an die Vereinsvorsitzenden einen Brief gerichtet, den man,  an einer Stellwand ausgehängt, einsehen konnte; unter anderem schrieb er (nachdem er bei einer Dienstreise nach Zinder auch die Schule in Karakara besichtigt hatte): (Zitat)

“Die Weltläufigkeit, die Ausstattung und das gepflegte Erscheinungsbild der Schule mit Lehrwerkstatt, Lehrschneiderei, Compurerraum und Schulgarten machten einen ausgezeichneten Eindruck. Auch die Zugewandtheit der Lehrer den Schülern gegenüber und die überaus fröhliche Stimmung unter den Kindern, Buben und Mädchen sind zu gleichen Teilen vertreten, waren auffallend...

Trotz der Kürze des Besuches  habe ich mich von den Verantwortlichen der Schulemit dem Eindruck verabschiedet, dass “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger e.V.” mit dem Aufbau von und der Unterstützung für diese Schule Beispielhaftes leistet und dass dies von den örtlichen Autoritäten dankbar als ein deutscher Beitrag zur schulischen Bildung der Kinder der Stadt Zinder angenommen wird.

Für diese Arbeit und Unterstützung, ganz von privater Initiative getragen, möchte ich Ihnen und den Mitgliedern und Förderern Ihres Vereins meine Anerkennung und meinen Dank aussprechen. Sie tragen mit Ihrer Arbeit auch zu dem guten Ruf bei, den die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Niger genießt.”

(Zitat Ende)

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Es folgte eine afrikanische Modenschau, der im Laufe des Abends noch zwei Fortsetzungen folgten (siehe Bild oben). Die Kleidung aus afrikanischen Stoffen genäht  haben zwei weibliche Vereinsmitglieder in wochenlanger Heimarbeit.

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Bild oben: Christoph Engelbrecht begrüßt den Präsidenten des Regionalrates Zinder.

Nun ergriffen auf der Bühne im unteren Teil des Mittelbaus im Züblin-Haus der Botschafter der Republik Niger in Deutschland, Issakou Souleymane und der aus Niger eingeflogene Präsident des Regionalrates in Zinder (was vom Amt her etwa dem entspricht, was Winfried Kretschmann in Deutschland für Baden-Württemberg ist), Moutari Ousmane das Wort.

Karakara_Benefiz_2019_10Der Präsident des Regionalrates Zinder, Moutari Ousmane, (siehe Bild rechts) berichtete in seiner Ansprache (auf Englisch, die Amtssprache in Niger ist Französisch) von den Entwicklungen der Republik Niger; aufgrund des starken Bevölkerungswachstums muss eine immer größere Zahl von Menschen mit Nahrung, Bildung, medizinischer Hilfe und Arbeitsplätzen versorgt werden; die Republik Niger hat mittlerweile 20 Millionen Einwohner, die Region Zinder 4 Millionen; die Provinzhauptstadt Zinder ist die zweitgrößte Stadt in Niger, nach der Hauptstadt Niamey.

Die Entwicklungszusammenarbeit mit Deutschland und auch der EU zielt auf die genannten Bereiche ab: Verbesserung der Infrastruktur (z. B. Bau von Krankenhäusern), Hilfen für die Landwirtschaft, Unterstützung des Bildungssektors... Der Botschafter dankte ausdrücklich Deutschland und dem deutschen Botschafter in Niger und natürlich auch dem Verein “Karakara”; er hatte im Frühjahr zusammen mit Hermann Nicolai die Schule in Zinder besucht.

Im Anschluss an seine Rede überreichte er den Vorstandsmitgliedern des Vereins und deren Ehepartnern Dankesurkunden der Region Zinder.

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Bild oben: der Präsident des Regionalrates Zinder (in Bildmitte) überreicht eine Dankesurkunde an Lamin Ousman Daouda.

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Bild oben: auch M. Neumann, frühere Kunsterzieherin am Robert-Bosch-Gymnasium, erhielt vom Botschafter eine Dankesurkunde. Sie hat im Jahr 2008, nach dem Auslaufen unseres Kolumbien-Projektes, vorgeschlagen, unser Sozialprojekt dem Verein “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger” zu widmen.

Karakara_Benefiz_2019_16Der Botschafter der Republik Niger in Deutschland, Issakou Souleymane (siehe Bild rechts) wandte sich in französischer Sprache an die Anwesenden und wurde von Christoph Engelbrecht, dem 2. Vorsitzenden des Vereins gedolmetscht. Er bedankte sich bei der Züblin AG und den Paten der Schulkinder in Zinder für die Unterstützung und hob die gute Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen an der Schule und der Regierung der Republik Niger  hervor. Besonders erwähnte er auch, dass die deutsche Kanzlerin Angela Merkel innerhalb dreier Jahre zweimal zu Besuch im Land war. Die Leistungen des Vereins für die Schule in Karakara unterstützten die Anstrengungen der Regierung im Bereich der Bildungspolitik. Zum Schluss seiner Rede ließ er die Freundschaft und Solidarität zwischen den Völkern und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern (Niger und Deutschland) hochleben.

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Bild oben: Christoph Engelbrecht (links im Bild) übersetzte die Rede des Botschafters der Republik Niger in Deutschland, Issakou Souleymane.

Danach trat die Stuttgarter “New York City Dance School” auf und bot einen Querschnitt durch ihr tänzerisches Repertoire.

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Bild oben: die New York City Dance School begeisterte die Besucher/innen mit einem Ausschnitt aus dem Musical “Dschungelbuch”, sowie Stepptanz und Hip-Hop.

Vor der Eröffnung des Buffets folgte der zweite Teil der afrikanischen Modenschau. Das afrikanische Essen hatten wie immer die Köche der Züblin-Kantine gekocht; die Gäste konnten zwischen Lammflleisch nach Oasenart, Rindfleisch à la Zinder, Poulet du Sahara und Gemüse-Curry wählen. Den ganzen Spätnachmittag und Abend stand den Besuchern/innen auch ein großes Kuchenbuffet offen, wozu man verschiedene Kaffee-Spezialitäten genießen konnte.

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Bild oben: Saliou Gueye, der Leiter der Koordinierungsstelle kommunaler Entwicklungshilfe in Ludwigsburg bei seinem Vortrag.

Nach dem Abendessen hielt Saliou Gueye, der Leiter der Koordinierungsstelle kommunaler Entwicklungshilfe, der bei der Stadt Ludwigsburg für diese Aufgabe angestellt ist, einen sehr spannenden und ebenso informativen wie (aufgrund vieler eingestreuter Anektoten) kurzweiligen Vortrag über die “Bekämpfung von Fluchtursachen” (siehe Bild unten).

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Bild unten: auch bei Einbruch der Dämmerung herrscht im “Wintergarten” des Züblin-Hauses eine ansprechende Atmosphäre.

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Zu schon etwas fortgeschrittener Stunde berichteten dann Lamin Ousman Daouda, Christoph Engelbrecht und Klaus Pöllath (früher Vorstand der Ed. Züblin AG, jetzt pensioniert) anhand einer reich bebilderten Präsentation  vom aktuellen Stand des Schulprojektes in Zinder. Nach der Einrichtung einer Getreidebank im letzten Jahr ist das neueste Ziel des Vereins, auf dem Schulcampus eine Metallwerkstatt zu eröffnen, in der die Schüler/innen den Umgang mit diesen Werkstoffen erlernen können. Das wird die praktische Ausbildung in der Näherei, im Schulgarten und in der Schreinerei ergänzen und die Schüler/innen befähigen, z. B. einfache  Reparaturen an Fährrädern oder Autos durchführen zu können, oder eine Solaranlage anzuschließen.

Schließlich hat das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) finanzielle Unterstützung beim Bau eines zweistöckigen Collège-Gebäudes auf dem Schulcampus zugesagt.

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Bild oben: beim letzten Teil der Modenschau.

Der Abend klang (im direkten Wortsinne) aus mit einem Auftritt der Band “Super Haskè” (Haskè Star Band), die der Regionalpräsident aus Zinder bei seinem Flug nach Stuttgart mitgebracht hatte.

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Bild oben: zum Schluss trat die in Niger sehr bekannte Band “Super Haskè” (Haskè Star Band) aus Zinder auf.

Wer die Benefiz-Veranstaltung besucht hat, weiß über unser Schulprojekt in Niger jetzt gut Bescheid, hat wichtige Personen aus Niger bzw. Zinder kennengelernt und viel über die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Niger auf staatlicher wie privater Ebene erfahren und außerdem afrikanisches Flair in punkto Kleidung, Musik, Tanz und regionaler Küche genossen.

 

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Textmarke_rot_RB”Thank You for the Music...” - ein musikalischer Kollegiums-Ausflug

20. September 2019, Freitag

Traditionell am Freitag in der zweiten Unterrichtswoche im Herbst bricht das Lehrerkollegium des Robert-Bosch-Gymnasiums zum gemeinsamen Ausflug auf. Den Ausflug organisiert jedes Jahr eine andere Fachschaft; vergangenes Jahr waren die Anglisten an der Reihe, dieses Jahr hat die Fachschaft Musik ein sehr musikalisches Programm zusammengestellt.

Die “Ouvertüre “ zum Tagesprogramm fand in der Schule statt: die Kollegen/innen konnten wählen zwischen der Teilnahme an einem Percussion-Workshop oder dem gemeinsamen Singen von ABBA-Song im Atrium des Schulhauses. Bei letzterem beleitete Musiklehrer Johannes Schmid die Sänger am Keyboard, Musiklehrer Dr. Wegner brachte den spontan zusammengestellten Chor zu überraschend guten sängerischen Leistungen.

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Bild oben: das Gerlinger Lehrerkollegium vor dem “Großen Haus”, der Stuttgarter Oper.

Danach fuhren alle mit dem Öffentlichen Nahverkehr (Stadtbahnlinie U6) zum Hauptbahnhof. Von 14:30 h bis 16 h wurde das Kollegium in drei getrennten Gruppen durch das “Große Haus”, die Stuttgarter Oper geführt.. Bei der sehr informativen und spannenden Führung konnte man nicht nur Einblicke in die auch bei Vorstellungen zugänglichen Bereiche gewinnen, sondern vor allem “hinter die Kulissen” blicken: auf die Bühne, in den Orchestergraben und in die vielen Werkstätten, in denen die Garderobe oder das Bühnenbild hergestellt wird (Schneiderei, Schreinerei, Bühnenmalerei,...). Zum Abschluss durften die Besucher/innen noch einen Blick von der Kaiser-Loge auf den Opernsaal werfen.

Von der Oper aus ging es dann über die typischen Stuttgarter “Stäffele” zum Eugensplatz, wo das Eiscafé “Pinguin” stadtbekannt gutes Eis anbietet. Zum Ausklang des Tages kehrte das Kollegium in einer Stuttgarter Brauerei-Gaststätte ein.

 

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Textmarke_rot_RBAufenthaltsqualität im Schulhaus wächst - die neuen Sitzmöbel sind da!

10./11. September 2019, Dienstag / Mittwoch

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Bild oben: die Farben der Fassade unseres Schulgebäudes waren die Ausgangspunkte für die Gestaltung von Schullogo und  anderen grafischen Elementen.

Die Schule hat sich im vergangenen Schuljahr ein neues Erscheinungsbild zugelegt: seitdem herrscht große Einheitlichkeit bei allem, was die Schule nach außen von sich gibt: Schul-Logo, Schulkleidung, die Hinweistafeln im Gebäude, alle Schriftstücke, die Visitenkarten, ... alles orientiert sich an den Vorgaben unserer neuen Corporate Identity (CI); dabei spielen die Farben der Gebäudefassade eine zentrale Rolle: die Rot-, Grau- und Beige-Töne bestimmen das Aussehen unseres Schul-Logos und des Footers in allen Schriftstücken (siehe Bild oben).

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Bild oben: 50 neue Sitzhocker sind geliefert worden.

Und so war es nur folgerichtig, die Sitzmöbel, die seit heute im Atrium des Schulhauses, dem “Herzen der Schule” aufgestellt sind, in den Schulfarben liefern zu lassen. Es war ein langgehegter Wunsch der Schüler/innen, die Aufenthaltsqualität in den Aufenthaltsbereichen und Verkehrsflächen des Schulhauses zu erhöhen und eine Möblierung zu realisieren, die entspanntes Sitzen in den Großen Pausen, in Freistunden oder in der Mittagspause ermöglicht.

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Bild oben: Schulmöblierung in den Schulfarben.

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Bild oben: die neuen Sitzhocker sind nicht nur schön und passen zu unserer Corporate Identity; sie sind (sichtlich!) auch sehr bequem.

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Bild oben: die Hausmeister haben die Lieferung ausgepackt und im Atrium aufgestellt.

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Bild oben: eine Sitzgruppe gibt es jetzt auch im Bereich des oberen Gebäudeeinganges bei der Nische mit unserem Schul-Leitbild.

Wir hoffen, dass die neue Möblierung dazu führt, dass die Schüler/innen noch lieber am Robert-Bosch-Gymnasium zur Schule gehen, als das ohnehin schon der Fall ist...

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Bild oben: bei der Vollversammlung aller Schüler/innen des Gymnasiums im Atrium des Schulgebäudes am ersten Schultag im neuen Schuljahr 2019/20 demonstriert Schulleiter Eberhard Blanz die neuen Sitzmöbel - unter starkem Beifall des Publikums!

 

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Textmarke_rot_RBBauarbeiten bis zur letzten Ferienminute...

9. September 2019, Montag

... es wird in den Sommerferien ja nicht nur an unserer Schule gebaut: an vielen Schule finden in Ferienabschnitten Sanierungsmaßnahmen, Umbauten, Neubauten, Renovierungen statt und das Handwerk, das ja auch gelegentlich Betriebsferien macht, ist bis zum Anschlag ausgelastet. Insofern nimmt es nicht wunder, dass auch im Haus und ums Haus herum noch heftig gewerkelt wird.

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Bild oben: Blick in den umgebauten “Großen Hörsaal”. Die Bodenleger sind noch bei der Feinarbeit.

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Bild oben: die Anzahl der Stufen wurde verringert, dafür ist die Stufentiefe nun viel größer, sodass normale Labortische Platz haben. Die neue Tafel ist auch schon da; Zwischen deren Pylonen ist genügend Projektionsfläche für den neuen, leistungsstarken Beamer (der noch montiert werden muss).

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Bild oben: an den Tischen, die mit dem Boden verschraubt werden, müssen noch Kabelkanäle angebracht werden mit Steckdosen zur Schülerseite hin.

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Bild oben: ein Tag später: noch die Stühle zufügen, dann kann der Unterricht beginnen...

Der Schulleitung wurde allerdings zugesichert, dass im “Großen Hörsaal” ab Unterrichtsbeginn am Mittwoch unterrichtet werden kann und dass die Schüler/innen (vor allem der Grundschule) trotz Neugestaltung des Schulhofes vor unserer Bibliothek einen Zugang zu ihren Unterrichtsräumen finden....

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Bild oben: die Bagger stellen auf jeden Fall sicher, dass am Mittwochmorgen Schüler/innen sicheren Weges zu ihren Klassenräumen gelangen können und im Notfall auch die Feuerwehr vorfahren kann.

Ansonsten laufen auch die anderen Vorbereitungsarbeiten für das neue Schuljahr nach Plan; heute zum Beispiel wurden die neuen Schulbücher angeliefert und von den “Bücherfrauen” (zuständig für die Schulbücher sind Frau Niklaus und Frau Stark) unter starker Unterstützung von Schülern/innen ausgepackt und auf die Klassenzimmer in der für die jeweiligen Klassen notwendigen Stückzahl verteilt. Und im Rektorat waren heute früh die neuen Kollegen/innen vor Ort, um sich vom Schulleiter in die Gepflogenheiten der Schule einweisen zu lassen.

 

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Textmarke_rot_RBSommerlicher Großputz im Haus

Mitte / Ende August 2019

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Bild oben: im Atrium des Schulhauses stehen die Drehstühle für den umgebauten “Großen Hörsaal” bereit (Blick von der Galerie im ersten Obergeschoss).

Während die Schüler/innen und die Lehrer/innen des Robert-Bosch-Gymnasiums noch ihre Sommerferien genießen, wird im Schulhaus und darum herum intensiv gearbeitet. Im “Großen Hörsaal” schreiten die Umbauarbeiten voran; mittlerweile sind die Möbel (Tische/Stühle) geliefert worden und die Schreiner sind dabei, die neuen Stufen für das ansteigende Gestühl einzubauen.

Im Schulhof vor der Bibliothek ist der Belag jetzt weitgehend abgeräumt und die konstruktive Phase kann demnächst beginnen.

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Bild oben: alle Klassenzimmer sind leergeräumt.

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Sommerarbeiten_2019_Reinigung_2Bild oben: ... und die Möbel stehen auf den Fluren.

Während der ersten Ferienwochen hat - wie jedes Jahr - im Haus wieder die große Elektrogeräteprüfung stattgefunden. Jedes Gerät, das mit einem Netzkabel versehen ist, wird dabei mit speziellen Messgeräten geprüft. Entscheidend ist, dass der Übergangswiderstand des Schutzleiters den festgesetzten Wert nicht übersteigt und ein sicherer Betrieb der Geräte möglich ist (die technische Funktionsfähigkeit wird dabei natürlich nicht geprüft).

Und im ganzen Schulgebäude stehen momentan die Klassenzimmer-Einrichtungen vor der Tür: die Mitarbeiter einer Gebäudereinigungsfirma werden in den nächsten Tagen alle Teppichböden reinigen.

Aus Schallschutzgründen hatten wir uns ja bei der Schulhaus-Sanierung einen solchen Bodenbelag gewünscht. Der hat zwar große akustische Vorteile und macht das Schulhaus/die Räume auch warm und wohnlich; was die notwendige Pflege angeht, hat er aber auch ein paar Nachteile.

Bild rechts: Großputz in den Sommerferien! Die Teppichböden in den Klassenzimmern werden gereinigt.

Jedenfalls wird am ersten Schultag nach den Sommerferien wieder alles wie neu erstrahlen.

Welcher Aufwand vom Schulträger - der Stadt Gerlingen - zu leisten ist, um eine Einrichtung wie unsere Schule zu unterhalten, kann man anhand der beschriebenen Arbeiten gut nachvollziehen! Und wir sind ja nicht die einzige Schule in der Stadt... Danke an das Hochbauamt!

 

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Textmarke_rot_RBUmgestaltung des Schulhofes vor der Bibliothek hat begonnen

20. August 2019, Dienstag

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Bild oben. Blick aus dem Fenster des Abteilungsleiterzimmers auf die Baustelle.

Ein Projekt bei den diesjährigen Projekttagen im Juli befasste sich mit Gestaltungsideen für den Schulhof im Bereich zwischen Schulbibliothek, Verwaltungstrakt und Pestalozzi-Schule. Auch Schüler/innen der Kursstufe haben an diesem Projekt unter Leitung von Kunstlehrer Johannes Liebenwein teilgenommen. Zum Ende der Projekttage haben sich einige interessante Vorschläge im Modell ergeben.

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Bild oben: der alte Pflasterstein-Belag wird entfernt.

Bei einem Treffen zwischen der Schulleitung, Herrn Liebenwein und den Zuständigen beim Hochbauamt der Stadt Gerlingen hat man sich dann auf einen Vorschlag geeinigt.

Nun sind am heutigen Dienstag Bagger aufgefahren, die damit begonnen haben, den Pflasterbelag im umzugestaltenden Bereich abzutragen. In diesem zukünftigen Pausenaufenthaltsbereich wird sich ein überdimensionaler “Bücherwurm” aus der Erde wagen und es wird Sitz- und Spielmöglichkeiten gaben.

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Bild oben: Blick auf den Baustellenbereich von der Glasbrücke aus, die den Alt- und den Neubau der Pestalozzi-Schule verbindet.

 

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Textmarke_rot_RBSommerliche Updates im schulischen Multimedianetz und andere Arbeiten...

3. August 2019, Samstag

Wie jedes Jahr führt auch in diesen Sommerferien der Betreuer des schulischen Multimedianetzes wieder Updates auf allen PCs und Notebooks im Hause aus. Alle Rechner werden dazu in den (gekühlten!) Multimediaraum gebracht, dort gereinigt und anschließend mit einem neuen Festplatten-Image ausgestattet. Es beinhaltet Updates für das Betriebssystem und für eine Vielzahl installierter Programme; auch werden neue Programme installiert, die etwa für den Informatik- und Medienkunde-Unterricht im neuen Schuljahr benötigt werden.

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Bilder oben und unten: in einem der beiden Multimediaräume werden alle PCs und Notebooks im Hause (ca. 175 Stück) gereinigt und mit Updates versehen.

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Bild unten: auch die Medienwagen, die in allen 23 Klassenräumen stehen, werden wieder auf Vordermann gebracht.

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Bild unten: in der Nische gegenüber dem Eingang von der Richthofenstraße her wurde unser schulisches Leitbild nun auf einer Wandpanele ausgedruckt.

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Leitbild_neu_2019_1Bereits in der letzten Unterrichtswoche hat sich noch eine erfreuliche Änderung an der Innenausstattung des Schulhauses ergeben: in der Nische im Flur im ersten Obergeschoss, gleich vis-a-vis des Einganges wurde nun - gedruckt auf einer Wand-Panele -  das schulische Leitbild angebracht.

