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Textmarke_rot_RBKonzept zum Förderunterricht am Robert-Bosch-Gymnasium

 

Textmarke_rot_RBVerbesserung der individuellen Förderung bei gestiegener Heterogenität - das neue “Lernband” am Robert-Bosch-Gymnasium

 

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Textmarke_rot_RBEin bedarfsgenaues Angebot an Schüler/innen mit Lerndefiziten

Text: Almut Peischl, Studiendirektorin (Abteilungsleiterin, Unterstufenbeauftragte)

 Am Robert-Bosch-Gymnasium gibt es Förderunterricht in der Klassenstufe 5 in Deutsch, Englisch und Mathematik je 1 Stunde in der Woche, wobei  Schüler/innen aus Parallelklassen zusammengenommen werden; der Förderunterricht startet in der zweiten Unterrichtswoche des Schuljahres und endet mit der letzten vollen Unterrichtswoche.

Bis zur genauen Zuteilung der Schüler in den Förderunterricht aufgrund verschiedener Diagnoseverfahren findet der Förderunterricht in den ersten drei Schulwochen im Klassenverband statt. Dabei werden die Themen Wochenplan, Heftführung und Vokabellernen bearbeitet.

Im Laufe des Schuljahres ist dreimal ein Wechsel in der Teilnahme am Förderunterricht möglich.

In Klassenstufe 6 gibt es Förderunterricht in Englisch und Mathematik je 1 Stunde in der Woche. Die Ermittlung des Förderbedarfs erfolgt nach den Leistungen im Unterricht. Im Laufe des Schuljahres ist ebenfalls dreimal ein Wechsel in der Teilnahme am Förderunterricht möglich.

Ab dem Schuljahr 2017/18 gibt es auch in Klassenstufe 7 Förderunterricht und zwar in Französisch.

Ansprechpartner für den Förderunterricht sind die Klassenlehrer/innen.

Die Schule freut sich, dass der Förderunterricht angeboten werden kann; sie hofft und wünscht, dass der Förderunterricht einen Beitrag leisten kann zur erfolgreichen Bewältigung des Gymnasiums!

Genaueres zum Konzept des Förderunterrichtes kann man den nachfolgenden Dokumenten entnehmen, die Abteilungsleiterin Almut Peischl verfasst hat:

Es handelt sich um zwei pdf-Dokumente.

Förderunterricht_KL_5_6_2016_17

 

Textmarke_rot_RBDer Förderunterricht wurde evaluiert
Schuljahr 2016/17

Text: Claudia Hellriegel, Studiendirektorin (Abteilungsleiterin, Beauftragte für Evaluation)

Überwiegend Zustimmung für Förderunterricht in Klasse 5

Am Ende des letzten Schuljahres (2015/16) evaluierten Eltern, Förderkinder und Fach-, Klassen- und Förderlehrer den Förderunterricht am Robert-Bosch-Gymnasium, den es in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik seit dem Schuljahr 2012/13 gibt.

Dank der hohen Beteiligung von Eltern - 43 ausgefüllte Fragebögen von insgesamt 48 - und Schülern, abhängig vom Fach zwischen 76 und 90 Prozent, können trotz der relativ kleinen Gruppe von Befragten Aussagen getroffen werden. Die genauen Ergebnisse finden Sie unter: hier (bitte zum Download der pdf-Datei klicken).

Evaluation_Foederunterricht

Bild oben: die Evaluationsdaten und die statistische Auswertung.

Schüler und Eltern waren aus folgenden Gründen überwiegend zufrieden:

Die Mehrheit der Kinder und Eltern kannte den Grund für die Teilnahme am Förderunterricht. Geschätzt wurden das individuelle Lerntempo und das Lernklima, indem auf Fragen eingegangen wurde und jedes Kind eine individuelle Rückmeldung erhielt.

Obwohl Eltern, deren Kinder zwei oder drei Förderunterrichte in verschiedenen Fächern besucht hatten, diese Möglichkeit begrüßten, waren insgesamt die Meinungen darüber geteilt, ob die Förderzeit von ca. zehn Wochen á 45 Minuten ausreicht, denn schließlich waren „besser werden“ oder gar „eine bessere Note“ häufig genannte Ziele. Zwar waren sich die Förderkinder weitgehend einig, dass der Förderzeitraum ausreichend ist, jedoch konnten nicht alle dieses selbst gesteckte Ziel, nämlich besser zu werden, erreichen.

Dafür können auch andere Gründe, wie z. B. die effektive Nutzung der Arbeitszeit und die Aufgabenstellungen, verantwortlich sein. Die Aufgaben wurden von den Kindern überwiegend als verständlich und nicht zu schwierig, aber von einem Teil der Kinder als zu leicht eingestuft.

