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Textmarke_rot_RBKaraKara - unser Sozialprojekt

Soziales Engagement des Robert-Bosch-Gymnasiums

Wir leben nicht allein auf der Welt. Und der Wohlstand ist nicht gerecht über die Erde verteilt. Wohlhabendere Länder unterstützen bedürftige Länder mit staatlichen Entwicklungshilfeprogrammen. Diese Hilfe ist nicht immer zielgenau, ist nicht immer ganz selbstlos, verursacht hohe Verwaltungskosten oder kommt aufgrund der unsicheren politischen Systeme im Empfängerland oft gar nicht bei der Zielgruppe an. Man kann  Hilfe aber auch unter Benutzung nicht-staatlicher Organisationen (NGOs) leisten oder noch direkter, durch die persönliche Förderung von Projekten vor Ort mit Hilfe von auf ehrenamtlicher Basis arbeitenden Mittelspersonen.

RB_Tafel_klGanz im Sinne Robert Boschs engagiert sich auch die Schulgemeinschaft des Robert-Bosch-Gymnasiums  für ein solches Projekt. Dazu veranstalten wir jedes Jahr am Samstag vor dem 1. Advent einen großen Weihnachtsbasar. Jede Klasse, die SMV und auch eine Elterngruppe betreiben einen Verkaufsstand, an dem die in den vorangegangenen Wochen hergestellten Waren angeboten werden. Das Angebot reicht von Bastelarbeiten, Genähtem, Weihnachtskarten, Vogelhäuschen, über Weihnachtsplätzchen, Stollen und Marmelade, einer von vielen Gerlinger Betrieben und auch der Robert Bosch GmbH unterstützten Tombola bis hin zu Weihnachtsgestecken und Adventskränzen. Eine Cafeteria bietet Kaffee und Kuchen, man kann sich aber auch für Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat oder Maultaschen entscheiden.

Bild oben rechts: durchaus im Sinne des Namensgebers: das soziale Engagement unserer Schule (Ausschnitt aus der bei der Namensgebungsfeier enthüllten Tafel, 19.9.2008. -  Die Tafel war dann von 2009 bis 2013 als Bau-Tafel während der Generalsanieung  vor dem Schulgebäude aufgestellt)

Die Geschichte dieses Basars, der inzwischen zu einer vorweihnachtlichen Institution in Gerlingen geworden ist, reicht über 25 Jahre zurück.

Kara_Kara_LOGO_mIn den ersten zwanzig Jahren hat das Gymnasium gemeinsam mit der Pestalozzi-Schule einen wichtigen Beitrag geleistet zur Unterstützung armer Bergbauern  in Kolumbien. Mit dem Erlös unseres Basars konnte dort z. B. ein Gemeinschaftszentrum aufgebaut werden, in dem Kinder und Frauen unterrichtet wurden.

Nach dem Auslaufen des Kolumbien-Projektes wollte sich die Schule - gerade auch unter dem neuen Namensgeber Robert Bosch - weiterhin sozial engagieren und die Tradition des Basars weiterführen. Seit Herbst 2008 unterstützen wir ein Bildungsprojekt in einem der ärmsten Länder Afrikas, in Niger. Unter dem Titel “Karakara - Hilfe für Kinder in Niger” ermöglicht das Robert-Bosch-Gymnasium nun die Schulausbildung von 59 Patenkindern in diesem afrikanischen Staat.

Bild rechts: die Kinder in Kara Kara; die Bildmontage entstand unter Verwendung einer Karte (Copyright: Westermann, 2008 (Diercke Weltatlas) - mit freundlicher Genehmigung der Westermann Kartenredaktion) und eines Fotos von M. Neumann (Jan. 2009).

Bild unten: die (neu gestaltete) Website des Vereins”Karakara - Hilfe für Kinder in Niger e. V.”
 

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Der Einstieg in das Projekt in Niger wurde durch eine entsprechende Entscheidung der Gesamtlehrerkonferenz des Robert-Bosch-Gymnasiums vollzogen. Die Eltern wurden bei einer Elternbeiratssitzung in den Entscheidungsprozess einbezogen und die Schüler/innen stimmten bei einer SMV-Sitzung im Oktober 2008 mit großer Begeisterung der Neuausrichtung des sozialen Engagements der Schule zu.

Karakara_Schuelerbild_1Kunsterzieherin M. Neumann hatte das Projekt in Niger bei der Mitgliederversammlung des Schulvereins „Gerlinger Schüler helfen Kindern in der Dritten Welt“ im September 2008 und bei der oben erwähnten Gesamtlehrerkonferenz als zukünftiges mögliches Förderziel vorgestellt. Das Projekt war bereits 2006 mit dem Erlös eines Spendenlaufs der Schüler/innen unterstützt worden.

Bilder rechts und unten: nachdem sie im Kunstunterricht unter Leitung von Kunstlehrerin M. Neumann Erzählungen über die Lebens- und Wohngewohnheiten in Niger gehört hatten, malten Schüler/innen einer 6. Klasse Stadt- und Dorfsituationen mit den typischen Häusern, Hütten und Vorratsspeichern (Januar 2010).

Ganz wesentlich ist uns bei diesem Projekt die unmittelbare Korrelationsmöglichkeit von in Gerlingen erwirtschafteten Mitteln und deren Einsatz in Niger:  Verbindungsperson zwischen Niger und dem Robert-Bosch-Gymnasium ist Lamin Ousman Daouda, der in Niger geboren wurde, dort zur Schule ging, in Niger und in Deutschland studierte und jetzt in Stuttgart als Ingenieur arbeitet und hier einen Verein initiiert hat, um in Karakara, einem der ärmsten Stadtteile der Provinzhauptstadt Zinder im Südosten von Niger, eine Grundschule zu gründen.

Karakara_Schuelerbild_2Durch seine Besuche vor Ort erfahren wir immer wieder persönlich von der Umsetzung und den Fortschritten des Projektes und sehen, wie das Engagement der Schüler/innen des Robert-Bosch -Gymnasiums in Gerlingen den Kindern in Zinder direkt zugutekommt. Auch M. Neumann hat in den vergangenen Jahren die Schule in Zinder mehrfach besucht.

Mit dem Erlös unseres Basars können wir die Patenschaft für 59 Kinder in Karakara übernehmen. Mit 200 Euro pro Jahr und Kind wird deren Schulbesuch, ihre regelmäßige Ernährung und die Ausstattung mit Schulkleidung und den zum Lernen nötigen Hilfsmitteln ermöglicht.

 

Bild unten: im Atrium des Schulgebäudes informiert eine kleine Ausstellung in einer Wandvitrine über das Projekt.

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