Simon Schwarz, der u. a. für die Pflege des Schulportfolios zuständig ist (Pflege und Aktualisierung von schulischen Dokumenten im LehrerTausch-Ordner), hat den Ausdruck in diesem Format vorbereitet und die entsprechenden Dateien an die ausführende Firma weitergegeben. Nun kann man gleich beim Betreten der Schule sehen, was uns wichtig ist...

Bild rechts: unser Leitbild im Großformat.

Im Sekretariat arbeitet die Schulsekretärin, Frau Schaible, an der Vorbereitung des neuen Schuljahres: die Mappen für die Klassenlehrer/innen müssen neu zusammengestellt werden, die Postfächer im Lehrerzimmer sind neu zu verteilen, die Schülerdaten müssen mit dem Schulverwaltungsprogramm auf einen aktuellen Stand gebracht werden, viele Dokumente sind entsprechend unseres neuen CI-Designs zu überarbeiten, zu ergänzen oder zu erneuern.

Die “Bücherwürmer”, Frau Stark und Frau Niklaus haben die Bestellung der im neuen Schuljahr benötigten neuen Schulbücher in die Wege geleitet und die Stundenplanmacher, die Stellvertretende Schulleiterin Silke Scholz und Rektoratsassistent Markus Ciapura haben den Stundenplan für das neue Schuljahr weitgehend fertiggestellt.

Und um das Haus herum rumort es auch heftig: der Umbau der benachbarten Realschule beginnt in den Sommerferien; die Lehrer/innen, Schüler/innen und eine Umzugsfirma haben das Haus weitgehend leergeräumt; auf dem “Roten Platz” dem Sportplatz auf dem Schulgelände, wurde ein Containergebäude errichtet: hier sind 10 Klassenzimmer, ein Lehrerzimmer, das Zimmer des Schulleiters und das Sekretariat sowie Toiletten in zweigeschossiger Ausführung mit Außentreppen und -veranden entstanden. Es folgt der Abriss der so genannten “Brücke” zwischen Pestalozzi-Schule und Realschule, der Abriss der Realschulsporthalle sowie die Entkernung des gesamten Realschulgebäudes.

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Bild oben: das Gebäude der benachbarten Gerlinger Realschule ist fast vollständig ausgeräumt (hier der Kunstsaal).

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Bild oben: die Realschule Gerlingen im Container. Das Provisorium ist zweistöckig; die Erschließung der Klassenzimmer erfolgt über Außentreppen und umlaufende Galerie-Gänge.

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Bild oben: und so sehen die Klassenzimmer im Containergebäude aus. Die älteren Schüler/innen unserer Schule erinnern sich noch gut an die Umstände, unter denen das Gebäude unserer Schule zwischen 2010 und 2013 saniert / renoviert wurde.

Im neuen Schuljahr wird auch das Robert-Bosch-Gymnasium “heimatlose” Realschüler/innen beherbergen: die Klassenstufe 5 der Realschule wird in drei Klassenzimmer in unserem Schulgebäude einziehen und der “Große Hörsaal” wird soeben zum vollwertigen naturwissenschaftlichen Unterrichtsraum ausgebaut, in dem die Realschule ihren gesamten naturwissenschaftlichen Unterricht - soweit dazu ein Fachraum benötigt wird - abgehalten kann.

 

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Begruessungsnachmittag_2019Textmarke_rot_RB92 neue Schüler/innen beginnen ihre Schulkarriere am Robert-Bosch-Gymnasium

24. Juli, Mittwoch

Schulleiter Eberhard Blanz (siehe Bild rechts) begrüßte am heutigen heißen Nachmittag im Atrium des Schulgebäudes 92 neue Fünftklässler und ihre Eltern. Es ist Tradition der Schule, die neuen Schüler/innen bereits am Ende des alten Schuljahres in der Schule aufzunehmen. An diesem “Begrüßungsnachmittag” erfahren die Kinder, wer die neuen Klassenkameraden/innen sind und mit welchen Personen sie es als Klassenlehrer/in zu  tun haben werden. Aus der jetzigen Klassenstufe 9 stehen auch so genannte “Paten” bereit, welche die Neulinge in die Gepflogenheiten der Schule einführen und für alle Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehen werden.

Eberhard Blanz machte den Kindern deutlich, dass der heutige Tag ein entscheidender Schritt für die nähere Zukunft ist: an der weiterführenden Schule, die sie bzw. ihre Eltern ausgesucht haben, werden sie die nächsten 8 Jahre verbringen und nach Ablauf dieser Zeitspanne als junge Erwachsene die Schule wieder verlassen.

Nachdem die jungen Schüler/innen mit ihren Klassenlehrern/innen in ihr zukünftgies Klassenzimmer losgezogen waren, gab der Schulleiter den Eltern noch weitere wichtige Informationen für den Schuleinstieg. Auch eine Elternbeiratsvorsitzende und die Vorsitzende des Fördervereins PRO der Schule waren gekommen, um die Eltern über wichtige Aspekte zu informieren.

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Die langen Kaffeetafeln (siehe Bild oben) hatten, wie immer, die Eltern der Schüler/innen der jetzigen Klassenstufe 5 gedeckt und die kleine musikalische Auftaktvorstellung gab die Musical-AG unter Leitung von Musiklehrer Johannes Schmid zum Besten.

Die Organisation der Veranstaltung insgesamt oblag wieder Abteilungsleiterin Almut Peischl, zu deren Aufgabenbereich der Übergang von der Grundschule ans Gymnasium gehört.

 

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Textmarke_rot_RBEine Sommerserenade beschließt das Jubiläumsjahr der Schule

23. Juli 2019, Dienstag

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Tatjana Vilz-Beck begrüßte das Publikum zu einem „musikalischen Abschied aus dem Jubiläumsjahr“. Den gestaltete die Musik-Fachschaft der Schule als süßen „Nachtisch“ in Büfettform.

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Bild oben: Orchesterleiterin Tatjana Vilz-Beck begrüßt das Publikum.

Was gab es denn so zu naschen? Da war zunächst das Eröffnungsstück des Orchesters (siehe Bild oben) unter der Leitung von Tatjana Vilz-Beck mit „The Entertainer“, dem das Juniorensemble (siehe Bild unten) später noch eine Orchesterversion des bekannten „Circle of life“ an die Seite stellte. Lecker.

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Besondere Köstlichkeiten stellten die ganz unterschiedlichen Beiträge einzelner Schüler dar. Die Auftritte der Jüngsten beeindruckten: L. C. aus der Klasse 5 spielte auf dem Klavier „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ so feinfühlig, dass es zum Träumen einlud. Ihr Klassenkamerad L. D. intonierte ebenfalls am Klavier Alla turca von W. A. Mozart nicht nur technisch gekonnt, sondern auch mit erstaunlich reifem Ausdruck. Fantastisch!

C. T. am Fagott und J.-M. W. an der Klarinette (siehe Bild unten) trugen als Abiturienten zum letzten Mal eine Kostprobe ihres Könnens bei: ein Duo von Ludwig van Beethoven gestalteten sie als nuanciertes Gespräch der beiden Blasinstrumente.

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Dann wurde der diesjährige Sozialpreis des Fördervereins verliehen. Schulleiter Eberhard Blanz würdigte die vier Preisträger und hob ihre Beiträge zur Schulgemeinschaft  hervor. Karin Hauff als Vertreterin des im Frühjahr neu gewählten PRO-Vorstands überreichte die Auszeichnungen.

Passend dazu der zweite Teil des „Desserts“: „For Good“ - „Ich habe mich zum Guten entwickelt“ sangen P. L. und L. M., der auch am Klavier begleitete, im Duett (siehe Bild unten). Auch beim zweiten Stück, „Shallow“, harmonierten die beiden Stimmen hervorragend. Zart schmelzend und intensiv.

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Die RBG-Band hatte zwei Büfett-Beiträge „angerichtet“: T. M.(Schlagzeug, Gesang), D. M. und L. G. an den Gitarren, L. M.  am Klavier sowie A. R. als Sängerin boten „Traum“ von Cro und „Million Dreams“, letzteres als melodisches Duett. T. M.  wechselte anschließend gleich ans Klavier und spielte „The rise of darkrai“.

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Bilder oben und unten:  die RBG-Band bei ihrem Auftritt.

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M. L. zeigte großes Können am Klavier mit einer Sonata von Muzzio Clementi. Virtuos.

Der letzte Beitrag war – wie sollte es anders sein – ein „Sommer“-Cocktail: spritzig und mit einem gehörigen Schuss (Stimmung) zum sonnigen Schluss. Dirk Wegner hatte das gleichnamige Lied eigens für seine Chöre Augmented Reality und Super Boschis Allstars (siehe Bild unten) komponiert und die Sänger trafen den Geschmack des Publikums perfekt (auch wenn mit Blick auf die Wettervorhersage die im Text geäußerte Bitte „Komm, Sommer, reich mir deine Sommersonnenhand“ etwas verwegen erschien).

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Großer Schlussapplaus , Blumen und ein extra Dank an die vier von der Technik-AG, die heute besonders viel zu tun hatten, belohnte alle Beteiligten.

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz (links vorn im Bild) überreicht Blumen an Dirk Wegner und Tatjana Vilz-Beck.

Nach diesem Konzert ging das Publikum nach Hause wie es nach einem erlesenen Nachtisch sein soll: gut gelaunt und mit einem süßen Geschmack auf der Zunge.

 

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Textmarke_rot_RBBunte Palette von Aktivitäten im Angebot der diesjährigen Projekttage

22. Juli 2019, Montag

In diesem Schuljahr finden wieder einmal Projekttage statt; Angebote von Projekten kommen von Lehrern/innen, aber auch von Schüler- und Elternseite; ein kleiner Ausschnitt aus dem breiten Spektrum an Aktivitäten:

  • 1. Hilfe Kurs “Löwen retten Leben”
  • Bau eines LCD-Thermometers
  • Chemie im Alltag
  • Fairer Konsum / faires Backen
  • Handlettering
  • Hörspiel
  • Indisch kochen / mexikanisch kochen / spanisch kochen
  • Anlegen eines Kakteenbeetes
  • Mosaik-Skulptur zur Hofgestaltung
  • Russisch lernen
  • Zerlegen eines Automotors
  • eine Vielzahl unterschiedlicher Sportangebote (Mountainbike, Kanufahren, Tennis usw.)

Die Projekttage finden am Montag und Dienst in der letzten Schulwoche statt; am Mittwoch sorgt ein Sporttag,  der von der SMV organisiert wurde, für körperliche Betätigung, am Donnerstag starten die Schüler/innen zu ihren Klassenausflügen und am Freitag gibt es dann die Zeugnisse.

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Bild oben: Erste Ergebnisse der Arbeiten am ersten Projekttag: es wurde Porzellan bemalt, Skulpturen zur Gestaltung des Schulhofes wurden entworfen, Marmelade wurde gekocht, die ersten Schritte in der russischen Sprache gemacht, Lollies hergestellt und ein Kakteenbeet im Innenhof vorbereitet.

 

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Textmarke_rot_RB”Versuchen Sie’s doch!” - Selbstbehauptungstraining in der Klassenstufe 6

17. und 18. Juli, Mittwoch und Donnerstag

Text: Eberhard Kleinmann

...schleudert mir eine Schülerin der Kursstufe entgegen, der ich beim Herumblödeln auf der Los Ballos-Freizeit (Jonglier-Wochenende) androhe, sie in den Schwitzkasten zu nehmen, und sie fügt hinzu: „Ich habe beim Selbstbehauptungstraining in der sechsten Klasse gut aufgepasst.“ Eingeschüchtert durch diese klare Ansage, gebe ich mein Vorhaben auf und bin gleichzeitig innerlich sehr zufrieden damit, dass das Robert-Bosch-Gymnasium seit vielen Jahren diesen von Jörg Bertet initiierten Kurs anbietet. Wie ich selbst erlebt habe, trägt er nachhaltig Früchte.

Auch wenn es mich als Mann nichts angeht,  was genau da vor sich geht, wenn die erfahrene Trainerin Uschi Daub das Thema Selbstbehauptung mit all seinen Facetten theoretisch und praktisch mit den Schülerinnen der sechsten Klassen hinter verschlossenen Türen bearbeitet, weiß ich nunmehr genau: Diese beiden Vormittage sind für die Teilnehmerinnen keine vergeudetet Zeit.

In diesem Jahr konnten sich zwölf Schülerinnen auch dank der großzügigen Förderung von PRO am 17. und 18. Juli mit Themen wie Gefühle und Körpersprache, Angst als Warnsignal, Einschätzen von Situationen, verbale Schlagfertigkeit und Selbstverteidigungstechniken in Notwehrsituationen auseinandersetzen. Wie ich mich selbst bei einer kurzen Vorführung überzeugen konnte, haben sie es dabei gelernt, so deutliche Grenzen zu setzen, wie die eingangs zitierte Schülerin.

 

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Textmarke_rot_RBOrtsgespräch mit Gott

16. Juli, Dienstag

Besuch von Rabbiner Balog im Kurs Evangelische Religion von Eberhard Kleinmann in der Kursstufe 1

Text und Bild: Michael Volz

Zum Einstieg fragt Rabbiner Balog, wer schon in Israel war. Eine Schülerin berichtet vom Israel-Austausch mit dem Kibbutz Dafna im Oberen Galiläa und stellt fest, dass „die Israelis so wie wir“ waren. Jeschaja Balog sieht allerdings einen Riesenunterschied zwischen israelischen und israelischen Jugendlichen, nämlich die Wehrpflicht. Er hat für seine Tochter Angst vor einer physischen Beziehung vor der Ehe, das könnte schwierig für Roschana werden.

Während des Militärdienstes sind Jungs typischerweise in den Kampfeinheiten, Mädchen in der Abwehr – sie müssen dafür Arabisch und Persisch lernen. Religiöse Mädchen können aber auch als Lehrerinnen in Armee-Schulen arbeiten oder Zivildienst machen. Mit 21 oder 22 Jahren haben die jungen Leute schon einiges gesehen und auch schon kriegswichtige Entscheidungen über Angriffe getroffen.

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Jeschaja Balog (Bild oben) ist in Ungarn geboren, hat in Heidelberg und London studiert, war Rabbiner in Düsseldorf und fünf Jahre jüdischer Religionslehrer in Stuttgart. Jetzt wohnt er als Englischlehrer in Yad Benjamin in Israel; er und seine Frau haben fünf Kinder. Er hat auch schon in Yad Vashem gearbeitet.

Sarah Prais, seine Frau, ist in London aufgewachsen, ihr Vater war emigrierter Deutscher und immer nostalgisch, deshalb hat sie Jüdische Studien und Jiddisch studiert. In Israel hat sie schon zwei Kriege erlebt; anfangs wohnten sie in den besetzten Gebieten und nun eben nicht mehr. Sie mag den Dialog und das eigene Leben besser verstehen durch die Sicht des oder der anderen.

Rabbiner Balog mag das Wort „Religion“ nicht, denn Theologie als „Gotteslehre“, das sind menschliche Gedanken über Gott. Die Juden reden lieber von einer „göttlichen Anthropologie“, also von dem, was Gott mit den Menschen vorhat. Die Idee von Religionsunterricht als Schulfach mit zwei Wochenstunden kommt aus Deutschland.

Das Problem in Israel ist nun, wie die Tradition und damit auch die Religion weitergegeben wird. Die Ultra-Orthodoxen sondern sich ab, verzichten auf Handys und schicken ihre Kinder nicht zur Armee. Sie bauen auf diese Weise ein künstliches „Stetl“ auf und stellen sich außerhalb der Gesetze des Landes. Dadurch werden die Fronten verhärtet und das gegenseitige Verständnis geht verloren.

Der Soziologe Peter Berger hat über religiöse Traditionen und Modernität geforscht und das Buch „Zwang zur Häresie“ geschrieben. Die Modernität hat drei Erneuerungen ins menschliche Leben gebracht: 1. Technologie, 2. Bürokratie, 3. Die Möglichkeit zu wählen. Heute kann man aus der eigenen („alten“) Gesellschaft, also aus der Schicksalsgemeinschaft ausbrechen. Man kann Lebensort, Beruf, Religion, ja sogar das Geschlecht ändern… In der Modernität ist es auch mit der Religion genauso wie mit einem Supermarkt; man entscheidet selbst, was man „einkauft“, also auswählt.

In Israel gibt es 8,5 Millionen Menschen, davon sind 6,5 Millionen jüdisch, 1,5 Millionen sind (muslimische und christliche) Araber. Es gibt etwa 800.000 ultraorthodoxe Juden, Jeschaja Balog und Sarah Prais sind modern-orthodox (also offen für Modernität, auch wenn es „gefährlich“ ist). Und dann gibt es alle Schattierungen, aber traditionell gesinnt sind etwa 20% aller israelischen Juden.

Der Hauptunterschied zwischen Judentum und Christentum ist das Warten auf den Messias. Jesus war ein gläubiger Jude (wie Rabbi Balog), vielleicht war er sogar ultraorthodox. Flavius Josephus berichtet von vielen Messiassen zur gleichen Zeit wie Jesus. Warum wurde ausgerechnet Jesus der Messias der Christen? Was Jesus gesagt hat, war nicht so großartig – Rabbi Balogs Meinung nach hat Paulus Jesus zum Messias gemacht.

Die Juden haben ein riesiges Problem mit der Trinitätslehre. Gott ist für die Juden so einzig, dass nicht etwas Mehrfaches darin sein kann. Sarah Prais ergänzt, dass das Judentum sehr verbunden ist mit Israel; es gibt viele Gebote, die man nur im Land Israel erfüllen kann – damit ist das Judentum „down to earth“.

Neben dem Tanach gibt es auch eine mündliche Tradition, nämlich die mündliche Lehre Gottes an Mose (das, was er nicht aufgeschrieben hat). Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels haben die Rabbiner über 700 Jahre lang diese mündliche Lehre aufgeschrieben – das ist der Talmud, der heute in Israel in den Toraschulen gelehrt und gelernt wird.

Das erste Gebot in der Tora bezieht sich auf die Sexualität, die in der Genesis wie ein Klebstoff zwischen Mann und Frau und eigentlich auch immer mit der Ehe verbunden ist. Insgesamt gibt es ja 613 Ge- und Verbote (die meisten gehören zum Tempeldienst, den es nicht mehr gibt). Dieses erste Gebot in der Tora ist „und vermehrt euch“ – aber die Rückfragen daran sind „Wann, ab welchem Alter?“, „Muss ich dafür heiraten?“, „Wie viele Kinder darf ich haben?“, „Darf man verhüten?“ und „Was machen Homosexuelle?“. Wem ist das Gebot eigentlich geboten, dem Mann oder der Frau? Dem Mann, deshalb soll er nicht verhüten, weil er damit das Gebot unterminiert. Aus diesem Grund verhütet die Frau. Das Judentum ist nicht „religiös“, sondern ein Pflichtbewusstsein gegenüber Gott und gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt.

Zum Abschluss wird das Thema Holocaust im Zusammenhang mit der Theodizee-Frage behandelt. In Israel lernen die Schülerinnen und Schüler erst in der 11. Klasse ein ganzes Jahr lang über den Holocaust, viele reisen dann auch nach Polen, um ein KZ zu besuchen. In Deutschland kommt das Thema in Geschichte schon zwei Jahre früher dran. Wie kann man Theodizee und Holocaust zusammensehen? Hat Gott sein Volk verlassen und damit Menschen den Händen von Mördern überlassen? Das zerstört unser Bild von einem gütigen Gott. In der Bibel steht, dass er beides nicht tun kann.

Die menschliche Freiheit kann auch dazu führen, dass man sich gegen Gott entscheidet. Damit gibt er seine Allmächtigkeit auf. Warum? Aus Liebe… Das bedeutet, dass Gottes Liebe uns die freie Wahl gibt, uns für ihn zu entscheiden. Nun folgt etwas Kabbala in zehn Minuten: Gott kann als absolutes Sein gar nichts Neues erschaffen. Einer der Kabbalisten aus Safed sagt, dass er folglich zuerst das Nichts erschaffen hat, um daraus unsere Welt und Wirklichkeit zu erschaffen.

Gott beschränkt sich in sich selbst (zieht sich in sich ein), aber sofort kommt sein Licht in diese Welt; das ist also eine zweistufige Bewegung. Das kann man auf uns und unsere freie Wahl beziehen. Wenn ein kleiner Junge eine Ritter Sport-Schokolade im Edeka stehlen will und weiß, dass Gott mit ihm böse sein wird, dann ist Gott in diesem Moment anwesend, zieht sich aber zurück und lässt ihm die freie Wahl. Dieses Zurückziehen besteht jede Sekunde in uns, in allen Entscheidungen… Wenn der Junge stiehlt, erlaubt er Gott nicht, seine Leere zu füllen, sondern der Junge besetzt diesen Freiraum selbst.

Viktor Frankl, ein Psychologe und Holocaust-Überlebender, bevorzugt eine Welt, wo alle eine freie Wahl haben und auch ein Adolf Hitler möglich ist gegenüber einer Welt ohne freie Wahl. Die Frage muss nicht lauten: „Wo war Gott im Holocaust?“ Sondern: „Wo war der Mensch?“ Um fröhlich abzuschließen, erzählt der Rabbiner einen jüdischen Witz vom „Ortsgespräch mit Gott“. 