Sicherlich sollte auch berücksichtigt werden, dass die Klasse 5 Teil der Orientierungsstufe ist und erfahrungsgemäß noch nicht alle Kinder die richtige Schulart gefunden haben. Deshalb respektieren wir selbstverständlich den Wunsch nach besseren Noten, möchten jedoch dafür werben, dass auch Ziele, wie Lücken zu schließen, Arbeitstechniken einzuüben, Einstellungen zu ändern und Selbstvertrauen zu gewinnen, langfristig zu mehr Erfolg in der Schule führen können.

Eine große Veränderung jedenfalls hat die Selbstevaluation des Förderunterrichts im letzten Schuljahr bereits in diesem Schuljahr bewirkt. Wir fingen nicht nur früher, sondern auch anders an:

In den ersten Wochen des Schuljahres setzten sich alle Fünftklässler mit drei wichtigen Themen aus dem Bereich „Lernen lernen“ auseinander: Vokabeln lernen, Heftführung und Wochenplan.

Mithilfe von Lernstand 5 und anderen Diagnosearbeiten ermittelten unterdessen die Fachlehrer die erste Gruppe der Förderkinder in Mathematik, Englisch und Deutsch, sodass erstmals nicht erst nach den Herbstferien, sondern bereits in der fünften Schulwoche mit dem Förderunterricht begonnen werden konnte.

In diesem Sinne wünschen wir allen Förderkindern viel Erfolg!

 

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Textmarke_rot_RBVerbesserung der individuellen Förderung bei gestiegener Heterogenität
September 2017

Einführung: Das neue “Lernband” für die Klassenstufe 5-7

Text: Albert Pfänder, Studiendirektor (Abteilungsleiter, Oberstufenbeauftragter)

“An unseren Schulen soll jedes Kind und jede/r Jugendliche optimal gefördert werden und soziale Benachteiligungen dadurch abgebaut werden. Wie kann das gelingen angesichts einer zunehmenden Heterogenität in unseren Klassen? ...”

Diese Zeilen konnte man in der Ausschreibung für eine Fortbildungsveranstaltung der “Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen” für Schulleitungsteams an allgemein bildenden Gymnasien und beruflichen Schulen lesen; sie fand Ende November 2016 unter der Leitung von Johannes Baumann (Schulleiter am Gymnasium Wilhelmsdorf) und Markus Autenrieth (Schulleiter der Gemeinschaftsschule in Kupferzell) in der Landesakademie in Ochsenhausen (ehemalige Benediktiner-Abtei) statt.

Landesakademie_Ochsenhausen

Bild oben: wenn die Schulleitung im Kloster in Klausur geht und sich auf das Wichtige und Wesentliche konzentriert ... muss für die Schule natürlich auch etwas Positives resultieren!

In der ehemaligen Reichsabtei der Benediktiner, einer monumentalen barocken Klosteranlage (siehe Bilder), ist seit 1989 die Landesakademie für die musizierende Jugend untergebracht. Wenn für Fortbildungen der “Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung” auf der Comburg bei Schwäbisch Hall nicht genügend Platz ist, wird gelegentlich nach Ochsenhausen ausgewichen.

Das Schulleitungsteam (die so genannte “Erweiterte Schulleitung”) des Robert-Bosch-Gymnasiums hat daran teilgenommen. Gegenstand der Veranstaltung waren “Individualisierte Lernarrangements”, wie sie etwa beim “Kooperativen Lernen” umgesetzt werden. Das Gerlinger Schulleitungsteam ließ sich aber insbesondere von einem der beiden Referenten, Oberstudiendirektor Johannes Baumann und dessen Unterrichtsmodell G8+ am Wilhelmsdorfer Gymnasium (im Landkreis Ravensburg) inspirieren. Was dort “Freies Kursangebot” heißt und die Klassenstufen 5-10 umfasst, setzen wir seit diesem Schuljahr in den Klassenstufen 5-7 (in diesen Stufen gelten bereits die neuen Bildungspläne) in abgewandelter Form unter der Bezeichnung “Lernband” um.

In unserer so genannten Kontingentstundentafel (die auflistet, wieviele Unterrichtsstunden pro Woche in welchem Fach in welcher Klassenstufe unterrichtet werden) nutzen wir die vom Ministerium eingeräumten Freiheiten, jeweils eine Unterrichtsstunde in den Klassenstufen 5, 6 und 7 für ein “Zusatzangebot” zu verwenden.

Das Schulleitungsteam hatte in den letzten Jahren bereits häufiger über die Thematik Individualisierung / Heterogenität diskutiert und nach Wegen gesucht, wie man einerseits unterschiedlichsten Schülerwünschen und -fähigkeiten gerecht werden und andererseits auch unsere pädagogischen Zielsetzungen, die wir mit unserem schulischen Leitbild  formuliert haben, in praktisch umsetzbares Wirken verwandeln könnte.

In unserem Leitbild steht nämlich unter anderem:

Lernen steht im Mittelpunkt der Schule. Jeder leistet seinen Beitrag zu einer guten und respektvollen Lernatmosphäre in der gesamten Schulgemeinschaft. Wir fördern und fordern Schüler so, dass sie ihre Begabungen und Fähigkeiten entdecken, einschätzen und entwickeln können.