 

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Textmarke_rot_RBBesuch von Robotern im Lernbandangebot “Spielerisches Programmieren”

Text und Bilder: S. Schwarz

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6, die im Lernband „Spielerisches Programmieren“ schon seit einigen Wochen am PC durch einfache Programmierbefehle verschiedene Aufgaben gelöst haben, bekamen neulich besonderen Besuch: Cozmo und die BeeBots, das sind programmierbare Roboter, mussten ganz reale Aufgaben bewältigen, die sich die jungen Programmierer selbst ausdachten.

Die Programmierung geschieht hierbei über ein Tablet bzw. Tasten am BeeBot und man muss sich in den Roboter hineinversetzen, um die richtigen Befehle aneinander zu reihen. Mit „Go“ legt der BeeBot dann los und es ist spannend, ob er am Ziel ankommt. Es war eine gelungene Abwechslung zum Programmieren am PC, mit dem eigene Spiel-Ideen in der Programmiersprache “Scratch” entwickelt werden.

Wir hatten viel Spaß mit den Robotern und hoffen, dass sie mal wieder vorbeischauen!

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Bilder oben: Junge Programmierer im Lernband „Spielerisches Programmieren“ mit den Robotern Cozmo und BeeBot.

 

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Textmarke_rot_RBKönig von Krobo-Land (Ghana) zu Besuch am Robert-Bosch-Gymnasium

12. Juli 2019, Freitag

1850 reiste der Gerlinger Johannes Zimmermann nach Ausbildung im Basler Missionshaus als Missionar an die afrikanische Goldküste (heute: Ghana). Er verbrachte dort ein Vierteljahrhundert und leistete dort auch das, was man heute mit Entwicklungshilfe oder “Wirtschaftliche Zusammenarbeit” bezeichnen würde. Er heiratete auch eine Einheimische und lernte deren Sprache.

Die Stadt Gerlingen unterhält noch heute Beziehungen zu der Region Kroboland in Ghana, in der Zimmermann wirkte. So kann man auf der Website der Stadt Gerlingen Folgendes lesen (Zitat):

Regelmäßige Beziehungen zum Ausland gehören in Gerlingen dazu. Der Gemeinderat steht dahinter, die Bürger machen mit. Weil Gerlinger Missionare im 19. Jahrhundert in Afrika Spuren hinterließen und dort großen Eindruck machten, wird der Kontakt mit dem Kroboland in Ghana aufrechterhalten. Im Sommer 1999 und im Januar 2004 weilte König Nene Sackitey II. unter der Schillerhöhe. Projekte der Entwicklungshilfe für Schul- und Waisenkinder werden seit 2004 kontinuierlich gefördert.
...

Zitat Ende

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Bild oben: König Sackitey II aus Ghana wird von Geograpphielehrer Patrick Walz (vorn rechts im Bild) und Schulleiter Eberhard Blanz (dahinter, verdeckt) im Atrium des Schulhauses begrüßt.

Nun weilte König Sackitey II von Kroboland mehrere Tage in Gerlingen, auch, um sich bei der Stadt Gerlingen für deren finanzielle Unterstützung seiner Projekte zu bedanken.

Zu seinem Besuch schreibt die Stuttgarter Zeitung (in der Regionalausgabe Strohgäu (Zitat)):

Alles in allem, kann man festhalten, scheint der Besuch relativ unkompliziert und ohne viel Sicherheitsvorkehrungen abzulaufen. Und, auch das ungewöhnlich für königliche Aufenthalte im Ausland: Nene Sakite II. bleibt ganze vier Tage in Gerlingen, und in seinem Gefolge befinden sich lediglich drei Begleiter. Diese angenehme Unaufgeregtheit könnte damit zu tun haben, dass Nene Sakite II. kein richtiger König ist, was wiederum daran liegt, dass Kroboland kein richtiges Land ist, sondern lediglich ein Bezirk im westafrikanischen Ghana. In seinem Hauptberuf ist Nene Sakite II. Professor für Volkswirtschaftslehre in Boston, sein 20 000 Köpfe zählendes Volk im Osten Ghanas regiert er aus der Ferne.

Zitat Ende

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Bild oben: die königliche Delegation im naturwissenschaftlichen Unterrichtstrakt des Schulgebäudes.

Im Rahmen des Besuches in Gerlingen wollte König Sackitey II auch Schüler/innen treffen und so kam es, dass Schulleiter Eberhard Blanz am Freitagvormittag im Atrium des Schulgebäudes einen leibhaftigen König begrüßen und durch das Haus führen durfte. Nach einem Rundgang durch das Atrium, den Kunst- und Musikbereich und einem kurzen Aufenthalt im Raum NwT2, wo gerade Chemie-Unterricht stattfand, besuchte der König den Geographieunterricht einer 10. Klasse. Geographielehrer Patrick Walz hat selbst privat schon öfter Ghana besucht und war somit mit den ortsüblichen Gepflogenheiten, etwa was das Begrüßungszeremoniell anbelangt, wohl vertraut.

In der auf Englisch geführten Unterhaltung mit den Schülern/innen kamen Themen wie Klimawandel, Kultur und Tradition des Landes, aber auch Fragen zur Religion und Politik zur Sprache.

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz (rechts) im Chemieunterricht mit König Sackitey II (links im Bild) und seinem Sprecher (Bildmitte).

 

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Textmarke_rot_RBEin Spitzen-Jahrgang geht - Robert-Bosch-Gymnasium verabschiedet Abiturienten/innen

11. Juli 2019, Donnerstag

Fotos: Albert Pfänder und David Schaebs

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Bild oben: die Abiturzeugnisse und die Preise liegen bereit.

Was hier in der Gerlinger Stadthalle am 29. April begann, fand nun am selben Ort am Donnerstagabend seinen wahrlich krönenden Abschluss: vor zweieinhalb Monaten begannen hier die Abiturprüfungen mit der Deutsch-Klausur; jetzt wurden die Abiturienten und Abiturientinnen feierlich verabschiedet.

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Bild oben: die Abiturienten/innen sorgten selbst für die musikalische Gestaltung der Feier.

Von den 67 angetretenen Kandidaten/innen haben 65 das Abitur geschafft. Während der übliche Abiturnotenschnitt im Landesmittel in Baden-Württemberg bei 2,4 liegt, glänzt der aktuelle Jahrgang mit einem Durchschnitt von 2,2. Genauer aufgeschlüsselt bedeutet dies, dass 23 Schüler/innen eine Gesamtnote von besser als 2,0 erreicht haben; ein Schüler und eine Schülerin haben sogar die 1,0 geschafft. Entsprechend umfangreich war auch das Portfolio an zu überreichenden Preisen für ganz besonders gute Leistungen in den verschiedenen Fächern: überreicht wurden der Scheffel-Preis und der Preis der Gesellschaft für Deutsche Sprache im Fach Deutsch, der Paul-Schempp-Preis im Fach evangelische Religion, der Preis der Landeszentrale für politische Bildung  im Fach Gemeinschaftskunde, der Preis der Deutschen Mathematikervereinigung, der Physikpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Preis des Vereins Deutscher Chemiker.

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Abi_2019_Verabschiedung_04Bild oben: der Oberstufenberater und Physiklehrer für den 4-stündigen Physikkurs des aktuellen Jahrgangs, Albert Pfänder (rechts im Bild) und Schulleiter Eberhard Blanz (2. v. r.) überreichen die Physikpreise für die besten Physiker/innen.

Neu in diesem Jahr war die Vergabe eines Preises für besonders gute Leistungen im Fach Geschichte, den der Gerlinger Verein für Heimatpflege e. V.  gestiftet hat.

Bild rechts: der 1. Vorsitzende des Gerlinger Heimatpflegevereins, Jürgen Wöhler (Bildmitte) überrreicht zusammen mit Schulleiter Eberhard Blanz den Preis für besonders gute Leistungen im Fach Geschichte.

Zudem vergibt die Schule stets (Buch-)Preise für die Jahrgangsbesten (mit einem Abiturnotenschnitt bis 1,5; dieser Preis konnte insgesamt neun mal überreicht werden.

 

Schließlich honoriert die Fachschaft Musik verdiente Abiturienten/innen, die viele Jahre im Chor oder Orchester mitgewirkt haben, mit einer CD und die Verbindungslehrer ehren engagierte Mitarbeiter der SMV mit einem Buchgeschenk.

Bild unten: langjährige Chorsänger/innen erhalten von der Fachschaft Musik ein Dankeschön in Form einer Musik-CD.

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Bild oben: passendes Motto für Abiturienten/innen: “A Million Dreams”.

Abi_2019_Verabschiedung_02Umrahmt wurde die feierliche Veranstaltung von musikalischen Beiträgen der Abiturienten/innen selbst - sowohl vokal als auch instrumental. Unter anderem kam der Song “A Million Dreams” zur Aufführung - ein dem Anlass durchaus angemessener Titel.

Bild rechts: Schulleiter Eberhard Blanz bei seiner Ansprache zur Verabschiedung des aktuellen Abiturienten/innen-Jahrgangs.

Schulleiter Eberhard Blanz stellte in seiner Ansprache Zusammenhänge zur aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation her, die momentan stark durch die Klimadiskussion bestimmt wird. Normalerweise würde man den Abiturienten/innen suggerieren, dass ihnen nun nach dem Verlassen der bequemen Sicherheit in den schulischen Rhythmen die Welt und alle Möglichkeiten offen stünden.

Aktuell aber müsse man sich fragen, ob das wirklich so sei: die aktuellen Entwicklungen, gerade auch hier im Ballungsraum Stuttgart, seien doch geprägt von den Veränderungen in der Mobil-Industrie aufgrund der Klimaveränderungen, von Verunsicherungen im Bereich der Mobilität usw., was auch Einfluss auf die Beschäftigungssituation habe. Große Veränderungen seien notwendig; das hätten auch die Schüler/innen erkannt, die jede Woche bei den “Fridays for Future”-Demonstrationen auf die Straße gingen.

Eberhard Blanz ermunterte die Abiturienten/innen, sich gesellschaftlich und politisch zu engagieren, die eigene Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. So habe das Robert-Bosch-Gymnasium zusammen mit Oberstufenschülern/innen einen Weg gefunden, wie Schüler/innen ohne Nachteile für sich unter Einbeziehung der Eltern an den Klima-Demonstrationen teilnehmen können. Und dass das politische Engagement tatsächlich stattfinde, zeige sich daran, dass eine der Abiturientinnen seit den Kommunalwahlen im Mai nun im Gerlinger Gemeinderat sitzt.

Um die Probleme der Zukunft zu lösen, brauche man die junge Generation; und mit dem Abitur hätten die Schüler/innen dafür eine gute Basis gelegt.

Der Schulleiter bedankte sich zum Schluss seiner Rede auch bei den Eltern, welche die Abiturienten/innen auf ihrem Weg zum heutigen Abend unterstützt und dabei auch gut mit der Schule zusammengearbeitet hätten. Er bedankte sich auch bei den Lehrerinnen und Lehrern, die ihren Anteil zum schulischen Erfolg der Abiturienten/innen beigetragen hätten und schließlich bei allen anderen in der Schulgemeinschaft, die für einen reibungslosen Ablauf des Schulgeschehens sorgen: den Reinigungskräften und den Hausmeistern für ihre Arbeit, der Schulbibliothekarin für die Betreuung der Bibliothek und der Schulsekretärin für ihre Rolle als zentrale Anlaufstelle für alle größeren und kleineren Probleme und Fragen der Schüler/innen.

Abi_2019_Verabschiedung_08Die Elternbeiratsvorsitzende Angelika Steinfeldt gab den Abiturienten zunächst  auf humorige Art gute Ratschläge mit auf den weiteren Lebensweg und beschäftigte sich im weiteren Verlauf ihrer Ansprache mit der Frage, was ein gutes, glückliches und erfülltes Leben eigentlich ausmache. Anhand einer Geschichte, in welcher ein Geschäftsmann im Sommerurlaub bei einem Fischer das “Rezept” für ein glückliches Leben erfahren möchte, entwarf sie  ihre Sicht der Dinge; dazu müsse man zunächst seine Stärken erkennen und diese dann in den Alltag einbinden: “Tut, was ihr (am besten) könnt”, was ihr Resümee.

Bild rechts: die Elternbeiratsvorsitzende Angelika Steinfeldt bei ihrer Rede.

Zwei Abiturientinnen hatten schließlich das Schlusswort für die Verabschiedungsfeier.

 

Sie erinnerten an die verschiedenen Phasen ihres Schullebens von der Klassenstufe 5 bis zum Abiturjahr und an besonders auffällige Unterrichtssituationen. So waren offenbar weniger die im engeren Sinne schulischen Inhalte in den verschiedenen Fächern von bleibendem Eindruck, sondern eher die  Erkenntnisse, die man in Bezug auf das “wahre Leben” gewinnen konnte.

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Bild oben: das Schlusswort haben die Schülerinnen!

Und nachdem sie das Abitur ja nun schon in 8 und nicht erst in 9 Jahren geschafft hätten, dürften sie sich jetzt auch mal eine Auszeit gönnen; sie wollten also nicht dauernd gefragt werden, welchen Plan sie jetzt hätten; stattdessen solle man lieber fragen: was ist Dir wichtig? Und wovon träumst Du?

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Bild oben: den Schlussakkord setzten die Abiturienten/innen selbst, angeleitet von Musiklehrer Johannes Schmid.

 

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Textmarke_rot_RBSchüler-Teams des Robert-Bosch-Gymnasiums treten erneut beim MiNe-MINT Science Quiz an

5. Juli 2019, Freitag

Bilder und Text: A. Beuchle

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Bild oben: Austragungsort des Wettstreits ist das Stuttgarter Rathaus.

Science_Quiz_2019_1Jedes Jahr im Sommer findet im Stuttgarter Rathaus das große MiNe-MINT Science Quiz statt.  MINT steht für Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft und Technik. Bei diesem Wettbewerb treten Teams unterschiedlicher Schulen gegeneinander an und stellen sich naturwissenschaftlichen Fragen und Problemen.

Der Wettbewerb ist unterteilt in zwei Durchgänge mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für die Sekundarstufe I  (Realschüler und Gymnasiasten der Mittelstufe) - und die Sekundarstufe II (Schüler der Oberstufe). Jede Schule kann jeweils ein Team aus beiden Altersstufen anmelden. Jede Mannschaft besteht aus 4 Mitgliedern (3 Spieler/innen und einem/einer Ersatzspieler/in). In den Vorrunden am Vormittag können sich jeweils 4 Teams aus jeder Altersstufe für das Finale am Nachmittag qualifizieren.

Bild  rechts: Gruppenbild der Kursstufenmannschaft 

Auch in diesem Jahr schickte das Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen am Freitag, 5. Juli, wieder zwei starke Teams ins Rennen um die vorderen Plätze. In der Vorrunde am Vormittag stellten sich die Mannschaften aus der Sekundarstufe II (Schüler aus der Kursstufe K1) und die Mannschaft aus der Sekundarstufe I (Schüler aus der Klassenstufe 8) dieser großen Herausforderung.

 

Science_Quiz_2019_3Bild rechts: Gastgeber des Wettbewerbs im Stuttgarter Rathaus ist der Stuttgarter Oberbürgermeister  Fritz Kuhn.

Leider verpassten beiden Mannschaften - die Mannschaft der Sekundarstufe II sogar mit nur einem Punkt Rückstand - ganz knapp die Teilnahme am Finale und damit das Spiel um die Plätze 1 bis 4. Beiden Mannschaften gilt unser herzlicher Dank, dass sie unsere Schule bei diesem Wettbewerb vertreten haben. Darüber hinaus auch einen herzlichen Glückwünsch für die tolle Leistung bei diesem sehr anspruchsvollen Wettbewerb!

Einer der Höhepunkte an diesem Nachmittag wurde durch den Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, Fritz Kuhn, höchstpersönlich eingeleitet.

Der Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing (Max-Planck-Institut für Festkörperphysik Stuttgart), eigens für den Vortrag kurz vorher von der Nobelpreisträgertagung aus Lindau eingetroffen, berichtete anschaulich und sehr unterhaltsam über seine Arbeit und Forschungen, die ihm u. a. 1985 den Nobelpreis in Physik und eine nach ihm benannte Konstante (die von Klitzing-Konstante) beschert haben.

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Bild seitlich: Prof. Dr. von Klitzing

Prof. Dr. von Klitzing gab uns ebenfalls einen Eindruck davon, wie eine Nobelpreisverleihung abläuft und stellte darüber hinaus aktuelle Entwicklungen zu unserem seit 20.5.2019 „neuen“ Kilogramm vor. Ursprünglich konnte jedes Land auf ein persönliches „Urkilogrammstück“ als Bezugspunkt für diese Größe zurückgreifen. Die Metallkörper hatten allerdings mit den Jahren ihre Masse verändert, so dass ein neues Einheiten-Normal eingeführt werden musste. Das Kilogramm wird nun über die Planck‘sche Konstante definiert und mit einer speziellen Apparatur (Watt-Waage) bzw.  über die Anzahl der Atome in einer Silizium-Kugel (und damit über die Avogadro-Konstante) ermittelt.

Des Weiteren begrüßte Dr. Alexander Urban, Leiter des Schülerforschungslabors Kepler-Seminar e.V., die Teams am Nachmittag zur Finalrunde. Susanne Neuhäuser und Pascal Märkl führten durch den Nachmittag. Die Band FRIDAY NIGHT der Stuttgarter Musikschule begleitete das Programm musikalisch.

 

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Textmarke_rot_RBMit dem “Mündlichen” enden die Abitur-Prüfungen - viele herausragende Leistungen der Abiturienten/innen des Robert-Bosch-Gymnasiums

4. und 5. Juli 2019, Donnerstag und Freitag

Gemessen an den Leistungen der Abiturienten/innen muss das Robert-Bosch-Gymnasium und gute bis sehr gute Schule sein! Unsere Schüler/innen schnitten beim Abitur in den letzten Jahren (bis auf eine Ausnahme) stets so gut ab wie der Landesschnitt oder besser. Beim aktuellen Abiturjahrgang haben von den 65 Schülern/innen, die das Abitur bestanden haben, 23 eine “1” vor dem Komma: zweimal wurde die Spitzennote 1,0 erreicht, zweimal 1,1; neun Abiturienten/innen haben einen Notendurchschnitt von 1,5 oder besser (und nur neun einen Schnitt von 3, 0 oder schlechter).

Die Abiturnote setzt sich zu 2/3 zusammen aus den Leistungen in den vier Kurshalbjahren der Oberstufe und zu 1/3 aus den beim Schriftlichen und Mündlichen Abitur erbrachten Leistungen.

Beim schriftlichen Teil der Abiturprüfung müssen die Kandidaten/innen in 4 Fächern eine Klausur schreiben, darunter in Mathematik, Deutsch, einer modernen Fremdsprache (bei uns Englisch, Französisch oder Spanisch) und einem weiteren Fach nach Wahl der Schüler/innen.

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Bilder oben und unten: Blick ins Lehrer-Café während der Mündlichen Abiturprüfung. Jede Prüfungskommission besteht aus drei Personen: der prüfenden Fachlehrkraft (die den Unterricht im betreffenden Fach gehalten hat), einem Protokollführer/einer Protokollführerin sowie dem bzw. der Vorsitzenden. Prüfungsvorsitz führt stets eine Fachlehrkraft eines anderen Gymnasiums. Dieses Jahr kamen unsere Prüfungsvorsitzenden und auch der Leiter der Mündlichen Abiturprüfung (das ist der Schulleiter der fremden Schule) vom Justinus-Kerner-Gymnasium in Weinsberg (bei Heilbronn). Damit sich die Kollegen/innen aus der Fremdschule während des langen Prüfungstages zwischendurch etwas erholen und stärken können, stellt die Schulsekretärin immer ein kleines Buffet zusammen; hier gibt es belegte Brötchen, süße Teilchen, sowie Kaffee, Tee und kalte Getränke.

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Die meisten Schüler/innen haben durch den schriftlichen Teil schon so viele “Punkte” erarbeitet, dass sie bei der Mündlichen Abitur-Prüfung ganz stressfrei antreten können: auch wenn sie dort nur Null Punkte erzielen würden, haben sie das Abitur schon bestanden.

Manche Prüflinge müssen aber noch eine bestimmte Punktzahl erreichen, um durch die Prüfung zu kommen und die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben”. Für sie (und die prüfenden Kollegen/innen) ist die Mündliche Abiturprüfung durchaus eine mentale und emotionale Belastung.  Folglich fließen dann auch regelmäßig Freudentränen, wenn die Hürde genommen ist - und Tränen der Enttäuschung, wenn es nicht gereicht hat.

Die Abiturzeugnisse sowie Preise für besonders herausragende Leistungen werden vergeben bei der offiziellen Verabschiedung der Abiturienten/innen am Donnerstag, 11. Juli 2019 um 19 h in der Gerlinger Stadthalle. Der (privat organisierte) Abi-Ball ist dann am Samstag, 20. Juli 2019, ebenfalls in der Gerlinger Stadthalle.

 

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Textmarke_rot_RBUmbau des “Großen Hörsaals” macht Fortschritte

Anfang Juli 2019

Eine Abbruch-Firma hat im “Großen Hörsaal” ganze Arbeit geleistet: der PVC-Fußboden ist entfernt, alle Kabel und Lüftungsrohre sind demontiert, die Wärmedämmung wurde zurückgebaut. Der Raum liegt jetzt wieder im Rohbauzustand vor.

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Bild oben: die abgehängte Decke wird demontiert, alle Versorgungsleitungen werden  entfernt.

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Bild oben: die Lüftung stammt noch aus dem Ursprungszustand des Gebäudes (Fertigstellung 1973).

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Bild oben: säckeweise wird Material entfernt.

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Bild oben: die Bedientafel an der Wand (im Orangeton der 70er-Jahre) enthält Hinweise auf die Bedienung von Geräten, unter denen sich Schüler/innen heute gar nichts mehr vorstellen können (Episkop, Dia-Projektor, Licht-Tonspur auf 16-mm-Filmen,...).

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Bild oben: ein Holzpodest überbrückt die Stufen; so können die Arbeiten an der Decke gefahrlos ausgeführt werden. Alle Einbauten sind entfernt; man kann wieder die Unterzüge an der Decke sehen.

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Bild oben: Abtransport der demontierten Teile.

Jetzt können die konstruktiven Maßnahmen beginnen; der neue Hörsaal wird eine Lüftung mit Klimatisierung bekommen, die einzubauenden Tisch werden viel tiefer werden als die bisherigen Klapptische und sind nun eben. Außerdem erhalten sie eine Strom- und Netzwerkwerkversorgung, damit im Raum zukünftig Schülerexperimente möglich sind. An der Frontwand wird eine Pylonentafel installiert werden und einen neuen, leistungsfähigeren Beamer erhält der neue naturwissenschaftliche Unterrichtsraum ebenfalls, sowie eine Soundanlage. Wenn alle Gewerke planmäßig ablaufen, kann zu Schuljahresbeginn im September hier wieder Unterricht abgehalten werden.

 

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Textmarke_rot_RBNeues aus Niger - Entwicklungsfortschritte bei unserem Schulprojekt in KaraKara

Frühjahr 2019

Bilder: Lamin Ousman-Daouda

Bekanntlich unterstützen wir mit dem Erlös unseres alljährlichen Advents-Basars eine Klasse von Patenkinder in der 2005 von Lamin Ousman-Daouda gegründeten Schule in der im Osten von Niger gelegenen Provinzhauptstadt Zinder bzw. in deren nordöstlichem Stadtteil KaraKara.

“Unsere” Patenkinder sind jetzt im letzten Jahr der Collége-Ausbildung angekommen. Die Gesamtlehrerkonferenz hat im laufenden Schuljahr beschlossen, das Projekt auch weiterhin finanziell zu unterstützen. Allerdings wird die zeitliche und inhaltliche Ausgestaltung des Adventsbasars gerade von einer Arbeitsgruppe neu überdacht. Die sich daraus ergebenden Änderungen werden sich bereits auf den diesjährigen Basar im November auswirken.

Lamin Ousman-Daouda war im Frühjahr zu Besuch in Niger. In einer Informationsveranstaltung im Züblin-Haus in Stuttgart-Möhringen im Herbst 2018 hat er über aktuelle Entwicklungen berichtet und uns jetzt Bilder von den neuesten Einrichtungen auf dem Schulcampus mitgebracht.

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Bild oben: die Unterrichtsgebäude auf dem Schulcampus; jede Klasse hat ein eigenes Klassenraum-Gebäude.

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Bild oben: Antreten zum Waschen vor dem Essen in der Schulkantine.

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Bild oben: das Schulgelände ist mittlerweile an die öffentliche Wasserversorgung der 350 000 Einwohner-Stadt Zinder angeschlossen; damit können die Wasserbehälter gefüllt werden.

Der Staat Niger wollte ursprünglich ein staatliches Collége in der Nähe unserer Grundschule in Karakara betreiben; aber das Geld reicht nicht aus, um feste Gebäude dafür zu errichten (die staatlichen Gebäude sind Strohhütten) und auch nicht, um die Lehrer regelmäßig zu bezahlen. Der Verein “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger, e. V.” plant daher den Bau eigener (weiterer) Gebäude für das vierjährige Collége und möchte auch den Betrieb dieser Schule sicherstellen. Das macht aber umfangreiche finanzielle Investitionen nötig.

Bereits realisiert wurde ein Getreidespeicher auf dem Gelände der Schule. Gleichwährend bzw. unmittelbar nach der Ernte wird über die Partnerorganisation ONG Mungane in Zinder v. a. Hirse und Mais in größeren Mengen zu relativ günstigen Preisen aufgekauft, so dass damit der Jahresbedarf der Familien unserer Patenschüler/innen gedeckt werden kann.

Schon 3 Monate nach der Ernte ziehen die Preise für diese Grundnahrungsmittel spürbar an. Wird der Gesamtbedarf aber frühzeitig eingelagert, können die Familien zu günstigeren Konditionen versorgt werden, als dies dann auf dem freien Markt möglich ist.

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Bild oben: das Essen für die über 300 Schüler/innen wird jeden Tag frisch gekocht.

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Bild oben: den Vätern der Schüler/innen wird das Getreidespeicher-Projekt vorgestellt.

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Bild oben: der neue Getreidespeicher.

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Bild oben: hinter gut verschlossenen Türen lagern im Getreidespeicher auf Paletten Säcke mit Hirse und Mais.

Im Schulgarten werden momentan zwei interessante Pflanzenarten angebaut; einerseits Moringa; dieses Gewächs kann Wasser keimfrei machen und enthält große Mengen von Vitaminen und Mineralstoffen und ist dazu sehr kohlenhydrat- und proteinreich, wirkt also stark sättigend. Die zweite äußerst positiv wirkende Pflanze ist Artemisia. Sie kann der Malaria-Prophylaxe dienen.

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Bild oben: die Schulgarten ist vor allem vor den Ziegen durch eine Mauer geschützt.

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Bild oben: im Schulgarten werden u . a. Moringa und Artemisia angebaut.

Durch die Einrichtung des Schulgartens, einer Schreinerei und einer Näherei werden unsere Patenkinder jetzt auf dem Schulgelände auch schon beruflich gebildet. Sie lernen hier ein Handwerk kennen und können Gegenstände fertigen, die auf den Märkten der Stadt verkauft werden können (Kleinmöbel, Kleidung, Tischdecken, ...).

 

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Textmarke_rot_RBUmbau des “Großen Hörsaals”

Ende Juni - September 2019

Das Robert-Bosch.Gymnasium verfügt seit dem Bau des Schulgebäudes 1973 über ein “Audimax”, einen Hörsaal, der viele Personen fassen kann und für Veranstaltungen aller Art genutzt wird. Der Raum ist den Schulangehörigen als “Großer Hörsaal” geläufig. Er besitzt ein ansteigendes Gestühl und hat eine große Freifläche vor dem Gestühl. In den 80er und 90er Jahren führte dort z. B. der “Filmring” 16 mm-Filme vor; der Saal wurde aber auch verwendet für Oberstufenabende und alle Sitzungen der ganzen Kursstufe, für Vortragsveranstaltungen für eine größere Zuhörerschaft, etwa für eine ganze Jahrgangsstufe oder für Eltern. Auch die Volkshochschule Gerlingen nutzte den Raum gelegentlich für Vorträge und innerschulisch wurden dort auch viele Klassenarbeiten und Klausuren geschrieben  oder Aufführungen der Jonglier-AG oder der Theater-AG abgehalten. Etliche Wochenstunden wurde der Große Hörsaal auch für (naturwissenschaftlichen) Unterricht genutzt.

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Bilder oben und unten: der Große Hörsaal nach der Renovierung 2007.

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Der Große Hörsaal wurde vielfältig umgestaltet, umgebaut und renoviert. In den 90er Jahren waren etwa an der Decke 4 Fernsehgeräte montiert; später nutzte man für Projektionen einen Beamer. Im ursprünglichen Zustand konnten in einem Technikraum, der unmittelbar hinter der Rückwand lag, Diaprojektoren durch schmale Fenster ihre Dias an die vordere Hörsaalwand werfen oder Filmprojektoren ihre Filme.

Später nutzte die Radio-AG diesen Raum als Technikraum.

Im Jahr 2007 wurde das Gestühl nach über 30-jähriger Nutzung durch neue Klappstühle und Klapptische ersetzt, die Wände erhielten einen freundlichen Anstrich, die abgehängte Decke und die Lüftungsanlage wurden erneuert. Die Zahl der Sitzplätze reduzierte sich dabei von über 130 auf 117.

Im Zuge der Schulhaussanierung, als in 2010 und 2011 der Naturwissenschaftstrakt umgebaut wurde, erhielt der Große Hörsaal einen neuen Fußboden in Form von Gussasphalt. Dadurch erhöhte sich das Fußbodenniveau um über 10 cm, wodurch die erste Sitzreihe eine unbequeme Sitzhöhe erhielt. Bei dieser Sanierung bekam der Hörsaal auch eine neue, hellere Fassade zum Innenhof hin, fernbedienbare Sonnenschutzrollos und neue Türen.

Jetzt zum Schuljahresende und während der Sommerferien wird der Große Hörsaal wieder einmal umgebaut. Er erhält wieder ein neues Gestühl, das im Saal naturwissenschaftlichen Exerimental- und Schülerübungs-Unterricht ermöglichen soll. Dazu wird die Zahl der Stufen verringert, dazu werden diese tiefer. Die Tische sind in Zukunft nicht mehr schmal und schräg, sondern vollwertige Labortische wie etwa im Raum NwT5. An den Tischen gibt es auch Steckdosen für die Stromversorgung und das Multimedianetzwerk. Die Decke wird komplett ausgetauscht, wodurch die Lüftung des Raumes erneuert und durch eine Klimatisierung erweitert wird, auch die Raumbeleuchtung wird dadurch neu. Zudem gehen die Tischreihen nicht mehr von Seite zu Seite durch, sondern es wird zwei Lücken (Gänge) geben, sodass die unterrichtenden Lehrkräfte leichter zu den Schülertischen in allen Reihen kommen können.

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Bilder oben und unten: Schreiner haben bereits die Tischreihen demontiert; sowohl die Sitze als auch die Klapptische sind noch sehr gut erhalten; anstatt zum Sperrholz kommen die Möbel jetzt in die Gerlinger Partnerstadt in Ungarn nach Tata.

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Das Hochbauamt der Stadt Gerlingen hat nichts unversucht gelassen, in diesen für Bauarbeiten schwierigen Zeiten die nötigen Handwerksbetriebe zu finden, welche die verschiedenen Gewerke übernehmen werden (Schreinerarbeiten, Elektro- und Netzwerkarbeiten, Lüftungs-, Klima- und Sanitärarbeiten).

Wenn alles wie geplant klappt, sollte der Raum ab Schuljahresbeginn im September wieder verfügbar sein.

Eine wichtige Funktion, die der Raum dann übernehmen muss, ist es, den Schülern/innen der Gerlinger Realschule Unterschlupf  zu bieten, während ihr Schulgebäude in den nächsten zweieinhalb Jahren umgebaut wird. Während die Klassenzimmer in einem Containerdorf untergebracht werden, welches gerade auf dem “Roten Platz” errichtet wird, soll ein Großteil des naturwissenschaftlichen Unterrichtes im dann neu gestalteten Großen Hörsaal stattfinden.

 

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Textmarke_rot_RBLos Ballos - jetzt schlägt’s 13!

29. Mai - 2. Juni 2019, Mittwoch - Sonntag

Fotos: Simon Schwarz
Text: C. S. und M. V. (zwei Teilnehmerinnen)

Unter Jubelgeschrei und Pfiffen taucht die Burg hinter der letzten Kurve auf. Wenige Minuten später steht der Bus, das Gepäck wird ausgeladen und die letzten Meter zu Fuß zurückgelegt. Für ein paar Minuten ist die kleine Stadt Rothenfels in Bayern erfüllt von Gesprächen, Gelächter und dem Rattern von Rollkoffern über das Pflaster. Die Anwohner sind dies gewöhnt: schließlich war dies der Auftakt zum inzwischen dreizehnten LOS BALLOS-Wochenende.

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Bild oben: Gruppenbild in Keulen-Form.

Dem großen Bewegungsdrang der Jugendlichen entsprechend startet nach dem ersten Mittagessen direkt die erste freie Jongliereinheit. Hier wurde den Jongleuren die Möglichkeit geboten, sich beliebig an den vorhandenen Jonglage-Materialien auszuprobieren. Dem freien Jonglieren folgte der „Trick mit Alex“. Der Berufs-Jongleur zeigte den Heranwachsenden, wie diese ihre Technik, Haltung, Zusammenwirken auf der Bühne und Ausstrahlung verbessern können. Anschließend ging es in Kleingruppen in die Workshops, bei denen Fortgeschrittene ihr Können nicht nur über das Jonglieren, sondern auch andere Bereiche wie Fotografie, Messerwerfen oder Massage weitergeben konnten. Nach einer kurzen Pause fanden sich die Auftrittsgruppen zum Trainieren zusammen, um den Eltern am Ende der Freizeit eine spannende Show präsentieren zu können.

Aber ist das alles, was auf der Burg passiert?

Bei weitem nicht! Auch wenn der Fokus auf dem gemeinsamen Lernen, Proben und Jonglieren liegt, sind auch andere Elemente in die Tagesgestaltung integriert, die den Ablauf auflockern.

In Kooperation mit der KSJ Gerlingen wird in der Planungsphase ein abwechslungsreiches Programm ausgefeilt. So fanden sich beispielsweise jeden Nachmittag Grüppchen zusammen, um gemeinsam Spiele wie „Capture the Böttle“ oder „Stratego“ zu spielen. Selbst bei der brühenden Hitze, die am Samstag über der Burg lag, scheuten nur wenige davor zurück, beim „Juggern“ das gegnerische Team mit selbstgebastelten Waffen aus Schaumstoff zu bekämpfen.

Dieses Jahr war es für die 5-köpfige Leitungs-Gruppe eine Neuerung, die Schulfahrt ohne den Gründer der Jonglier-AGs, Michael Volz durchzuführen. Eine Herausforderung, die der LOS BALLOS Manager Lars Maier, die Lehrer Simon Schwarz, Eberhard Kleinmann, Björn Maier, unser Zirkustrainer Alexander Bopp sowie KSJ-Verantwortliche Greta Nieder mit Bravour gemeistert haben! Gedankt sei an dieser Stelle auch der guten Seele Eva Gawol, die die 4 Jonglier-AGs betreut, Auftritte koordiniert und den Kontakt mit der Schulleitung, den Eltern und dem Förderverein PRO hält.

Die Freizeit lebt vom Austausch und Miteinander zwischen den Jüngeren und Älteren. Hier ist es selbstverständlich, dass Fünftklässler gemeinsam mit Abiturienten trainieren. Auch Ehemalige AG-Mitglieder helfen gerne mit und bieten ihre Erfahrung und Know-How an, um mit den aktiven AG-Mitgliedern gemeinsam neue Auftritte und Choreografien einzustudieren.

Das Motto dieses Jahres, „The Sky is the limit!” wurde dabei von allen Jongleuren wörtlich genommen. Größer, höher, weiter wollten wir kommen.

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Bild oben: The sky is the limit!

Am deutlichsten zeigte sich diese Einstellung am Auftrittsabend auf der Burg Rothenfels vor dem Personal und den anderen Burg-Gästen. Vier Kleingruppen, die Ehemaligen und als krönender Abschluss die besten Jongleure des Robert-Bosch-Gymnasiums, „Los Ballos Spezial“, gaben in einer gemeinsamen Vorstellung zum Besten, was sie im Laufe des Wochenendes entworfen und einstudiert hatten.

Wieder zurück in Gerlingen packten alle mit an, um schnell die zehn Kisten Jonglier-Material, an die 20 Einräder, Stelzen, Stäbe usw. aufzuräumen. Emotionaler Höhepunkt von LOS BALLOS war der Auftritt vor den Eltern, der mit begeistertem Applaus belohnt wurde. Nach einem gemeinsamen Abschied löste sich die Gruppe langsam auf, nur um in einem Jahr wieder auf der Burg zusammen zu kommen.

 

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Textmarke_rot_RBLässig Im Takt zu Lustig Irren Texten

Musical „Mission 2519: LIT am RBG“ begeistert mit Zeitreise
23. Mai 2019, Donnerstag

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit; Bilder: der Webmaster

Wir schreiben das Jahr 2519. Die Menschheit lebt nach einem weiteren Weltkrieg in völlig  veränderten Verhältnissen. Gerlingen ist längst untergegangen. Ganz Gerlingen? Nein, die Ruine des Robert-Bosch-Gymnasiums wird von einer Forschergruppe entdeckt und erkundet. Rätselnd stehen sie zwischen den Funden und machen sich ihr ganz eigenes, sehr skurriles Bild dieser versunkenen Epoche – der „Plastike“ vor 500 Jahren, also 2019...

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Bilder oben und unten: Chöre, Orchester, Musical- und Theater-AG: alle tragen zum Gelingen des Musical-Abends bei.

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Das ist die Rahmenstory des Musicals „Mission 2519“, das am 23.05. 2019 in der Gerlinger Stadthalle aufgeführt wurde. Das Musical ist ein Gemeinschaftswerk der künstlerischen und musischen AGs des Gymnasiums:

  • die Chöre Augmented Reality und SuperBoschis Allstars,
  • die Musical-AG,
  • das Orchester sowie das Junior-Ensemble
  • und natürlich die Theater-AG.

Sie wurde bei der Umsetzung im Rahmen des Projekts 'Schule als Bühne' durch die Theaterpädagogin Lisa Iffert vom Theaterhaus Stuttgart unterstützt.

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Bild oben: Volle Bühne: Die Musiker, Sänger und Schauspieler beim Abschlussstück.

Über 100 Schüler sind beteiligt, zudem rund 30 Eltern und Lehrer sowie im Hintergrund die Technik-AG und die Maske. Ein Mammutprojekt. Das Stück verfasst, komponiert, einstudiert, koordiniert und zur Reife gebracht haben Tatjana Vilz-Beck (Orchester und Juniorensemble), Dirk Wegner (Chöre, Solisten), Johannes Schmid (Musical-AG) sowie Lukas Bilski, der die Theater-AG vertretungsweise übernommen hat von Julia Weizmann, die das Stück mit entwickelt und die Spielszenen gemeinsam mit der Theater-AG geschrieben hat.

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Bild oben: Physik- und Mathematik-Lehrer Lukas Bilski hat kurzfristig die Regieaufgabe von Julia Weizmann übernommen.

Die Grundidee einer Rahmenhandlung mit darin verwobenen Literaturszenen und  Musikstücken sowie die Grundkomposition der meisten Musikstücke stammt von Christine Demmler, Musiklehrerin am Lessing-Gymnasium Winnenden.

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Bild oben: Musiklehrer und Chorleiter Dr. Dirk Wegner dankt Christine Demmler.

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Bild oben: die Musical-AG der Unterstufe zeigt einen Auszug aus die “Räuber”.

Eine anspruchsvolle Kombination, die auf der Bühne ganz ausgefeilt funktioniert: Das  Orchester umrahmt die Spielszenen und begleitet die Solo- und Chorstücke. Die Musical-AG der Unterstufe zeigt einen Auszug aus Schillers „Räuber“ in Gesang und szenischer Darbietung. Die Theater-AG spielt und singt die Rahmenhandlung sowie die eingebetteten Szenen. In der Summe wird daraus ein toller Abend.

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Bild oben: das Forscher-Team ist in den Ruinen des ehemaligen Robert-Bosch-Gymnasiums auf verschiedene Artefakte gestoßen, darunter einen Ordner mit der Aufschrift “LIT 2019”.

Das interdisziplinäre Forscherteam (die jungen Mittelstufenschüler agieren beeindruckend)  tastet sich ausgestattet mit zwei Stunden künstlicher Luft durch die Ruine und stößt auf verschiedenste Relikte: Was ist das? Welche Rückschlüsse lassen sich auf jene ferne Zeit ziehen? Mülleimer werden zu kultischen Abgabeobjekten, Locher zu Schusswaffen, Klassenlisten zu Überwachungsprotokollen, fertig ist die Hypothese vom Terrorstaat, dessen Zentrum die „Räuberhöhle“ (selbstverständlich das Lehrerzimmer) ist.

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Bild oben: die Forschergruppe ist im Zentrum des vermeintlichen Terrorstaates angekommen.

Die „Plastike“ in  Gerlingen – eine düstere Zeit? Bei der Rekonstruktion hilft ihnen ein Hefter mit der Aufschrift „LIT 2019“, der vermeintlich Protokolle des „Landes-Insituts für Totalüberwachung“ enthält, die diese These zu bestätigen scheinen. 

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Bild oben: Rätselhafte Zeichen und andere Hinterlassenschaften - die Forschergruppe in der "Räuberhöhle".

Tatsächlich handelt es sich um Auszüge klassischer Dramen aus verschiedensten Epochen, was die Forscher aber nicht wissen (können). Die Auszüge werden vor der Kulisse der verschiedenen Räume inszeniert und in die Rahmenhandlung eingewoben, wenn die Forscher jeweils zu einem neuen Raum vordringen. Im Kunstraum wird eine Faust-Szene ausgefochten, die Litfaßsäule im Atrium ist die Kulisse für Romeo und Julia, Tells Apfelschuss fällt im Musiksaal.