Leitbildtex_Hervorhebungt

Bild oben: unser Leitbild (mit Hervorhebung der zitierten Stelle).

Für Schüler/innen, bei denen sich in den Klassenstufe 5-7 beim Unterricht in Mathematik, Deutsch und Englisch sowie Französisch (vorübergehende) Defizite zeigen, ist der Förderunterricht vorgesehen. Dreimal im Schuljahr schauen die entsprechenden Lehrkräfte, ob (noch) Förderbedarf besteht. Schüler/innen können so unterschiedlich lange und auch in unterschiedlichen Fächern (nacheinander oder auch parallel) eine zusätzliche Förderung erhalten, um so den Anschluss an die Klasse wieder zu gewinnen.

Entsprechend der oben zitierten Aussage unseres Leitbildes wollen wir aber auch Schüler/innen (heraus-)fordern, die noch zeitliche und intellektuelle sowie kreative oder handwerkliche Spielräume haben, sich zu entfalten oder erst einmal eigene Fähigkeiten und Talente zu entdecken. Dazu dienen die Angebote im neuen “Lernband”.

Diese Angebote erstrecken  sich auf einen Zeitraum von einem Vierteljahr, einem halben Jahr oder auch einem ganzen Jahr; der Zeitraum, für den man sich zu etwas verpflichtet, ist also sehr überschaubar. Das macht die Schwelle, sich für eine der Lernbandaktivitäten zu entscheiden, für Schüler/innen niedrig; man geht kein großes Risiko ein. Und viele Lehrer/innen, die schon immer ein AG-ähnliches Angebot in einem etwas schulfachferneren Bereich anbieten wollten, können nun aktiv werden.

So gab es dann auch ein sehr breites Spektrum an Lernband-Angeboten, aus denen die Schüler/innen eines oder mehrere auswählen konnten. Nicht alle konnten bei der Zuteilung dann für die erste Wahl der ausgesuchten Aktivitäten zugelassen werden.

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Bild oben: die im “Lernband” tatsächlich durchgeführten Projekte/Aktionen.

Alle Veranstaltungen im Lernband finden (daher auch der Name) zeitlich parallel statt und auch parallel zum Förderunterricht. Das macht die Suche nach einem Termin im Wochenplan überflüssig; andererseits war die stundenplantechnische Verankerung der Lernbandangebote auch eine Herausforderung für die Stundenplanmacher (das sind die Stv. Schulleiterin Silke Scholz und der Rektoratsassistent Markus Ciapura).

In der zweiten Unterrichtswoche des Schuljahres startet das neue “Lernband” und am Ende des Jahres werden wir unsere Erfahrungen damit evaluieren. Es ist schon jetzt abzusehen, dass die neue Idee am Robert-Bosch-Gymnasium “gezündet” hat und wohl zu einem dauerhaften Zusatzangebot für Schüler/innen, die sich noch (heraus-)fordern lassen möchten, werden kann.

 

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Schulleiterbrief

In einem Elternbrief hat Schulleiter Eberhard Blanz das neue Lernangebot wie folgt beschrieben:

Liebe Eltern ...

wir haben im Rahmen der Einführung der neuen Bildungspläne ab dem neuen Schuljahr in den Klassen 5 bis 7 am Mittwochnachmittag die 7. und 8. Stunden für das neue Lernband reserviert.

Im Folgenden möchte ich erklären, was unter diesem neuen Angebot zu verstehen ist:

Jede Schule hat die Möglichkeit, pro Klasse jährlich über die Zuordnung zweier Stunden frei zu entscheiden. Bisher haben wir diese Stunden gezielt einzelnen Klassen und Fächern zugeordnet (Französisch, Informatik, Biologie, Musik, Bildende Kunst und die Klassenlehrerstunde in den Klassen 5-9). Im neuen Lernband möchten wir diese zusätzlichen Stunden nicht mehr durch erweiterten Pflichtunterricht, sondern als Ganzes für die individuelle Förderung und Forderung der Schülerinnen und Schüler einsetzen.

... Zusätzlich wird in dieser Zeit (nur für die Klassenstufe 7) der Förderunterricht in Französisch und der verpflichtende Kurs „Drogen und Gesundheit“ stattfinden.

Wir starten das neue Angebot in den Klassen 5 bis 7, da die Klassen 8 bis 10 noch nach den alten Bildungsplänen unterrichtet werden. Durch die zeitliche Kopplung am Mittwochnachmittag können wir neben der bewährten Klassenlehrerstunde viele klassenübergreifende freiwillige Zusatzangebote anbieten. Ihr Kind sucht in der beiliegenden Liste nach interessanten Kursen und wählt ... mindestens ein halbjähriges oder zwei vierteljährige Angebote aus.

Ich bin zusammen mit meinem Kollegium sicher, dass dieses neue Lernband unsere Schule besser macht und ihr Kind mit Freude davon profitieren wird.”

 

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