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Bild oben: Tells Apfelschuss.

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Bild oben: Claire Zachanassian macht den Gerlingern ein unmoralisches (aber verlockendes) Angebot...

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Bilder oben und unten: die “Alte Dame” und ihr Bodyguard.

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Ausnahmslos allen Akteuren ist ihre Spielfreude, die pure Lust an der Sache, abzuspüren. Ein Funke, der auf die über 600 Zuschauer überspringt. Die Szenen sind fantastisch gespielt, mit Witz, Wucht und Verve. Das Publikum hat sein Vergnügen beim „Mieser-Schurke-Song“, fühlt mit, als Romeo Julia im Duett anschmachtet (ein Höhepunkt) und schaudert, wenn die lächelnd eiskalte Claire Zachanassian im Gegenzug für „Gerechtigkeit“ Gerlingen eine Milliarde Euro bietet.

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Bild oben: der “Miese-Schurke”-Song.

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Bilder oben und unten: Romeo und Julia.

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Nur die Forschergruppe bleibt auf dem Holz– oder besser Plastikepfad: Daher stammt also der offenkundigen Reichtum Gerlingens! Immerhin finden sich unschätzbar wertvolle Naturmaterialien wie Papier oder Baumwolltaschen... Die kreativen Einfälle erlauben den bestens unterhaltenen Besuchern einen augenzwinkernd verfremdeten Blick auf die eigene Gegenwart.

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Bild oben: die Forschergruppe in der ehemaligen Bibliothek des Gymnasiums.

Natürlich löst sich ganz am Ende, nach zwei Stunden Zeitreise und einer Art „Best of“  klassischer Schullektüre alles auf – und wo wohl? Im letzten Raum, den die Forscher betreten: der Schulbibliothek. Echte Bücher (!), Nachschlagewerke und die Originalausgaben der auszugsweise gespielten Stücke rücken das Bild der Plastikezeit zurecht. Die Armbrust wird wieder zum Notenständer, das Folterinstrument ein Tageslichtprojektor, die Diktatur entpuppt sich als Demokratie. Und überhaupt: Eine Kultur, die solche Werke besaß, kann so schlecht nicht gewesen sein.

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Bild oben: der Spezialist für die Epoche der “Plastike” ist erschüttert von seinen offensichtlich mehr als abwegigen Interpretationen der damaligen Zeit.

Und so wollen die Forscher nun wissen, was denn aus den Helden der klassischen Dramen wird: Bleibt Gessler an der Macht? Töten die Gerlinger Ill für die Milliarde? Was wird aus Karl Moor? Kriegt Julia ihren Romeo?

Zurück in der Zukunft erfährt man im Epilog, dass das Robert-Bosch-Gymnasium sogar das Jahr 2519 prägen wird: die Funde dienen als Anregungen für die Umstellung der eigenen Lebensweise. Das Schulgebäude wird dank 3-D-Technik rekonstruiert und zu einem Forschungszentrum für die Plastikezeit.

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Bild oben: das Forscher-Team mit dem Ordner, der die geheimnisvolle Aufschrift “LIT 2019” trägt...

Und wofür stand nochmal „LIT“? Am Ende wohl doch am ehesten für die LITeratur, die den Menschen Unterhaltung bietet und fiktive Welten schafft. Selbst Zeitreisen sind möglich. Und deshalb wird ganz am Schluss von den über 100 Akteuren auf der Bühne der Stadthalle der „Time Warp“ getanzt als Einladung, selbst einfach mal in Gedanken auf Zeitreise zu gehen:

„It‘s just a jump to the left“.

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Bild oben: die Akteure auf der Bühnen tanzen den “Time Warp”.

Der minutenlange Applaus bestätigt: der Musicalabend „Mission 2519: LIT am RBG“ war ein fulminanter Abschluss des Jubiläumsjahres (die Schule feiert im Schuljahr 2018/19 ihren 50. Geburtstag!), der zeigt, was eine Schule alles auf die Beine stellen kann. Sogar die eigene Zukunft auf den Arm nehmen.

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Bilder oben und unten: die “Macher” des Musicals beim Schluss-Applaus: vorn am Bühnenrand Musiklehrerin Tatjana Vilz-Back, dahinter (v. l.): Lukas Bilski der aktuelle Regisseur des Stückes, daneben die Musiklehrer Johannes Schmid und Dr. Dirk Wegner.

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Bild oben: ist mächtig stolz auf seine Schule und ihre Leistungen: Schulleiter Eberhard Blanz bei den Dankesworten an die Akteure des Abends.

 

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Textmarke_rot_RBDie Säge-Profis

Maschinenschein_1Erwerb des “Großen Schulmaschinenscheins”
23. Mai 2019, Donnerstag

In den Sicherheitsvorschriften für Schulen ist genau verzeichnet, ab welcher Jahrgangsstufe Schüler/innen im Kunst-, Werk- oder NwT-Unterricht mit welchen Werkzeugen und Geräten arbeiten dürfen. Je höher das Gefahrenpotential, das von einer Maschine ausgeht, umso restriktiver ist die Zulassung für den Umgang mit ihnen. So darf zum Beispiel in Klassenstufe 8 mit einer elektrischen Bohrmaschine nur “teilselbständig” gearbeitet werden, mit einer Dekupiersäge aber “selbständig”.

Mit einer “großen” Säge, also einer Bandsäge oder gar einer Kreissäge dürfen Schüler überhaupt nicht arbeiten.

Bild rechts: und so sieht es in der Bandsäge von innen aus.

Lehrer/innen, die Schüler/innen im Unterricht an Maschinen oder Werkzeugen arbeiten lassen, müssen dafür ausgebildet worden sein. Dazu erwerben die Lehrer/innen den “kleinen Schulmaschinenschein”. Im Rahmen einer ganztägigen Fortbildung werden sie in den sachgerechten Gebrauch und die Gefährdungen dieser  Gerätschaften eingewiesen. Alle Lehrer/innen, die aktuell Kunst oder NwT am Robert-Bosch-Gymnasium unterrichten, haben diesen Schein erworben. Eine Fortbildungsveranstaltung im Ooktober wird auch den bisher noch nicht dazu ausgebildeten Lehrkräften zur Erlangung dieses Scheins verhelfen.

Am vergangenen Donnerstag haben nun 4 Lehrkräfte der Schule den “Großen Maschinenschein” erworben; dazu wurden sie in den Umgang mit unserer Bandsäge eingewiesen. Sie haben gelernt, wie die Maschine aufgebaut ist, wie man sie richtig einstellt, wie man das Sägeband wechselt und wie man sachgerecht mit ihr arbeitet. Damit dürfen diese Lehrer/innen nun an der Bandsäge arbeiten (nicht aber Schüler/innen daran arbeiten lassen).

Bild unten: die Kollegen/innen bei der Fortbildung zum Erwerb des “Großen Maschinenscheins” mit Herrn Mangold an der Bandsäge im Maschinenraum des Robert-Bosch-Gymnasiums.

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Die Bandsäge benutzen wir vor allem zur Bereitstellung von Holzzuschnitt für Schüler/innen, damit diese mit dem so überlassenen “Halbzeug” dann weiterarbeiten können. Beim Thema “Bau eines funktionsfähigen Krans” stellen wir beispielsweise den Schüler/innen die Teile für den Drehfuß und das Drehgestell, den Kranmast und den Kranausleger bereits fertig zugeschnitten zur Verfügung. Kleinere Arbeiten, wie das korrekte Ablängen, das Anbringen von Abschrägungen oder Bohrungen führen die Schüler/innen dann im Unterricht (an der Dekupiersäge / der Tischbohrmaschine) selber aus.

 

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Textmarke_rot_RBWer die Wahl hat...

Infoveranstaltung für Schüler/innen ab 16 Jahren zur Kommunalwahl
16. Mai 2019, Donnerstag

David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Premiere am kommenden Sonntag: Erstmals darf man in Baden-Württemberg schon ab 16 Jahren auf Kommunalebene wählen. Auf Initiative des Jugendgemeinderats (JGR) und in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin Michaela Höhn-Bea fand darum am vergangenen Donnerstagvormittag im Atrium des Robert-Bosch-Gymnasiums eine Informationsveranstaltung für die Klassenstufen 9 bis K 1 statt – also für alle Schüler/innen, die potentiell von der Absenkung des Wahlalters betroffen sind.

Schulleiter Eberhard Blanz begrüßte die Anwesenden. Die Veranstaltung selbst wurde von den Jugendgemeinderats-Vertretern Philipp Arzt und Leon Seyffer, als Abiturienten des Jahrgangs 2018 bekannte Gesichter in der Schule, sehr sympathisch, kompetent und für alle verständlich geleitet.

Das Anliegen: Die Erstwähler zum einen über Ablauf und Bedeutung der Wahl zum Gerlinger Gemeinderat zu informieren. Was ist der Gemeinderat? Wie ist er aufgebaut? Welche Aufgaben hat er? Wie läuft die Wahl ab? Wie sieht der Stimmzettel aus? Was hat es mit „kumulieren“ und „panaschieren“ auf sich? Die zwei hatten Stimmzettel zur Veranschaulichung mitgebracht und empfahlen angesichts der recht umfangreichen Materie: im Vornhinein informieren und Wahlzettel schon daheim ausfüllen. Den Abschluss bildete der Appell, auch tatsächlich wählen zu gehen.

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Bild oben: Philipp Arzt und Leon Seyffer informieren über die Kommunalwahl. Foto: D. Schaebs.

Zum anderen waren von den verschiedenen politischen Gruppierungen und Parteien, die im Gemeinderat sitzen, jeweils ein Fraktionsmitglied anwesend, um in einem Kurzvortrag und anhand einer Stellwand mit Infoplakaten die eigenen politischen Schwerpunkte vorzustellen. Dabei ging es naturgemäß vor allem um Themen, die für junge Leute interessant scheinen oder ihre Lebenswelt berühren: Aufenthaltsräume für Jugendliche, die Zukunft des Jugendhauses, Verkehr.

Im dritten Teil der Veranstaltung konnten sich die Schüler wie auf einem Marktplatz im Gespräch mit den Fraktionsmitgliedern weiter informieren und Fragen stellen, eine Möglichkeit, die von etlichen auch genutzt wurde. In Gesprächen der Schüler untereinander wurde zudem deutlich, dass gerade die älteren Schüler durchaus kritisch Ideen und Forderungen einzelner Parteien und deren Umsetzbarkeit diskutieren. Insofern war die Veranstaltung eine gute Idee, um die Bedeutung der Kommunalpolitik und ihrer Aufgaben vor Augen zu führen, dies mit konkreten Personen zu verbinden und ins Gespräch über politische Themen zu kommen.

Herzlichen Dank daher an den engagierten Jugendgemeinderat, insbesondere Philipp Arzt und Leon Seyffer, sowie die Vertreter der einzelnen Fraktionen, die ihren Vormittag investierten, um für die Schüler zur Verfügung zu stehen.

 

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Textmarke_rot_RBUnsere neue Corporate Identity- neues Logo, neues Dokumentendesign, neues Leitsystem im Schulhaus, neues InfoTerNa ... - und nun:

Neu eingetroffen - die Schul-Kollektion des Robert-Bosch-Gymnasiums
10. Mai 2019, Freitag

Text: Almut Peischl / Sofia Majer

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler, liebe Eltern,

Schulkollektionendlich ist es soweit - die neue Schulkollektion des Robert-Bosch-Gymnasiums ist nun druckreif!

In Abstimmung mit der SMV sind unsere neuen Schul-T-Shirts und Schul-Kapuzenpullis entstanden und können nun direkt online bestellt werden. Alle Artikel sind in vier verschiedenen Farben sowie in unterschiedlichen Größen verfügbar.

Da uns eine nachhaltige Produktion unter fairen Bedingungen sowie Bio-Qualität wichtig ist, haben wir uns für Produkte der Firma Neutral aus 100% Bio-Fairtrade-Baumwolle entschieden.

Gemeinsam mit der Firma Mirafilo in Gerlingen haben wir einen Onlineshop eingerichtet, in dem sich alle Schüler/innen und natürlich auch Lehrer/innen ihre Lieblingsartikel aussuchen und direkt bestellen können. Den Shop erreichen Sie direkt unter folgender Adresse: http://rbg-shop.mirafilo.de oder über den entsprechenden Link auf der Homepage unserer Website. Hier können Sie die Artikel in unterschiedlichen Farben und Größen auswählen.

Die erste Bestellphase endet vor den Pfingstferien am 7. Juni 2019. In dieser Zeit können über den Shop Artikel bestellt werden. Die Bezahlung erfolgt per Überweisung direkt an Mirafilo. Nach dieser Bestellphase werden alle gewünschten und bezahlten Artikel bedruckt, an die Schule geliefert und dann in den jeweiligen Klassen verteilt.

Neugierig wie die Artikel genau aussehen oder unsicher, welche Größe passt? Dann nutzt die Möglichkeit, unsere Musterexemplare anzuprobieren, und zwar zu bis zu den Pfingstferien immer am Mittwoch und am Donnerstag in der 2. Großen Pause im SMV-Raum.

Wir hoffen, dass alle viel Spaß und Freude an unserer neuen Schulkollektion haben.

 

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Textmarke_rot_RBDer etwas ökologischere Abi-Korso
10. Mai 2019, Freitag

Es ist schon Brauchtum in Gerlingen: nach Ende der schriftlichen Abiturprüfungen drücken die angehenden Abiturienten/innen ihre Freude und Erleichterung über die überstandenen Klausuren mit einem Korso durch Gerlingens Hauptstraße aus. Normalerweise reihte sich da Auto an Auto und manchmal ist es dabei auch schon zu kleineren Unfällen gekommen.

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Bild oben: vor der Gerlinger Jahnhalle versammeln sich die Abiturienten/innen nach dem Ende der schriftlichen Prüfungen.

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Bild oben: bereit zum Fahrradkorso: nur zwei Autos dienen als Begleitungfahrzeuge.

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Bild oben: Erleichterung nach überstandenen Prüfungen.

In Zeiten von “Fridays for future”, zu denen Schüler/innen allwöchentlich auf die Straße gehen, um für mehr Anstrengungen zum Klimaschutz zu demonstrieren, ist ein Autokorso natürlich politisch nicht korrekt. Die Gerlinger Abiturienten/innen haben daher beschlossen,vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Die Initiatoren dieser Alternative mussten bei ihren Mitschülern/innen zwar zunächst noch ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten, aber am Freitag Mittag gegen 12:30 h, als die letzten Prüflinge die Gerlinger Jahnhalle nach der geschrieben Französischklausur verließen, versammelte sich doch fast der gesamte Jahrgang mit Fahrrad, um zu einer kleinen Rundfahrt durch die Innenstadt zu starten.

Ihre Lehrer/innen sind währenddessen mit den Erst-, Zweit- und Endkorrekturen beschäftigt, bevor nach Abschluss des dreistufigen Korrekturverfahren am 27. Juni die Ergebnisse der diesjährigen Abiturprüfungen bekanntgegeben werden.

 

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Textmarke_rot_RBBildungspartnerschaft mit Endress+Hauser, dritter Tag
7. Mai 2019, Dienstag

Text und Bilder: Anja Beuchle

Schüler/innen des Robert-Bosch-Gymnasiums zu Besuch in der Kläranlage Leonberg

Am Dienstagvormittag stand für die 17 Schüler/innen der Klassenstufe 10 des Robert-Bosch-Gymnasiums „Teil 3“ des Bildungspartnerschaftsprojektes mit Endress+Hauser und damit der Einsatz der Mess- und Probeentnahmetechnik vor Ort bzw. in der Leonberger Kläranlage auf dem Programm.

Es ist aus mehreren Gründen wichtig, dass Kläranlagen genaue Messgeräte zur Verfügung zu haben: das Wasser, das die Kläranlage verlässt, ist zum einen genauen Richtlinien unterworfen. Zum anderen ist es natürlich für den Betreiber ungemein wichtig, auf bedenkliche ankommende Verunreiniguneng zeitnah reagieren zu können. Darüber hinaus ist es für den Betreiber auch von Interesse, wie viel Wasser mit welchem Aufwand gereinigt werden muss, da sich daraus auch die Abrechnungskosten für die Kommunen ergeben.

Alle Bedürfnisse können durch von Endress+Hauser entwickelten Geräte gedeckt werden. Zum einen messen Probeentnahmegeräte am Anfang, wie viel Abwasser mit welcher Belastung in die Kläranlage gelangt, andere am Ende der Kläranlage, mit welcher Qualität es diese wieder verlässt.  Außerdem werden über die einzelnen Klärstufen hinweg verteilt in regelmäßigen Abständen Proben entnommen und auf die Inhaltstoffe, wie z. B. Nitrat-, Ammonium-, Sauerstoffgehalt und einiges mehr, untersucht.

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Bild oben: angebrachte Messelektroden/Messsysteme  

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Bild oben: Schülergruppe im Bereich der mechanischen Klärung 

In Kläranlagen erfolgt die Reinigung in mehreren Stufen. Die erste Stufe bildet die mechanische Klärung. Rechen halten dabei grobes Material und Abfälle zurück. Im Sandabsatzbecken lagern sich schwere Bestandteile ab. Fette, aber auch Gemische wie Erdöl oder Benzin, die Stoffe mit einer geringeren Dichte als Wasser beinhalten, schwimmen hier an der Wasseroberfläche und können abgeschöpft werden. In einem nachgeschalteten Vorklärbecken sinken schließlich auch noch fein verteilte Schwebstoffe zu Boden und bilden den so genannten Primärschlamm.

An dieser Stelle gabelt sich der weitere Verlauf – der Primärschlamm wird zusammen mit dem anderen Klärschlamm, der anfällt,  in den Faulturm transportiert und mit Hilfe von Bakterien zu Methangas umgesetzt. Das Methangas wird in zwei Blockheizkraftanlagen energetisch weiterverwendet.

Das von allen gröberen und feineren Verunreinigungen gereinigte Abwasser gelangt im 2. Schritt in die biologische Klärung. Hier laufen Vorgänge wie bei der Selbstreinigung von Gewässern ab, nur viel schneller. Im Belüftungsbecken bauen verschiedene Bakterienstämme unter ständiger Sauerstoffzufuhr den größten Teil der im Abwasser enthaltenen Schmutzstoffe ab. Ziel ist es hier u. a., alle Stickstoffverbindungen so umzuwandeln, dass diese keine Wirkung mehr als Düngemittel besitzen.

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Bilder oben und unten: Schülergruppe im Bereich der biologischen Klärung. 

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In der dritten Stufe, der chemischen Klärung, können Schadstoffe die in den vorangegangenen Stufen nicht abgebaut werden konnten, z. T. durch Zusatz von Fällungsmitteln entfernt werden.

Im vorletzten Jahr ging die vierte Reinigungsstufe in Betrieb. Die Leonberger Kläranlage kann nun Verunreinigungen im Abwasser noch weiter bzw. vollständiger abbauen. Man hofft dadurch in Zukunft z.B. stärker Medikamente, Hormone und andere organische Verbinden heraustrennen zu können.

 

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Textmarke_rot_RBFrankreichaustausch 2019: Besuch in Paris
25. - 31. März 2019, Montag bis Sonntag

Ein Bericht der Teilnehmerinnen L. K. (8c), K. L. (8b), K. M. (8a)

Von Montag, den 25.03.19, bis Sonntag, den 31.03.19, fand der erste Teil des Paris-Austauschs mit dem  Collège Alphonse Daudet statt. Insgesamt nahmen jeweils 34 deutsche und französische Schüler der Klassenstufe 8 mit den Lehrern Frau Wunnenburger, Herrn Berger und M. Smets teil.

Eine Woche lang wohnten wir in der französischen Metropole und lernten das Alltagsleben, die Kultur und die Sprache besser kennen.

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Bild oben: Leckeres beim Bäcker...

Am Montag trafen wir uns pünktlich und aufgeregt um 8 Uhr morgens an der Endhaltestelle Gerlingen, um gemeinsam zum Hauptbahnhof und von dort mit dem TGV nach Paris zu fahren. Nach der ca. 3 ½-stündigen Fahrt kamen wir gegen Mittag am Collège an, wo wir herzlich empfangen wurden. Kurze Zeit später sind wir schließlich zur Cité Universitaire aufgebrochen. Dort bekamen wir in kleinen Gruppen eine Führung unserer Austauschschüler. Gegen 17 Uhr ist jeder in seine Gastfamilie gegangen.

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Dienstag standen der Besuch des Eiffelturms (siehe Bild oben), die Bootsfahrt auf der Seine und die Besichtigung des Museums Quai Branly an. Beim Eiffelturm hatten wir die Aufgabe, eine Fotostory zu einem bestimmten Thema  zu entwickeln. Anschließend haben wir eine tolle Fahrt auf der Seine gemacht, wo wir viele berühmte Gebäude von Paris gesehen haben. Schließlich hatten wir  etwas freie Zeit auf der Île aux Cygnes. Nachmittags hatten wir eine Führung im Musée de Quai Branly, wo wir viel über die außereuropäische Kunst erfahren haben. Gegen 17 Uhr sind wir beim Collège angekommen und haben den Abend in unseren Gastfamilien verbracht.

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Bild oben: Blick vom Eiffelturm auf die Dächer der Stadt (Foto: der Webmaster).

Am Mittwoch waren wir vormittags mit unseren Austauschschülern in der Schule und haben den Unterricht besucht. Der restliche Tag stand zur freien Verfügung: einige haben weitere Sehenswürdigkeiten von Paris besichtigt, andere haben an den Nachmittagsaktivitäten ihrer Austauschschüler teilgenommen.

Donnerstags standen die Besichtigung des Schlosses Vincennes sowie ein Kalligraphie-Workshop auf dem Programm. Bei der Schlossbesichtigung sahen wir eine Kapelle und auch den früheren Wohnbereich des Königs. Beim Kalligraphie-Workshop lernten wir die gotische Schrift und das Schreiben mit Federn. Das Programm endete am Spätnachmittag, den Abend verbrachten wir wieder in unseren Gastfamilien.

 

Am Freitagvormittag besuchten wir erneut den Schulunterricht. Mittags aßen wir in der Kantine, bevor wir zum bekannten Stadtviertel Montmartre aufbrachen. Während einer Rallye durch das Viertel setzten wir uns genauer mit bekannten Plätzen rund um Sacré-Cœur auseinander.

Nach einer kurzen Pause in den Gastfamilien trafen wir uns erneut, denn es war der Abend der Abschlussfeier. Es gab ein großes Buffet und eine Tanzfläche, für Musik sorgten die französischen Schüler. Die Stimmung war super und nach vielen Stunden gingen wir erschöpft nach Hause.

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Bild oben: Grand Palais.

Am Samstag bestimmten die einzelnen Gastfamilien das Programm für den letzten Tag in Paris. Ein paar von uns gingen ins Disneyland, shoppen oder besuchten zum letzten Mal die bekannten Sehenswürdigkeiten in Paris. Nach diesem Tag gingen alle mit einem gemischten Gefühl ins Bett, einerseits freuten wir uns auf zu Hause, andererseits war es schade, Paris nun verlassen zu müssen.

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Bild oben: Louvre mit der Eingangspyramide von I. M. Pei.

Am nächsten Tag klingelte unserer Wecker wegen der Zeitumstellung früher als gewohnt. Mitgenommen vom kürzeren Schlaf trafen wir uns aber schließlich um 6.10 Uhr am Bahnhof. Dort verabschiedeten wir unsere Gastfamilien und sicherten uns die Plätze für die Heimreise. Als alle dann startbereit waren, fuhr unser Zug um 6.45 Uhr los. Nach einer lustigen und amüsanten Zugfahrt kamen wir gegen 10 Uhr am Stuttgarter Bahnhof an. Dort wurden wir freudig von unseren Eltern empfangen.

Einerseits war der Paris-Austausch so organisiert, dass wir viel mit den Gastfamilien unternahmen und so die Kultur und das französische Schulleben kennenlernten. Andererseits machten wir auch viel Touri-Programm und lernten so die verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel kennen. Daraus kann man schließen, dass der erste Teil des Paris-Austauschs ein voller Erfolg war! Nun freuen wir uns, unsere Austauschschüler vom 20. bis 25. Mai in Gerlingen zu begrüßen.

Wir danken dem Förderverein PRO für die finanzielle Unterstützung unseres Austausches.

 

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Textmarke_rot_RBBildungspartnerschaft mit Endress+Hauser, zweiter Tag
30. April 2019, Dienstag

Das Robert-Bosch-Gymnasium zu Besuch bei Endress+Hauser Conducta in Gerlingen

Text und Bilder: Anja Beuchle

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Endress_u_Hauser_2019_Gruppenbild2Das Unternehmen Endress + Hauser Conducta stellt für nahezu alle erdenklichen Messgrößen im Bereich der Flüssigkeitsanalyse Sensoren und Messgeräte sowie Probennehmer her. Zum Einsatz kommen diese Analysegeräte in den vielfältigsten Bereichen unseres täglichen Lebens und überall da, wo Medien beispielsweise Wasser, auf Ihre Inhaltsstoffe hin untersucht werden müssen. So findet man die Messgeräte von Endress und Hauser etwa in Schwimmbädern wie dem Gerlinger Hallenbad, in der Pharmaindustrie, in der Lebensmittelindustrie z. B. in Brauereien, in Kläranlagen u.v.m..

Gemessen werden können zum Beispiel die Temperatur, die Durchflussmenge, der pH-Wert, die Trübung, die Dichte, die Leitfähigkeit, der Gehalt an verschiedenen Inhaltsstoffen (zum Beispiel Chlor, Sauerstoff, Ammonium-, Nitrat- und Phosphat-Ionen, Hydrazin, Eisen, Kupfer, Mangan,...).

Bild rechts: die Schülergruppe, Herr Ragg und Frau Beuchle im Atrium des Firmengebäudes.

Das Robert-Bosch-Gymnasium führt im aktuellen Schuljahr bereits zum siebten Mal sein Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress+Hauser Conducta durch. Daran teilnehmen können Schüler/innen der Klassenstufe 10, die im naturwissenschaftlichen Profil das Fach NWT gewählt haben. Von Unternehmensseite her wird das Programm von Verena Blank (Human Resources) und Thomas Ragg (Component Engineering, Realization G. Logistics) organisiert und durchgeführt.

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Bilder oben und unten: Messelektronik (oben: Sensoren; unten: Probenentnahme).

Endress_u_Hauser_2019_ProbeentnahmeAm Dienstagvormittag stand für die 17 Schüler/innen der Klassenstufe 10 des Robert-Bosch-Gymnasiums die „zweite Runde“ in der Bildungspartnerschaft mit Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG und damit einserseits die Besichtigung der Produktion in Gerlingen auf dem Programm. Andererseits durfte die Schülergruppe an den von Endress+Hauser Conducta gebauten Messumformern selbst Messungen in Flüssigkeiten durchführen. Betreut wurden die Schüler/innen einerseits von Frau Blank und Herrn Ragg (der auch die Führung durch die Produktion vornahm), andererseits von Herrn Gruber, der das Messpraktikum leitete.

Endress+Hauser Conducta ist wohl einer der wenigen deutschen Messtechnikhersteller, der seine Elektronikproduktion nicht ins Ausland verlagert hat. Im Gerlinger Gewerbegebiet produziert die Firma die Messwertumformer und Probeentnahmeautomaten. Die hoch automatisierte Fertigung verteilt sich auf zwei Etagen der Produktionshalle. Da die elektronischen Bauteile heute immer kleiner werden, sind sie auch zunehmend empfindlich, besonders auch gegenüber elektrischen Entladungen. Die Schüler/innen mussten sich daher vor Betreten der Räume erst einmal entsprechend einkleiden: mit einem weißen Labormantel, der zum Ableiten elektrostatischer Ladungen Carbonfasern eingewebt hat und mit einem Erdungsband, das in einen Schuh eingelegt und mit der Schuhsohle verklebt wird.

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Bilder oben und unten: Schülergruppe im Zerspanungsbereich der Produktionshallen.

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Nach der Betriebsführung und einer kurzen Pause, bei der auch für das leibliche Wohl der SchülerInnen gesorgt wurde, ging es in einem großen Kundenlabor mit dem Messpraktikum weiter. An sechs Stationen, an denen Messumformer der Serie Liquiline mit unterschiedlichen Messsonden bereitstanden, konnten die Teilnehmer/innen nach einer theoretischen Einführung in das Messprinzip der jeweiligen Messgröße und in die Messtechnik des jeweiligen Sensors selbst Messungen an Flüssigkeiten durchführen. Der eigentlichen Messung ging jeweils eine Kalibrierung des Gerätes voraus.

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Bild oben: beim Vortrag im Messlabor; Bild unten: bei den Messungen im Labor.

Endress_u_Hauser_2019_im Messlabor

In einem ersten Versuchsdurchlauf wurde der pH-Wert verschiedener Flüssigkeiten untersucht; auch Cola kam zum Einsatz: wegen des hohen Phosphorsäuregehaltes dieser Limonade liegt der pH-Wert bei ca. 2,5 - 3,0.  Der pH-Wert ist eine wichtige Messgröße etwa in der Lebensmittelherstellung; aber auch bei der Trinkwasseraufbereitung, in der pharmazeutischen Produktion und bei vielen sonstigen chemischen Synthesen liegt oft ein saures oder alkalisches Medium vor, dessen pH-Wert bekannt sein muss bzw. das bestimmte  Werte einnehmen muss.

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Endress_u_Hauser_2019_LeitfähigkeitsmessungBild oben: bei der pH-Wertmessung mit Cola.

In einem weiteren Versuch wurde die Leitfähigkeit von demineralisiertem Wasser (geringste Leitfähigkeit, da sehr wenige Ionen), sowie von Trinkwasser (etwas größere Leitfähigkeit) und von einer Salzwasserlösung (höchste Leitfähigkeit) ermittelt. In Lösungen wird der Stromfluss durch frei bewegliche Ionen bewirkt. Die Leitfähigkeit ist also zum einen ein Indiz dafür, dass gelöste Ionen vorliegen, zum anderen kann diese auch als Maß für den Gehalt an Ionen und für die Zuordnung von verschiedenen Flüssigkeiten/Lösungen verwendet werden.

Bild rechts: SchülerInnen bei der Leitfähigkeitsmessung

Im Anschluss an das Praktikum war die Gruppe noch zum Mittagessen in die Firmenkantine im obersten Stockwerk des modernen Firmengebäudes eingeladen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei den Verantwortlichen von Endress und Hauser Conducta für dieses Bildungspartnerschaftsangebot, vor allem aber bei Frau Blank, Herrn Gruber und Herrn Ragg für die – wie gewohnt - tolle und sehr interessante Umsetzung dieses Projektes.

 

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Textmarke_rot_RBSchriftliche Abiturprüfungen beginnen
29. April 2019, Montag

Mit der schriftlichen Prüfung im Fach Deutsch beginnen morgen die Abiturprüfungen. Die Deutschlehrer/innen haben heute nachmittag zusammen mit der Schulleitung den Prüfungsraum vorbereitet. Üblicherweise finden die Abiturprüfungen alle in der Gerlinger Stadthalle statt.

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Bild oben: der Rechtschreibe-Duden und die Pflichtlektüren liegen für das Deutsch-Abitur bereit.

Dieses Jahr ist Prüfungsbeginn für alle Prüfungen um 9 h, weil zuvor in den Fächern Deutsch, Mathematik, Französisch und Englisch die Prüfungsaufgaben am Morgen einer jeden Prüfung zunächst entschlüsselt und anschließend ausgedruckt und geheftet werden müssen.

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Bild oben: In der Stadthalle Gerlingen werden die Arbeitsplätze der Prüflinge auf das Deutsch-Abitur vorbereitet.

Die Kultusministerien der Länder versprechen sich davon eine erhöhte Sicherheit bezüglich der Geheimhaltung der Aufgaben; für die Schule bedeutet es Mehrarbeit. Das sehr aufwändige Verfahren der Datenübermittlung, -kontrolle und -entschlüsselung wurde zu Monatsbeginn schon mal in einem “Trockenlauf” geübt.

 

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Textmarke_rot_RBPädagogischer Tag am ersten Schultag nach den Osterferien
29. April 2019, Montag

Während die Schüler/innen des Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasiums dieses Jahr nach den Osterferein noch einen Tag länger zuhause bleiben durften, traf sich das Lehrerkollegium mit zwei Referenten am Montagmorgen zu einem Pädagogischen Tag. Frau Cordula Schweers und Herr Peter Fischer leiteten und moderierten die einzelnen Phasen der Arbeit in kleineren Gruppen und im Plenum.

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz (rechts im Bild) begrüßt die Referenten/Moderatoren des Pädagogischen Tages: Frau Cordula Schweers und Herrn Peter Fischer-

Thema des diesjährigen Pädagogischen Tages war die Frage nach einer Verbesserung der Organisationsstrukturen, der  Abläufe und der Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb des Kollegiums, bzw. zwischen Kollegium und Schulleitung. Der Tag stand unter dem Motto “Teambildung und Teamentwicklung”.

Nach einführenden Informationen zu den wissenschaftlichen Grundlagen von Teamarbeit setzte sich das Lehrerkollegium zunächst in Kleingruppen mit dem Ist-Zustand der kollegialen Zusammenarbeit auseinander; anschließend wurden dann auch aktuelle und zukünftige Anforderungen an die Arbeit der Lehrer/innen durch Schüler/innen und Eltern betrachtet und überlegt, wie man diesen durch die formellen Kooperationsstrukturen (in den Fachschaften, in der Gesamtlehrerkonferenz, in den Klassenkonferenzen, in Arbeitsgruppen etc.) besser begegnen kann.

Am Nachmittag wurden die am Vormittag gesammelten Anregungen, Wünsche, Entwicklungsalternativen und Kritikpunkte dann thematisch geordnet und wiederum in Neigungsgruppen bearbeitet. Mit der Vorstellung der Ergebnisse dieser verschiedenen Arbeitsgruppen sind der Schulleitung und dem Kollegium nun genügend Material und Handlungsmöglichkeiten an die Hand gegeben, die Teamentwicklung im Kollegium voranzubringen.

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Bild oben: am späten Nachmittag bedankten sich Schulleiter Eberhard Blanz (Bildmitte) und seine Stellvertreterin Silke Scholz mit einem kleinen Präsent von den Moderatoren.

Das Lehrerkollegium und die Schulleitung hoffen, dass nach Umsetzung der heute angedachten Veränderungen die positiven Auswirkungen sich vor allem für jene bemerkbar machen, wegen denen wir hier arbeiten: für unsere Schülerinnen und Schüler!

 

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Textmarke_rot_RB Umgestaltung der Schulhausumgebung  macht Fortschritte
April 2019

Auch während der Osterferien, während der das Schulhaus verwaist ist, gehen die Bauarbeiten am Außenbereich des Schulhauses entlang der Richthofenstraße mit Vehemenz weiter. Der kleine See vor dem Naturwissenschaftstrakt ist wieder angelegt (und zwar allen Normen eines solchen Gewässers entsprechend) und die ersten Lebewesen haben sich schon wieder eingefunden.

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Bild oben: unser kleiner Teich vor den Naturwissenschaftsräumen ist wieder da: mit Sitzgelegenheiten und mit Hangbepflanzung.

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Bild oben: Blick auf den kleinen Teich und den Naturwissenschaftstrakt unseres Schulgebäudes.

Auch der Hang zur Straße hin ist nun fertig gestaltet: Rasen wurde eingesät und Sträucher wurden angepflanzt. Entlang der Straße wurden die Versorgungsleitungen erneuert; jetzt entsteht vor dem Abluftkamin der Heizungsanlage eine weitere Fahrrad-Abstellfläche. Auch der Fußweg wird neu gestaltet.

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Bild oben:  vor dem Abluftkamin entsteht ein weiterer Fahrradabstellplatz.

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Bild oben:  der Gehweg entlang der Richthofenstraße wird von Bäumen und Sträuchern gesäumt.

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Bild oben:  auch der Gehweg entsteht neu.

Momentan sieht es beim Blick aus den Fenstern im Obergeschoss des Gebäudes sehr nach Großbaustelle aus. Bis die Schüler/innen in einer Woche wieder in das Gebäude zurückkehren wird aber vermutlich der Großteil der Arbeit erledigt sein.

 

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Textmarke_rot_RB Von Gravitationswellen, Fusionsreaktoren und biopharmazeutisch produzierten Medikamenten
3. und 4. April  2019, Mittwoch und Donnerstag

NwT-Gruppe der Klassen 10 des Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasiums auf wissenschaftlicher Erkundungstour.

Text und Bilder von Albert Pfänder / Text zu Boehringer Ingelheim: Anja Beuchle

Textmarke_rot_RBVorwort

Bereits zum siebten Mal brachen am Donnerstagmorgen 22 Schüler/innen zu ihrer so genannten „NwT-Erkundungsfahrt“ auf.  In zwei aufeinanderfolgenden Tagen werden dabei regelmäßig Forschungseinrichtungen, Industriebetriebe, Labore oder Rechenzentren besucht. Die Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen haben die beiden Autoren dieses Berichtes: Anja Beuchle, Fachvorsitzende des Faches Chemie und Albert Pfänder, der für die naturwissenschaftlichen Fächer zuständige Abteilungsleiter der Schule.

Teilnehmen können an der Veranstaltung die Schüler/innen der Jahrgangsstufe 10, die sich bei der Profilwahl nicht für die dritte Fremdsprache (an unserer Schule Spanisch), sondern für das Fach NwT (Naturwissenschaft und Technik) entschieden haben. Diese Schüler/innen haben in den Klassenstufen 8  bis 10 dieses vierstündige Kernfach besucht und dabei (nach dem alten Bildungsplan) sich mit Themen wie der Analyse und Synthese von (chemischen) Alltagsprodukten befasst, mit den Techniken der Regenerativen Energiegewinnung, mit der Mikrocontrollerprogrammierung, verschiedenen astronomischen Themen (wie einem Überblick über die Sternentwicklung und den Aufbau unseres Sonnensystems) oder der Herstellung eines Produktes nach einem biotechnologischen Verfahren sowie der Medizintechnik oder dem Brückenbau.

In Klassenstufe 10 sind dann all die behandelten Basiskenntnisse vorhanden, um gewinnbringend an einer solchen wissenschaftlichen Exkursion teilnehmen zu können.

Die beiden Veranstalter dieser Lehrfahrt legen Wert darauf, jedes Jahr ein etwas abgeändertes Programm anzubieten. Für die Fahrt bewerben sich in der Regel immer etwas mehr Schüler/innen, als für die Besichtigung empfindlicher Labore zulässig sind (die Gastgeber beschränken die Gruppengröße meist auf ca. 20 Personen).

In den vergangenen sieben Jahren haben wir dabei bereits die nachfolgend genannten Einrichtungen besucht: Solarzellenfertigung bei der Fa. Würth in Schwäbisch Hall, Netzleitstelle  von Transnet BW in Wendlingen, Zentrum für Solar- und Wasserstoffforschung in Stuttgart-Vaihingen, TEVA / ratiopharm in Ulm-Donautal, Helmholtz-Zentrum für Batterieforschung in Ulm, KuKA (Roboterhersteller) in Augsburg, Deutsches Museum München (Planetarium), Solartestfeld des ZSW in Widderstall bei Ulm und das Höchstleistungsrechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching bei München.

Ein „Klassiker“ bei den Besuchszielen ist stets das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching bei München (IPP). Diese Einrichtung haben wir bei jeder Fahrt besichtigt.

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Bild oben: Plasma-Kugel im Besucherzentrum des Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik in Garching.

Bei der aktuellen Tour, die am Mittwoch, 3. April und Donnerstag, 4. April stattgefunden hat, standen drei Besichtigungen auf dem Programm. Zunächst aber haben wir noch während der ersten  Doppelstunde in der Schule die Kursstufe unterrichtet, bevor wir mit einem 30-Sitzer-Bus mit einem sehr freundlichen, ruhigen und besonnenen Fahrer nach Biberach an der Riß aufgebrochen sind. Dort kamen wir gegen 11 h an und haben uns bei der Fa. Boehringer Ingelheim das Werk zeigen lassen und uns über die Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen Produkten im Bereich der Human- und Tiermedizin informiert sowie über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Biberacher Niederlassung der Firma.

Nachfolgender Textabschnitt: Anja Beuchle

Textmarke_rot_RBBesuch beim Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim in Biberach a.d.R.

Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ist eine der Firmen, die sich noch ausschließlich in Familienbesitz befindet. Das Unternehmen wurde 1885 von A. Boehringer in Ingelheim gegründet und befasst sich mit dem Entwickeln und Herstellen von Arzneimitteln für Tiere und Menschen. Die rezeptfrei zu erhaltenden Medikamente (Generika) Thomapyrin und Buscopan sind wahrscheinlich vielen Menschen ein Begriff. Diesen Zweig hat Boehringer Ingelheim allerdings inzwischen gegen den Sektor „Tierpharmazeutika“ eingetauscht. Bei der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten für Menschen und Tiere  konzentriert sich Böhringer auf die vier Bereiche Immunologie und Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die  Krebsforschung und die Erkrankungen des zentralen Nervensystems.

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Bild oben: der Biberacher Standort von Boehringer Ingelheim; das kühn konstruierte Gebäude hinter dem Pförtnerhaus ist die Werkskantine.

Weltweit arbeiten fast 50 000 Mitarbeiter für Boehringer, in Biberach sind es immerhin mehrere Tausend. Produktionsstätten gibt es unter anderem in den USA, in Italien und Spanien. In Biberach werden vor allem Medikamente auf biotechnologischer Basis, d. h. unter Einsatz von Lebend-Organismen, entwickelt.  Schon 1895 stellte man beispielsweise mit Hilfe von Bakterien größere Mengen an Milchsäure her.

Ein Rundgang führte uns über das Firmengelände und ins Besucherzentrum, wo die Schülergruppe unterschiedliche Ausstellungsgegenstände zum Thema Arzneimittelproduktion und auch Informationen über die Geschichte der Firma erwarteten. Ein Besuch der Produktion war gerade wegen des Einsatzes von Lebend-Organismen leider nicht möglich.

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Bild oben: die Schüler/innen der Klassenstufe 10  mit Frau Beuhle vor einem Gebäude des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim in berach a.d.R.

Durch Butterbrezeln und Getränke gestärkt besuchte die Gruppe anschließend die Ausbildungslabore des Unternehmens. Um viele Informationen zu Ausbildungs-, Praktikums- und duale Studienmöglichkeiten reicher, verließen wir am Mittag das Unternehmen. 

 

Textmarke_rot_RBStadterkundung in München

Am frühen Nachmittag ging die Fahrt dann weiter über Memmingen nach München. Unsere Herberge für die eine Nacht war das „Haus International“ in der Elisabethstraße im Nordosten von München.

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Bild oben: unsere Bleibe in München: das Haus International in der Elisabethstraße.

Nach dem Einchecken und der Verteilung auf die Zimmer fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt. Am Isartor konnten wir aussteigen; ein gemeinsamer kurzer Fußmarsch führte zum Marienplatz; von hier aus durften die Schüler/innen in Gruppen die Stadt alleine erkunden. Einen Straßen- und einen Nahverkehrsplan und genaue Instruktionen zur selbständigen Rückkehr mit dem Öffentlichen Nahverkehr hatten die Schüler/innen von ihren Begleitlehrkräften schon im Hostel erhalten.

Pünktlich um 21:30 h kehrten auch alle wieder dorthin zurück. Das Hostel wird erfreulich straff geführt; insofern kehrte auch bald ausreichende Nachtruhe ein, um zu einem erholsamen Schlaf zu finden.

Nach dem gemeinsamen Frühstück fuhr die Gruppe am Donnerstagmorgen dann zum Universitäts- und Forschungscampus nach Garching im Norden der bayerischen Landeshauptstadt.

 

Textmarke_rot_RBBesuch des Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik in München-Garching.

Erstes Ziel des Tages war das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP). Hier wird seit den 60er-Jahren an der Kernfusion geforscht. Dabei möchten die Physiker das “Feuer der Sonne” auf die Erde holen: in einer Brennkammer, in der die Fusions-Brennstoffe Tritium und Deuterium bei 100 Millionen Grad Kelvin durch entsprechend geformte Magnetfelder eingeschlossen sind, sollen diese zu Helium verschmelzen (fusionieren) und dabei erhebliche Mengen an Energie freisetzen.

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Bild oben: die Gerlinger Schüler/innen vor einem Bild der Fusionstestanlage Tokamak ASDEX upgrade im Besucherzentrum des IPP in Garching.

Über die Grundlagen der Kernfusion und deren mögliche technische Realisierung erhielten die Gerlinger Besucher/innen zunächst einen Vortrag von einem jungen Physiker, der am IPP gerade an seiner Promotion arbeitet:

Um das Fusionsplasma (bei den hohen Temperaturen liegen die Kerne der Atome und die Elektronen separat vor; diesen Zustand nennt man Plasma) am „Brennen“ zu halten, muss der Brennstoff über genügend lange Zeit bei genügend hoher Teilchendichte auf den geforderten hohen Temperaturen gehalten werden. Das stellt hohe Anforderungen an die Materialien der Brennkammer, an die räumliche (und zeitliche) Struktur und Stärke der Magnetfelder, an die verschiedenen Heizungsmethoden (ohmsche Heizung, Neutralteilcheninjektion, Mikrowellenheizung) für das Plasma und an die Steuerung aller Prozesse.

An unserem Besuchstag wurde am dort aufgebauten Großexperiment ASDEX upgrade gerade experimentell gearbeitet. Wenn die Anlage in Betrieb ist (jährlich werden etwa 1000 Experimente durchgeführt), kann die Experimentierhalle wegen der dort auftretenden Strahlung nicht betreten werden. Daher erhielten wir im Besucherzentrum eine Einführung in den Aufbau der Anlage und deren Arbeitsweise. Hier gibt es ein wandgroßes Foto von ASDEX und Exponate früherer Anlagen sowie Modelle der beiden aktuellen Fusionsreaktortypen (Tokamak und Stellarator).

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Bild oben: Kontrollraum des ASDEX-Experimentes.

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Bild oben: die Besuchergruppe im Kontrollraum des ASDEX-Experimentes.

Die Garchinger Kernfusions-Forschungsanlage arbeitet nach dem Prinzip eines Tokamak-Reaktors (an der Außenstelle in Greifswald wird an einem Stellarator geforscht). Bei dieser speziellen Form eines Fusionsreaktors werden zwei Magnetfelder erzeugt, die sich zum gewünschten Gesamtmagnetfeld überlagern; das eine Feld entsteht mit Hilfe großer Spulen, durch die beträchtliche Ströme fließen; das zweite entsteht dadurch, dass man im (elektrisch gut leitenden) Plasma selbst einen Strom induziert. Hier wirken äußere (Primär-)Spulen und die eine „Windung“ des Plasmas selbst (Sekundärspule) zusammen wie ein Transformator. Bekanntlich wird in der Sekundärspule nur dann ein Strom induziert, wenn sich das durch die Primärspule erzeugte Magnetfeld ändert. Das wird durch einen kontinuierlich ansteigenden Strom gewährleistet.

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Bild oben: auf einem großen Monitor über dem Leitstand im Kontrollraum werden aufgezeichnete Daten dargestellt.

Da die Stromstärke aber nicht auf beliebige Werte anwachsen kann, ist ein Tokamak grundsätzlich immer nur gepulst betreibbar, d. h. wenn die Maximalstromstärke erreicht ist, endet das Experiment.

Ein solcher Vorgang dauert in Garching ca. 10 Sekunden. Der für die Spulen benötigte Strom stammt von einem Schwungradgenerator. Nach einem solchen Vorgang („Schuss“ genannt), muss der Rotationskörper des Schwungradgenerators erst wieder auf die Ausgangsdrehzahl (ca. 1600 mal pro Minute) gebracht werden. Würden die Garchinger Physiker den Strom für einen „Schuss“ dem normalen Stromnetz entnehmen, würden wohl im halben Stadtgebiet Münchens die Lichter ausgehen; es werden nämlich kurzfristig ca. 450 MW Leistung benötigt.

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Bild oben: die Energiezentrale für das ASDEX-Experiment (Schwungradgenaretor).

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Bild oben: die Schüler/innen mit Doktorand Oliver vor der Energiezentrale auf dem Gelände des IPP.

Der Garchinger Schwungradgenerator besteht hauptsächlich aus einem Metallzylinder mit 220 Tonnen Masse  und ca. 3 Meter Durchmesser. Dieser wird von einem starken Elektromotor (im Megawatt-Bereich) auf die Nenndrehzahl gebracht. Der äußere Umfang des Zylinders  bewegt sich dann mit annähernder Schallgeschwindigkeit.  Der rotierende Zylinder treibt dann einen Generator, der die für die Experimente nötige elektrische Leistung abgibt. Dabei wird das Schwungrad auf ca. 1200 Umdrehungen pro Minute abgebremst. Der Schwungradgenerator ist eine Sonderanfertigung, die es so nur einmal gibt. Und da er die Grundlage für die Energieversorgung des ASDEX darstellt, wird er sorgsam gehegt und gepflegt und in regelmäßigen Abständen vollständig auseinandergenommen und gewartet.

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Bild oben: während der Führung in der Besucherzentrale des Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik.

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Bild oben: Modell eines Fusionsreaktors nach dem Stellarator-Prinzip (Wendelstein 7).

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Bild oben: Modell eines Fusionsreaktors nach dem Tokamak-Prinzip.

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Bild oben: im Besucherzentrum sind auch Originalsegnmente der alten Stellaratoranlage Wendelstein 7 ausgestellt.

Nach dem Besuch am IPP hatten die Gerlinger Schüler/innen alle Hunger bekommen. Den konnte die Mensa am nahe gelegenen Institut für Mathematik und Informatik der Technischen Universität München stillen.

 

Textmarke_rot_RBBesuch des Max-Planck-Institutes für Astrophysik / Institut für extraterrestrische Physik

Nach der Mittagspause, die durch sportliche Betätigung an den Parabelrutschen im Atrium des Institutsgebäudes aufgelockert wurde, machten sich die Schüler/innen auf einen kurzen Fußmarsch zum benachbarten Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA).

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Bild oben: im Institut für Mathematik und Informatik der Technischen Universität München (TUM) auf dem Campous in Garching,

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Bild oben: die Parabel-Rutschen im Informatik-Institut.

Hier erhielten sie von einem Doktoranden im „aufblasbaren“ Planetarium einen Vortrag über die Sternentwicklung sowie über die Entwicklung des Universums insgesamt ab dem Urknall. Das Mini-Planetarium ist in einem Zelt mit halbkugelförmigem Dach untergebracht. Durch Einblasen von Luft wird das Gebilde stabilisiert; die Schüler/innen sitzen gemütlich auf dem Boden auf Kissen entlang der Außenwand des kreisförmigen Zeltes und können so bequem die Projektion an die Kugelkalotte des Zeltdaches beobachten (Spaßfaktor: hoch!).

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Bild oben: das Gebäude des Max-Planck-Institutes für Astrophysik / Institut für Extraterrestrische Physik (MPA) in Garching.

Auf ihrer Website schreibt das MPA dazu (Zitat):

In unserem Planetariumszelt nehmen wir Sie mit auf eine Reise vom Himmel über München bis zurück an den Anfang des Universums. Besuchen Sie virtuell unsere Nachbarplaneten und beobachten Sie unsere Sonne, als stünden Sie direkt davor. Erfahren Sie spannende Details aus dem Leben eines Sterns, von seiner Geburt bis zu seinem Tod in einer hellen und explosiven Supernova. Reisen Sie mit uns noch viel weiter – hinaus aus unserer Milchstraße zu fernen Galaxien und zu den Ursprüngen des Universums.

Die Vorstellung wurde von unseren Wissenschaftlern selbst erstellt, um die Forschung am Institut auf eine einzigartige Weise darzustellen und wird laufend aktualisiert. Unsere Wissenschaftler präsentieren die Show live, so dass Sie direkt während der Vorstellung und interaktiv Fragen stellen können. Außerdem kann Länge und Niveau an die Altergruppe und das Vorwissen der Besuchergruppe angepasst werden (besonders Schulklassen). 

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Bild oben: im Gebäude des Max-Planck-Institutes für Astrophysik.

Unser „Reiseführer“ durch das Leben des Universums berichtete auch von seiner eigenen Arbeit. Dabei geht es um Strukturbildungsprozesse im All. Wie man aus Messungen der so genannten Mikrowellen-Hintergrundstrahlung des Weltalls  schließen kann, ist die Verteilung dieser Strahlung nicht homogen, sondern weist Fluktuationen auf. Daraus kann man Rückschlüsse auf die Vorgänge kurz nach dem Urknall ziehen. Mit Hilfe von Computersimulationen an Höchstleistungsrechnern haben die Garchinger Forscher netzartige Strukturen in der Galaxienanordnung errechnet, wie man sie tatsächlich im Universum beobachten kann.

Auf der Website des Institutes kann man dazu lesen (Zitat):

Die Wissenschaftler am MPA sind in allen Aspekten solcher Simulationen aktiv, sie entwickeln numerische Algorithmen, wenden diese auf den größten verfügbaren Hochleistungsrechnern an und benutzen die Ergebnisse, um Beobachtungsdaten von Galaxien, Galaxienhaufen und großräumigen Strukturen auszuwerten. Sie versuchen zu verstehen, wie sich die Eigenschaften der dunklen Materie und dunklen Energie in der nicht-linearen Struktur von Galaxien und deren dunkler Materie widerspiegelt. Außerdem entwickeln sie Modelle astrophysikalischer Prozesse für Strahlung, Chemie und Dynamik, die die Galaxien formen und deren Wechselwirkungen mit dem intergalaktischem Material, das sie umgibt, steuern.

Zitat Ende

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Bild oben: vom obersten Stockwerk des Gebäudes hat man einen schönen Ausblick auf den zentralen Innenhof und (im Bildhintergrund) das Gebäude für den Höchstleistungsrechner Super-MUC des Leibniz-Rechenzentrums der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Nach dieser kurzweiligen und technisch gut gemachten Planetariums-Show durften die Gerlinger Schüler/innen noch einen Vortrag von Dr. Ewald Müller, einem (mittlerweile pensionierten) Mitarbeiter des Institutes zu den Gravitationswellen hören.

Die Präsentation war ein brilliant gemachter Überblick über die Theorie, den Nachweis und die Anwendungen der Messung von Gravitationswellen. Obwohl das Niveau des Vortrages populärwissenschaftliche Grenzen deutlich in Richtung Fachvortrag überschritt, konnten die Schüler/innen die Inhalte aufgrund des didaktischen Geschickes des Vortragenden und der Begeisterung für die Thematik, die man aus seiner Rede hervorsprühen sah, gut nachvollziehen. Mehr als eine Stunde lang folgten die Zehntklässler/innen mucksmäuschenstill und konzentriert den Ausführungen.

Ausgangspunkt der Präsentation war die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein 1915/1916, in welcher dieser die Existenz von Gravitationswellen theoretisch vorhergesagt hatte. Einstein ging davon aus, dass es eine „instantane Fernwirkung“ der Gravitatationskräfte, wie sie in Newton’s Theorie enthalten ist, nicht geben kann. Einstein ersetzte die Kraftwirkung der Gravitation durch die Deformation der vierdimensionalen Raum-Zeit, wie sie sich mit Hilfe der Riemannschen Geometrie beschreiben lässt.

So, wie die Schwingung eines elektrischen Dipols zur Entstehung elektromagnetischer Wellen führt (das geschieht in jeder Sendeantenne, etwa im Smartphone), entstehen Gravitationswellen durch Schwingungen der Raumzeit. Damit die Wellen aber messbare Amplituden erhalten, müssen gewaltige Massen gewaltige Beschleunigungen erfahren, um Gravitationswellen zu produzieren. Auch genügt es nicht, wenn die Schwingungen linear sind wie beim elektromagnetischen Dipol: hier muss eine Quadrupol-Geometrie vorliegen. Das ist z. B. der Fall, wenn zwei Neutronensterne um den gemeinsamen Schwerpunkt kreisen. Wenn diese sich durch ihre Anziehung (die Deformation der Raumzeit) immer näher kommen, wächst die Frequenz der Kreisbewegung und wenn sie schließlich aufeinander stürzen, entsteht ein Gravitationswellenmuster mit einer charakteristischen Form (Zunahme der Frequenz und der Amplitude).

Ein solches Signal konnte 2014 mit entsprechenden Messapparaturen erstmals gemessen werden; 2016 wurden die Messergebnisse (nach zweijähriger Prüfung!) schließlich veröffentlicht und bildeten eine wissenschaftliche Sensation, was nicht nur in der Fachwelt, sondern auch den populären Medien große (Aufmerksamkeits-)Wellen schlug…

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Bild oben: die Schülergruppe lauscht gebannt dem brillianten Votrag von Dr. Ewald Müller zur Theorie, der Messung und der Anwendung von Gravitationswellen.

Die Nachweisgeräte für Gravitationswellen sind große Interferometer nach dem Prinzip des Michelson-Interferometers. Dabei erzeugt ein starker (!!) LASER Licht, welches an einem halbdurchlässigen Spiegel in zwei Teilstrahlen aufgespalten wird. Diese beiden Teilstrahlen bewegen sind in jeweils bis zu 3 km langen evakuierten Röhren orthogonal zueinander auf Spiegel zu. Dort werden sie zurückgeworfen; wenn sie wieder nahe des Ausgangspunktes zusammentreffen, kommt es zur Überlagerung (Interferenz). Trifft dabei ein „Wellenberg“ der einen Welle auf einen eben solchen der anderen, erhält man eine Verstärkung der Welle (konstruktive Interferenz), im Fall, dass sich Wellenberg der einen mit Wellental der anderen welle überlagern zu einer Auslöschung (destruktive Interferenz). Man kann nun die beiden Teilwege der Teilstrahlen so justieren, dass gerade Letzteres der Fall ist; wäre der eine Weg nur eine halbe Wellenlänge (bei dem benutzten Licht etwa 300 Milliardstel Meter) länger, so kommt es nicht mehr zur Auslöschung, sondern zur Verstärkung: Man kann also die Weglängen der Lichtsignale in den beiden Interferometer-Armen sehr genau vermessen.

Erzeugt nun die Verschmelzung zweier Neutronensterne (oder auch eine Supernova-Explosion) ein Gravitationswellensignal, so schwingt die Raumzeit und damit verlängern und verkürzen sich auch die Interferometerarme ein bisschen. Allerdings nicht sehr: auf die Entfernung Erde-Sonne bezogen macht die Längenänderung gerade mal den Durchmesser des kleinsten Atomes (eines Wasserstoffatomes) aus. Die Empfindlichkeit eines Gravitationswellen-Interferometers liegt also im Bereich 10-21.

Die in den USA, in Italien, Japan und Russland aufgebauten Interferometer können aber solche Längenänderungen aus dem Rauschen durch Umgebungseinflüsse herausfiltern. Wenn zwei Interferometer zur selben Zeit dasselbe Gravitationswellensignal erhalten (Koinzidenzmessung), kann man davon ausgehen, dass es keine Störung war, sondern tatsächlich ein aus dem Universum stammendes Signal.

Die Interferometer in den USA (LIGO in Hanford und Livingston) sind so empfindlich, dass die Massenverschiebungen durch die an die Atlantikküste brandenden Wellen oder den in der Wüste vom Winde verwehten Busch ein Signal erzeugen.

Mit dem Nachweis / der Messung von Gravitationswellen kann man Ereignisse nachweisen, die mit keiner anderen astronomischen Beobachtungsmethode zugänglich sind. Die Gravitationswellendetektoren erschließen also eine ganz neue Astronomie.

Die Teilnehmer/innen der NwT-Erkundungsfahrt hatten Herrn Müllers Vortrag so gut zugehört, dass es im Anschluss daran sogar einige sehr tiefgehende Fragen aus dem Publikum gab und im Anschluss an unseren Besuch bei der Fahrt im Bus nach Gerlingen noch über das Gehörte diskutiert wurde.

Die Heimfahrt am späten Donnerstagnachmittag gestaltete sich staulos und damit schmerzlos und so kehrten die NwT-Schüler/innen gegen 19 h wohlbehalten und um einige Eindrücke und Kenntnisse reicher nach Gerlingen zurück.

 

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Textmarke_rot_RB Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress+Hauser Condukta
2. April  2019, Dienstag

Das Robert-Bosch-Gymnasium unterhält seit 2006 eine so genannte Bildungspartnerschaft mit der Robert Bosch GmbH. Im Rahmen dieser Kooperation besuchen stets im Frühjahr Studenten/innen, die bei Bosch ein Duales Studium absolvieren, die Schule. Sie berichten vom Unternehmen Bosch und informieren die Schüler/innen über das Duale Studium. An zwei Nachmittagen sind die Schüler/innen, die in der Kursstufe K1 die Physikkurse besuchen, dann in Stuttgart Feuerbach im Bosch-Ausbildungszentrum. Dort führen sie unter Anleitung der Studenten ein technisches Projekt durch: in der Regel bauen wir eine elektronische Schaltung auf, die mikrocontrollergesteuert ist; am zweiten Tag wird der Controller dann programmiert.

Analog zu dieser eher im Bereich Physik/Technik angesiedelten Bildungspartnerschaft pflegen wir seit 2012 eine Kooperation mit dem Gerlinger Unternehmen Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG, welches Teil der weltweit agierenden Unternehmensgruppe Endress+Hauser mit Sitz im schweizerischen Reinach ist. Die Firma ist spezialisiert auf Messtechnik im Bereich vor allem der Flüssigkeitsanlayse und Anbieter für Branchen wie die Pharma-und allgemein die chemische Industrie, die Lebensmittelhersteller und Getränkeproduzenten und auch die petrochemische Industrie. Eine große Rolle spielt ihre Messtechnik auch im Bereich der Umwelttechnik und -analytik.

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz (links im Bild) begrüßt im NwT-Raum 1 unsere Partner von Endress und Hauser Condukta: Herrn Thomas Ragg und Frau Verena Blank.

Es handelt sich um ein Familienunternehmen, das mittlerweile in über 120 Ländern tätig ist und ca. 13000 Mitarbeiter beschäftigt. Am Standort Gerlingen befindet sich auch eine Produktionsstätte für Flüssigkeitsmesstechnik, Messumformer und Probeentnahmeautomaten.

Auf seiner Website schreibt das Unternehmen über sich (Zitat):

Endress+Hauser ist ein weltweit führender Anbieter von Messgeräten, Dienstleistungen und Lösungen für die industrielle Verfahrenstechnik. Wir bieten Prozesslösungen für Durchfluss-, Füllstand-, Druck- und Temperaturmessung, für analytische Messungen sowie Messwertregistrierung und digitale Kommunikation und optimieren so Prozesse hinsichtlich wirtschaftlicher Effizienz, Sicherheit und Auswirkungen auf die Umwelt. Unsere Kunden arbeiten in den unterschiedlichsten Branchen, wie Chemie, Energie und Kraftwerke, Grundstoffe und Metall, Lebensmittel, Life Sciences, Öl und Gas sowie Wasser/Abwasser.

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Das Unternehmen stellt für nahezu alle erdenklichen Messgrößen im Bereich der Flüssigkeitsanalyse Sensoren und Messgeräte sowie Probennehmer her. Gemessen werden können zum Beispiel die Temperatur, die Durchflussmenge, der pH-Wert, die Trübung, die Dichte, die Leitfähigkeit, der Gehalt an verschiedenen Inhaltsstoffen (zum Beispiel Chlor, Sauerstoff, Ammonium-, Nitrat- und Phosphat-Ionen, Hydrazin, Eisen, Kupfer, Mangan,...) etc.

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Bild oben: auf einer Seite der mitgebrachten Präsentation konnten sich die Schüler/innen über die Vielfalt der Parameter informieren, die mit der Messtechnik von Endress+Hauser erfasst werden kann.

Das Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress+Hauser Condukta verläuft nach einem zwischen den Partnern ausgearbeiten Schema: am ersten Tag besuchen Verena Blank (Human Resources) und Thomas Ragg (Component Engineering, Realization G. Logistics) das Robert-Bosch-Gymnasium. Schulischerseits beteiligt sind die Schüler/innen der Klassenstufe 10, die im naturwissenschaftlichen Profil das Fach NwT gewählt haben.

Dieses Jahr war auch noch eine Praktikantin bei Condukta mit von der Partie. Die drei Mitarbeiter von Endress+Hauser stellten bei der heutigen Auftaktveranstaltung die Geschichte, die Struktur sowie das Produktspektrum und die Entwicklungs-, Produktions- und Verkaufsstandorte des Unternehemens vor. Auch über die Branchen, in denen die Produkte von Endress+Hauser eingesetzt werden, erfuhren die Schüler/innen Näheres sowie über die Anstrenungen, die das Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung (in Zusammenarbeit mit vielen externen Partnern, z. B. Hochschulen und Unternehmen aus der Chemie- und Pharmaindustrie unternimmt.

Ingenieur Thomas Ragg erläuterte anhand mitgebrachter Produktbestandteile (Sensoren, Arrmaturen etc.) anschaulich die Funktionsweise verschiedener Messverfahren. Unterstützt von Produktvideos erklärte er z. B. die Durchflussmengenmessung mit einem Messgerät, das den Corioliseffekt ausnutzt sowie die pH-Messung mit der Glaselektrode und - eine Weiterentwicklung auch von Endress+Hauser Condukta - mit Hilfe ionen-sensitiver Feldeffekttransistoren.

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Bild oben: Entwicklungsingenieur Thomas Ragg erläutert Messverfahren mit ausgewählten Sensoren.

Auch über Ausbildungsmöglichkeiten bei Conducta wurden die Schüler/innen informiert.

Am zweiten Tag der Bildungspartnerschaftsaktivitäten (30. April 2019) besuchen die Schüler/innen dann die Gerlinger Niederlassung von Endress+Hauser, besichtigen dort die Produktion und führen selbst Experimente im Kundenlabor an den in Gerlingen produzierten Messgeräten und Messwertumformern durch. Am letzten, dritten Tag (7. Mai 2019) fahren sie dann zur kommunalen Kläranlage in Leonberg, in der auch Messgeräte von Endress+Hauser Conducta im Einsatz sind.

 

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Textmarke_rot_RB Das Känguru ist wieder los
21. März 2019, Donnerstag

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Am 21. März war es wieder so weit – und zwar schon zum dreizehnten Mal. Das "Känguru" hüpfte durch die Flure des Robert-Bosch-Gymnasiums. Gesehen wurde es 75 Minuten lang von 137 Schülern der Klassenstufen 5 bis 12, wobei sich das Känguru offensichtlich auf die Stufen 5 bis 8 konzentrierte und kaum jemandem aus der Kursstufe (ganze 4 Schüler) begegnete...

Das Seltsame: Zeitgleich sahen es 911.000 Schulkindern in ganz Deutschland und Millionen in aller Welt!?

Ein Beuteltier in Gerlingen? Nicht direkt. Die Rede ist vom internationalen Wettbewerb "Känguru der Mathematik", der - man ahnt es - ursprünglich aus Australien stammt. Ralf Müller, Fachschaftsvorsitzender der Mathematikfachschaft organisiert diesen Wettbewerb jährlich an unserer Schule.

Weltweit boomt der Wettbewerb, was sicher auch daran liegt, dass er im Multiple-Choice-Stil nicht nur Wissen abfragt, sondern auch Pfiffigkeit und gesunden Menschenverstand. Zu gewinnen gibt es neben Knobelspaß unter anderem eine Teilnahmeurkunde für jeden und ein T-Shirt für den Schulbesten. Die Allerbesten werden zu einem internationalen Mathematikwettbewerb eingeladen.

Wir sind gespannt auf die diesjährigen Ergebnisse unserer Schüler.

 

Die Website zum Känguru-Wettbewerb gibt Auskunft über die Modalitäten: (Zitat):

Der Känguru-Wettbewerb ist:

  • ein mathematischer Multiple-Choice-Wettbewerb für über 6 Millionen Teilnehmer in mehr als 50 Ländern
  • ein Wettbewerb, der einmal jährlich – am 3. Donnerstag im März – in allen Teilnehmerländern gleichzeitig stattfindet und als freiwilliger Klausurwettbewerb an den Schulen unter Aufsicht geschrieben wird
  • eine Veranstaltung, deren Ziel die Unterstützung der mathematischen Bildung an den Schulen ist, die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken und festigen und durch das Angebot an interessanten Aufgaben die selbstständige Arbeit und die Arbeit im Unterricht fördern soll
  • ein Wettbewerb, bei dem in 75 Minuten je 24 Aufgaben in den Klassenstufen 3/4 und 5/6 bzw. je 30 Aufgaben in den Klassenstufen 7/8, 9/10 und 11-13 zu lösen sind
  • ein Wettbewerb mit großen Teilnehmerzahlen: in Deutschland sind sie von 184 im Jahr 1995 auf über 850.000 im Jahre 2013 gestiegen

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Bild oben: die Homepage des Webauftritts des Känguru-Wettbewerbs.

 

Aufgaben zum heimischen Nachrechnen.

Übrigens: Falls Sie den Text oben aufmerksam gelesen haben, werden Sie leicht in der Lage sein, auszurechnen, wieviel Prozent der deutschen Teilnehmer am

Wettbewerb vom Robert-Bosch-Gymnasium stammen. Richtige Antworten werden belohnt, bitte an den Autor des Textes wenden!

 

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Textmarke_rot_RB Austausch der Versorgungsleitungen/ Umgestaltung der Außenanlagen - das Schulumfeld ist mal wieder Baustelle
März 2019

Das sind wir hier gewöhnt: irgendwo auf dem Schulgelände ist wieder Baustelle. Nach der Totalsanierung des Schulgebäudes in den Jahren 2010 bis 2013 kann uns nichts mehr erschüttern. In dieser Zeit des Schulhausumbaus haben wir das Gebäude mit den Handwerkern und den Bauarbeitern geteilt und trotzdem waren Unterricht und Prüfungen möglich. Da nehmen sich die jetzigen Baumaßnahmen an den Außenanlagen relativ bescheiden aus...

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Bild oben: Blick auf die Umbaumaßnahmen am Naturwissenschaftstrakt der Schule.

Grundsätzlich gehört der Umbau der Außenanlagen noch zum Gesamtsanierungskonzept für das Robert-Bosch-Gymnasium. So wurde 2015/2016 der Innenhof zwischen NwT-Bereich und Pestalozzischule neu gestaltet, 2018 wurden die Fluchttreppe von den Naturwissenschaften zur Richthofenstraße saniert und der Fahrradabstellbereich im Pausenhof neu eingerichtet. Ebenfalls vergangenes Jahr wurde auch der Pausenbereich auf dem Dach der Naturwissenschaften neu gestaltet und im Herbst hat die Telekom ein Glasfaserkabel zum Gebäude verlegt.

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Bild oben: der Teich vor dem NwT-Bereich wird neu angelegt; der Hang wird befestigt und am Biotop entsteht auch eine Sitzgelegenheit.

Jetzt im Frühjahr wird der restliche Bereich vor dem Naturwissenschaftstrakt umgebaut: der Teich wird neu angelegt und befestigt, vor dem Abluftkamin der Wärmekraftanlage entstehen weitere Fahrradstellplätze und im Zuge dieser Baumaßnahmen werden auch die Stromkabel, die Wasserleitung und die Gasleitung zum Gebäude ausgetauscht.

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Bild oben: Baustelle vor dem Schulgebäude: Versorgungsleitungen werden ausgetauscht.

 

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Textmarke_rot_RB Das BOGy-Praktikum in Klassenstufe 10”
März 2019

Text: David Schaebs, Schul-Öffentlichkeitsarbeit

"Wenn Sie ihn nicht wieder brauchen, behalten wir ihn gleich da!"

In der Woche vor den Faschingsferien findet für unsere zehnten Klassen die "Berufsorientierung am Gymnasium" (BOGy) statt. Die Schüler suchen sich Praktikumsplätze für einen einwöchigen Einblick in einen konkretes Beruf.

Eva Kimmel, Lehrerin für Deutsch und Gemeinschaftskunde, organisiert das BOGy-Praktikum. In diesem Jahr tauschten die Zehner das Klassenzimmer unter anderem mit einem Arbeitsplatz in der Wilhelma, bei Automobilherstellern, einem Heidelberger Universitätsinstitut, einem Gerichtssaal, einem Modehaus, einer Baustelle, einer Bank, einem Krankenhaus, einem Architekturbüro...

Es ist immer wieder beeindruckend, bei den Gesprächen mit den Einrichtungen zu hören, wie sich die einzelnen Schüler/innen dabei bewähren. Die Rückmeldungen reichen von "absolut zuverlässig" über "sehr gut durchdachte Organisation der Schule" bis hin zu "Wenn Sie ihn nicht wieder brauchen, behalten wir ihn gleich da!" Als Schule freuen wir uns natürlich darüber und sind den Betrieben dankbar, die den Zehntklässlern hilfreiche Erfahrungen ermöglichen. Aber unsere Schüler "brauchen" wir noch zwei Jahre und "geben" sie hoffentlich erst nach dem Abitur "her".

 

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Textmarke_rot_RB Das Robert-Bosch-Gymnasium und der “Digitalpakt Schule”
März 2019

Text und Bilder: Albert Pfänder, Abteilungsleiter für den Bereich Naturwissenschaften und Systemadministrator am Robert-Bosch-Gymnasium

In der “Stuttgarter Zeitung” konnte man neulich (Freitag, 15.3.2019) eine graphisch gut aufgemachte Übersicht über die Ausstattung der bundesdeutschen Schulen mit digitalen Medien bewundern. Danach gibt es an 87 % der Schulen PCs, aber nur an 2 % aller Schulen in allen Klassenzimmern. Beamer gibt es an 28 % der Schulen in speziellen Fachräumen, aber zu (etwa) 0% der Schulen in allen Klassenzimmern. Bei den Notebooks gibt es an 12 % der Schulen Geräte für den mobilen Einsatz in Klassenzimmern, an 10 % der Schulen in speziellen Fachräumen und nur an 2 % der Schulen in allen Klassenzimmern.

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Bild oben: Blick in einen unserer beiden (klimatisierten) Multimediaräume.

Bei uns am Robert-Bosch-Gymnasium sind wir bereits jetzt so weit, wie sich die Bundesregierung die Ausstattung der Schulen nach Wirksamwerden des so genannten “Digitalpaktes” (1 Mrd. € pro Jahr können an Bundesmitteln von den Bundesländern für die Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien eingesetzt werden) im besten Falle vorstellen kann:

  • IT_2019_9Alle Klassenzimmer und alle Fachräume (Kunstsäle, Musiksäle, Fachräume für die Naturwissenschaften) und ALLE Klassenzimmer sind mit Beamern ausgestattet.
  • In ALLEN Klassenzimmern gibt es seit Februar 2019 einen Medienwagen mit einem Notebook, einem Soundsystem und einer Dokumentenkamera.
  • In den beiden Kunsträumen gibt es jeweils 8 PCs. Die Schule verfügt über 2 voll ausgestattete Multimediaräume; die Schüler/innen der Unter- und Mittelstufe und die Schüler/innen der Oberstufe haben jeweils einen eigenen Schüler-PC-Raum; die Lehrer/innen haben einen mit 8 PCs bzw. Notebooks ausgestatteten Arbeitsraum.
  • Zum mobilen Einsatz in den Klassenzimmern gibt es 8 Notebooks. Für den Einsatz in den Naturwissenschaften gibt es zwei Klassensätze an Notebooks (jeweils 16 Geräte), z. T. in einem Notebookwagen mobil untergebracht.
  • Alle Fachräume sind mit PCs bzw. Notebooks ausgestattet.
  • Insgesamt stehen an der Schule ca. 170 PCs und Notebooks für die 600 Schüler/innen und ca. 65 Lehrer/innen zur Verfügung.
  • Das gesamte Schulhaus ist kabelvernetzt (1 GB LAN, der Backbone mit 10 GB), zusätzlich ist das gesamte Schulgebäude mit WLAN ausgestattet: 12 Accesspoints sorgen für gute “Ausleuchtung” mit den Signalen.

Bild oben rechts: Netzwerkschrank im Serverraum des Robert-Bosch-Gymnasiums. Der Raum ist klimatisiert und alarmgesichert. Eine große unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) befindet sich in einem etwas entfernten, separaten Raum. Die Unterverteilungen im Haus werden über Glasfaserkabel (Geschwindigkeit: bis 10 GB/s) angefahren; die Kupferverkabelung der Räume ist in 1 GB/s-Technik ausgeführt.

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Bild oben: Patchfeld im Serverraum.

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Bild oben: im Sommer 2015 wurden 75 PCs im Hause durch Neugeräte ersetzt. Im Multimediraum 2 wurden sie mit den Festplattenimages versehen, ins Netz aufgenommen und beschriftet.

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Bild oben: in jedem der zwei Multimediaräume stehen 17 PCs.

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Bild oben: der Unter- und Mittelstufen-Schüler-PC-Raum.

IT_2019_1Das Arbeiten mit digitalen Medien gehört für Lehrer/innen und Schüler/innen also zum Schulalltag ganz selbstverständlich dazu. Mobile Endgeräte in der Hand jedes Schülers / jeder Schülerin gibt es allerdings (noch) nicht. Da wird auch in den nächsten Monaten bzw. Jahren noch zwischen Lehrerschaft, Elternschaft und Schülern/innen eine ausführliche Diskussion über deren Sinn und Zweck, über Kosten, technische Machbarkeit, Administration, Datenschutz etc. stattfinden.

Jedenfalls kann an unserer Schule der Unterricht in Medienkunde in Klassenstufe 5, der Informatikunterricht in Klassenstufe 7 und der Informatikunterricht in den Wahlkursen der Oberstufe problemlos in den Multimediaräumen stattfinden. Auch die Robotik-AG hat jederzeit (auch mobil) Rechner (Notebooks) zur Verfügung.

Bild rechts: im Naturwissenschaftsbereich stehen zwei Klassensätze (je 16 Notebooks) zum mobilen Einsatz zur Verfügung.

In den Klassenzimmern können Filme von DVD oder aus dem Internet über die dort platzierten Medienwagen und die Beamer gezeigt werden, die Lehrer/innen können Präsentationen zeigen oder Simulationen (etwa im Physikunterricht), mit GeoGebra arbeiten (im Mathematikunterricht) oder die digitalen Unterrichtsassistenen nutzen (im Englisch-Unterricht). In Geografie kann man mal rasch bei Google Earth die Lage überblicken, in Geschichte bei YouTube eine Politikerrede abspielen oder im Kunstunterricht einen Stop-Motion-Film drehen. Im Fach NwT arbeiten die Schüler/innen mit den Notebook-Klassensätzen an der Programmierung der Mikrocontroller Basic Stamp oder Arduino Uno oder sie werten im Physikpraktikum mit Excel Messungen aus. Im Chemieunterricht kann man über das CASSY-System pH-Wert-Messungen durchführen und sogleich mit der dazugehörenden Software eine  Titrationskurve aufzeichnen.

Und sehr stark eingesetzt werden auch die Dokumentenkameras. Jetzt muss man nicht zuerst eine Folie drucken und auf den OH-Projektor legen: jede Vorlage oder jeder Gegenstand kann mit dem “Visualizer” als Film oder als Standbild erfasst und über den Beamer an der Wand groß wiedergegeben werden.

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Bild oben: Medienwagen mit Notebook (auf Docking-Station) mit Video-Umschalter und Dokumentenkamera.

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Bild oben: für die Klassenräume haben wir gebrauchte Notebooks angeschafft (HP Elitebook 8570P).

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Bild oben: die Medienwagen sind auch mit einem Soundsystem ausgestattet; und an zwei freien Buchsen des Videoumschalters können Schüler/innen oder Lehrer/innen ihr privates Notebook anschließen, um Zugang zum Beamer zu bekommen.

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Bild oben: im Sommer 2018 standen die Medienwagen zur Verteilung auf die (23) Klassenzimmer bereit.

Auch die Schulverwaltung ist gut mit Computern und Netzen ausgestattet. So kommt auch der Vertretungsplan über das Netz an die Monitore im Lehrerzimmer und im Atrium und über einen entsprechenden Web-UNTIS®-Zugang können die Schüler/innen (oder ihre Eltern) den Vertretungsplan auch von zuhause einsehen. Die Lehrer/innen buchen über diese Plattform Räume oder Ressourcen (z. B. den Mulimediaraum oder einen Notebooksatz) oder sie planen ihre Klassenarbeiten im Kalender von UNTIS®.

IT_2019_10Bild rechts: dieser Notebookwagen mit Stromversorgung steht im Lehrer-PC-Raum. Von hier aus kann man Notebooks zum mobilen Einsatz ins Klassenzimmer mitnehmen (wenn ein Gerät nicht ausreicht).

Auch die Ausstattung mit Software ist gut; so haben wir uns - als dies noch möglich war - die Kaufversion der Adobe Creative Suite (CS6) gesichert und im vergangenen Herbst sind wir auf das neue Microsoft Office 2016 umgestiegen. Insgesamt sind auf den PCs und Notebooks bis zu 120 verschiedene Programme und Tools installiert, oft Freeware, wie etwa der VLC-Player, der pdf-Reader und der pdf-Creator, GreenFoot und BlueJ, eine Concurrent Lizenz der OCR-Software Abbyy Fine Reader, ChemSketch (zur Erstellung chemischer Formeln) und der Klett Formelmaker (Schul-Lizenz), der Image Viewer von FastStone, Open Office und Libre Office, das Bildbearbeitungsprogramm PhotoFiltre, SketchUp zur Konstruktion von 3D-Modellen, das JAVA Development Kit zum Programmieren in der Kursstufe, Physiksimulationen zur Quantenphysik (Doppelspalt-Versuch, Mach-Zehnder-Interferometer), der MusikMaker von MAGIX, das Simulationsprogramm Scratch, das Mathematik- und Geometrieprogramm GeoGebra, die Arduino-IDE, VeraCrypt (zum Verschlüsseln von Datenträgern), der VideoAnalyzer für den Physikunterricht, Audacity zur Soundbearbeitung oder Capella (Schullizenz) und Finale Allegro (Notensatzprogramm / Klassenraum-Lizenz) für die Musiker/innen.

Die “Schule 2.0” hat bei uns also in gewisser Weise schon begonnen. Ein bisschen hatten wir letzten Sommer auch auf die Fertigstellung der baden-württembergischen Bildungsplattform “Ella” gewartet. Denn eine datenschutzrechtlich einwandfreie Austauschplattform für Schüler/innen und Lehrer/innen würde die Digitalisierung von Unterricht, Vor- und Nachbereitung sowie Hausaufgaben und die allgemeine Kommunikation durchaus voranbringen. Aber das hat ja leider nicht geklappt...

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Bild oben: im Serverraum stehen zwei HyperV-Server, die ein Failover-Cluster bilden. Auf diesen Servern sind virtuelle Server für die verschiedenen Zwecke installiert: Domänencontroller, Exchange-Server, Fileserver, Datenbankserver etc. Zur Datenspeicherung werden zwei (gespiegelte) DSS (Data Storage Server) eingesetzt. Den Internetzugang bzw. die Firewall bildet eine Internet-Appliance (Web Application Firewall) von Rhode&Schwarz (früher: gateprotect).

Die Stuttgarter Zeitung hat ausgerechnet, dass vom Digitalpakt (5 Mrd. € über 5 Jahre, also 1 Mrd. € pro Jahr für alle Schulen in Deutschland) etwa 25.000,- € pro Jahr (über den Schulträger - bei uns die Stadt Gerlingen) an eine Schule kommen könnten. Auch wenn wir jetzt schon sehr gut dastehen: wir hätten für die Finanzmittel durchaus noch Verwendung. Denn die Digitalisierung der Schulen ist ja nicht ein einmaliger Vorgang, sondern ein permanenter Prozess - schon allein weil die Halbwertszeit der Hardware bei etwa 5-6 Jahren liegt. Ein Teil unserer Notebooks hat bald dieses Alter erreicht. Und ausprobieren wollten wir schon mal, ob das Tablet in der Hand jedes Schülers / jeder Schülerin wirklich einen pädagogischen Mehrwert hat...

 

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